Eisenerz (Steiermark)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eisenerz
Wappen von Eisenerz
Eisenerz (Steiermark) (Österreich)
Eisenerz (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leoben
Kfz-Kennzeichen: LN
Fläche: 124,46 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 14° 53′ O47.5514.883333333333736Koordinaten: 47° 33′ 0″ N, 14° 53′ 0″ O
Höhe: 736 m ü. A.
Einwohner: 4.655 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 37 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8790
Vorwahl: 03848
Gemeindekennziffer: 6 11 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mario-Stecher-Platz 1
8790 Eisenerz
Website: www.eisenerz.at
Politik
Bürgermeisterin: Christine Holzweber (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(25 Mitglieder)
16
5
3
1
16 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Eisenerz im Bezirk Leoben
Eisenerz Gai Hafning bei Trofaiach Hieflau Kalwang Kammern im Liesingtal Kraubath an der Mur Leoben Mautern in Steiermark Niklasdorf Proleb Radmer Sankt Michael in Obersteiermark Sankt Peter-Freienstein Sankt Stefan ob Leoben Traboch Trofaiach Vordernberg Wald am Schoberpaß SteiermarkLage der Gemeinde Eisenerz (Steiermark) im Bezirk Leoben (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Erzberg
Erzberg
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Eisenerz um 1820, Lith. J.F. Kaiser
Eisenerz um 1900 mit Blick auf den Pfaffenstein
Bergmannsplatz in Eisenerz
Altes Rathaus, später Bezirksgericht, ab 2011 ist das Stadtmuseum hier untergebracht

Eisenerz ist eine Stadt mit 4655 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Norden der Steiermark, rund 25 km nordwestlich der Bezirkshauptstadt Leoben. Der frühere Name der Gemeinde im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Leoben war Innerberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Eisenerz liegt am Erzbach inmitten der aufragenden Felsen der Eisenerzer Alpen im Südwesten und des Hochschwab im Nordosten. Die vier Felsformationen von Eisenerzer Reichenstein, Wildfeld, Kaiserschild und Pfaffenstein dominieren das Stadtbild. Dazu kommen die rötlich gefärbten Stufen des Erzbergs, der der größte Eisenerz-Tagbau Mitteleuropas ist.

Im Norden des Gemeindegebietes liegt der Leopoldsteinersee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Stadtgemeinde Eisenerz gliedert sich in die Katastralgemeinden Eisenerz, Krumpental, Münichthal und Trofeng.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hieflau Landl Wildalpen
Radmer Nachbargemeinden Tragöß
Kalwang Trofaiach Vordernberg

Geschichte[Bearbeiten]

1230 wird das Gebiet zum ersten Mal in einer Urkunde unter dem Namen Aerze erwähnt, 1293 dann im innern Eisenärzt. 1453 ist die Verleihung des Marktrechts dokumentiert. Die Abbaurechte am Erzberg gehörten ab dem Mittelalter den Eisenerzer und Vordernberger Radmeistern. Bis Ende des 16. Jahrhunderts blühte der Erzabbau am Erzberg. Um 1500 hatte das Erz aus Eisenerz einen Anteil am europäischen Exportvolumen von 16 Prozent, um 1550 waren es rund 20 Prozent.[1]

1529, als die Türken Wien belagerten, wurde die Wehranlage der Oswaldikirche verstärkt. Zugleich, ab 1519, breitete sich in der Steiermark der Protestantismus aus und entwickelte sich auch in Eisenerz bis Mitte des 16. Jahrhunderts zur mehrheitlichen Glaubensrichtung. An dem mit missverstandenen lutherisch-religiösen Forderungen vermischten Bauernaufstand im Jahr 1525 nahmen auch die Knappen, Blähhausarbeiter und die Bürgerschaft aus Eisenerz teil. Aus Aufzeichnungen zum Brucker Winkellandtag im Jahr 1572 geht hervor, dass Eisenerz neben weiteren 14 Städten und Märkten öffentlich seine Zugehörigkeit zum Augsburger Bekenntnis erklärte.[2] Zahlreiche Gebäude in Eisenerz zeugen von der Hochblüte des Radmeistertums in dieser Zeit, so etwa der Schichtturm und der Schwarzer Hof.

Im Zuge der Gegenreformation um 1599 verschanzte sich der protestantische Teil der Bürger und Radmeister in der Kirchenfestung vor Martin Brenner, dem Bischof von Seckau, der sie auf Geheiß von Landesfürst Ferdinand II. mit 316 Schützen und Hellebardenträgern zur Aufgabe zwang. Regierungsmaßnahmen wie Beschlagnahmungen, Zwang zum Verkauf der Radwerke an katholische Übernehmer und Vertreibung jener, die dem Augsburger Bekenntnis weiterhin treu blieben, Verbrennungen von sektischen Büchern oder 50 der Bevölkerung ins Quartier gelegte Soldaten konnten die überwiegende Mehrheit wieder zum Katholizismus bekehren. Zumindest 14 Radmeister samt ihren Familien standen auf der endgültigen Ausweisungsliste.[3][4]

Das Ausweisen und Ersetzen eines Teils der untereinander versippten Radmeister durch Ortsfremde sowie der beginnende Dreißigjährige Krieg stürzten die Radmeister in finanzielle Probleme. Im Jahr 1625 übernahm der Landesfürst den Bergbau im Innerberger Teil des Erzberges einschließlich Verarbeitung und Handel. Die Radwerke und Abbaurechte wurden zwangsvergesellschaftet und die Innerberger Hauptgewerkschaft gegründet, die den Eisenerzer Teil des Erzberges bis 1881 verwaltete und bewirtschaftete. Die Abbaurechte der Vordernberger Radmeister wurden von diesen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts genutzt. Zur Innerberger Hauptgewerkschaft gehörten auch die Hammerwerke im Ennstal und die Eisenhändler der Stadt Steyr. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Innerberger Hauptgewerkschaft zum größten Eisen produzierenden Unternehmen der Welt.[5]

Selbst Frauen und Kinder waren beim Bergbau beschäftigt. Ab 1750 wurde mehrmals und von verschiedenen höheren Stellen, zuletzt per Hofdekret aus Wien vom 15. Februar 1772, versucht, das Spinnereihandwerk für Frauen und Kinder in Eisenerz einzuführen. Doch alle diese Versuche scheiterten, auch ein 1765 erlassenes Patent über die Einführung von Spinnschulen bewirkte nichts. 1768 lehnte die Radmeisterkommunität eine Anordnung vom Hof in Wien mit der Begründung ab, dass die Frauen und Kinder bei der Bergwerksarbeit für niedere Arbeiten benötigt würden und obendrein aufgrund der Einführung der freien Heiratserlaubnis Wohnungsmangel herrsche. Das neuerliche Ansinnen im Jahr 1772 beantwortete man seitens der Radmeisterkommunität mit einem Verweis auf diesen Bericht und der Bemerkung, dass „die Verwirklichung des allerhöchsten Antrages von jeder Seite betrachtet untunlich sei“, ebenso reagierte das Oberkammergrafenamt ablehnend. Per Hofdekret vom 4. September desselben Jahres verzichtete man schließlich auf die Einführung der Spinnerei in Eisenerz.[6]

Im Jahre 1881 wurde die Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft gegründet, die nach und nach die Abbaurechte für den ganzen Erzberg erwarb und den Etagenabbau am Erzberg begann, welcher dem Berg die heute so charakteristische Form gegeben hat. In dieser Zeit wurde auch die als Erzbergbahn bekannte Zahnradbahn über den Präbichl nach Vordernberg und Leoben gebaut.

1931/32 stand der Bergbaubetrieb praktisch vor dem Ruin. In der Zeit des Nationalsozialismus erlebte Eisenerz durch die Rohstoff- und Rüstungswirtschaft einen neuerlichen Aufschwung. Mit 1,8 Millionen Tonnen kam fast ein Viertel der Produktion im Deutschen Reich vom Erzberg. Im Dezember 1939 kamen die ersten 300 polnischen Zwangsarbeitern am Erzberg an, es folgten tausende Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus unterschiedlichen Ländern sowie Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus Mauthausen.[7]

1946 wurden zwölf Männer von britischen Militärgerichten in den Eisenerz-Prozessen zum Tode verurteilt. Sie hatten als Volkssturm-Leute oder Vorgesetzte am 7. April 1945 am Präbichl ein Massaker an etwa 250 ungarischen Juden verübt bzw. befohlen, die sich auf einem Todesmarsch in Richtung KZ Mauthausen befanden.[8] Die Prozesse gehören zu den bedeutendsten Kriegsverbrecher-Prozessen in Österreich.

Aufgrund des florierenden Bergbaus und der zahlenmäßigen Größe (13.000 Einwohner) der Gemeinde wurde ihr 1948 das Stadtrecht verliehen. Durch technische Neuerungen im Abbaubereich selbst, aber auch durch die weltweite Krise in der Eisen- und Stahlindustrie in den 1980er-Jahren schrumpfte die Bevölkerung im Verlauf eines halben Jahrhunderts auf weniger als die Hälfte.

Religionen[Bearbeiten]

  • Römisch-katholisch 66,9 %
  • Evangelisch 4,2 %
  • Islamisch 1,5 %
  • Ohne rel. Bekenntnis 24,6 %
  • Andere 2,8 %

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2010[9]
Wahlbeteiligung: 71,89 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,91 %
20,25 %
13,74 %
7,10 %

Gemeinderat (Wahl vom 21. März 2010)[Bearbeiten]

Bürgermeister und Stadtregierung[Bearbeiten]

Die SPÖ stellt mit Frau Bürgermeister Christine Holzweber, dem 1. Vizebürgermeister, dem Finanzstadtrat und einem weiteren Mitglied vier Stadträte; der 2. Vizebürgermeister wird von der ÖVP gestellt.

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 1948.
Wappenbeschreibung: In einem goldenen, blau bordierten Schilde sind die stilisierten Konturen des steirischen Erzberges mit seinen Stufen in seiner derzeitigen Gestalt in Form von roten Linien zu sehen. Im Schilde steht auf steinernem Boden die Gestalt eines in der weißen Tracht mit Kapuze eines Bergmannes und mit schwarzen Schuhen angetanen Jünglings, der mit beiden Händen ein rotes, von einem silbernen Balken durchzogenes und mit einer bergmännischen Kratze und einem Bergeisen pfahlweise nebeneinander belegtes Schildchen hält.[10]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eisenerz

Museen[Bearbeiten]

  • Stadtmuseum im Alten Rathaus, Bergmannsplatz 1.
  • Postmuseum im Kammerhof, dem ehemaligen Sitz der Innerberger Hauptgewerkschaft.
  • Krippenmuseum, mit Krippen aus der Zeit des späten 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
  • Gerbereimuseum Gerberei Salzer.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Oswald: Die gotische Kirche, dem Oswald von Northumbria gewidmet, aus dem 15.–16. Jahrhundert ist die größte Kirchenburg der Steiermark (Befestigungsanlagen von 1532 bis 1534).
  • Marktkirche Maria Geburt aus dem Jahr 1453, später barockisiert.
  • Petruskapelle
  • Der Schichtturm im Renaissancestil läutet seit dem Jahr 1581 die Bergarbeiter zur Schicht.
  • Schwarzer Hof gilt als eines der letzten, annähernd original erhaltenen, mittelalterlichen Radmeisterhäuser der Steiermark.
  • Schloss Geyeregg von 1621/22
  • Erzbergbahn: Museumsbahn, die von Vordernberg über den Präbichl bis zur Station Erzberg führt.
  • Schmiede und Blähhaus „Zainhammerl”: Das beinahe abgerissene Objekt in der Krumpentalerstraße 13 erwies sich als die letzte Schmiede der Stadt, die auch im Inneren noch original erhalten ist. Wahrscheinlich ist sie auch die letzte Zainschmiede der Steiermark.[11]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Sommerfestival (im Juli) mit Musik, Bildender Kunst und den Klangvisionen am Leopoldsteinersee
  • ErzbergRodeo, jährlich am Wochenende nach Fronleichnam, größte Enduroveranstaltung Europas
  • Der seit 2003 jährlich stattfindende „Erzberglauf" ist ein Lauf- und Nordic-Walk-Bewerb bei dem auf einer Streckenlänge von 12,5 km 745 Höhenmeter überwunden werden. Der Erzberglauf ist ein internationale Bewerb der im Durchschnitt pro Jahr mehr als 1000 Sportler anzieht.
  • Seit 1981 wird in der Eisenerzer Ramsau von den Naturfreunden der „Annakirtag“ veranstaltet. Im Gegensatz zum Oswaldikirtag gibt es beim Annakirtag kaum Verkaufsstände, der Schwerpunkt liegt bei volkstümlicher Musik, Tanz und lokalen kulinarischen Spezialitäten.
  • Seit 2012 findet im August das Rostfest statt mit Musik, Handwerk, Workshops, Urban Camping in leeren Gebäuden.

Sage[Bearbeiten]

Der Sage nach verdanken die Ureinwohner des Erzbachtals die Entdeckung des Erzberges einem Wassermann aus dem Wassermannsloch am Talausgang des Münichtals. Der Wassermann wurde von den Dörflern mit einem mit Pech bestrichenen Mantel eingefangen, für seine Freilassung bot er ihnen dann Folgendes an:

Gold für 10 Jahr’,
Silber für Hundert Jahr’
oder Eisen für immerdar!

Die klugen Bewohner entschieden sich für das Eisen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr: Eisenerz liegt an der Erzbergbahn. Die Verbindung Richtung Süden, über den Präbichl nach Leoben wurde aber 1988 eingestellt, und auch die von Norden kommende Bahnlinie Hieflau–Eisenerz wird nur noch von Güterzügen bedient. Eisenerz ist daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur noch über die Straße zu erreichen. Mit Postbussen bestehen regelmäßige Verbindungen nach Leoben und Hieflau.

Individualverkehr: Eisenerz liegt an der Eisen Straße B115, die von Leoben über Eisenerz bis nach Steyr und Enns in Oberösterreich führt. Die nächsten hochrangigen Straßen sind die Semmering Schnellstraße S6 und die Pyhrn Autobahn A9 in der Nähe von Leoben.

Schulen[Bearbeiten]

  • BORG-Eisenerz (Sport-, Kunst- und Musikzweig)
  • BHAK-Eisenerz
  • BHAS-Eisenerz
  • Hauptschule Eisenerz (Sport-, Musik- und Schizweig)
  • Nordisches Ausbildungszentrum (NAZ)
  • JEB (Berufsorientierte Lehrausbildung)
  • Polytechnische Schule (POLY)

Tourismus[Bearbeiten]

In der jüngeren Vergangenheit versucht sich Eisenerz als Fremdenverkehrsgemeinde zu profilieren. Attraktionen dafür sind einerseits der Erzberg, wo in den Stollen ein Schaubergwerk eingerichtet ist, andererseits die natürlichen Gegebenheiten der Eisenerzer Alpen und des Hochschwabs, welche Wanderer und Bergsteiger anziehen sollen.

Eisenerz ist das historische Zentrum der Österreichischen Eisenstraße. Die Orte an der alten Eisenstraße, die in den österreichischen Bundesländern Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich liegen, haben sich zu regionalen Eisenstraßen-Vereinen zusammengeschlossen, deren Aufgabe es ist, das Gebiet als besuchenswerte Kulturregion und Fremdenverkehrsregion bekannt zu machen.

In den Jahren 2005 bis 2007 wurden in den Bergen rund um Eisenerz vier neue anspruchsvolle Klettersteige erbaut, die hohe Anforderungen an das bergsteigerische Können stellen.

  • Der Eisenerzer Steig führt auf den Pfaffenstein (1865m), Schwierigkeitsstufe C/D (schwierig bis sehr schwierig);
  • Der Kaiserschild-Klettersteig führt auf den Kaiserschild (2084m), Schwierigkeitsstufe D/E (schwierig bis extrem schwierig);
  • Der Kaiser-Franz-Joseph-Klettersteig durch die hinter dem Leopoldsteinersee gelegene Seemauer weist die Schwierigkeitsstufe D (sehr schwierig) auf;
  • Der Rosslochhöhlen-Klettersteig in der Seemauer hat die Schwierigkeitsstufe D/E (schwierig bis extrem schwierig).

Außerdem befindet sich im Hochtal der Eisenerzer Ramsau, das sich durch Schneereichtum und Kälte auszeichnet, ein nordisches Skisportzentrum mit drei Sprungschanzen (Erzbergschanzen), einer Naturrodelbahn und einer neu errichteten Biathlonanlage.

Der Strukturwandel hin zur Fremdenverkehrsgemeinde erfolgt nur langsam, so wurden teilweise größere Projekte jahrelang geplant und dann mangels Nachfrage doch verworfen, z. B. das „Rogner-Projekt“, ein mittelgroßes Skigebiet in der Eisenerzer Ramsau, oder das „Seehotel“ am Leopoldsteiner See. Eisenerz besitzt bis heute kein Hotel, es existieren jedoch einige Beherbergungsbetriebe. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Privat-Zimmer-Vermietern.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • VA-Erzberg: Bergbau am Erzberg
  • MSE – Maschinen Service Erzberg
  • Blechtechnik Eisenerz
  • CCI Modulbau
  • Napalm Records Handels GmbH
  • Autolux Vertriebs- und Beratungsgesellschaft m.b.H.
  • Alumelt GmbH
  • MAXAM Österreich GmbH
  • KSS-Präzisionstechnik Dreh- und Montageteile Gesellschaft m.b.H.
  • P.L.U.S.Handelsgesellschaft

Sport[Bearbeiten]

Die Motorsportveranstaltung „ErzbergRodeo“, ein Enduro-Event, ist seit einiger Zeit ein international anerkanntes Sportgroßereignis. Die Teilnehmerzahl beträgt bis zu etwa 1500 und der Bewerb findet seit 1995 statt und gilt als eines der schwierigsten Offroadrennen der Welt. In Eisenerz befindet sich ein Stützpunkt des Österreichischen Skiverbandes für den Nordischen Sport wie Langlauf, Skispringen und Nordische Kombination – das Nordische Ausbildungszentrum Eisenerz (NAZ Eisenerz).

Radverkehr[Bearbeiten]

Die Eisenstraße zwischen Hieflau und Leoben über Eisenerz und den Präbichl stellt als Verbindung zwischen Enns- und Murtalradweg eine Alternative zur Fahrt durchs Gesäuse über Admont und Selzthal nach St. Michael und Leoben dar. Der Radweg endet jedoch nach der Ortschaft Eisenerz, über den Pass muss die Straße genutzt werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1988 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Blatman: Die Todesmärsche 1944/45. Das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords. Aus dem Hebräischen v. Markus Lemke. Rowohlt, Reinbek 2011, ISBN 3-498-02127-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eisenerz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roman Sandgruber: Der Staat aus Stahl. diepresse.com, abgerufen am 9. Januar 2013.
  2.  Rudolf Leeb, Susanne Claudine Pils, Thomas Winkelbauer: Staatsmacht und Seelenheil: Gegenreformation und Geheimprotestantismus in der Habsburgermonarchie. 2007, S. 319 (Volltext).
  3. Fritz Bayerl u.a.: Um den Hochschwab. Eisenerz. In: Austria-Lexikon. Hermann Maurer, abgerufen am 8. Dezember 2012 (deutsch).
  4.  Maja Loehr: Die Radmeister am steirischen Erzberg bis 1625. Soziologische Untersuchung. Ulrich Moser Verlag Graz-Wien, 15. Juli 1941, S. 28–30 (pdf, abgerufen am 1. November 2012).
  5. Roman Sandgruber: Der Staat aus Stahl. diepresse.com, abgerufen am 9. Januar 2013.
  6.  Gerhard Pferschy: Versuche zur Einführung der Spinnereilohnarbeit bei den Frauen und Kindern der Erzbergarbeiterschaft. (http://www.landesarchiv.steiermark.at/cms/dokumente/11683587_77969250/6d5732f5/173%20bis%20180%20aus%20Mitteilungen%2019-20-Einf%C3%BChrung%20der%20Spinnereilohnarbeit%20bei%20der%20Erzbergarbeiterschaft.pdf, abgerufen am 1. November 2012).
  7. NS-Zwangsarbeit am Erzberg – Studienprojekt
  8. Daniel Blatman: „Die Todesmärsche 1944/45.“ S. 357
  9. https://egov.stmk.gv.at/wahlen/GR2010/GR2010_61100.html
  10. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 12, 1962, S. 25
  11. Schmiede und Blähhaus Eisenerz. Verein zur Erforschung und Erhaltung der Österreichischen Baukultur, abgerufen am 17. Dezember 2012.