Die Olsenbande stellt die Weichen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Olsenbande stellt die Weichen
Originaltitel Olsen-banden på sporet
Produktionsland Dänemark
Originalsprache Dänisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Erik Balling
Drehbuch Henning Bahs, Erik Balling
Produktion Bo Christensen
Musik Bent Fabricius-Bjerre
Kamera Claus Loof
Schnitt Ole Steen Nielsen
Besetzung

Die Olsenbande stellt die Weichen ist eine dänische Kriminalkomödie aus dem Jahr 1975. Es handelt sich um den siebten Film mit der Olsenbande.

Handlung[Bearbeiten]

Das Stellwerk „Det gule palæ“ diente im Film als Arbeitsplatz von Gotfredsen und Brodersen, die Børge als vermeintlichen Lehrling aufnehmen.
Züge der Dänischen Staatsbahn vor dem Gebäude der Carlsberg-Brauerei – hier endet im Film der Ausflug der Kopenhagener Polizei.
Die Rangierlok des Types Traktor 57, die in dem Film von der Olsenbande verwendet wurde, steht jetzt im Danmarks Jernbanemuseum.

Nach dem erfolgreichen letzten Coup genießen Egon, Benny, Kjeld, Yvonne und Børge das Leben als Millionäre in ihrer Villa auf Mallorca. Sie ahnen nicht, dass ihnen das Dumme Schwein nach Spanien gefolgt ist. Ihm gelingt es, Egon den Koffer mit seinem gesamten Vermögen zu stehlen. Egon versucht seinerseits, sich den Koffer aus dem Tresor der Firma Multi-Scan zurückzuholen. Zu spät erkennt er, dass man ihm eine Falle gestellt hat. Er wird verhaftet und wieder nach Dänemark gebracht.

Nach dem Ende seiner Haft – er wird wegen guter Führung zwei Monate früher entlassen – zeigen sich Kjeld und Benny wieder einmal recht desinteressiert an seinem neuen Plan. Benny verdient mittlerweile etwas Geld als Straßenhändler, Kjeld als Leierkastenmann. Da Børge die Schule verlassen hat und ihm ein gut dotierter Ausbildungsplatz in Aussicht gestellt wurde, will Yvonne in ihrem Haus keine Verbrecher mehr dulden.

Dennoch gelingt es Egon, nach einer Weile seine beiden Kameraden von seinem Plan zu begeistern. Er hat herausgefunden, dass Multi-Scan das Geld in Goldbarren angelegt hat und diese in einem speziellen Tresorwaggon der Firma Franz Jäger per Bahn in die Schweiz bringen will. Nachdem sie sich etwas Startkapital bei der „Aktiengesellschaft 29. November 1974“, einer Spielautomatenfirma, besorgt hat, stiehlt die Olsenbande eine kleine Rangierlok vom Typ DSB Traktor 57 und kann, getarnt als Bahnarbeiter, den Tresorwaggon aus der Zentrale von Multi-Scan herausbefördern und damit ins Hafengelände fahren. Hier sollen die Goldbarren auf einen LKW verladen und abtransportiert werden. Es stellt sich jedoch heraus, dass der LKW, den Benny besorgt hat, schon sehr altersschwach ist, und als Kjeld kurz vor dem Eintreffen einer Polizeistreife noch schnell auf die Ladefläche springen will, bricht der LKW zusammen. So muss die Olsenbande flüchten und das Gold zurücklassen.

Nachdem Egon, Benny und Kjeld zu Yvonne in Kjelds Wohnung zurückgekehrt sind, kommt es zum Streit zwischen Egon und den anderen, woraufhin Egon allein zum Rangierbahnhof zurückkehrt, um den Tresorwaggon zu suchen. Er wird jedoch vom Dummen Schwein erwischt, k.o. geschlagen und in eine Kiste verpackt, die nach Australien verschickt werden soll. Benny und Kjeld können ihn jedoch finden und befreien.

Egon gibt jedoch nicht auf und startet einen zweiten Versuch – gemeinsam mit Børge, der sich als Lehrling der Staatsbahn ausgeben soll. Der Tresorwagen wurde, nachdem die Polizei ihn wiedergefunden hat, an einen Personenzug angekoppelt und soll von diesem in die Schweiz gebracht werden. Die Olsenbande versucht mit ihrer Rangierlok, den Tresorwagen von dem Zug abzukoppeln, was jedoch nicht problemlos vonstattengeht: Zum einen wurde an denselben Zug auch der Ausflugswagen der Kopenhagener Polizei angekoppelt, den die Olsenbande schließlich auf ein totes Gleis schickt, das auf dem Gelände der Carlsberg-Brauerei endet. Das andere Problem ist weit schwerwiegender: Am selben Tag tritt der Sommerfahrplan in Kraft, so dass Egons Kenntnisse des internen Dienstfahrplans der Staatsbahn, den er im Gefängnis in- und auswendig gelernt hat, mit einem Schlag wertlos werden. Egon bleibt nichts weiter übrig, als im Schaltkasten des Stellwerks einen Kurzschluss zu verursachen, durch den alle Signale im Bahnnetz auf rot gestellt werden. Infolgedessen richtet die Olsenbande ein heilloses Chaos im Streckennetz der Bahn an.

Schließlich gelingt es Egon, Benny und Kjeld jedoch (nach einer wilden Verfolgungsjagd mit dem Dummen Schwein auf Straße und Schiene), die Goldbarren wohlbehalten bei ihrem norwegischen Auftraggeber auf Amager abzuliefern. Egon erhält dafür zahlreiche Aktien, die ihn zum Aufsichtsratsvorsitzenden einer eigenen Firma machen. Während Benny und Kjeld in dieser Firma Vizedirektoren werden, wird Børge tatsächlich von der Staatsbahn als Lehrling angestellt.

Alles hätte demnach zur Zufriedenheit der Olsenbande enden können, wenn nicht eines Tages ein Herr vom Finanzamt in seinem Büro erschienen wäre. Dieser findet die 90 Millionen, für die Egon die Aktien erworben hat, nirgendwo als Einnahme verbucht. Egon bleibt also nichts weiter übrig, als sich wegen Steuerhinterziehung erneut verhaften zu lassen.

Deutsche Synchronisationen[Bearbeiten]

Dieser Film lief in der DDR schon im Kino, bevor der vorhergehende Film „Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande“ im Fernsehen (dieser lief nicht im DDR-Kino) gezeigt wurde. Die Hauptrollen waren in beiden Filmen mit denselben Sprechern besetzt: Karl Heinz Oppel als Egon, Peter Dommisch als Benny, Erhard Köster als Kjeld, Helga Hahnemann als Yvonne und Michael Pan als Børge. Brodersen und Gotfredsen wurden von Hans-Joachim Hanisch und Klaus Mertens gesprochen, Dietmar Richter-Reinick war zum ersten Mal die deutsche Stimme von Kriminalkommissar Jensen. Karl Heinz Oppels Ehefrau Rosemarie hatte am Ende des Films eine kleine Synchronrolle als Egons Sekretärin.

In Westdeutschland erschien 1989 die Synchronisation des ZDF unter dem Titel Auf den Schienen ist der Teufel los.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Die im Film erwähnte „Aktiengesellschaft 29. November 1974“ trägt ihren Namen nach dem 50. Geburtstag von Regisseur Erik Balling.
  • Der Polizeichef ist nur in einer Szene zu sehen, in der er eine Karnevalsmaske trägt. Hinter dieser verbirgt sich der Schauspieler Poul Reichhardt, der schon in den ersten beiden Filmen den Polizeichef darstellte.
  • Nach Yvonnes Aussage leben die besseren Leute „in Gentofte, auf der rechten Seite des Lyngbyweges“. Dort wohnte Erik Balling.
  • 1977 entstand mit Olsenbanden og Dynamitt-Harry på sporet eine norwegische Neuverfilmung.
  • Einige der Szenen, in denen die Olsenbande mit der Güterlok rangieren, sind mit der Britta-Polka des dänischen Komponisten Hans Christian Lumbye (1810–1874) unterlegt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]