Die große Liebe meines Lebens

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Filmdaten
Deutscher Titel Die große Liebe meines Lebens
Originaltitel An Affair to Remember
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Leo McCarey
Drehbuch Delmer Daves Leo McCarey
Produktion Jerry Wald
Musik Hugo Friedhofer, Harry Warren
Kamera Milton R. Krasner
Schnitt James B. Clark
Besetzung

Die große Liebe meines Lebens ist ein US-amerikanischer Liebesfilm aus dem Jahr 1957.

Er war nach Du und keine andere (1953) und vor Vor Hausfreunden wird gewarnt (1960) einer von drei Spielfilmen, bei dem Deborah Kerr und Cary Grant zusammen vor der Kamera standen.

Handlung[Bearbeiten]

An Bord eines Luxusdampfers begegnen sich die Nachtclubsängerin Terry McKay und der umschwärmte Playboy Nickie Ferrante. Beide sind verlobt, und ihre Zukünftigen sind sehr gut betucht. Doch beider Liebe zu ihren Partnern ist nicht mehr allzu frisch, und zudem finden sie einander sehr sympathisch. Sie verbringen die Tage an Bord harmonisch miteinander, interessiert beäugt von den anderen Passagieren.

Bei einem Zwischenstopp in Villefranche besuchen sie seine Großmutter Janou, und von ihr erfährt Terry, dass Nickie ein begnadeter Maler war, bevor er sich dem dolce far niente verschrieb. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb, Janou verspricht, Terry später ihren weißen Spitzenschal zu schenken.

Zurück an Bord macht er ihr einen Heiratsantrag, er verspricht ihr, wieder als Maler Geld verdienen zu wollen. Terry nimmt seinen Antrag an, aber sie wollen erst ihre Gefühle füreinander prüfen und außerdem, ohne die Verlobten, jeder eine finanzielle Existenz aufbauen. So verabreden sie kurz vor der Landung in New York ein Treffen oben auf dem Empire State Building, das in sechs Monaten stattfinden soll.

Wieder an Land werden beide von der Vergangenheit eingeholt. Auf Nickie wartet Lois, und auf Terry Ken. Lois hat ein Fernsehinterview arrangiert, bei dem es um ihre Hochzeit geht, doch Nickie gibt dabei ausweichende Antworten. Terry hingegen informiert Ken eindeutig über ihre geänderten Hochzeitspläne, und er kann sie nicht mehr umstimmen.

Die nächsten Wochen und Monate zeigen den Alltag von Terry und Nickie. Terry arbeitet wieder als Nachtclubsängerin, Nickie kann die ersten Bilder verkaufen. Persönlichen Kontakt haben sie während der Zeit miteinander aber nicht, sie hatten ihre Adressen nicht ausgetauscht.

Am vereinbarten Termin für das Rendezvous wird Terry neben dem Empire State Building von einem Auto angefahren und ins Krankenhaus eingeliefert. Nickie hingegen wartet auf der Aussichtsterrasse des Hochhauses stundenlang vergeblich.

Terry ist nun an den Rollstuhl gefesselt, und die Ärzte wissen noch nicht, ob sie je wieder laufen können wird. Sie versucht nicht, Nickie etwas von ihrem Unfall mitzuteilen. Wie sie Ken später erklärt, befürchtet sie, Nickie wolle dann für sie sorgen, was er sich aber nicht leisten könne. Ein Andenken an die gemeinsame Zeit besorgt sie sich jedoch – ein von Nickie gemaltes Bild, das sie mit Janous Schal zeigt.

Nickie indes, der nicht weiß, warum Terry ihn versetzt hat, wird verbittert. Als Weihnachten naht, begleitet Ken, der sich in der Zwischenzeit rührend um Terry gekümmert hat, sie ins Theater. Dort treffen sie zufällig Nickie. Ken will ihn über Terrys Unfall aufklären, sie aber hindert ihn daran. So kommt es nur zu einer kurzen Begegnung, ohne Worte.

Am Weihnachtstag besucht Nickie sie dennoch in ihrer Wohnung und bringt ihr den Schal von Janou, die inzwischen verstorben ist. Terry empfängt ihn auf einer Couch sitzend, mit einer Decke über den Beinen, und gibt noch immer nicht zu, was sie tatsächlich vom Empire State Building abgehalten hat. Im Gehen, schon an der Tür, erwähnt Nickie das Bild, das er von Terry mit Janous Schal gemalt hat. Er erklärt, er habe es an eine junge Frau, der das Bild etwas bedeutet habe, umsonst weggeben lassen, weil sie kein Geld gehabt habe und obendrein... Hier stockt Nickie. Sein Blick fliegt von Terry, die im ganzen Gespräch nur ihren Oberkörper bewegt hat, über die Zimmerwände; dann geht Nickie in ihr Schlafzimmer, wo er das Gemälde findet. „Liebster, wenn du malen kannst, kann ich auch wieder laufen,“ sind Terrys Worte, als sie sich umarmen.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die große Liebe meines Lebens besteht eigentlich aus zwei Teilen, oder besser gesagt, aus einer Komödie und dann aus einem Melodram. Zunächst ist Deborah Kerr locker, spritzig und schlagfertig, wie man sie seit Du und keine andere nicht mehr sah. Dann, etwa ab ihrem Besuch bei Janou, ist sie Mitleid erregend, betroffen und gefühlsbetont.
  • Den Zuschauerinnen und Zuschauern ergeht es ähnlich. Sind sie anfangs begeistert von den treffenden Dialogen, müssen sie später immer mehr zum Taschentuch greifen. Vor allem die letzten 20 Minuten spannen uns auf eine quälende Folterbank, weil es noch immer nicht zum Happy End kommt. Man möchte helfen, aber man sieht machtlos zu.
  • Bei den Liedpassagen, in denen Deborah Kerr u. a. „An Affair to remember“ „singt“, war Marni Nixon das Stimmendouble. Das war sie bei Der König und ich übrigens auch. Der Filmkomponist und Arrangeur Alfred Newman war der Meinung, bei keinen anderen habe das Zusammenspiel zwischen Gesang und Mimik so gut geklappt wie bei diesen beiden.

Kritiken[Bearbeiten]

  • René Classen (Filmdienst): Nachdem Die große Liebe meines Lebens in dem Kassenerfolg Schlaflos in Seattle als der romantische Film schlechthin gepriesen wurde.
  • Leo McCarey (Regisseur): Der Unterschied zwischen Love Affair und Die große Liebe meines Lebens ist ganz einfach der zwischen Charles Boyer und Cary Grant. Grant konnte seinen außergewöhnlichen Sinn für Humor nicht verstecken, weshalb die zweite Version auch viel lustiger ist.
  • Geoffrey Wansell: Als Die große Liebe meines Lebens im Juli 1957 in die Kinos kam, meckerten die Kritiker über sein „altmodisches Gehabe“. Die „New Yorker“ Zeitung schrieb, der Film sei „schrecklich sentimental“, und die „Time“ unterstrich, dass nur Deborah Kerr und Cary Grant mit ihrer schauspielerischen Leistung diese zuckersüße Posse vor dem Ersticken in ihrer rührseligen Verpackung bewahrt hatten. Die „Los Angeles Times“ hatte nur großes Lob für den Film und seinen Regisseur übrig.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1957 für vier Oscars nominiert, gewann aber keinen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Illustrierte Filmbühne München Nr. 3926
  • Manfred Hobsch: Mach's noch einmal. Schwarzkopf & Schwarzkopf
  • Steven Jay Schneider: 1001 Filme. Edition Olms Zürich
  • Norbert Stresau: Der Oscar. Heyne Filmbibliothek 198
  • Tony Thomas: Filmmusik. Heyne Filmbibliothek 222
  • Geoffrey Wansell: Cary Grant. Gremese

Weblinks[Bearbeiten]