Dierikon
| Dierikon | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Luzern (LU) |
| Wahlkreis: | Luzern-Land |
| BFS-Nr.: | 1053 |
| Postleitzahl: | 6036 |
| UN/LOCODE: | CH DKN |
| Koordinaten: | 670833 / 21666647.0972158.371664432Koordinaten: 47° 5′ 50″ N, 8° 22′ 18″ O; CH1903: 670833 / 216666 |
| Höhe: | 432 m ü. M. |
| Fläche: | 2.78 km² |
| Einwohner: | 1448 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 521 Einw. pro km² |
| Website: | www.dierikon.ch |
| Karte | |
Dierikon ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt im Rontal auf der Strecke Luzern-Zug zwischen Ebikon und Root LU nördlich des Dottenbergs und des östlich davon liegenden Rooter Bergs. Die Gemeinde ist an den beiden Berghängen teilweise bewaldet. Dottenberg und Rooter Berg sind durch das kleine Götzental voneinander getrennt. Durch dieses fliesst der Götzentalbach in nordwestlicher Richtung bis zur Einmündung in die Ron. Von der Gemeindefläche von 282 ha werden 59,2 % landwirtschaftlich genutzt. Weitere 22,3 % sind von Wald und Gehölz bedeckt und 17,4 % Siedlungsfläche ( davon sind 60,1 % Einfamilienhäuser, 12.3 Zweifamilienhäuser und 27,5 % Mehrfamilienhäuser).
Dierikon grenzt an Adligenswil, Buchrain, Ebikon, Root und Udligenswil.
Bevölkerung [Bearbeiten]
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1798 | 194 |
| 1816 | 366 |
| 1850 | 304 |
| 1880 | 266 |
| 1890 | 331 |
| 1970 | 387 |
| 1980 | 742 |
| 1990 | 1'027 |
| 2000 | 1'279 |
| 2010 | 1'446 |
Die Einwohnerzahl stieg zwischen 1798 und 1816 stark an(1798-1816:+88,7 %). Bis 1850 sank sie dann durch Abwanderung deutlich(1816-1850:-16,9 %). Nach einem kleinen Anstieg bis 1870 fiel sie bis 1880 massiv - um im folgenden Jahrzehnt ebenso stark wieder anzusteigen. Bis 1910 sank die Bevölkerung, danach stieg sie wieder an. Ein beständiges Bevölkerungswachstum setzte ab 1970, als Dierikon zur Agglomerationsgemeinde der Stadt Luzern wurde. In den letzten Jahren steigt sie wieder leicht an
Sprachen [Bearbeiten]
Die Bevölkerung spricht als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 90,77 % Deutsch, 2,66 % Serbokroatisch und 1,33 % Albanisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen [Bearbeiten]
Früher gehörte die ganze Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustitte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Landschaft so aus: Es gibt 70,37 % römisch-katholische-, 13,14 % evangelisch-reformierte- und 1,95 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 7,11 % Konfessionslose und 4,22 % Muslime. Die Orthodoxen sind der Herkunft nach Serben und Montenegriner. Die Muslime sind herkunftsmässig meist Albaner; daneben Bosnier sowie wenige Türken und Kurden.
Herkunft - Nationalität [Bearbeiten]
Ende 2004 waren von den 1'285 Einwohnern 1'116 Schweizer und 169(=13,2 %) Ausländer. Die letzte Volkszählung erbrachte 79,20 %(einschliesslich Doppelbürger 85,07 %) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro(4,61 %; sowohl Albaner wie Slawen), Italien(4,22 % einschliesslich Doppelbürger), Deutschland(2,03 % einschliesslich Doppelbürger) und Bosnien-Herzegowina(1,25 % einschliesslich Doppelbürger).
Dorfleben [Bearbeiten]
Dierikon besitzt einen Freizeitpark mit Tennishalle, Aussenanlagen, Squashhalle und Badmintonhalle. Die in der Deutschschweiz verbreiteten Guggemusigen sind in Dierikon mit den "Schlitzaeuglern" vertreten. Weiter sind in Dierikon diverse Sport- und Freizeitklubs zu finden.
Verkehr [Bearbeiten]
Dierikon ist durch die Buslinie 23 Luzern-Ebikon-Root erschlossen. Eine weitere Erschliessung durch den Öffentlichen Verkehr ist durch den Bau der Haltestelle Buchrain(-Dierikon) an der Bahnstrecke Zug–Luzern geschehen.
Für Leute, die auf dem Dottenberg (v.a. auf der oberen Spechtenstrasse oder der Oberdierikonerstrasse) in der Nähe der Grenze zu Ebikon leben, empfiehlt sich auch die Nr. 27, der Ortsbus Ebikon Ottigenbühl-Unterlöchli.
Der Ort liegt an der Hauptverbindung von Luzern nach Zug. Der am 25. September 2005 vom Volk in einer Abstimmung angenommene Anschluss Rontal, welcher am 22. Juni 2011 eröffnet wurde, soll dem Dorf eine Verkehrsentlastung bringen. Er hat den Autobahnanschluss Gisikon an der A14 als nächstgelegen ersetzt, auch wenn dieser weiter besteht.
Bildung [Bearbeiten]
Kindergarten und Primarschule können die Kinder an ihrem Wohnort besuchen, dazu stehen das Rigi- und Pilatusschulhaus zur Verfügung. Der Sekundarschulunterricht erfolgt in der Nachbargemeinde Root. Lernende des Gymnasiums müssen nach Luzern zur Kantonsschule (ugs. Kanti).
| Schuljahr (2005/2006) |
Kindergarten | Primarschule (Regelklasse) |
Primarschule (Kleinklasse) |
Sekundarstufe (Niveau A+B) |
Sekundarstufe (Niveau C) |
Sekundarstufe (Niveau D) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abteilungen | 1 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Lernende | 21 | 100 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Gemeinde wird erstmals in einem Zinsrodel des Zisterzienserklosters Rathausen unter dem Namen Dierinkon im späten 13. Jahrhundert erwähnt. Es gehörte bald darauf zum Herrschaftsbereich der Habsburger. Zuerst zum Amt Meienberg, später zum Amt Rothenburg. Im Jahr 1394 fiel die Gemeinde faktisch, 1406 dann auch offiziell an die Stadt Luzern und gehörte bis 1798 zur Landvogtei Rothenburg. Danach war es fünf Jahre Teil des Distrikts Luzern, ehe es 1803 zum damals neu geschaffenen Amt Hochdorf kam. Bereits 1814 wurde es umgeteilt ins Amt Luzern, dem es bis heute angehört.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Nennenswertes Unternehmen ist die Komax deren Sitz in Dierikon liegt.
Sonstiges [Bearbeiten]
Nach Meggen, Schenkon, Eich, Weggis, Eschenbach, Ballwil und Horw besitzt die Gemeinde einen der tiefsten Steuersätze im Kanton Luzern. (von 87 Gemeinden insgesamt) und damit den tiefsten im Rontal.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Webseite der Gemeinde Dierikon
- Gemeindeprofil auf der Website des Kantons (PDF; 65 kB)
- Dierikon im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
Adligenswil | Buchrain | Dierikon | Ebikon | Gisikon | Greppen | Honau | Horw | Kriens | Malters | Meggen | Meierskappel | Root | Schwarzenberg | Udligenswil | Vitznau | Weggis
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