Meierskappel

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Meierskappel
Wappen von Meierskappel
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1064i1f3f4
Postleitzahl: 6344
Koordinaten: 676317 / 21991547.1258288.444441494Koordinaten: 47° 7′ 33″ N, 8° 26′ 40″ O; CH1903: 676317 / 219915
Höhe: 494 m ü. M.
Fläche: 9.23 km²
Einwohner: 1301 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 141 Einw. pro km²
Website: www.meierskappel.ch
Karte
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Meierskappel (mundartlich Chappu) ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Meierskappel liegt auf dem Ausläufer des Rooterbergs und grenzt als einzige Luzerner Gemeinde an den Zugersee. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 923 ha. Davon sind 69 ha Siedlungsfläche, 425 ha Landwirtschaftsfläche und 180 ha Wald (Stand 2009). Meierskappel umfasst die Gemeindeteile Dörfli, Oberbuonas, Dietisberg, Böschenrot, Ländiswil, Brünnismatt, Laubbach und Robmatt.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich am Rooterberg auf (795 m ü. M.), der tiefste am Zugersee auf (413 m ü. M.).

Nachbargemeinden sind im Kanton Luzern die Gemeinden Root und Udligenswil, im Kanton Zug die Gemeinde Risch und im Kanton Schwyz die Gemeinde Küssnacht.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 535
1900 488
1950 609
1960 609
1970 598
1980 743
1990 1'005
2000 1'019
2013 1'356

Die Bevölkerungszahl schwankte von 1850 bis 1970 im Bereich von 500 bis 600 Bewohnerinnen und Bewohnern. Bis 1990 wuchs sie rasch auf knapp über 1'000 Einwohnende an. Am 31. Dezember 2013 zähle die Gemeinde 1'356 Personen. Die jährliche Zunahme betrug in den letzten beiden Jahren rund 50 Personen beziehungsweise rund 4 %.

Sprachen[Bearbeiten]

Die meisten Einwohnenden geben Deutsch als Muttersprache an, gesprochen wird eine hochalemannische Mundart.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der Römisch-Katholischen Kirche an. Religiöse Minderheiten sind die evangelisch-reformierten Christen, Muslime und Angehörige christlicher Freikirchen.

Nationalitäten und Herkunft[Bearbeiten]

Von den 1'356 Einwohnenden Ende 2013 waren 1'200 Schweizer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus folgenden Personen:

  • André Iten (Gruppe interessierter BewohnerInnen Meierskappel GiBM), Gemeindepräsident
  • Monika Dilger (CVP), Gemeindeamtfrau, Finanzvorsteherin, Stellvertreterin des Gemeindepräsidenten
  • Hans Portmann (Gruppe interessierter BewohnerInnen Meierskappel GiBM), Schulvorsteher
  • Ina Serafini (parteilos), Sozialvorsteherin
  • Ruedi Stöckli (SVP), Bauvorsteher

Politik[Bearbeiten]

Bei den Wahlen zum Kantonsparlament, dem Kantonsrat, erreichten die Parteien im Jahr 2011 folgende Wähleranteile: SVP 40,16 Prozent, CVP 17,63 Prozent, FDP 12,7 Prozent, SP 10,22 Prozent, Grünes Bündnis 9,7 Prozent, GLP 5,8 Prozent und BDP 3,77 Prozent.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Obwohl nicht mehr dominant, stellt die Landwirtschaft doch noch einen bedeutenden Anteil an den Erwerbstätigen, nämlich 27,6 Prozent. Gewerbe und Industrie sind mit 41,3 Prozent der Erwerbstätigen vertreten, der Dienstleistungsbereich mit 31,3&nbsp (Stand 2008).

Verkehr[Bearbeiten]

Meierskappel ist durch die Postautolinie Luzern–Rotkreuz ans Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. Der nächstgelegene Bahnhof ist derjenige in der Zuger Nachbargemeinde Risch-Rotkreuz. Der nächstgelegene Autobahnanschluss in Küssnacht ist etwa 2 Kilometer entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein fränkischer Meier aus Cham soll im 7. Jahrhundert den Auftrag zum Bau einer Kapelle gegeben haben. Daher der Name "Meierskappel". Gesichert ist die Unterstellung einer Kapelle unter das Stift Regula und Felix in Zürich im Jahre 858. Meierskappel fiel 1244 an den Bischof von Konstanz, 1271 an das Chorherrenstift Zürich und 1306 an das Haus Habsburg. Schliesslich erwarb die Stadt Luzern im Jahr 1406 die Ortschaft. In Meierskappel fanden Gefechte statt: im Jahr 1798 beim Einmarsch der Franzosen in der Schweiz und 1847 während des Sonderbundskriegs.

In den letzten Jahren entwickelt sich Meierkappel immer mehr zu einem Wohnort für Arbeitnehmende aus den Nachbargemeinden Risch und Küssnacht. Die enge Verbindung nach Risch-Rotkreuz führte im Jahre 2005 zur Abstimmung über eine interkantonale Fusion, die jedoch am Nein der Rischer Bevölkerung scheiterte.

Schulen[Bearbeiten]

Im Gemeindezentrum "Höfli" sind die Primarschule und der Kindergarten untergebracht. Die Oberstufe befindet sich in Risch-Rotkreuz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die hügelige, bewaldete Landzunge Chiemen, die in den Zugersee ragt, und die Gegend um das Michaelskreuz (794 m ü. M.) sind die grössten Naturschönheiten. Ebenfalls sehenswert ist die katholische Dorfkirche "Zu unserer Lieben Frau", deren Turm im Jahre 1440 errichtet wurde. Das Kirchenschiff wurde 1684 erbaut und 1878 verlängert. 2011 wurde die Kirche renoviert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Dorfbrunnen, der dem Meierskappeler Heimatdichter Ignaz Kronenberg gewidmet ist, und die Bauernhausgruppe im Weiler "Hinterspichten", die unter Denkmalschutz steht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern (Band 2). Bern, 2009. S. 399-419.
  • Die Gemeinden des Kantons Luzern Hochdorf, Luzern, Basel, 1949.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meierskappel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)