Root LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Rootf zu vermeiden.
Root
Wappen von Root
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1065i1f3f4
Postleitzahl: 6037
UN/LOCODE: CH ROO
Koordinaten: 672326 / 21878447.1161048.391666422Koordinaten: 47° 6′ 58″ N, 8° 23′ 30″ O; CH1903: 672326 / 218784
Höhe: 422 m ü. M.
Fläche: 8,65 km²
Einwohner: 4669 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 540 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 24,7 % (31. Dezember 2013)[2]
Website: www.gemeinde-root.ch
Karte
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Root ist eine Einwohnergemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz. Bis 2007 gehörte Root zum ehemaligen Amt Luzern.

Geographie[Bearbeiten]

Root liegt im Rontal zwischen Luzern und Zug. Ein regional bekannter Ortsteil ist Michaelskreuz. Von der Gesamtfläche der Gemeinde werden 51,1 % landwirtschaftlich genutzt. Weitere 27,9 % sind Wald und Gehölz und 16,6 % Siedlungsfläche. Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich auf dem Rooterberg, oberhalb der Kapelle Michaelskreuz auf 831 m ü. M., der tiefste an der Reuss auf 407 m ü. M..

Nachbargemeinden von Root sind im Uhrzeigersinn Gisikon, Honau, Risch im Kanton Zug, Meierskappel, Udligenswil, Dierikon, Buchrain und Inwil.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 1'044
1870 952
1880 1'402
1950 2'095
1960 2'537
1970 2'607
1980 2'618
1990 2'945
2000 3'625
2010 4'552

Die Bevölkerung sank von 1850 bis 1870 infolge Abwanderung (1850–1870: -8,8 %). In der folgenden Dekade folgte ein starker Bevölkerungsanstieg (1870–1880: +47,3 %). Bis 1950 langsames Wachstum auf knapp über 2000 Einwohner (1880–1950: +49,4 %). In den 1950er-Jahren stürmisches Wachstum (1950–1960: +21,1 %); danach bis 1980 nur noch ein geringer Bevölkerungsanstieg (1960–1980: +3,2 %). Seither wegen der verbesserten Verkehrsanschlüsse und der zentralen Lage zwischen den Wirtschaftszentren Luzern und Zug starkes Wachstum (1980–2004: +43,8 %).

Sprachen[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Bevölkerung, nämlich 85,57 %, benutzt als Alltagssprache Deutsch. Durch starke Zuwanderung aus dem ehemaligen Jugoslawien folgen danach mit 4,19 % Serbokroatisch und mit 3,83 % Albanisch (Stand 2000).

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Ursprünglich bestand die gesamte Einwohnerschaft aus römisch-katholischen Christen. Heute (Stand 2000) bilden diese mit 67,17 % eine schrumpfende Mehrheit. Religiöse Minderheiten sind die 12,41 % Muslime, 9,24 % evangelisch-reformierte Christen, 5,24 % Konfessionslose und 1,90 % orthodoxe Christen.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 besassen 77,71 % der Bewohner die Schweizer Staatsbürgerschaft (ohne Doppelbürger 73,02 %). Von den ausländischen Zuwanderern kommen 6,98 % (inklusive Doppelbürger 7,34 %) aus Serbien und Montenegro, 4,22 % (4,33 %) aus Bosnien-Herzegowina, 1,93 % (3,26 %) aus Italien und 0,99 % (1,71 %) aus Deutschland. Weitere grössere Zuwanderergruppen stammen aus Portugal, der Türkei und aus Kroatien. Ende 2003 betrug der Ausländeranteil 21,0 %.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der nebenamtlich arbeitende Gemeinderat besteht aus fünf Personen:

  • Heinz Schumacher (FDP): Gemeindepräsident
  • Margrit Künzler (CVP): Sozialvorsteherin
  • James Sattler (CVP): Gemeindeammann
  • Armin Steiner (CVP): Schulverwalter
  • Peter Ineichen (FDP): Bauverwalter

Wahlen[Bearbeiten]

Bei den Wahlen zum Kantonsrat 2011 wurde die CVP mit 32,3 % die stärkste Partei. Hinter ihr folgten die SVP mit 27,8 %, die FDP mit 12,7 % und die SP mit 11,0 %. Kleinere Wähleranteile verbuchten das Grüne Bündnis mit 7,6 %, die GLP mit 5,1 % und die Übrigen mit 0,9 %.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Früher fand die Bevölkerung als Bauern und Steinhauer ein Auskommen. Heute (Stand 2001) gibt es nur noch 33 Landwirtschaftsbetriebe, welche 5,2 % der Erwerbstätigen beschäftigen. Industrie und Gewerbe mit 58,9 % der Arbeitsbevölkerung und der Dienstleistungsbereich mit 35,8 % der Beschäftigten sind weit bedeutender. Der grösste Arbeitgeber ist die CPH Chemie + Papier, welche 500 Personen ein Einkommen verschafft. Weitere 2200 Arbeitsplätze werden im D4 Business Center angeboten. Root hat deshalb als eine von wenigen Luzerner Gemeinden eine positive Pendlerbilanz. 1.312 Zupendlern (vor allem aus der Stadt Luzern, Ebikon und dem Kanton Zug) standen bloss 1.218 Wegpendler gegenüber (in die gleichen Gebiete, woher die Zupendler kommen) (Stand 2000).

Verkehr[Bearbeiten]

Seit 1864, der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Zug–Luzern, hat Root mit den Bahnhöfen Gisikon-Root und Root D4 (seit 2001) Anschluss an den Öffentlichen Verkehr. Auf der Strasse verkehrt ausserdem noch ein Ortsbus zwischen Luzern und Root. Die Gemeinde hat seit 1986 einen eigenen Autobahnanschluss.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste indirekte Erwähnung fand Root im Jahr 1236, als ein Ulricus de Rota als Zeuge in einer Kaufurkunde des Klosters Engelberg erwähnt wird. Die Gemeinde geriet nach dem Aussterben der Grafen von Kyburg unter die Herrschaft der Habsburger. Das Patronat über die Kirche Root übte von 1253 bis 1396 das Zisterzienserkloster Altenrief (FR) und danach bis 1478 die Propstei Zofingen aus – ehe es dann zur Propstei Luzern kam. Die weltliche Herrschaft verloren die Habsburger 1386 an Luzern (1394 vorläufig, 1474 endgültig anerkannt). Die Gemeinde gehörte bis 1798 zur Landvogtei Habsburg. Am Bauernkrieg 1653 beteiligte sich die Gemeinde nicht, was zu Steuerprivilegien führte. Vom Sonderbundskrieg im Jahre 1847 war Root stark betroffen.

Schulen[Bearbeiten]

Im Gemeindehaus ist ein Kindergarten für derzeit (Schuljahr 2008/2009) 80 Kinder eingerichtet. Danach stehen den Heranwachsenden die Schulhäuser Arena/Widmermatte, St. Martin, Oberfeld und Röseligarten für die weitere schulische Bildung zur Verfügung. Die Primarschule besuchen 500 Schüler aus Root. Die Sekundarschule besuchen 120 Kinder, die Realschule 70 Kinder und die Werkschule 30 Heranwachsende aus den Gemeinden Dierikon, Gisikon, Honau und Root in Root.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert sind das vermutlich erstmals um 600 n. Chr. errichtete Missionskreuz auf dem Michaelskreuz und die dazugehörende Wallfahrtskapelle. Weitere Gotteshäuser, so unter anderem die Dorfkirche St. Martin, sind ebenfalls einen Abstecher nach Root wert. Ausserdem finden Touristen ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert mit Heiligenfiguren (ebenfalls auf dem Michaelskreuz) vor.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www2.lustat.ch/download/lustat_new/gd/1065/w012_010t_gd1065_zz_d_0000_002_008.html
  3. Kantonsrat / Resultate Wahlkreis Luzern-Land – Parteistimmen, Website des Kantons Luzern. Abgerufen am 22. April 2011.