Dinant
| Dinant | ||
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| Staat | Belgien | |
| Region | Wallonien | |
| Provinz | Namur | |
| Bezirk | Dinant | |
| Koordinaten | 50° 15′ N, 4° 55′ O50.2563888888894.9136111111111Koordinaten: 50° 15′ N, 4° 55′ O | |
| Fläche | 99,80 km² | |
| Einwohner (Stand) | 13.584 Einw. (1. Jan. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte | 136 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 5500–5504 | |
| Vorwahl | 082 | |
| Bürgermeister | Richard Fournaux | |
| Adresse der Stadtverwaltung |
Hôtel de ville rue Grande, 112 5500 Dinant |
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| Webseite | www.dinant.be | |
Dinant ist eine Gemeinde in der Provinz Namur in Wallonien, Belgien. Überregional bekannt ist die Stadt durch ihre Kathedrale mit einem kunstvollen Westwerk sowie der darüber liegenden Festung. Dinant ist der Geburtsort von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Bei Dinant durchbricht die Maas in einem felsigen Tal die Ardennen. Dinant hat 13.584 Einwohner (Stand 1. Januar 2012) und erstreckt sich auf einer Fläche von 99,8 Quadratkilometern.
Geschichte[Bearbeiten]
In den ersten Jahrhunderten nach Christus gehörte das Gebiet zum Römischen Reich. Beim Ortsteil Furfooz befand sich eine Völkerwanderungszeitliche Höhensiedlung, die von einem Steinwall geschützt war. Die Hügelfestung war im späten 4. Jahrhundert und auch danach von einer kleinen Zahl germanischer Krieger und ihren Familien bewohnt, die wohl mit der Verteidigung der Reichgrenzen beauftragt waren[1].
Die Bedeutung Dinants im Mittelalter beruhte auf dem seit dem 12. Jahrhundert blühenden Messinghandwerk. Grundlage dafür waren die in der Nähe gelegenen Lagerstätten von Galmei, einem zinkhaltigen Mineral, das man mit importiertem Kupfer zu Messing verarbeitete und auch wieder nach Frankreich, England und Deutschland ausführte. Wegen des Handels mit Kupfer aus Skandinavien und dem Harz gehörte Dinant der Hanse an und war auch im Londoner Stalhof vertreten. Dinanderie war schon im Paris des 14. Jahrhunderts ein Synonym für bestimmte Messingwaren. Man kann davon ausgehen, dass in Dinant sowohl Messing verhüttet, als auch in Form von Blechen, gegossenen und getriebenen Waren hergestellt und vertrieben wurde. Dinant wurde 1466 von Karl dem Kühnen zerstört. Daraufhin verließen viele Kupfermeister (besser: Kupfer- und Messingschläger, frz. batteurs) wie beispielsweise die Familien Amya, Momma oder Byda die Stadt, ließen sich in anderen Städten des Maastals nieder oder zogen in Richtung Aachen, wo sie ein blühendes Gewerbe aufbauten und sich in einer Zunft organisierten.
Zu Anfang des Ersten Weltkrieges, am 23. August 1914, wurden 674 Einwohner der Stadt von sächsischen Truppen der deutschen Armee wegen angeblicher Freischärlerei getötet und 750 Gebäude zerstört (→ Massaker von Dinant). Ein monumentales Denkmal in der Innenstadt erinnert an das Schicksal dieser Menschen. 2001 erkannte die Regierung der Bundesrepublik Deutschland ihre moralische Verpflichtung an, sich dafür offiziell bei den Nachkommen der damaligen Opfer zu entschuldigen.[2]
Verkehr[Bearbeiten]
Der Bahnhof von Dinant liegt an der Athus-Meuse-Linie, es gibt InterCity-Verbindungen nach Brüssel und Namur, sowie Regionalzüge in die Ardennen (auf der Athus-Maas-Linie nach Libramont-Chevigny und Arlon).
Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]
- Die couque de Dinant, ein hartes Gebildelebkuchengebäck. (Vorläufer der Aachener Printen)
- Die Flamiche, ein gesalzener Fladen mit fetthaltigem Käse und Eiern.
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Herri met de Bles, um 1500/10 bis 1555/60, Maler der Renaissance
- André Buzin, belgischer Maler und Briefmarkenkünstler
- Georges Pire, belgischer Dominikanermönch, Gründer von Hilfsorganisationen und Friedensnobelpreisträger
- Adolphe Sax, belgischer Instrumentenbauer und Saxophonist
- Anton Joseph Wiertz, Maler
- Jean Baptiste Coupienne, Lederfabrikant
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage auf französisch/englisch/niederländisch
- Eine kurze Meldung über die Entschuldigung der Bundesrepublik Deutschland
- Bilder von Dinant
Quellen[Bearbeiten]
- ↑ Malcom Todd: Die Zeit der Völkerwanderung. Konrad Theiss Verlag GMBH, Stuttgart, 2002. ISBN 3-8062-1723-8 (Übersetzt ins Deutsche von Tanja Ohlsen, Astrid Tillman; Originaltitel: Migrants and Invaders-The Movement of Peoples in the Ancient World. Erschienen bei Tempus Publishing Inc., Charlestonm, England, 2001.)
- ↑ http://archives.lesoir.be/namur-luxembourg-tout-ce-week-end-on-marquera-le-nonant_t-20040821-Z0PNVW.html“
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