Dr. Lonnie Smith

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Dieser Artikel behandelt den Jazz-Organisten. Für den gleichnamigen Pianisten siehe Lonnie Liston Smith.
Dr. Lonnie Smith

Dr. Lonnie Smith (eigentlich nur Lonnie Smith; * 3. Juli 1942 in Lackawanna, New York) ist ein US-amerikanischer Jazz-Organist.

Leben[Bearbeiten]

Schon früh kam Lonnie Smith mit Musik in Berührung und begann, Trompete zu spielen. Er sang weiterhin bei Vocal-Gruppen wie den Teen Kings. Er begann eher durch Zufall im Alter von 20 Jahren mit dem Spielen der Hammond-Orgel. Sein unorthodoxer, an R&B angelehnter Stil machte ihn schnell regional bekannt. Als er nach New York City umzog, lernte er George Benson kennen und gründete mit ihm 1966 das George Benson Quartet. Anschließend entwickelte Smith eine Solokarriere und nahm mehr als 30 Alben unter eigenem Namen auf. Dabei spielten mit ihm Musiker Lee Morgan, David „Fat Head“ Newman, King Curtis, George Adams, Bennie Maupin, Blue Mitchell oder Joe Lovano.

Smith trat auf den großen Jazzfestivals mit Dizzy Gillespie, Grover Washington junior, Lou Donaldson, Frank Foster, Jimmy McGriff, Jimmy Scott, Ron Carter oder Leon Thomas auf. Er war aber auch mit Künstlern aus dem Rhythm & Blues und Disco-Sektor auf der Bühne wie Gladys Knight, Dionne Warwick, Etta James, Esther Phillips, Joan Cartwright, den Impressions und den Coasters. Nachdem in den 80er-Jahren die Disco-Welle abebbte, zog Smith nach Süd-Florida, wo er mit lokalen Musikern auftrat. Durch die Acid Jazz-Welle erwachte wieder ein Interesse an seiner Musik; er begann wieder mit eigenen Gruppen (und mit John Abercrombie und Marvin Smitty Smith sowie Lou Donaldson), spielte aber für Plattenaufnahmen auch mit Soul-Jazz-Projekten wie „Jazz Funk Masters“, „Chartbusters“, „Secret Agent Men“ und den „Essence Allstars“. Weiterhin nahm er „Organic Grooves“ mit Joey DeFrancesco, Kenny Garrett und Lenny White auf.

„Dr. Lonnie Smith“ ist ein Künstlername. Den „Doktor“ erhielt Smith angeblich von seinen Mitmusikern für seine virtuosen Fähigkeiten an der Orgel. Er selbst antwortet auf die Frage, warum er mit dem Titel „Doktor“ auftritt (und auch, warum er bei seinen Auftritten stets einen Turban trägt): „No particular reason“ (dt. „kein bestimmter Grund“).

Diskografische Hinweise[Bearbeiten]

  • 1966: The George Benson Quartet featuring Lonnie Smith – The George Benson Cookbook (Columbia)
  • 1967: Finger Lickin' Good (Columbia)
  • 1969: Think! (Blue Note)
  • 1969: Turning Point (Blue Note)
  • 1970: Drives (Blue Note)
  • 1970: Move Your Hand (Blue Note)
  • 1971: Mama Wailer (Kudu)
  • 1975: Afro-Desia (Groove Merchant)
  • 1976: Keep On Lovin' (Groove Merchant)
  • 1977: Funk Reaction (Lester Radio Corporation)
  • 1978: Gotcha' (Lester Radio Corporation)
  • 1983: Lonnie Smith / B.J. Thomas – La Grande Storia Del Rock 93 (Curcio)
  • 1992: The Jazz Funk Masters feat Lonnie Smith – Live Jam! (P-Vine Records)
  • 1995: Live At Club Mozambique (Blue Note)
  • 2003: Boogaloo to Beck: A Tribute (Scufflin' Records)
  • 2004: Too Darn Hot (Palmetto Records)
  • 2010: Spiral (Palmetto Records)

Weblinks[Bearbeiten]