Edition of Contemporary Music

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ECM (Edition of Contemporary Music) ist ein - trotz Vertriebs über den großen Musikkonzern Universal Music Group - unabhängiges Münchner Plattenlabel. Es gilt in Teilbereichen des zeitgenössischen Jazz und der zeitgenössischen Klassik als führend.

Auf Initiative von Karl Egger, der als Finanzier fungierte, bis heute Geschäftsführer ist und lange Zeit die Geschäftsräume in München-Pasing zur Verfügung stellte, wurde ECM 1969 von Manfred Eicher gegründet. Die erste Produktion war das Album „Free at Last“ des Pianisten Mal Waldron. Eicher fungiert seitdem als Produzent und Manager von ECM. Das Label konzentrierte sich zunächst auf europäischen Free Form und Avantgarde Jazz und dann zunehmend auf Produktionen von amerikanischen Jazzmusikern, die sich aufgrund des Rockmusik-Trends nicht mehr richtig von den großen Plattengesellschaften betreut fühlten.

1974 brachte ECM das Dreifach-Album Solo Concerts Bremen/Lausanne heraus mit zwei der ersten frei improvisierten Solokonzerte von Keith Jarrett. Ein Jahr später veröffentlichte das Label vom gleichen Interpreten The Köln Concert, das erfolgreichste und meistverkaufte Klavierkonzert unserer Zeit.

Seit 1984 veröffentlicht ECM unter dem Titel ECM New Series auch klassische Musik. Dabei widmet sich ECM sowohl der Neuaufnahme Alter Musik (etwa von Thomas Tallis), als auch der Ersteinspielung zeitgenössischer Komponisten (zum Beispiel von Arvo Pärt).

Einige ECM-Produktionen verbanden Jazz und Klassik, insbesondere das wegweisende Album Officium von 1994, das Jan Garbarek gemeinsam mit dem Hilliard Ensemble aufnahm. Zum Gesang des Ensembles aus dem 13. bis 16. Jahrhundert gestaltete Garbarek Saxophon-Soli. Andere Produktionen verbinden im Sinne des Ethno-Jazz nicht-europäische Musikkulturen mit dem Jazz-Idiom, beispielsweise zahlreiche Alben des tunesischen Komponisten und (Oud)-Spielers Anouar Brahem.

Als Markenzeichen von ECM gilt neben dem herausragenden Klangstandard seiner Aufnahmen, für die bei den meisten Produktionen Jan Erik Kongshaug als Toningenieur verantwortlich ist, auch die markante Cover-Gestaltung.

ECM vertreibt auch die Alben des Labels WATT mit der Musik von Carla Bley, Michael Mantler, Karen Mantler sowie Steve Swallow und des brasilianischen Labels CARMO von Egberto Gismonti. Des Weiteren wurde über ECM das Label JAPO vertrieben, auf dem Alben von Mal Waldron, Abdullah Ibrahim, Herbert Joos, Manfred Schoof, Urs Leimgruber und anderen erschienen.

Zahlreiche Filmemacher wie zum Beispiel Michael Mann (Heat, The Insider) oder Theo Angelopoulos (Landschaft im Nebel) greifen auf Musik des Labels ECM zurück. Seit 1991 besteht eine besonders intensive Zusammenarbeit mit Jean-Luc Godard.

[Bearbeiten] Besondere Projekte

1996 brachte ECM ein Buch mit dem Titel „Sleeves of Desire“ heraus, das sich mit der Geschichte der Coverkunst des Labels befasste und alle bis dahin erschienenen Motive auflistete. 2007 folgte mit „Horizons Touched: The Music of ECM“ eine umfangreiche, von Steve Lake und Paul Griffiths zusammengestellte Geschichte des Labels, zu der etwa 20 Autoren, darunter Manfred Eicher selbst, Beiträge beisteuerten. Ergänzt wird das Buch mit Äußerungen zum Label von über 100 Musikern, Gruppen sowie von mit ECM verbundenen Künstlern, wie zum Beispiel dem Regisseur Jean-Luc Godard und dem Cover-Designer Dieter Rehm.

Nils Petter Molvær veröffentlichte zu seinem Debütalbum „Khmer“, einem Werk, das mit Electronica-Elementen populäres Neuland betrat, zwei CD-Singles und ein Video - dies blieb ein einmaliges Experiment von ECM.

[Bearbeiten] Siehe auch

ENJA, CMP, JMT, Winter & Winter, HatHut Records

[Bearbeiten] Weblinks

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