Elvas

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Dieser Artikel beschreibt die portugiesische Stadt, für das Dorf bei Brixen, siehe Elvas (Brixen)
Elvas
Wappen Karte
Wappen von Elvas
Elvas (Portugal)
Elvas
Basisdaten
Region: Alentejo
Unterregion: Alto Alentejo
Distrikt: Portalegre
Concelho: Elvas
Koordinaten: 38° 53′ N, 7° 10′ W38.88034-7.16309Koordinaten: 38° 53′ N, 7° 10′ W
Einwohner: 23.087 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 631,2 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner pro km²
Kreis Elvas
Flagge Karte
Flagge von Elvas Position des Kreises Elvas
Einwohner: 23.087 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 631,2 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 11
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Município de Elvas
Rua Isabel Maria Picão Apartado 70
7350-953 Elvas
Präsident der Câmara Municipal: José António Rondão Almeida (PS)
Webpräsenz: www.cm-elvas.pt


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Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Verwaltungsort ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Webseite ist leer Elvas ist eine Stadt (Cidade) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit 23.087 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011). Die Stadt befindet sich auf einem die Ebene beherrschenden Hügel im Distrikt Portalegre der Region Alentejo nahe der spanischen Grenze, etwa 15 km westlich von Badajoz. Hier liegen die größten erhaltenen Bollwerk-Befestigungsanlagen der Welt. Die UNESCO nahm diese und den gesamten historischen Ortskern der Stadt Elvas 2012 in die Liste des Welterbes auf.

Aquädukt von Elvas

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Elvas

Seit der Altsteinzeit ist das Gebiet besiedelt. Bei Eintreffen der Römer im 2. Jahrhundert v. Chr. bestand hier eine befestigte keltische Siedlung der Castrokultur. Eine Vielzahl Funde, darunter 23 Villae, belegen die relative Bedeutung des Ortes in der Provinz Lusitanien. Nach Einfall der Westgoten ab dem 5. Jahrhundert eroberten die Mauren Anfang des 8. Jahrhunderts den Ort und bauten auf den römischen Festungsresten bedeutende arabische Festungsanlagen. Nach einer ersten Eroberung 1166 durch Portugals ersten König D.Afonso Henriques wurde Elvas erst 1226 und dann 1230 endgültig christlich. Erste, nach der endgültigen Rückeroberung erteilte Stadtrechte erneuerte König Manuel I. im Jahr 1512. Elvas wurde 1570 zudem Bischofssitz.

Eines der Stadttore im historischen Zentrum

Am 14. Januar 1659 war der Ort Schauplatz der Schlacht Batalha de Linha de Elvas, welche wesentlichen Anteil hatte am Ausgang des Restaurationskrieges, in dem Portugal seine Unabhängigkeit von Spanien wiedererlangte. [3]

In Elvas gepflückte und an die spanische Königin Maria Luise von Bourbon-Parma geschickte Orangen gaben dem Orangen-Krieg 1801 seinen Namen. Seine lange Tradition als Festungsstadt setzte sich in Elvas auch im Verlauf der Napoleonischen Invasionen bis 1812 fort. Nachdem Elvas in der Liberalen Revolution 1822 auf Seiten der unterlegenen Absolutisten stand, begann ein anhaltender Bedeutungsverlust der Stadt. 1881 verlor Elvas seinen bereits seit 1852 unbesetzt gebliebenen Bischofssitz, wenngleich zwischenzeitlich die Eröffnung der königlichen Straße nach Lissabon 1857 und die Ankunft der Eisenbahn 1863 eine neue, relative Blüte eingeleitet hatten.

Antirepublikanische Putschisten, darunter der spätere Präsident Gomes da Costa, verbüßten hier nach ihrem Putschversuch 1925 Haftstrafen, während denen sie ihren 1926 erfolgreich durchgeführten Staatsstreich planten. Das darauf folgende, seit 1932 etablierte, semifaschistische Estado Novo-Regime förderte insbesondere in den 1940er Jahren Elvas. Die Stadt erlangte jedoch nie wieder ihre alte Stellung, und mit Portugals EU-Beitritt 1986 verlor sie zudem an Bedeutung als Grenzstadt.[4]

Das durch die Jahrhunderte umkämpfte und stetig weiter befestigte Elvas beherbergt die größten erhaltenen Bollwerk-Befestigungsanlagen der Welt. Seit dem 30. Juni 2012 gehören sie, wie auch das gesamte historische Stadtzentrum, zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Aquädukt von Elvas

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Im Kreis Elvas sind 220 Baudenkmäler registriert (Stand: 26. Juli 2013). Zu den bekanntesten gehören dabei das Kastell und die vorgeschobenen Festungen, die Stadtmauern, und der 7540 Meter lange, vierstöckige Amoreira-Aquädukt (Aqueduto da Amoreira), mit Spannweiten von bis zu 14 Metern. Er wurde 1498 begonnen, 1622 fertiggestellt und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Eine Vielzahl Sakralbauten, Brunnenanlagen, Schulen, Herrenhäuser, Gärten, und historische öffentliche Gebäude wie die Grenzstation von Caia, das zentrale Kino und das Bahnhofsgebäude stellen die Mehrzahl der geschützten Bauwerke. In der Altstadt befinden sich u. a. die ehemalige, 1537 geweihte Kathedrale und die Kirche des um 1550 gegründeten Klosters Santo Domingo. Die Altstadt mit verwinkelten Gassen und Plätzen, Art déco-Häusern, Brunnen und Kirchen steht zudem als Ganzes unter Denkmalschutz.[5]

Zu den bedeutendsten Kulturstätten der Stadt zählt seit 2007 das Museum für Moderne Kunst (Museu de Arte Contemporânea), in dem der Öffentlichkeit mit der Colecção António Cachola eine der wichtigsten Privatsammlungen für zeitgenössische portugiesische Kunst zugänglich gemacht wurde.[6] Zwei Militärmuseen, ein Museum für Sakralkunst und ein Architekturmuseum sind einige der weiteren Museen der Stadt.

Die Festung Forte de Santa Luzia

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

Elvas ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises, der im Südosten an Spanien grenzt. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Arronches, Campo Maior, Alandroal, Vila Viçosa, Borba sowie Monforte.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Elvas:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Elvas (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
16.963 15.425 21.548 24.711 28.562 24.981 24.474 23.361 23.078

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 14. Januar (Gedenktag der Schlacht vom 14. Januar 1659)
Im Bahnhof von Elvas

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt war bis zur Einstellung des Personenverkehrs über die Eisenbahnstrecke Linha do Leste zu erreichen. Seit dem 1. Januar 2012 wird über die Strecke nur noch Güterverkehr abgewickelt.

Elvas ist in das landesweite Busnetz der Rede Nacional de Expressos eingebunden.

Adelaide Cabete

Über die Autobahn A6 und die Nationalstraße N4 ist Elvas an das Straßennetz des Landes angeschlossen.

Luís Gomes da Mata

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elvas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.verportugal.net, abgerufen am 26. Juli 2013
  4. Geschichtsseite auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 26. Juli 2013
  5. www.monumentos.pt, abgerufen am 26. Juli 2013
  6. Lydia Hohenberger, Jürgen Strohmaier: Portugal. 2.Auflage, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2009, S.326
  7. www.anmp.pt, abgerufen am 26. Juli 2013