Borba

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Borba (Begriffsklärung) aufgeführt.
Borba
Wappen Karte
Wappen von Borba
Borba (Portugal)
Borba
Basisdaten
Region: Alentejo
Unterregion: Alentejo Central
Distrikt: Évora
Concelho: Borba
Koordinaten: 38° 48′ N, 7° 27′ W38.803333333333-7.4566666666667Koordinaten: 38° 48′ N, 7° 27′ W
Einwohner: 7406 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 145,19 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner pro km²
Kreis Borba
Flagge Karte
Flagge von Borba Position des Kreises Borba
Einwohner: 7406 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 145,19 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 4
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Borba
Praça da República
7150-249 Borba
Präsident der Câmara Municipal: Dr. Ângelo João Guarda Verdades de Sá (PS)
Webpräsenz: www.cm-borba.pt


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Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Verwaltungsort ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Webseite ist leer Borba ist eine Stadt (Cidade) im Alentejo in Portugal. Borba ist eine Weinstadt und liegt an der Weinstraße des Alentejo. Hier werden hervorragende Weine erzeugt, die seit Jahren auch ins internationale Ausland exportiert werden.

Die denkmalgeschützte Brunnenanlage Chafariz de Borba (auch Fonte da Bica)

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung des Ortes liegt vermutlich in einer ersten keltiberischen Siedlung. Nachdem es ein Ort der römischen Provinz Lusitania wurde und anschließend zum Westgotenreich gehörte, kam Borba im Zuge der arabischen Landnahme 711 unter die Herrschaft der Mauren.

Im Verlauf der Reconquista eroberte der portugiesische König D.Afonso II. den Ort im Jahr 1217. König D.Dinis schuf 1302 den eigenständigen Kreis von Borba und gab ihm erste Stadtrechte, die König D.Manuel I. am 1. Juni 1512 erneuerte.

Nachdem das grenznahe Borba bereits während der Revolution ab 1383 Schauplatz einiger Gefechte zur Sicherung der Unabhängigkeit des Königreich Portugals war, wurde der Ort auch im Verlauf der weiteren Geschichte mehrmals in kriegerische Handlungen verwickelt. So eroberte im Sommer 1662 der habsburgisch-spanische General Juan de Austria während des Restaurationskrieges Borba, und er ließ hier eine Anzahl Soldaten und Offizieren hängen, darunter den Garnisonsbefehlshaber Rodrigo da Cunha Ferreira. Darüber hinaus ließ er das Rathaus und die städtischen Register anzünden, so dass heute alle historischen Manuskripte der Stadtgeschichte verloren sind. 1665 wurde Borba erneut Schauplatz von Zerstörungen, mit der Batalha de Montes Claros genannten Schlacht am 17. Juni bei Montes Claros, Gemeinde Rio de Moinhos. Ein Gedenkstein erinnert heute an das Datum. 1711 erlebte Borba eine neuerliche Besetzung, als der spanische General Domingos de Ceo den Ort einnahm und ihm hohe Kriegssteuern auferlegte. Auch während der Napoleonischen Invasionen erlitt der Ort Zerstörungen, im Zusammenhang mit den Verteidigungsgefechten von Évora am 29. Juni 1808. Von 1808 bis 1811 war danach in Borba eine schottische Brigade der britisch-portugiesischen Verteidigungsarmee unter General Beresford stationiert.[3]

Mit Ankunft der Eisenbahn 1905 und der gestiegenen Bedeutung des Marmorabbaus im 20. Jahrhundert erlebte der Ort einen relativen Aufschwung. Borba wurde am 12. Juni 2009 zur Stadt (Cidade) erhoben[4].

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Hauptkirche (Igreja Matriz) von Borba

Die Burg (Castelo, nur teilweise erhalten) wie auch die Stadtmauer wurde schon unter König Afonso II von 1211 bis 1223 erbaut. Weitere historische Bauten in Borba sind

  • Kirche von Nossa Senhora das Neves (15. Jahrhundert)
  • Kirche der Abtei Servas de Deus (17. and 18. Jahrhundert)
  • Steinkreuz und Kirche von S. Bartolomeu (17. Jahrhundert)
  • Kirche von Santo António (17. Jahrhundert)
  • Rathaus (17. Jahrhundert)
  • Kirche von Misericórdia (16. Jahrhundert)
  • Brunnen der Bicas (18. Jahrhundert)
  • Kloster der Nossa Senhora da Consolação do Bosque (16. - 18. Jahrhundert)
  • Bauernhof - Quinta do General (16.-18. Jahrhundert).

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

Borba ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho). Am 30. Juni 2011 hatte der Kreis 7406 Einwohner auf einer Fläche von 145,2 km²[1].

Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Monforte, Elvas, Vila Viçosa, Redondo sowie Estremoz.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Borba:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Borba (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
3 726 4 652 6 551 8 094 10 431 8 813 8 254 7 782 7 333

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • Ostermontag

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Borba hatte bis 1990 über seinen Bahnhof der Teilstrecke Ramal de Vila Viçosa Anschluss an die Linha de Évora und damit an das Eisenbahnnetz des Landes.

Die Stadt liegt mit eigener Anschlussstelle (Nr.8) an der Autobahn A6 (hier auch Europastraße 90). Über die ebenfalls hier verlaufende Nationalstraße N4 ist Borba mit dem 11 km nordwestlich gelegenen Estremoz und dem etwa 40 km östlich gelegenen Elvas verbunden.

Borba ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden. Auch der lokale und regionale Personennahverkehr wird durch private Buslinien sichergestellt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wesentlicher Motor der lokalen Wirtschaft ist der Abbau von Marmor und dessen Weiterverarbeitung. International bekannt sind die Weine von Borba, auch das hier produzierte Olivenöl ist zu nennen. Des Weiteren haben die hier hergestellten traditionellen Wurstwaren (Enchidos de Borba) und Käsespezialitäten überregionale Bekanntheit.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Borba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.verportugal.net, abgerufen am 4. Oktober 2013
  4. Erhebung zur Stadt, portugiesisch, aufgerufen am 3. Mai 2010
  5. www.anmp.pt, abgerufen am 5. Oktober 2013
  6. Webseite der Stadtverwaltung zur Unterzeichnung der Partnerschaft, abgerufen am 5. Oktober 2013
  7. Webseite der Stadtverwaltung zu den Partnerschafts-Anbahnungen, abgerufen am 5. Oktober 2013