Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde des Kantons Zug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde des Kantons Zug hat fast 18'000 Mitglieder und ist zugleich die reformierte Landeskirche im Kanton Zug. Neben den reformierten Christen im Kanton Zug gehören ihr auch die diejenigen aus dem luzernischen Meierskappel an.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Niederlage der Reformierten im Zweiten Kappelerkrieg im Jahre 1531 gab es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts keine reformierten Christen mehr in Zug. Erst durch die Industrialisierung änderte sich das. Im Jahre 1867 wurde dann in Baar die erste reformierte Kirche der Zentralschweiz eingeweiht. Weitere Kirchen entstanden in Zug (1905) und Cham (1915). In den folgenden Jahrzehnten wurden zusätzliche reformierte Kirchen im Kanton gebaut, die letzte 1997 in Hünenberg. Die Zuger Kirche gehörte bis Ende 2002 zum Evangelisch-reformierten Kirchenverbandes der Zentralschweiz und ist seit dessen Auflösung zum 1. Januar 2003 direktes Mitglied des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds.

Struktur[Bearbeiten]

Die Zuger Kirche besteht aus einer Kirchgemeinde mit sieben Bezirken, die Teilkirchgemeinden gleichkommen. Oberstes legislatives Organ ist der Grosse Kirchgemeinderat mit 50 in den Bezirken gewählten Mitgliedern. Der Kirchenrat (Exekutive) führt die Geschäfte der Kirche, hat neun Mitglieder und wird von Monika Hirt Behler präsidiert. Sieben Kirchenratsmitgliedern werden für eine Amtsperiode von jeweils vier Jahren von der Kirchgemeinde gewählt, zwei Kirchenratsmitglieder werden vom Pfarrkonvent in den Kirchenrat delegiert.

Weblinks[Bearbeiten]