Füchse Duisburg
| Füchse Duisburg | |
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| Erfolge | |
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| Vereinsinfos | |
| Geschichte | Duisburger SC (1971–1987) Duisburger SV (1987–1991) EV Duisburg (1991–2004) Füchse Duisburg (seit 2004) |
| Spitzname | Die Füchse |
| Stammverein | Eissportverein Duisburg e.V. (Jungfüchse Duisburg) |
| Vereinsfarben | Schwarz-Rot |
| Liga | Oberliga West |
| Spielstätte | Scania-Arena |
| Kapazität | 4.840 Plätze (davon 800 Sitzplätze) |
| Cheftrainer | Franz-David Fritzmeier |
| Kapitän | Markus Schmidt |
| Saison 2011/12 | Platz 2 (West), Playoff-Finale |
Die Füchse Duisburg sind eine Eishockeymannschaft aus Duisburg, die von der Saison 2005/06 bis zur Saison 2008/09 in der Deutschen Eishockey Liga spielte. Die Füchse waren vor ihrer Auslagerung in die Eissportverein Duisburg „Die Füchse“ GmbH im Jahre 2004 noch als EV Duisburg, dem Nachfolgeverein der Eishockeyabteilungen des Duisburger SC, bekannt. Nach Ende der Spielzeit 2008/09 meldete die GmbH Insolvenz an. Eine beantragte Teilnahme des Spielbetrieb der Gesellschaft mit einer Mannschaft in der 2. Bundesliga stellte sich nicht möglich heraus und führte zum Rückzug des Teilnahmeantrags. In der Saison 2009/2010 spielen die Füchse Duisburg in der Regionalliga West. Der Stammverein, in dem auch der Nachwuchs, die Damen- und die Amateurmannschaft organisiert sind, ist der EV Duisburg e.V. Ihre Heimspiele tragen die Füchse in der 4.840 Zuschauer fassenden Scania-Arena aus, die Vereinsfarben sind schwarz und rot.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Die Anfänge und der Durchmarsch in die 2. Bundesliga[Bearbeiten]
1971 wurde der Verein als Eishockeyabteilung des Duisburger SC Kaiserberg von 1947 (DSC) gegründet, die Eishockeyabteilung wurde 1981 als Duisburger SC Eishockey ausgegliedert. 1987 ging der DSC in Konkurs, der Verein wurde daher 1987 als Duisburger Schlittschuh-Verein 1987 (DSV) neu gegründet. Während der Saison 1991/92 ging der Verein erneut in Konkurs und wurde aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. 1991 begann der Neubeginn in der untersten Spielklasse. Gegründet wurde der EV Duisburg am 27. November 1991, das erste Spiel bestritten die „Füchse“ am 2. Februar 1992 in der Qualifikationsrunde zur Landesliga. Der EVD stieg rasch wieder auf und erreichte 2001 die 2. Bundesliga. 2004 wurde der Profi-Spielbetrieb in eine GmbH ausgegliedert. Amateur- und Nachwuchsabteilung verblieben im „e.V.“, der als Stammverein von der GmbH unterstützt wird. Ein Jahr später gewann der Vorrunden-Zweite die Finalserie der Play-offs gegen die Straubing Tigers in einem „Sweep“ (Play-off-Serie ohne Niederlage) und stieg in die DEL, also die höchste deutsche Spielklasse, auf. Damit ist das Duisburger Eishockey nach 24 Jahren wieder erstklassig, denn bereits der DSC spielte von 1979 bis 1981 in der höchsten deutschen Spielklasse, damals die 1. Bundesliga. In der Saison 1980/81 war der DSC allerdings in den großen „Passfälscherskandal“ verwickelt, so dass dem Team alle Punkte abgezogen wurden. Am Ende erspielte sich das übrig gebliebene Rumpfteam nur noch zwei Punkte und stieg in die 2. Bundesliga ab.
Nachdem der Duisburger SV während der Saison 1991/92 Konkurs anmelden musste, wurde der Nachfolgeverein EV Duisburg gegründet. Dessen neues Logo wurde der Fuchs, den man sich von den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser abschaute.[1] Der Klub musste zunächst in der Landesliga starten, konnte sich allerdings gleich in seiner ersten Saison durchsetzten und in die NRW-Liga aufsteigen. Auch die NRW-Liga stellte kein größeres Problem dar. Am Ende belegte das Team erneut den ersten Platz und war damit sportlich für die Regionalliga Nord qualifiziert. Zur Saison 1994/95 stieg das Team in die 1. Liga Nord auf. Sieben Jahre später erreichte die Duisburger Mannschaft die Play-offs. Im Play-off-Achtelfinale feierte man drei klare Siege gegen den EV Landshut und zog damit ins Viertelfinale ein. Dort traf der EVD auf die Ratinger Ice Aliens die ebenfalls mit 3:0 Spielen gesweept wurden. Das Halbfinale sollte sich deutlich schwieriger gestalten und wurde am Ende dann mit 2:3 Spielen gegen den EV Ravensburg verloren. Dennoch erhielt das Management die Möglichkeit als Nachrücker in die 2. Bundesliga aufzusteigen.
Da sich der EC Wilhelmshaven in die Regionalliga Nord-Ost zurückgezogen hatte und die Erding Jets aus der 2. Bundesliga in die Oberliga zurückgestuft wurden, war dies möglich geworden. Die Verantwortlichen nutzten die Chance und stiegen in die zweithöchste deutsche Spielklasse auf. Das erste Jahr in der zweiten Bundesliga wurde zu einer Zitterpartie. Nach der Hauptrunde belegte der EV Duisburg nur den 14. Platz und auch die Abstiegsrunde konnte man nur mit dem sechsten Rang abschließen. Damit stand man neben der Mannschaft aus Regensburg als Absteiger fest. Dennoch durften beide Teams in der Liga bleiben.
Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga[Bearbeiten]
Es vergingen weitere drei Jahre, ehe der EVD Meister nach den Playoffs wurde und sich damit den Aufstieg in die DEL sicherte. Vorausgegangen waren zum Teil beeindruckende 4:0-Siege (6:3, 5:1, 6:0, 7:2) im Viertelfinale gegen die Lausitzer Füchse, 3:2-Siege (3:5, 5:4 n.P., 7:4, 1:3, 4:1) im Halbfinale gegen die Eisbären Regensburg und 3:0-Siege (3:2 n.V., 2:1 n.V., 5:3) im Finale gegen den EHC Straubing. Die Füchse Duisburg war damit erstmals in der Deutschen Eishockey Liga vertreten.
Für die erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse rüstete der EV Duisburg sein Aufstiegsteam auf, unter anderem wurden mit Trond Magnussen, Steve Brulé und NHL- Star Jean-Luc Grand-Pierre namhafte Spieler verpflichtet und das obwohl der Verein aus dem Ruhrgebiet mit 3,5 Millionen Euro über den geringsten Etat aller DEL-Vereine verfügte. Als Ziel wurde daher der Klassenerhalt genannt. Die Saison begann mit Spielen, bei denen die Mannschaft der Füchse gut mitspielte, aber selten punktete. Zu diesen seltenen erfolgreichen Spielen zählte am 28. September das legendäre Spiel gegen die Düsseldorfer EG, die relativ schnell mit 2:0 führte. Nachdem gegen Mitte des zweiten Drittels Füchse-Trainer Hegen eine Auszeit nahm, spielten die Füchse wie entfesselt auf und schaffte es die Partie innerhalb von 63 Sekunden zu drehen und schlussendlich mit 5:2 für sich zu entscheiden. Knappe zwei Wochen später trafen beide Mannschaften erneut aufeinander, diesmal in der 2. Runde des Eishockeypokals. Bei dem Spiel fielen beide Duisburger Torhüter, Patrick Koslow und Christian Rohde, noch im ersten verletzungsbedingt aus, so dass das Spiel nach 20 Minuten abgebrochen wurde und mit 3:0 für die DEG gewertet wurde. Das dadurch entstandene Torhüterproblem lösten die Füchse durch die Verpflichtung von Mannheims Ersatztorwart Patrick Ehelechner.
Im November starteten die Füchse eine beeindruckende Serie und konnten sieben Spiele in Folge punkten, von möglichen 21 wurden in dieser Zeit 16 Punkte geholt, so dass der EV Duisburg den Play-off-Plätzen immer näher kam. Die 2:5-Niederlage in Krefeld, die gleichzeitig das Ende der Serie bedeutete, war ein Wendepunkt in der Saison, die Trendkurve zeigte nach unten, Ende Januar belegte der EVD nach Monaten wieder einen Play-down-Platz. Die Hauptrunde wurde als Letzter beendet, die Füchse mussten in die Abstiegsrunde, in der das Team von Dieter Hegen auf die Kassel Huskies traf. Die ersten beiden von maximal sieben Spiele konnte der EVD für sich entschieden (6:3 und 5:4 nach Verlängerung), ehe die Huskies zurückschlugen und das dritte Spiel der Abstiegsrunde mit 3:2 gewannen. Mit einem 5:2-Sieg im vierten Spiel kamen die Füchse dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher und konnten mit einem Sieg im fünften Spiel Klarheit schaffen. Direkt den ersten Matchball verwandelten die Füchse und kehrten mit einem 4:3-Sieg nach Duisburg zurück, die Kassel Huskies mussten den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Für den EV Duisburg bedeutete dieser Sieg nicht nur den Klassenverbleib, sondern auch Planungssicherheit für die nächsten fünf Jahre, da die DEL den sportlichen Auf- und Abstieg für diese Zeit aussetze.
Nach dem geschafften Klassenerhalt wollten die Füchse in der kommenden Saison aus finanziellen Gründen vermehrt auf osteuropäische Spieler setzen, anstatt teure kanadische Spieler zu beschäftigen. Deshalb wurde mit dem russischen Vizemeister Avangard Omsk eine Kooperation angestrebt, bei der junge Talente aus Omsk Spielpraxis beim EVD sammeln sollten. Doch kurz vor Saisonbeginn machte eine russische Gesetzesänderung, bei der eine neue Gehaltsobergrenze geschaffen wurde, die Kooperation unmöglich, weil Avangard Omsk selbst auf die Talente zurückgreifen musste. Daher mussten kurzfristig neue Spieler verpflichtet werden, doch zu diesem Zeitpunkt waren Verpflichtungen von Topspielern unmöglich, außerdem fehlte das Geld für solche. So war die Saison 2006/2007 schon vor dem Start im September verloren, folglich beendeten die Duisburger Füchse die Spielzeit als Letzter, wobei ihnen in 52 Spielen nur neun Siege gelangen, negativer Höhepunkt war das 2:11-Debakel gegen die Kölner Haie am 3. Oktober.
Schwierige Zeiten und eine Investition in die Zukunft[Bearbeiten]
Im März 2007 kamen erstmalig Meldungen über einen möglichen Umzug der die DEL-Mannschaft organisierenden Gesellschaft nach Stuttgart aus wirtschaftlichen Gründen auf. Diese Information wurde seitens der Gesellschafter bestätigt, bis Ende April 2007 sollte hierüber eine Entscheidung fallen. Am 26. April 2007 gab der Hauptgesellschafter Pape bekannt für die Saison 2007/08 in Duisburg zu verbleiben, da es der Stadt Stuttgart nicht gelungen sei, in der kurzen Zeit die benötigten Sponsorengelder in Höhe von 5 Millionen Euro aufzutreiben.
In der Saison 2007/08 setzt der EV Duisburg wieder verstärkt auf kanadische Eishockeyspieler, mit dem Ziel, die Vor-Play-offs zu erreichen. Doch seit dem Saisonstart standen die Füchse im Tabellenkeller, waren abgeschlagen Letzter, ehe sie sich gegen Saisonende noch einmal herankämpften, die Rote Laterne aber nicht abgeben konnten. Aufgrund dieser schlechten Bilanz kamen im Laufe der Saison immer wieder Gerüchte auf, dass der EVD eventuell zur nächsten Saison umziehen würde oder gar den Spielbetrieb einstellen würde, doch am 27. Dezember 2007 verkündete Pape, vor dem Spiel gegen die Krefeld Pinguine (4:5), dass Duisburg auch in der kommenden Saison DEL- Standort bleiben wird. Mit ein Grund für diese Entscheidung war die Tatsache, dass die Deutsche Eishockey Liga ab der Saison 2008/09 den sportlichen Auf- und Abstieg wieder einführen wird. Daraufhin signalisierten einige Sponsoren, aufgrund der gestiegen sportlichen Attraktivität der DEL, den EVD finanziell zu unterstützen. Allerdings lehnte die für die für den Spielbetrieb der 2. Bundesliga und Oberliga zuständige ESBG den Vorschlag einer Relegation zwischen DEL und 2. Bundesliga mittlerweile ab, sodass es auch in der Spielzeit 2008/09 keinen Absteiger geben wird. Das änderte jedoch nichts an der Entscheidung der Füchse, auch künftig in der DEL zu spielen.
Des Weiteren machten die Füchse Duisburg in der Sommerpause 2008 Schlagzeilen, als der Verein offiziell bekannt gab, beim Oberligisten Herner EV als Mehrheitsgesellschafter einzusteigen. Dies war nötig, da der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet sonst den Aufstieg in die Oberliga nicht hätte realisieren können. Die Füchse aus Duisburg, sowie einige andere DEL-Vereine aus Nordrhein-Westfalen, wollen den Standort Herne in Zukunft als Ausbildungsstandort für junge Talente nutzen. So können die Nachwuchsspieler besser an das Niveau in der DEL herangeführt werden. Außerdem übernahm der EVD, in Person von Ralf Pape, auch die Eishalle des Herner EV, um sie nach den ESBG-Standards zu sanieren.
Auch innerhalb der eigenen Mannschaft gab es einige positive, wie auch negative Schlagzeilen. Zum einen konnte man den Star-Verteidiger Jean-Luc Grand-Pierre verpflichten, doch gleichzeitig wurde der gerade erst verpflichtete Spieler Pat Lebeau auf Grund verschiedener Unstimmigkeiten nicht lizenziert. Für die Saison 2008/09 versprach man sich und den Fans viel, als Saisonziel wurde das Erreichen der 1. Playoff-Runde (früher Pre-Playoffs) ausgegeben, jedoch zeigte sich bald, dass man erneut das Tabellenschlusslicht sein würde. Trainer Karel Lang trat schon früh in der Saison zurück, sein Vorgänger Didi Hegen wurde auch sein Nachfolger. Doch auch er beendete seine Tätigkeit schon vor Saisonende, neuer Trainer wurde Hans-Willi Mühlenhaus. Nach teilweise desolaten Leistungen verkündete Pape, dass sämtliche Verträge zum Saisonende gekündigt werden sollen.
Ausstieg aus der Deutschen Eishockey Liga[Bearbeiten]
Am 15. März 2009 gab die Geschäftsleitung der Duisburger Füchse bekannt, dass sich die Gesellschaft aus der DEL zurückzieht und zugleich einen Insolvenzantrag, der unter Aktenzeichen 62 IN 49/09 beim Amtsgericht Duisburg bearbeitet wird, stellt. Am 1. Mai 2009 wurde das Insolvenzverfahren für die GmbH eröffnet und bekannt, dass eine neue Spielbetriebsgesellschaft des EV Duisburg fristgerecht die Unterlagen für eine Lizenz für die 2. Eishockey-Bundesliga einreichte. Eine Spielberechtigung für die 2. Bundesliga hatte jedoch nur die bisherige EV Duisburg „Die Füchse“ GmbH, nicht jedoch die neu gegründete Gesellschaft. Am 9. Juni wurde daher der Lizenzantrag zurückgezogen. Die erste Herrenmannschaft des EV Duisburg, die in der Saison 2008/09 an der fünftklassigen Verbandsliga NRW teilnahm, sollte den Spielbetrieb in der Saison 2009/10 fortsetzen.[2] Hierdurch war der EV Duisburg für die Verbandsliga qualifiziert, jedoch stellten die Verantwortlichen beim Landeseisportverband NRW einen Nachrückerantrag, um eventuell doch noch in der Regionalliga starten zu können. Da einige Vereine auf ihr Startrecht in der Regionalliga verzichteten, konnten die Füchse in der Saison 2009/10 in der Regionalliga NRW/Hessen starten.[3]
Kurz nach der Aufnahme in die Regionalliga sorgten die Füchse Duisburg erneut für Schlagzeilen, als sie in Erwägung zogen zusätzlich mit einer Mannschaft in der ersten niederländischen Eishockey-Liga teilzunehmen. Grund hierfür war eine Anfrage des niederländischen Verbandes, der seine Liga attraktiver gestalten wollte. Letztendlich gaben die Füchse den Plan wieder auf.[4] Währenddessen wurde eine neue Mannschaft aufgebaut, da alle Verträge aus der Vorsaison aufgelöst wurden. Der neue Sportdirektor Shannon McNevan baute um den neuen Kapitän Franz Fritzmeier (366 DEL-Spiele) eine Mannschaft auf, die sowohl aus Spielern mit Erst- und Zweitligaerfahrung als auch einigen Regionalliga erfahrenden Spielern bestand, wodurch die Füchse Duisburg ebenso wie die Moskitos Essen zum Favoritenkreis der Regionalliga gehörten.[5]
Die Saison begann zunächst mit zwei Niederlagen, die restlichen Spiele gewann der EV Duisburg souverän und beendete die Vorrunde als Tabellenerster. Die Dominanz der Füchse war deutlich, mit dem 20:1 gegen den EHC Neuwied feierte der EVD am 15. November 2009 den dritthöchsten Sieg der Vereinsgeschichte. Gegen den Tabellenzweiten, die Moskitos Essen, gewann der EV Duisburg Anfang Dezember vor 3700 Zuschauern mit 8:2.[6] Während der Vorrunde wurde mit dem ehemaligen Düsseldorfer Goalie Andrei Trefilov ein neuer Torwart-Trainer verpflichtet, jedoch trat nur wenige Tage später überraschend Trainer Willi Mühlenhaus zurück, damit er sich als Nachwuchskoordinator mehr um die Jugendarbeit kümmern konnte.[7] Nachdem Sportdirektor Shannon McNevan übergangsweise das Traineramt bekleidete, konnte Anfang November Czesław Panek als neuer Trainer vorgestellt werden.
In der Meisterrunde war die Dominanz nicht mehr so deutlich wie noch in der Vorrunde, gleich im ersten Spiel gegen den Neusser EV setzte es die erste Niederlage nach 20 siegreichen Spielen. Zwar gewann der EV Duisburg 14 seiner 16 Meisterrundenspiele, dennoch war er in einigen Spielen nicht mehr so überlegen wie noch in der Vorrunde, gegen die Moskitos Essen konnten nur drei von möglichen sechs Punkten geholt werden. Dadurch konnten die Essener die Meisterrunde als Erster vor den Füchsen beenden. Der EV Duisburg traf daher in den Pre-Play-offs auf die 2. Mannschaft der Düsseldorfer EG, die man in zwei Spielen (4:1 und 3:2) schlagen konnte. Im Play-off-Halbfinale trafen die Füchse auf den Ersten der Regionalliga Nord, die Rostocker Piranhas, die ebenfalls in zwei Spielen (8:6 und 13:4) geschlagen wurden. Im Finale traf der EV Duisburg wie erwartet auf den Erzrivalen aus Essen. In einer spannenden Serie waren drei Spiele nötig, die von über 10.000 Zuschauern gesehen wurden, um den Sieger zu ermitteln. Das erste Spiel in Essen gewann der EV Duisburg mit 7:6, unterlag aber zu Hause den Moskitos mit 3:4 und kassierte im entscheidenden Spiel in Essen eine 2:3-Niederlage.[8] Dennoch stiegen die Duisburger Füchse als Vizemeister dank der Neustrukturierung der Oberliga in diese dritte Spielklasse auf.[9]
Platzierungen des EV Duisburg[Bearbeiten]
Zur Saison 1994/95 wurde die Eishockey-Bundesliga durch die Deutsche Eishockey Liga ersetzt, in der die Füchse Duisburg im Jahr 2005 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte starteten. Seitdem spielten sie bis zum Ausstieg ununterbrochen in der DEL.
Ein Jahr später konnte der Klassenerhalt in den Play-downs durch einen 4:1-Sieg nach Spielen gegen die Kassel Huskies gesichert werden. Danach wurde der sportliche Abstieg von der Deutschen Eishockey Liga abgeschafft.
| Saison | Liga | Vorrunde | Saisonabschluss |
|---|---|---|---|
| 1991/92 | Landesliga | – | Aufstieg in die NRW-Liga |
| 1992/93 | NRW-Liga | 1. Platz | Aufstieg in die RegionalligaNord – 1. Platz nach der Qualifikationsrunde zur Regionalliga Nord |
| 1993/94 | Regionalliga Nord | 2. Platz | Aufstieg in die 1. Liga Nord – 4. Platz nach Qualifikation zur Oberliga Nord |
| 1994/95 | 1. Liga Nord | 14. Platz | 3. Platz nach der Aufstiegsrunde zur 1. Liga Nord |
| 1995/96 | 1. Liga Nord | 9. Platz | 9. Platz nach der Meisterrunde |
| 1996/97 | 1. Liga Nord | 10. Platz | Achtelfinale um die DEB-Meisterschaft mit 3:0 Niederlagen gegen die Deggendorfer EG |
| 1997/98 | 1. Liga Nord | 7. Platz | k.A. |
| 1998/99 | 1. Liga Sued/Nord | 3. Platz | k.A. |
| 1999/2000 | Oberliga | 1. Platz | 1. Play-off-Qualifikationsrunde mit 2:0 Niederlagen gegen den TSV Erding |
| 2000/01 | Oberliga | 2. Platz | Play-off-Halbfinale – Aufstieg erst im Nachhinein |
| 2001/02 | 2. Bundesliga | 14. Platz | Play-downs – Klassenerhalt am Grünen Tisch |
| 2002/03 | 2. Bundesliga | 9. Platz | Die Play-offs wurden nicht erreicht |
| 2003/04 | 2. Bundesliga | 5. Platz | Play-off-Viertelfinale – 1:3 Niederlagen gegen die Landshut Cannibals |
| 2004/05 | 2. Bundesliga | 2. Platz | Play-off-Finale und Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga, nach 3:0 Spielen gegen den EHC Straubing |
| 2005/06 | DEL | 14. Platz | Play-downs – Klassenerhalt nach 4:1 Siegen gegen die Kassel Huskies |
| 2006/07 | DEL | 14. Platz | Die Play-offs wurden nicht erreicht |
| 2007/08 | DEL | 15. Platz | Die Play-offs wurden nicht erreicht |
| 2008/09 | DEL | 16. Platz | Die Play-offs wurden nicht erreicht |
| 2009/10 | Regionalliga NRW | 2. Platz | Play-off-Finale und Aufstieg in die Oberliga West, nach 1:2 Spielen gegen die Moskitos Essen |
| 2010/11 | Oberliga West | 2. Platz | Play-Off-Viertelfinale - 0:3 gegen den SC Riessersee |
| 2011/12 | Oberliga West | 2. Platz | Play-Off-Finale - 1:3 gegen den EC Bad Tölz |
Mannschaft[Bearbeiten]
Kader in der Saison 2012/13[Bearbeiten]
(Stand: 24. Dezember 2010)
| Torhüter | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | ||
| 15 | Christoph Oster FL | 1. Juli 1991 | Wuppertal, Deutschland | 2010 | Düsseldorfer EG 1b | ||
| 27 | Mathias Niederberger FL | 26. November 1992 | Düsseldorf, Deutschland | 2010 | Düsseldorfer EG 1b | ||
| 30 | Björn Linda FL | 30. April 1989 | Oberhausen, Deutschland | 2010 | Herner EV | ||
| 35 | Etienne Renkewitz FL | 2. März 1988 | Duisburg, Deutschland | 2010 | Grizzly Adams Wolfsburg | ||
| 74 | Sebastian Kinader FL | 25. Dezember 1992 | Augsburg, Deutschland | 2010 | Kölner EC | ||
| Verteidiger | |||||||
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | ||
| 4 | Wolfgang Hrstka | 5. März 1987 | Leverkusen, Deutschland | 2008 | Düsseldorfer EG 1b | ||
| 8 | Alexander Engel | 8. Mai 1983 | Ust-Kamenogorsk, Kasachstan | 2009 | Lausitzer Füchse | ||
| 13 | Anton Bader – A | 25. Januar 1981 | Pitt Meadows, Kanada | 2010 | Herner EV | ||
| 22 | Brad Burym – A | 19. Mai 1975 | Winnipeg, Kanada | 2010 | Herner EV | ||
| 32 | Jannik Woidtke FL | 19. Mai 1991 | Düsseldorf, Deutschland | 2010 | DEG Youngsters | ||
| 44 | Nickolas Bovenschen | 16. November 1984 | Deutschland | 2009 | ERV Schweinfurt | ||
| 51 | Christian Müller | 12. März 1984 | Ratingen, Deutschland | 2009 | Herner EV | ||
| 72 | Nico Opree FL | 21. Oktober 1992 | Köln, Deutschland | 2010 | Kölner Haie | ||
| 78 | Maik Blankart FL | 4. August 1992 | Troisdorf, Deutschland | 2010 | Kölner Haie | ||
| 88 | Michael Hrstka | 22. Januar 1986 | Leverkusen, Deutschland | 2008 | Moskitos Essen | ||
| Joel Keussen | 2. August 1991 | Duisburg, Deutschland | 2012 | Dresdner Eislöwen | |||
| Angreifer | |||||||
| Nr. | Name | Pos | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | |
| 10 | Janne Kujala | LW | 5. November 1981 | Hämeenlinna, Finnland | 2009 | Saale-Bulls Halle | |
| 12 | Udo Schafranski | F | 19. Juli 1981 | Düsseldorf, Deutschland | 2009 | Neusser EV | |
| 14 | Jan Taube | C | 20. März 1984 | Düsseldorf, Deutschland | 2010 | Iserlohn Roosters | |
| 16 | Tom Fiedler | C | 23. Juli 1985 | Berlin, Deutschland | 2010 | Herner EV | |
| 17 | Malte Bergstermann | F | 31. Dezember 1983 | Deutschland | 2010 | Ratinger Ice Aliens | |
| 34 | Daniel Huhn | F | 30. Juli 1986 | München, Deutschland | 2010 | Hannover Indians | |
| 37 | Mats Schöbel | LW | 5. April 1986 | Düsseldorf, Deutschland | 2009 | SC Riessersee | |
| 47 | Franz-David Fritzmeier – C | LW | 18. April 1980 | Bad Tölz, Deutschland | 2009 | Herner EV | |
| 73 | Daniel Pleger | F | 15. September 1983 | Deutschland | 2010 | Dinslaken Kobras | |
| 75 | Dennis Palka FL | F | 16. April 1992 | Gummersbach, Deutschland | 2010 | Kölner EC | |
| 76 | Diego Hofland FL | RW | 21. September 1990 | Rotterdam, Niederlande | 2009 | DEG Youngsters | |
| 81 | Jan Pfennings | F | 30. Mai 1991 | Kempen, Deutschland | 2010 | Düsseldorfer EG 1b | |
| 85 | Markus Schmidt | F | 30. Januar 1985 | Hagenow, Deutschland | 2010 | REV Bremerhaven | |
| 90 | Christian Werth | F | 15. Januar 1989 | Deutschland | 2010 | Düsseldorfer EG 1b | |
| 91 | Alexander Selivanov | F | 23. März 1971 | Moskau, Russische SFSR | 2010 | SC Bietigheim-Bissingen | |
| Offizielle | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tätigkeit | Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | ||
| Trainer | Franz-David Fritzmeier | 18. April 1980 | Bad Tölz , Deutschland | 2010 | Füchse Duisburg | ||
| Sport- direktor |
Shannon McNevan | 20. März 1982 | Peterboro, Kanada | 2009 | Herner EV | ||
FL = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz ausgestattet.
Legende: C = Center, W = Flügelstürmer, RW = Rechter Flügelstürmer, LW = Linker Flügelstürmer, F = Stürmer, C = Kapitän, A = Assistent des Kapitäns
Bedeutende frühere Mannschaften[Bearbeiten]
Zweitligameister 2005[Bearbeiten]
Spieler[Bearbeiten]
Mitglieder der Hockey Hall of Fame Deutschland[Bearbeiten]
In die „Hall of Fame“ des deutschen Eishockeymuseums werden Persönlichkeiten aufgenommen, die sich um den Eishockeysport in Deutschland verdient gemacht haben. Von den aufgenommenen Akteuren wirkten in Duisburg:
(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)
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Vereinsinterne Rekorde[Bearbeiten]
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(alle Statistiken befinden sich auf dem Stand zum Ende der Saison 2007/08)
Bedeutende (ehemalige) Spieler[Bearbeiten]
(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)
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Teilnahmen von Spielern am All-Star-Game[Bearbeiten]
Einige Spieler der Füchse Duisburg wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.
| Teilnahmen am All-Star-Game während der Teamzugehörigkeit | ||||
| Name | Position | Teilnahme(n) | Team | |
| Stürmer | 2008 | |||
| Stürmer | 2007 | |||
| Verteidiger | 2009 | |||
Trainer[Bearbeiten]
In den vergangenen Jahren gab es beim EV Duisburg eine Vielzahl an Trainern, der berühmteste ist sicherlich Dieter „Didi“ Hegen, der mit fünf Jahren Amtsdauer die längste aller EVD- Trainer aufweisen kann. Unter ihm konnten die Füchse auch den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte feiern, den Aufstieg in die Deutsche Eishockeyliga 2005. Bevor Hegen 2002 das Traineramt übernahm, gab es, mit Ausnahme der ersten Saison 1991/92, pro Saison mindestens einen Trainerwechsel, in den Spielzeiten 1994/95 und 2001/02 wurde der Trainer gleich zweimal gewechselt, in der Saison 2007/08 gar dreimal. Mit Rico Rossi (1999–2001 und 2002) und Eduard Nowak (1994/95 und 1997/98) waren zwei Trainer gleich zwei Mal Trainer beim EV Duisburg, Jan Benda war ebenfalls zweimal Übungsleiter in Duisburg, zum einen beim Duisburger SV und zum anderen bei den Duisburger Füchsen. Die DEL-Mannschaft wurde zuletzt von Didi Hegen gecoacht, der zu Beginn der Saison 2008/09 den Trainerposten übernahm, nachdem der vorherige Trainer Karel Lang aufgrund des sportlichen Misserfolges zurücktrat.
Ehemalige berühmte Trainer in Duisburg waren Jiří Hanzl, Otto Schneitberger (beide beim Duisburger SC) und Ralph Krueger (Duisburger SV), sowie Jiří Kochta und Peter Draisaitl (EV Duisburg).
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Stammverein[Bearbeiten]
Im Stammverein EV Duisburg sind seit der Auslagerung der Profimannschaft in die EV Duisburg „Die Füchse“ GmbH die Nachwuchs-, Amateur- und Frauenmannschaften des Vereins organisiert. Unter dem Namen Jungfüchse spielen die Laufschüler-, die Bambini-, die Kleinschüler-, sowie die Knaben-, die Schüler-, die Jugend- und die Juniorenmannschaft des EVD, die am Spielbetrieb der jeweiligen NRW-Liga teilnehmen. Zudem startet die Seniorenmannschaft des EV Duisburg als Amateurmannschaft in der – fünftklassigen – Verbandsliga NRW. Das Frauenteam des EV Duisburg nimmt aktuell am Spielbetrieb der Landesliga NRW teil.[10]
Spielstätte[Bearbeiten]
Die Mannschaften der Füchse Duisburg tragen ihre Heimspiele in der Scania-Arena aus. Die im Jahr 1971 erbaute Eissporthalle bietet Platz für 4.840 Zuschauer, darunter 800 Sitzplätze. Die Halle ist in etwa baugleich mit denen in Iserlohn oder Herne. Im Laufe der Jahre wurde sie mehrfach umfassend renoviert, modernisiert und erweitert.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Harald Jeschke: 40 Jahre Duisburger Eishockeyszene. In: Bürgerzeitung Duisburg. Abgerufen am 13. März 2013.
- ↑ Handelsblatt Online, Füchse Duisburg künftig nur noch Verbandsligist
- ↑ Neue Ruhr Zeitung, Lokalausgabe Duisburg vom 21. Juni 2009, EV Duisburg spielt in der Regionalliga
- ↑ Neue Ruhr Zeitung, Lokalausgabe Duisburg vom 24. Juni 2009, Niederländische Liga lockt den EVD
- ↑ Neue Ruhr Zeitung, Lokalausgabe Duisburg vom 3. Juli 2009, McNevan: „Wir können um den Titel mitspielen“
- ↑ Neue Ruhr Zeitung, Lokalausgabe Duisburg vom 11. Dezember 2009, Erzrivale war chancenlos
- ↑ Neue Ruhr Zeitung, Lokalausgabe Duisburg vom 28. Oktober 2009, Mühlenhaus wirft beim EVD hin
- ↑ Neue Ruhr Zeitung, Lokalausgabe Duisburg vom 31. März 2010, EVD unterliegt im dritten Finalspiel
- ↑ Landeseissportverband NRW, Mitteilung vom 28. März 2010, Außerordentliche Mitgliederversammlung DEB
- ↑ evd-jungfuechse.de, Mannschaftsübersicht auf der Homepage des Stammvereins
Weblinks[Bearbeiten]
Oberliga Nord: Adendorfer EC | Harzer Falken Braunlage | Weserstars Bremen | Hamburger SV | Crocodiles Hamburg | Hannover Indians | Hannover Scorpions | Ritter Nordhorn | Rostock Piranhas | EHC Timmendorfer Strand 06
Oberliga Ost: ECC Preussen Berlin | FASS Berlin | Wild Boys Chemnitz | Black Dragons Erfurt | Saale Bulls Halle | EHC Jonsdorfer Falken | ELV Tornado Niesky | EHV Schönheide 09 | Icefighters Leipzig
Oberliga West: Füchse Duisburg | Moskitos Essen | Löwen Frankfurt | Grefrather EG | Hammer Eisbären | Herner EV | Kassel Huskies | Königsborner JEC | Ratinger Ice Aliens
Oberliga Süd: EHC Bayreuth | Deggendorf Fire | Erding Gladiators | EHC Freiburg | EV Füssen | EHC Klostersee | EC Peiting | EV Regensburg | Schweinfurt Mighty Dogs | Selber Wölfe | Tölzer Löwen | Blue Devils Weiden
Saison 2013/14: Augsburger Panther | Eisbären Berlin | Düsseldorfer EG | Hamburg Freezers | ERC Ingolstadt | Iserlohn Roosters | Kölner Haie | Krefeld Pinguine | Adler Mannheim | EHC Red Bull München | Nürnberg Ice Tigers | SERC Wild Wings | Straubing Tigers | Grizzly Adams Wolfsburg
Ehemalige: Berlin Capitals | Duisburger Füchse | Moskitos Essen | Frankfurt Lions | Wölfe Freiburg | EC in Hannover | Hannover Scorpions | Kassel Huskies | Kaufbeurer Adler | EV Landshut | Maddogs München | München Barons | Revierlöwen Oberhausen | Ratinger Löwen | SC Riessersee | Starbulls Rosenheim | Füchse Sachsen Weißwasser/Chemnitz
