Eishockey-Oberliga
|
|
|
| Aktuelle Saison | Eishockey-Oberliga 2012/13 |
| Sportart | Eishockey |
| Abkürzung | OL |
| Verband | Deutscher Eishockey-Bund (DEB) |
| Ligagründung | 1948/2010 |
| Mannschaften | 38 |
| Land/Länder | |
| Titelträger | EC Bad Nauheim |
| Website | [1], [2], [3], [4] |
| ↑ 2. Bundesliga | |
Die Oberliga ist zurzeit die dritthöchste Eishockeyspielklasse in Deutschland und wird in vier regionalen Gruppen ausgespielt. Historisch war die Oberliga in der Bundesrepublik Deutschland von 1948 bis 1958 die höchste Spielklasse, bevor sie von der Eishockey-Bundesliga abgelöst wurde. In der Deutschen Demokratischen Republik war die Oberliga von 1952 bis 1990 die höchste Spielklasse.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Oberliga als höchste Spielklasse der BRD 1948 bis 1958
Die Eishockey-Oberliga war zwischen 1948 und 1958 die höchste Eishockey-Spielklasse in der Bundesrepublik Deutschland. Mit Einführung der Eishockey-Bundesliga wurde die Oberliga ab 1958 zur zweithöchsten Spielklasse.
[Bearbeiten] Deutscher Meister 1948–1958
| Jahr | Deutscher Meister |
|---|---|
| 1949 | |
| 1950 | |
| 1951 | |
| 1952 | |
| 1953 | |
| 1954 | |
| 1955 | |
| 1956 | |
| 1957 | |
| 1958 |
Siehe auch: Deutscher Meister (Eishockey)
[Bearbeiten] DDR-Oberliga 1952 bis 1990
In der Deutschen Demokratischen Republik war von der Saison 1952/53 bis zur letzten DDR-Meisterschaft 1989/90 die Oberliga die höchste Spielklasse. Ab 1970 spielten allerdings nur noch zwei Mannschaften, Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser, die Oberliga aus. Zur Wiedervereinigung wurden die beiden Mannschaften zur Saison 1990/91 in die Bundesliga aufgenommen.
[Bearbeiten] Oberliga als zweite/dritte Spielklasse 1958 bis 1994
Zur Saison 1958/59 wurde die Eishockey-Bundesliga als neue höchste Spielklasse im deutschen Eishockey eingeführt. Die Oberliga wurde damit zur zweithöchsten Spielklasse. Von 1966 bis 1970 wurde die Oberliga in zwei Gruppen Nord und Süd eingeteilt, wobei sich die Südgruppe auf die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, die Nordgruppe auf den Rest des Bundesgebietes erstreckt.
Mit der Einführung der 2. Eishockey-Bundesliga 1973 wurde die Oberliga zur dritthöchsten Spielklasse, erneut eingeteilt in die Gruppen Nord (gelegentlich auch als Nord/West bezeichnet) und Süd. Die Aufsteiger in die 2. Bundesliga wurden in einer gemeinsamen Aufstiegsrunde der jeweils besten zwei Mannschaften ermittelt. Ab 1981 spielten die besten Mannschaften der beiden Gruppen in einer Relegationsrunde mit den schlechtesten Mannschaften der 2. Bundesliga um den Aufstieg/Verbleib in der 2. Bundesliga. Ab 1985 gab es zusätzlich eine Oberliga Mitte für Vereine aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die jedoch 1987 wieder eingestellt wurde.
[Bearbeiten] 1. und 2. Liga 1994 bis 1999
Mit Einführung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) als Profiliga zur Saison 1994/95 wurden im Amateurbereich die 1. Liga und die 2. Liga eingeführt. Beide Ligen wurden jeweils in die Gruppen Nord und Süd eingeteilt. Die Mannschaften der Oberliga 1993/1994 bildeten dabei die Basis für die 1. Liga. Die beiden 1. Ligen spielten in gemeinsamen Play-offs den Deutschen Amateurmeister aus, welcher sich um die Aufnahme in die DEL bewerben konnte.
In der Saison 1997/98 führte der Mangel an interessierten Vereinen zur Abschaffung der 2. Liga Nord und zur gleichzeitigen Aufstockung der 2. Ligenstufe im Norden mit den verbliebenen Mannschaften. Die 2. Liga Süd blieb weiter bestehen. Als zur Saison 1998/99 die Eishockey-Bundesliga (ab 1999 2. Eishockey-Bundesliga genannt), als eingleisige zweithöchste Spielklasse eingeführt wurde, wurde die 1. Liga zur dritthöchsten Spielklasse.
[Bearbeiten] Oberliga 1999-2010
| Jahr | Oberliga-Meister | Jahr | Oberliga-Meister |
|---|---|---|---|
| 2000 | EV Duisburg (Nord) EHC Straubing (Süd) |
2006 | |
| 2007 | |||
| 2001 | EHC Wolfsburg (Nord) |
2008 | |
| 2002 | 2009 | ||
| 2003 | |||
| 2004 | 2010 | ||
| 2005 |
Zur Saison 1999/00 wurde die 1. Liga wieder in Oberliga umbenannt. Die Oberliga wurde weiterhin in zwei Gruppen Nord und Süd ausgespielt. Die Oberliga Nord wurde von den für diese Gruppe verbliebenen Teilnehmer 2001 aufgelöst, die restlichen Nord-Clubs Ratinger Ice Aliens und SC Mittelrhein-Neuwied spielten für eine Saison in der Oberliga Süd.
Im Sommer 2002 wurde die Organisation der Oberliga und der 2. Bundesliga vom Deutschen Eishockey-Bund in die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ausgelagert, in die die Lizenznehmer als Gesellschafter aufgenommen werden. Zur Saison 2002/03 wurde die Liga um die Mannschaften der aufgelösten Regionalliga Süd aufgestockt und in den Gruppen Süd-West für Südbayern, Baden-Württemberg und Westdeutschland und Süd-Ost (später Nord-Ost genannt) für Nord-Bayern und Ostdeutschland ausgespielt. Die Oberliga verlor aber weiterhin aus wirtschaftlichen Gründen Vereine, so dass sie ab 2005 eingleisig ausgespielt wurde. Ab 2007 wurde die Oberliga wieder in die Gruppen Nord und Süd eingeteilt, wobei jedoch zusätzliche Spiele zwischen den Gruppen ausgetragen wurden. Ab der Saison 2009/10 war die komplette Trennung in die Gruppen Süd und Nord geplant; nach dem Rückzug mehrerer Nordclubs wurde die Liga aber in der Saison 2009/10 erneut eingleisig ausgetragen.
[Bearbeiten] Oberliga seit 2010
| Geographische Einteilung der vier Oberligagruppen. Rot: Gruppe Ost, Gelb: Gruppe Süd, Blau: Gruppe Nord, Grün: Gruppe West |
Nachdem die Zweiteilung der Oberliga in den Vorjahren nicht zu Stande kam, einigten sich DEB, ESBG und Landesverbände auf eine Reform der Oberligen und Regionalligen, die am 27. März 2010 durch eine Satzungsänderung des DEB umgesetzt wurde.[1] Ab der Saison 2010/11 wird die Oberliga nicht mehr von der ESBG ausgerichtet, vielmehr wird sie in vier regionalen Gruppen ausgespielt. Dabei wird die Gruppe Süd vom DEB, die Gruppe Ost vom Berliner Eissport-Verband, die Gruppe Nord vom LEV Niedersachsen und die Gruppe West vom LEV NRW veranstaltet. Die besten Mannschaften der Gruppen Nord, West und Ost, spielen dabei nach der Vorrunde die gemeinsame Zwischenrunde Nord aus. Die besten Vereine der Zwischenrunde Nord und der Gruppe Süd spielen in einer Aufstiegsrunde den Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga aus.
| Jahr | Meister | Staffelsieger | |
|---|---|---|---|
| 2011 | SC Riessersee | Nord: Rostocker EC Süd: Tölzer Löwen |
Ost: Saale Bulls Halle West: EHC Dortmund |
| 2012 | Tölzer Löwen | Nord: Rostocker EC Süd: EC Peiting |
Ost: Saale Bulls Halle West: EHC Dortmund |
| 2013 | EC Bad Nauheim | Nord: EHC Timmendorfer Strand 06 Süd: EC Peiting |
Ost: Saale Bulls Halle West: Kassel Huskies |
In der Saison 2010/11 bestehen die Oberligen Nord und Ost im Wesentlichen aus den Teilnehmern der Regionalligen Nord und Ost der Saison 2009/10. Die Oberliga Süd besteht aus sieben der bisherigen elf Mannschaften der Oberliga-Saison 2009/10, zwei Aufsteigern aus der Bayernliga und einem Absteiger aus der 2. Bundesliga; der Meister Starbulls Rosenheim stieg in die 2. Bundesliga auf. Die Oberliga West wurde aus den drei Oberligisten aus Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie sechs interessierten Mannschaften aus der Regionalliga West gebildet. Grundlegende Regelungen sind in allen Gruppen gleich, so sind je Mannschaft zwei kontingentkartenpflichtige (ausländische) Spieler erlaubt, jedoch nur deutsche Torhüter; auf dem Spielberichtsbogen sind maximal 15 Spieler über 21 Jahre erlaubt. Gespielt wird im 3-Mann-Schiedsrichter-System und mit 3-Punkte-Regelung mit Verlängerung bzw. Penaltyschießen nach einem Unentschieden.[2]
→ Aktuelle Saison: Eishockey-Oberliga 2012/13
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ hockeyweb.de, Oberliga-Reform und Altersklassenänderung beschlossen, 28. März 2010, abgerufen am 18. Januar 2013
- ↑ lev-niedersachsen.de, LEV Niedersachsen: Neue Ligenstruktur – Landesverbände setzen sich durch
Oberliga Nord: Adendorfer EC | Weserstars Bremen | Grafschafter EC 2011 | Hamburger SV | Crocodiles Hamburg | Rostocker EC | EHC Timmendorfer Strand 06
Oberliga Ost: ECC Preussen Berlin | FASS Berlin | ERV Chemnitz 07 | Black Dragons Erfurt | MEC Halle 04 | EHC Jonsdorfer Falken | ELV Tornado Niesky | EHV Schönheide 09 | Icefighters Leipzig
Oberliga West: Rote Teufel Bad Nauheim | EHC Dortmund | Füchse Duisburg | ESC Moskitos Essen | Löwen Frankfurt | Hammer Eisbären | Herforder EV | Kassel Huskies | Königsborner JEC | Krefelder EV | EHC Neuwied | Ratinger Ice Aliens
Oberliga Süd: Deggendorfer SC | Wölfe Freiburg | EV Füssen | EHC Klostersee | EC Peiting | TSV 1862 Erding | EC Bad Tölz | EV Regensburg | ERV Schweinfurt | VER Selb | 1. EV Weiden
als höchste Spielklasse in der BR Deutschland 1948/49 | 1949/50 | 1950/51 | 1951/52 | 1952/53 | 1953/54 | 1954/55 | 1955/56 | 1956/57 | 1957/58
als zweithöchste Spielklasse in der BR Deutschland 1958/59 | 1959/60 | 1960/61 | 1961/62 | 1962/63 | 1963/64 | 1964/65 | 1965/66 | 1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73
als dritthöchste Spielklasse 1973/74 | 1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83 | 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91 | 1991/92 | 1992/93 | 1993/94
unter dem Namen 1. Liga 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99
als dritthöchste Spielklasse 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14