EV Regensburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
EV Regensburg
EV Regensburg
Erfolge
  • Aufstieg in die Oberliga 1971, in die 2. Bundesliga 1978 und 2001
  • DEB-Pokal-Halbfinalist 2006
Vereinsinfos
Geschichte EV Regensburg (1962–2001)
Eisbären Regensburg (2001–2008)
EV Regensburg (seit 2008)
Vereinsfarben rot, weiß
Liga Oberliga
Spielstätte Donau-Arena
Kapazität 4.961 Plätze (davon 3.000 Sitzplätze)
Cheftrainer Douglas Irwin
Saison 2013/14 Oberliga Süd Platz 9

Der 1962 gegründete Eissportverein Regensburg e. V. (EV Regensburg) ist ein Verein aus Regensburg, der vor allem für seine Eishockey-Abteilung bekannt ist. Die 1. Mannschaft war von 2001 bis 2008 in die EVR Eisbären Betriebs GmbH ausgegliedert und kehrte nach der Insolvenz der GmbH zum Stammverein zurück. Seit 2010 spielt sie in der Oberliga Süd.

Geschichte[Bearbeiten]

1965–1972: Zeit des Aufstiegs[Bearbeiten]

Eishockey wurde in Regensburg bereits in den 1930er Jahren gespielt. So wurde das erste Eishockeyspiel in Regensburg zwischen dem SV Donaustauf und dem Regensburger Ruderclub am 29. Januar 1933 ausgetragen, welches die Donaustaufer mit 8:3 für sich entscheiden konnten. Erst 1962 erfolgte aber die Gründung des Eissportvereins Regensburg. Die Eishockeyabteilung entstand 1964 aus der Eishockeyabteilung der Regensburger Turnerschaft, die wiederum gesichert bereits seit 1953 am geregelten Spielbetrieb teilnahm.[1] Unter dem Dach des EV Regensburg nahm das Team erstmals 1965/66 an der Kreisliga Ost teil. Zusammen mit dem SC Pfettrach stieg das Team bereits nach einem Jahr als Nachrücker in die Landesliga Nord auf. Zunächst stand der Verein in Konkurrenz zum bis dahin vorherrschenden Vorort-Club SV Donaustauf, 1968 erfolgte jedoch die Fusionierung zum EV Regensburg-Donaustauf.[2][3] Schon in der folgenden Saison konnte der Aufstieg in die Regionalliga Süd erreicht werden und der Zusatz Donaustauf wurde aus dem Vereinsnamen gestrichen. Dies bedeutete gleichzeitig das Ende der bis dahin 36-jährigen Eishockeygeschichte der Donaustaufer. In der Regionalliga traf man erstmals auf traditionsreiche Mannschaften wie den EV Ravensburg oder den VER Selb. In der Saison 1969/70 schloss der EV Regensburg die Hauptrunde der Regionalliga als Erster ab, scheiterte jedoch in der Aufstiegsrunde. Ein Jahr später schon konnte man sich auch in der Aufstiegsrunde durchsetzen und stieg 1971 in die damals zweithöchste Spielklasse, die eingleisige Oberliga auf. Mannschaften wie der Mannheimer ERC, der Berliner SC oder der EV Rosenheim stoppten den sportlichen Aufwärtstrend des EVR, der diese Spiele jeweils hoch verlor.

1972–1980: Der Weg in die neue 2. Bundesliga[Bearbeiten]

Danach konnte sich der EV Regensburg in der Oberliga etablieren, jedoch nicht zuletzt durch die Einführung der neuen 2. Bundesliga, wodurch die Oberliga ab 1973 drittklassig wurde. In diesen sportlich sehr erfolgreichen Jahren blieb dem Team der Aufstieg jedoch verwehrt, immer wieder scheiterte man nur knapp an einem Einzug in die 2. Bundesliga.[3] Bis zu 6.000 Zuschauer kamen seinerzeit zu den Derbies gegen den TSV Straubing oder den Deggendorfer SC in das Stadion an der Nibelungenbrücke.[3] Während der Spielzeit 1972/73 wurde ein Meisterschaftsspiel gegen den EHC 70 München vor über 3.000 Zuschauern beim Stand von 2:5 wegen Zuschauerausschreitungen abgebrochen. In der Saison 1977/78 schloss der EV Regensburg die Oberliga Hauptrunde als Erster ab, konnte sich auch in der Meisterrunde durchsetzen und erreichte schließlich 1978 in der Aufstiegsrunde mit dem zweiten Platz den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit Platz neun von elf Mannschaften wurde das Saisonziel Klassenerhalt in der eingleisigen 2. Liga 1979 erreicht, ein Jahr später hingegen belegte der EVR den letzten Platz und zog sich zudem 1980 freiwillig in die Regionalliga Süd zurück.[3]

1981–1990: Langfristige Heimat Oberliga Süd[Bearbeiten]

älteres EVR-Logo

Bereits in der Saison 1981/82 schaffte der EV Regensburg den Aufstieg in die drittklassige Oberliga Süd, welche für die nächsten sechs Jahre die Heimat des EVR werden sollte. Zwar wurde regelmäßig die mit der 2. Liga verzahnte Aufstiegsrunde erreicht, doch erwiesen sich die Mannschaften aus der 2. Bundesliga als zu stark, so dass die Chancen einen Aufstiegsplatz zu ergattern meist früh zunichtegemacht wurden. Zudem spielten auch begrenzte Möglichkeiten wegen des Freiluftstadions an der Nibelungenbrücke eine Rolle. Während in den Eishockey-Hochburgen längst überdachte Hallen genutzt werden konnten, war in Regensburg ein frühzeitiger Trainingsbeginn weiterhin von den Witterungsbedingungen abhängig. In der Saison 1987/88 konnte der EV Regensburg die Hauptrunde der Oberliga Süd nur noch als Zwölfter abschließen und kam daher in die Abstiegsrunde. Da auch hier der Erfolg ausblieb, stieg die Mannschaft in die Regionalliga Süd ab. Mit dem zweiten Platz in der Aufstiegsrunde wurde allerdings der sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga Süd erreicht, in der das EVR-Team gleich im ersten Jahr den vierten Platz belegen konnte.

1991–2000: Eine neue Ära[Bearbeiten]

Obwohl Anfang der 1990er Jahre auf sportlicher Seite alle Ziele erreicht wurden, konnten finanzielle Probleme nicht vermieden werden. Vor der Saison 1991/92 verweigerte der DEB die Erteilung der Lizenz zunächst, stimmte dann dem Einspruch jedoch zu. Trotz einem über den Erwartungen liegenden Zuschauerschnitt musste jedoch während der Saison Konkurs angemeldet werden. Das gerade in die Bayernliga aufgestiegene 1b-Team des Vereins setzte den Spielbetrieb ab 1992/93 als 1. Mannschaft fort.[3] Mit einem bis heute geltenden Bayernliga-Rekord von 36:0 Punkten (18 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen) wurde unter Trainer Wladimir Reschetnikow der Aufstieg in die Regionalliga Süd erreicht. Durch die Einführung der DEL 1994 wurde vom DEB die drittklassige 2. Liga Süd eingeführt, der der EV Regensburg fortan angehörte. In der Spielzeit 1994/95 drehte das EVR-Team einen 5:7-Rückstand beim Erzrivalen ERC Ingolstadt in den letzten vier Spielminuten und siegte mit 9:7 – der bis heute einzige Auswärtssieg bei den Panthern.[4] Seit der Saison 1997/98 trug die erste Mannschaft den Namen Eisbären Regensburg.[3] In dieser Saison wurde auch der Aufstieg in die zweitklassige 1. Liga Süd erreicht, aus der bereits im Jahr danach, aufgrund der Einführung einer neuen eingleisigen 2. Bundesliga unterhalb der DEL, die drittklassige Oberliga Süd hervorging. 1999 zogen die Eisbären in die nun fertiggestellte neue Spielstätte Donau-Arena um.

2000–2008: Einzug in die Zweitklassigkeit und das Aus der GmbH[Bearbeiten]

Die Saison 2000/01 ging als eine der erfolgreichsten in die Geschichte des Clubs ein. Mit dem 4:2-Sieg im entscheidenden Play-off-Spiel gegen den EV Duisburg stiegen die Eisbären in die 2. Bundesliga auf. Im Sommer 2001 wurde die Profimannschaft in die EVR Eisbären Betriebs GmbH ausgelagert, die bis zur Saison 2007/08 an der 2. Bundesliga teilnahm. Durch einen ständigen Zuwachs an Sponsoren und Zuschauern konnte sie sich als ernst zu nehmende Konkurrenz zum Fußball, dem SSV Jahn Regensburg, behaupten. 2005 blickten die Eisbären auf die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte zurück, nachdem die Mannschaft die Spielzeit auf dem dritten Platz beendete. Im Halbfinale der Play-Offs zerplatzten jedoch die Aufstiegsträume. Im darauffolgenden Jahr konnte dieser Erfolg annähernd wiederholt werden, ehe das Aus im Viertelfinale gegen den Erzrivalen Straubing Tigers eine Wende des sportlichen Erfolgs einleitete. In der Saison 2006/07 erreichten die Eisbären nur knapp die Play-Offs, schieden bereits im Viertelfinale gegen die Kassel Huskies aus und mussten lange Zeit um die Lizenz für die nächste Saison bangen. Zur Lizenzerteilung von Seiten der ESBG fehlte eine Bürgschaft in Höhe von 75.000 Euro, die schließlich von einem Sponsor des Regionalliga-Süd-Aufsteigers SSV Jahn Regensburg zur Verfügung gestellt wurde.[5] Im Gegenzug zierte während der Saison 2007/08 erstmals das Logo des SSV Jahn einen Bullykreis in der Donau-Arena, der Spielstätte der Eisbären.

In der Saison 2007/08 mussten sich die Eisbären unter Trainerneuling Wayne Hynes erstmals seit 2002 dem sportlichen Abstiegskampf stellen, konnten jedoch aufgrund eines punktereichen Endspurts mit neuem Coach Igor Pavlov den vorzeitigen Klassenerhalt sichern. Trotz des sportlichen Happy-Ends musste die EVR Eisbären Betriebs GmbH am 14. April 2008 einen Insolvenzantrag stellen und zog sich aus dem Spielbetrieb der 2. Bundesliga zurück.[6]

Der Verein EV Regensburg setzte den Spielbetrieb nach der Auslagerung mit der Amateurmannschaft fort, die seit der Saison 2003/04 an der Landesliga Bayern teilnahm. Diese Mannschaft erreichte in der Saison 2003/04 und 2004/05 die Qualifikationsrunden für die Meisterschaftsplayoffs, die aber nicht erreicht wurden. Seit der Saison 2004/05 konnte das Team die Spielklasse nur noch über die Abstiegsrunde halten. Diese Mannschaft wurde nach der Insolvenz der EVR Eisbären Betriebs GmbH zur ersten Mannschaft, welche in der darauffolgenden Saison in der fünftklassigen Landesliga Nord startete.

Neustart: Durchmarsch in die Oberliga[Bearbeiten]

Die daraufhin vom Stammverein ins Leben gerufene Aktion „Durchmarsch in die Oberliga“ (DIDO) konnte so viel neue Euphorie entfachen, dass bis zum Saisonstart 955 Dauerkarten verkauft wurden. Sportlich war das erklärte Ziel der direkte Aufstieg in die Bayernliga, gefolgt vom möglichst schnellen Einzug in die Oberliga und der damit verbundenen Rückkehr in das professionelle Eishockey.[7] Die in der Landesliga erlaubte Profistelle im Kader wurde am 14. Januar 2009 mit dem Kanadier Dustin Hughes besetzt, der in der Vorsaison für die Passau Black Hawks in der Oberliga auf Punktejagd ging. Dieser verletzte sich aber nach drei Spielen so schwer am Auge, dass er die Heimreise antrat. Die entfachte Euphorie des Neustarts zeigte sich besonders bei den letzten beiden Heimspielen mit jeweils über 4000 Zuschauern. So verfolgten am 20. Februar 2009 das Spiel gegen den EV Weiden 4961 Zuschauer - damit war das Spiel ausverkauft.[8] Am 1. März 2009 gelang im entscheidenden Spiel vor 4.086 Zuschauern mit einem 4:2-Sieg gegen den EV Lindau der Aufstieg in die Bayernliga.

Zur Saison 2009/2010 konnte der Verein schon vor Saisonbeginn über 1100 Dauerkarten verkaufen und damit die Verkaufszahlen aus dem Vorjahr übertreffen.[9] Nach der Haupt- und Zwischenrunde zog man knapp in das Playoff-Halbfinale ein und scheiterte im dritten und entscheidenden Spiel der Serie am VER Selb. Gegen den EC Pfaffenhofen gelang in Hin- und Rückspiel das Erreichen des dritten Platzes, was zum Nachrücken in die Eishockey-Oberliga berechtigte. Nach der Reform der Ligen nahm der EV Regensburg die Chance zum Nachrücken wahr, da der TEV Miesbach auf den Aufstieg verzichtete.[10]

Seit dem Aufstieg in die Oberliga Süd versucht die sportliche Leitung, das Modell Regensburger für Regensburg, mit dem man schon in der Landesliga gestartet war, fortzuführen und auf diese Weise den erfolgreichen Nachwuchs in die Herrenmannschaft einzugliedern. Ergänzt durch einige erfahrenere Spieler konnte so ein Team gebildet werden, das im ersten Jahr nach dem Aufstieg den achten Platz und somit das Playoff-Achtelfinale erreichte. Zwar unterlag man dem Hauptrundenprimus EC Bad Tölz klar in vier Spielen, schaffte jedoch auf diese Weise den vorzeitigen Klassenerhalt und damit das Saisonziel. In der darauffolgenden Spielzeit 2011/12 blieb die Mannschaft während der Hauptrunde weit hinter den Erwartungen zurück, konnte sich im Playoff-Achtelfinale dann aber überraschend gegen den erstplatzierten EC Peiting durchsetzen und unterlag erst im Viertelfinale dem EV Duisburg. Trotz des für die Fans versöhnlichen Saisonabschlusses war der Zuschauerschnitt der niedrigste seit der Saison 1998/99 und damit der niedrigste seit Bestehen der Donau-Arena. In der darauffolgenden Spielzeit konnte ungeachtet der sportlich klar besseren Ergebnisse ein nur marginal höherer Zuschauerzuspruch erreicht werden. Vergleichsweise schlecht besucht war vor allem die Play-Off-Serie gegen den EHC Klostersee, welche trotz des in der Hauptrunde erspielten Heimrechts mit aller Deutlichkeit verloren wurde. Zusätzlich kam es durch deutlich niedrigere Sponsoreneinnahmen nach dem Ende der Saison erneut zu finanziellen Problemen, in deren Rahmen drei Vorstandsmitglieder zurücktraten und dadurch Neuwahlen nötig wurden.[11] Während der Saison 2013/14 kam der Schuldenabbau gut voran, die bis dahin sportlich enttäuschenden Ergebnisse führten jedoch zur Beurlaubung des Trainers Rob Leask am 4. Februar 2014.[12][13] Am 1. April 2014 wurde Doug Irwin als neuer Trainer des EV Regensburg für die Saison 2014/2015 vorgestellt, der in den vorhergehenden vier Spielzeiten beim EHC Klostersee angestellt war.[14]

Mannschaft[Bearbeiten]

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Letzte Saison
29 Deutschland Martin Cinibulk 22.12.1975 EV Regensburg
31 Deutschland Philipp Hähl 31.03.1994 EV Regensburg
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Letzte Saison
7 DeutschlandDeutschland Florian Domke 13.02.1988 Blue Devils Weiden
8 DeutschlandDeutschland Korbinian Schütz 29.06.1995 EV Regensburg
19 DeutschlandDeutschland Kevin Schmitt 17.12.1993 Blue Devils Weiden
72 DeutschlandDeutschland Andreas Pielmeier 22.06.1991 EV Regensburg
92 DeutschlandDeutschland Daniel Stiefenhofer 27.04.1992 EV Füssen
95 DeutschlandDeutschland Barry Noe 22.07.1987 Blue Devils Weiden
97 DeutschlandDeutschland Simon Schütz 09.11.1997 EV Regensburg
Angreifer
Nr. Name Geburtsdatum Letzte Saison
4 Deutschland Benedikt Böhm 01.11.1995 EV Regensburg
9 Kanada Louke Oakley 07.04.1989 South Carolina Stingrays
10 Deutschland Petr Fical 23.09.1977 EV Regensburg
12 Deutschland Michael Welter 18.12.1990 EV Regensburg
13 Deutschland Marius Stöber 26.08.1995 EV Regensburg
14 Tschechische Republik David Stieler 20.07.1988 HK 36 Skalica
22 Deutschland Martin Lamich 20.02.1979 Jonsdorfer Falken
24 Deutschland Lukas Heger 04.02.1995 EV Regensburg
47 Deutschland Svatopluk Merka 28.12.1990 EHV Schönheide
82 Deutschland Vitali Stähle 03.09.1982 Schweinfurt Mighty Dogs
87 Deutschland Stefan Huber 11.12.1987 EV Regensburg
89 Deutschland Thomas Schreier 01.03.1989 Blue Devils Weiden
Offizielle
Tätigkeit Name Geburtsdatum Letzte Saison
Trainer KanadaKanada Doug Irwin 15.01.1959 EHC Klostersee (Trainer)
sportl. Leiter DeutschlandDeutschland Martin Ancicka 01.10.1974 -

(Stand: 27. Oktober 2014)[15]

Bedeutende frühere Mannschaften[Bearbeiten]

Oberliga-Meistermannschaft 2000/01[Bearbeiten]

Mit 101 Punkten aus 44 Spielen und zehn Punkten Vorsprung am Ende der Hauptrunde der Saison 2000/01 belegte die Mannschaft den ersten Rang und setzte sich schließlich auch in den Play-Offs durch. Zusammen mit der Oberliga-Meisterschaft bedeutete dies den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Torhüter
Deutschland Rainhard Haider Deutschland Martin Brunner
Verteidiger
Deutschland Jan Schinköthe Deutschland Ronny Martin Deutschland Christian Martin Tschechien Karel Beran
Deutschland Alexander Herdt Deutschland Richard Tischler Deutschland Andreas Palenta Deutschland Alexander Dotzler
Stürmer
Deutsch-Tscheche Jiří Lála Deutsch-Tscheche Petr Fical Deutsch-Tscheche David Čermák Kanada Layne Roland
Slowakei Miroslav Lažo Kanada Tobin Praznik Deutschland Florian Curth Tschechien Zdeněk Eichenmann
Deutschland Andreas Naumann Deutsch-Tscheche Petr Hrubý Weißrussland Andrej Michaljou Deutschland Enrico Kock
Deutschland Martin Schweiger Deutschland Sebastian Aukofer Deutschland Martin Ritter
Offizielle
Tscheche Jiří Ehrenberger (Chef-Trainer)

Aufstiegsmannschaft 1977/78[Bearbeiten]

Mit 54 Punkten aus 32 Spielen der Haupt- und Meisterrunde zog der EV Regensburg 1978 in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga ein. In den Duellen gegen den RSC Bremerhaven, den EHC Essen und den Deggendorfer EC gelangen den späteren Aufsteigern drei Siege und ein Unentschieden. Trotz zweier Niederlagen reichte dies, um den zweiten Platz in der Vierer-Gruppe zu belegen und in die 2. Bundesliga aufzusteigen.

Torhüter
Deutschland Josef Köpf Deutschland Gerhard Frank Deutschland Kurt Martin
Verteidiger
Deutschland Martin Kronberger Deutschland Helmut Hans Deutschland Rudolf Eberhardt Deutschland Helmut Schüler
Stürmer
Finnland Jouni Samuli Kanada Dave Lavallee Deutschland Hubert Blumenröther Deutschland Werner Hännl
Deutschland Eckhard Schindler Deutschland Norbert Pfeiffer Deutschland Max Lang Deutschland Günther Dörfler
Deutschland Günther Falter Deutschland Wolfgang Glaser Deutschland Siegfried Sauerer Deutschland Wolfgang Rösner
Offizielle
Finnland Jouni Samuli (Spielertrainer) Deutschland Kurt Nuhs (Cheftrainer)

Spieler[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Name In Regensburg von bis Derzeitiger Verein
Petr Fical 2000–2001, 2012-... EV Regensburg
Thomas Daffner 2008-2012 EV Moosburg
Martin Ančička 1997–1999, 2002–2006, 2011-2013 Karriereende
Marian Bazany 2002–2005 Karriereende
Clayton Young 2002–2003 Karriereende
Jiří Lála 2000–2002 Karriereende
Sergei Schendelev 2002–2004 Karriereende

Rekordspieler[Bearbeiten]

Top-Scorer
Platz Spieler Punkte Wann
1. Mike Martens 593 1993–1997
2. Tom St. James 548 1988–1992
3. Jason Phillips 452 1993–1996
4. Martin Ančička 434 1997–1999,

2002–2006, 2010–2012

5. Günther Dörfler 419 1976–1992
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore Wann
1. Mike Martens 273 1993–1997
2. Jason Phillips 268 1993–1996
3. Tom St. James 221 1988–1992
4. Bob Crawford 202 1989–1992
5. Günther Dörfler 194 1976–1992
Die meisten Einsätze
Platz Spieler Einsätze Wann
1. Günther Dörfler 579 1976–1992
2. Armin Mühlhofer 447 1983–1996
3. Enrico Kock 427 1999–2006
4. Gerhard Frank 424 1965–1989
5. Andreas Dörfler 405 2001-2006, 2007-2012
Strafminuten
Platz Spieler Strafminuten Wann
1. Martin Ančička 509 1997–1999,

2002–2006

2. Günther Dörfler 463 1976–1992
3. Bogdan Selea 461 2001–2007
4. Martin Kronberger 458 1975–1980
5. Alexander Herdt 338 1997–2002

Spielstätten[Bearbeiten]

Eisstadion an der Nibelungenbrücke[Bearbeiten]

Das offene Eisstadion an der Nibelungenbrücke wurde im November 1964 eröffnet. Zur Einweihung trug der EV Landshut gegen den EC Kitzbühel am 20. Dezember 1964 ein Freundschaftsspiel aus, welches 3:4 endete. Nur mit Stehplätzen versehen, fasste es zunächst über 6.000 Zuschauer.[16] Aus sicherheitstechnischen Gründen wurden später jedoch immer mehr Ränge gesperrt, so dass sich das Fassungsvermögen über die Jahre immer weiter reduzierte. Vor allem ab 1974 gab es immer wieder Pläne für eine Überdachung oder den Bau einer Halle.[16] Diese konnten allerdings bis 1995, als der Neubau der Donau-Arena bekanntgegeben wurde, nicht realisiert werden. Vor allem der Denkmalschutz verhinderte immer wieder eine nachträgliche Überdachung des Stadions, da das Dach die Sicht auf den Dom versperren und so das Stadtbild negativ beeinträchtigen würde. Während der Saison 1978/79 gab es sogar bereits einen Termin für den Spatenstich eines Neubaus, drei Tage vorher wurde die Stadt jedoch von der Regierung der Oberpfalz dazu aufgefordert, die bereits erteilte Baugenehmigung zurückzunehmen. Ein Jahr später wurde das Stadion, das bis dahin dem EV Regensburg gehörte, an die Stadt verkauft, um finanzielle Defizite auszugleichen, die unter anderem auch durch die aufgrund der Witterungsverhältnisse notwendig gewordene Nutzung fremder Eishallen angehäuft wurden.

Eine Besonderheit im Alten Eisstadion, wie auch der dort nach dem Abriss entstandene Parkplatz genannt wird, war vor allem die Anzeigetafel, welche von Fans gebaut wurde und bei Eishockeyspielen die Spielzeit nicht – wie damals in Europa üblich – aufwärts, sondern abwärts zählte. Die Spielstätte wurde nach der Stilllegung umgehend abgerissen.

Donau-Arena[Bearbeiten]

Nach langen Diskussionen konnte im Jahr 1997 der Spatenstich für das neue Domizil der Eisbären erfolgen. Die als Multifunktionshalle konzipierte Donau-Arena öffnete schließlich im Jahr 1999 ihre Pforten und dient seither als Heimstätte des EV Regensburg. Mit einem Fassungsvermögen von 4.961 Zuschauern, davon 2.991 Sitzplätze, ist die Donau-Arena vorerst ausreichend dimensioniert.[17] Zusätzlich zur Haupthalle wurde eine Neben- beziehungsweise Trainingshalle errichtet. So ist es beispielsweise möglich, den Trainingsbetrieb auch aufrechtzuerhalten, wenn in der Haupthalle nicht-sportliche Veranstaltungen stattfinden.

Vereinskultur[Bearbeiten]

Fans und Rivalitäten[Bearbeiten]

Mit Rot Weiß und Eisbärnpower existieren zwei offizielle Fanclubs, die 1982 bzw. 2001 gegründet wurden. Zusätzlich bestehen noch weitere lose Fangruppierungen, wie die Icebreakers Regensburg, die Gute Laune Fraktion, Red Power Regensburg, und die Choreocrew Regensburg.

Durch die verhältnismäßig hohe Dichte an Eishockeyclubs in der Oberpfalz und in Niederbayern gab es für den EVR seit jeher viele Begegnungen mit Derbycharakter. Die Fanrivalität ist deshalb groß, vor allem bei den immer zuschauerreichen Spielen gegen die Straubing Tigers, den ERC Ingolstadt oder den EV Landshut. Vor allem die Derbies gegen Straubing zogen schon vor Jahrzehnten bis zu 6.000 Zuschauer in das ehemalige Eisstadion an der Nibelungenbrücke.[16] Obwohl diese Partien bereits die größten Derbies darstellen, sorgen auch die Aufeinandertreffen mit dem 1. EV Weiden, dem ERSC Amberg und dem Deggendorfer EC regelmäßig für Brisanz. Wenngleich geographisch kein Derby, so gehörten vor allem in der jüngeren Vergangenheit auch die Spiele gegen den ETC Crimmitschau zu jenen, die eine volle Halle und vorherrschend stimmliche Auseinandersetzungen zwischen den Fans vorprogrammiert hatten. Dies liegt vor allem darin begründet, dass sich beide Vereine um die Jahrtausendwende lange Zeit ein sportliches Kopf-an-Kopf-Rennen in der Oberliga (1998/1999 bis 2000/01) und der 2. Bundesliga lieferten. Seit dem Aufstieg in die Bayernliga 2009 kommt es zu einem ähnlichen Phänomen mit dem VER Selb.

Schon seit längerer Zeit unterhalten die Regensburger aber auch Fanfreundschaften mit den Anhängern des EV Duisburg, des Braunlager EHC/Harz und des EC Bad Nauheim.

Der EV Regensburg galt lange Jahre als Zuschauerkrösus. Diese Bezeichnung wird zwar heutzutage nur noch selten benutzt[18], doch nach dem finanziellen Kollaps 2008 zeigte ein Schnitt von knapp 2.000 Zuschauern in der fünftklassigen Landesliga Nord erneut, dass die Regensburger von vielen Eishockeyfans aus Deutschland seinerzeit zurecht diesen Beinamen erhielten.

Medien und Partnerschaften[Bearbeiten]

Vom EV Regensburg berichten außer den einschlägig bekannten Eishockeyportalen im Internet die Mittelbayerische Zeitung, das Wochenblatt, Blizz-Aktuell, sowie der lokale Fernsehsender TVA, der in der Saison 2010/11 bereits zum vierten Mal ein Spiel des EVR live übertrug[19]. Des Weiteren überträgt der regionale Radiosender Gong FM die Spiele des EVR live in Ausschnitten[20].

Nachwuchs und Damen[Bearbeiten]

Platzierung der Nachwuchsmannschaften 2013/14
Mannschaft Liga Vorrunde Meisterrunde
Jugend DNL 7. Platz Viertelfinale
Schüler BL Süd 4. Platz 2. Platz PR
Knaben LK A 1. Platz 3. Platz
Kleinschüler MK A 3. Platz -

Es sind fünf Nachwuchsmannschaften (Kleinstschüler bis Jugend) und eine Damenmannschaft zum Spielbetrieb gemeldet. Jugend und Schüler spielen jeweils in der höchsten Spielklasse, die Damen nahmen in der vergangenen Saison an der Landesliga teil. 2014 erhielt der EV Regensburg vom DOSB die Auszeichnung Grünes Band für seine herausragende Nachwuchsarbeit.[21]

Jugend[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Trainer des Jugendteams ist Stefan Schnabl. Die Mannschaft spielt seit der Saison 2012/13 in der DNL. In den vergangenen Jahren wurde die Teilnahme an der DNL immer wieder angestrebt. Zunächst musste 2009 aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg verzichtet werden, ehe man 2011 knapp in der Aufstiegsrunde scheiterte. Erst 2012 wurde der Aufstieg erreicht, aufgrund dessen die Mannschaft der Altersklasse "Junioren" nicht mehr zum Spielbetrieb gemeldet wurde.

Schüler[Bearbeiten]

Die Schülermannschaft nimmt an der höchsten Spielklasse, der Bundesliga Süd, teil. Sie konnte sich in der vergangenen Saison 2011/12 erstmals für die Meisterrunde qualifizieren, nachdem in den Vorjahren der Klassenerhalt nur über die Abstiegsrunde erreicht wurde.

Bambiniturnier[Bearbeiten]

Bereits seit 1974 richtet der EV Regensburg jährlich das Internationale Bambiniturnier aus. Es gilt als eines der bedeutendsten Turniere in dieser Altersklasse. Während in den ersten beiden Jahren lediglich deutsche Mannschaften teilnahmen, spielten 1976 mit dem Wiener EV (AUT), Cortina Doria (ITA) und den Smoke Eaters Geleen (NED) erstmals ausländische Teams mit. Zunächst wurde das Turnier lange Zeit vom EV Landshut dominiert, bis 1979 mit den Baden Reps aus Kanada zum ersten Mal eine andere Mannschaft gewann. In der Folgezeit waren es meist die ausländischen Teams, die den Turniersieg unter sich ausmachten. Rekordsieger ist Djurgårdens IF, die von 1987 bis 2000 jedes Jahr teilnahmen und in dieser Zeit sechs Mal den ersten Rang belegen konnten. Der EV Regensburg selbst konnte 2011 das Turnier erstmals für sich entscheiden.

Weitere Abteilungen[Bearbeiten]

Der EV Regensburg ist zudem Heimat für die Abteilungen Eisstockschießen, Inlinehockey und Eiskunstlauf. Obwohl auch hier die Mitglieder zahlreich vertreten sind und beispielsweise die Europameisterschaft der Eisstockschützen 2005 in Regensburg ausgerichtet wurde, ist deren Bedeutung in der Regensburger Sportwahrnehmung jedoch verschwindend gering.

Eisstockschießen[Bearbeiten]

Die Eisstockschützen des EV Regensburg nehmen an verschiedenen, meist privat organisierten Turnieren mit unterschiedlicher Anzahl von Mannschaften teil. In der vergangenen Saison 2007/08 war die Mannschaft an acht Turnieren beteiligt, das Teilnehmerfeld bewegte sich zwischen 13 und 30 Teams. Es existiert kein regelmäßiger Spielbetrieb im herkömmlichen Sinn, dennoch ist eine Ligeneinteilung vorhanden. Im Januar 2009 erreichten die Eisstockschützen den Aufstieg aus der Landesliga in die Oberliga. Der Höhepunkt der Abteilung war die Ausrichtung der Europameisterschaft der Eisstockschützen im Jahr 2005.

Inlinehockey[Bearbeiten]

Die Inlinehockey-Abteilung nimmt derzeit mit keiner Mannschaft am geregelten Spielbetrieb teil. Stattdessen wird bereits seit 2000 jährlich das recht erfolgreiche Summer Jam-Turnier ausgerichtet, an dem acht verschiedene Mannschaften aus Regensburg und Umgebung teilnehmen. Rekordsieger ist das Gastgeberteam EV Regensburg Donau Rats mit bisher vier Turniersiegen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Harteis, Felix Jung, Claus-Dieter Wotruba: EVR-Fieber. Die Eishockey-Geschichte des EV Regensburg. Mz Buchverlag, 1998, ISBN 3-931904-51-2.
  • Artur Zendler: Faszination Eishockey Regensburg 1964–2000 (Entwicklung, Wissenswertes, Erläuterungen). Reldnez Verlag, 1999.
  • Eissportverein Regensburg e.V.: 50 Jahre EV Regensburg (offizielle Vereinschronik)

Quellen[Bearbeiten]

Internet[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willi Lüdeking: Der Stolz einer Stadt – Eishockey in Straubing. Straubing 2008
  2. Geschichte – Über ein halbes Jahrhundert Eissport in Regensburg evregensburg1962.de, Zugriff: 22. März 2014
  3. a b c d e f EVR feierte 50. Geburtstag
  4. evr-fieber.de: EVR gegen Ingolstadt – Ein Donau-Klassiker
  5. mittelbayerische.de: Jahn rettet Eisbären-Lizenz
  6. mittelbayerische.de: Schock: Regensburger Eisbären sind pleite
  7. mittelbayerische.de: Eigene Plattform für Fans
  8. EVR-Fans: Zuschauerstatistik
  9. EV Regensburg Oberliga 2011/2012 - Gesamtübersicht Donau Arena (Version vom 29. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today)
  10. Hockeyweb.de 17. Mai 2010: "Die Regensburger kehren ins Profigeschäft zurück" (online abgerufen am 17. Mai 2010)
  11. Der EVR hat einen neuen Chef. Mittelbayerische Zeitung, 23. April 2013, online abgerufen am 7. Mai 2013.
  12. Trainerdebatte beim EVR: Was wird aus Rob Leask? (online abgerufen am 4. Februar 2014)
  13. EVR beurlaubt Rob Leask (online abgerufen am 4. Februar 2014)
  14. Doug Irwin wird neuer Trainer des EVR - Fünf Abgänge stehen fest (online abgerufen am 1. April 2014)
  15. Offizieller Kader des EVR
  16. a b c evr-fieber.de: Das ewige Thema Stadion
  17. donauarena.de: Bestuhlung
  18. Passau startet Saison beim Zuschauerkrösus
  19. evregensburg.de: Pressemitteilung TVA
  20. gongfm.de: Eishockey live bei GongFM
  21. Für Jugendarbeit ausgezeichnet: EV Regensburg bekommt "Grünes Band"

Weblinks[Bearbeiten]