Formia

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Formia
Wappen
Formia (Italien)
Formia
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Latina (LT)
Koordinaten: 41° 15′ N, 13° 36′ O41.25527777777813.60555555555619Koordinaten: 41° 15′ 19″ N, 13° 36′ 20″ O
Höhe: 19 m s.l.m.
Fläche: 73 km²
Einwohner: 36.441 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 499 Einw./km²
Stadtviertel Marànola, Trivio, Castellonorato, Penitro
Angrenzende Gemeinden Esperia (FR), Gaeta, Itri, Minturno, Spigno Saturnia
Postleitzahl: 04023
Vorwahl: 0771
ISTAT-Nummer: 059008
Volksbezeichnung: Formiani
Schutzpatron: Sant'Erasmo und San Giovanni
Website: Formia
Blick auf Formia
Blick auf Formia

Formia (in der Antike Formiae) ist eine italienische Hafenstadt und ein Seebad in der Provinz Latina in der Region Latium mit 36.441 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012). Sie liegt 134 km südöstlich von Rom, 84 km nordwestlich von Neapel und 74 km südöstlich von Latina.

Geographie[Bearbeiten]

Formia liegt am Golf von Gaeta, am Tyrrhenischen Meer. 6 km südlich von Gaeta, an der alten Römerstraße Via Appia zwischen Fondi und Minturno. Das Gemeindegebiet hat im Norden Anteil am Naturpark der Monti Aurunci. Formia ist Mitglied der Comunità Montana dei Monti Aurunci.

Die Stadtteile Castellonorato, Gianola, Maranola, Penitro und Trivio liegen teilweise schon in den Monti Aurunci.

Die Nachbargemeinden sind Esperia (FR), Gaeta, Itri, Minturno, Spigno Saturnia.

Geschichte[Bearbeiten]

Castellone

Formiae gehörte seit 338 v. Chr. zur römischen Republik, zunächst als civitas sine suffragio (ohne Stimmrecht). 188 v. Chr. wurden seine Einwohner römische Vollbürger. In der Kaiserzeit wurde es unter Hadrian zur Colonia als Colonia Aelia Hadriana Augusta. 859 wurde Formiae von den Sarazenen zerstört. Die Einwohner zogen sich in zwei Hügelsiedlungen zurück, die 1863 unter den Namen Formia vereinigt wurden.

Das an der Via Appia gelegene Formiae war ein beliebter Ort für die Villen reicher Römer. In der späten Republik hielt Marcus Tullius Cicero sich wiederholt auf seinem Formianum auf, in dessen Nähe er während der Proskriptionen 43 v. Chr. ermordet wurde. Weitere Villenbesitzer dort waren Gnaeus Pompeius Magnus und Manius Aemilius Lepidus.

Die Reste mehrerer solcher Villen sind in der Nähe von Formia zu sehen. Entlang der Via Appia gibt es einige monumentale Grabbauten, von denen der größte willkürlich den Namen Tomba di Cicerone („Grab Ciceros“) erhalten hat.

Politik[Bearbeiten]

Michele Forte (PdL) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-rechts-Bündnis stellt auch mit 18 von 30 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Blick über Formia und den Golf auf Gaeta

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Formia wird seit der Antike von der Via Appia, heute Strada Statale 7, erschlossen. Von dieser zweigt die SS 82 della Valle del Liri ab, die Formia mit Avezzano und der Autostrada del Sole A1, Ausfahrt Ceprano verbindet. Mit dem Bahnhof Formia ist der Ort an die Bahnstrecke Roma–Formia–Napoli angebunden. Der Bahnhof gehört zu den 103 Bahnhöfen, die wegen ihrer Bedeutung von einer eigenen Tochter der Ferrovie dello Stato, der CentoStazioni S.p.A., verwaltet und erhalten werden.

Die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren sind Tourismus und Fischerei.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Dino Fava (*1977), italienischer Fußballspieler

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Formia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.