Ferrovie dello Stato

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Ferrovie dello Stato Italiane S.p.A. (Staatseisenbahnen AG)
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Rechtsform Aktiengesellschaft (Italien)
Gründung 1905
Sitz Rom, Italien

Leitung

Mitarbeiter 77.000 (2011)
Umsatz 8.300 Mio. EUR (2011)[1]
Branche Schienenverkehr
Website www.fsitaliane.it

Die Ferrovie dello Stato Italiane (FS; bis 21. Juni 2011 Ferrovie dello Stato) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft von Italien.

Die FS entstand mit dem Gesetz Nr. 137 vom 22. April 1905. Demzufolge erhielt die Öffentliche Hand die Direktive für die Teile der italienischen Eisenbahnen, welche noch nicht an private Gesellschaften überlassen wurden. Am 15. Juni desselben Jahres wurde per Dekret die Ferrovie dello Stato ins Leben gerufen, die ihrerseits der Verwaltung durch das Ministerium für öffentliche Arbeiten unterstellt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der neugegründeten FS wurden die Eisenbahngesellschaften unterstellt, die sich nicht in privatem Besitz befanden. Dies betraf insbesondere die:

  • Società Italiana per le strade ferrate meridionali (SFM), Betreiber der Rete Adriatica (RA), mit zuletzt 5.602 km Strecken in der Lombardei, Venetien und dem Bereich der Adria-Küste
  • Società per le Strade Ferrate del Mediterraneo, Betreiber der Rete Mediterranea (RM), mit zuletzt 5.765 km Strecken in Piemont und der Südwestküste
  • Società per le Strade Ferrate della Sicilia, Betreiber der Rete Sicula (RS), mit zuletzt 1.093 km Strecken auf Sizilien.

1906 verkauften die FS das private Netz der SFM (Adriabahn mit mehreren Zweiglinien).

Anfang 1998 gründeten die FS mit Italiana Transporti Ferroviaria ein Tochterunternehmen für den IC- und Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die Staatsbahn hielt dabei einen Anteil von 51 Prozent an der Gesellschaft, die übrigen 49 Prozent ein Konsortium von acht Banken.[2]

Ein Konsortium von FS und des französisch-luxemburgischen Finanzinvestors Cube Infrastructure kaufte Anfang Dezember 2010 von der Deutschen Bahn die Arriva Deutschland,[3] die anschließend den Namen Netinera erhielt.

Wegen der Behinderung des Marktzugangs des Konkurrenten Arenaways verurteilte die italienische Kartellbehörde am 25. Juli 2012 die für den Verkehr verantwortliche FS-Tochtergesellschaft Trenitalia und die für die Infrastruktur zuständige Rete Ferroviaria Italiana zu Geldstrafen.[4]

Struktur[Bearbeiten]

Trenitalia Elektrolokomotive E 444.075 im Bahnhof Venezia Santa Lucia

Im Jahre 2000 erfolgte eine Aufteilung in einzelne Betriebsgesellschaften. Die FS hat heute die folgenden Tochtergesellschaften:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ferrovie dello Stato – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.fsnews.it/cms/v/index.jsp?vgnextoid=e8bcb16142387310VgnVCM1000008916f90aRCRD
  2. Meldung Italiana Transporti Ferroviaria. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4, 1998, ISSN 1421-2811, S. 157
  3. Arriva Deutschland-Gruppe fristgerecht verkauft. Deutsche Bahn, 8. Dezember 2010, abgerufen am 14. April 2011.
  4. Trasporto ferroviario: gruppo FS ha abusato della propria posizione dominante per ostacolare l’ingresso della società Arenaways nel trasporto ferroviario passeggeri. L'Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato, 9. August 2012, abgerufen am 12. August 2012 (italienisch).