Frank Zander

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Frank Zander 2010

Frank Kurt Zander (geboren als Frank Adolf Zander, * 4. Februar 1942 in Berlin) ist ein deutscher Schlager- und Deutschpop-Musiker, Moderator und Schauspieler, der bekannt für seinen schwarzen Humor und seine raue Stimme ist. Er ist verheiratet und lebt auf Ibiza und in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach einer Ausbildung als Grafiker begann Frank Zanders Karriere als Sänger und Gitarrist der Gloomy-Moon-Singers (später Gloomys).

Mitte der 1970er Jahre startete er seine Solokarriere und wurde bekannt mit Liedern wie „Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein“ (1975 in Österreich eine Woche lang auf Platz 1) (1974), „Ich trink auf dein Wohl, Marie“ (1974) und „Oh, Susi (der zensierte Song)“ (1976). 1977 erhielt er den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO.

Ab 1978 folgten unter dem Pseudonym Fred Sonnenschein und seine Freunde weitere Lieder wie „Der kleine Finkenhahn“. Die Freunde waren die Goldhamster Fritz, Rudi, Walter und Max. Bei Fernsehauftritten wurde Frank Zander alias Fred Sonnenschein allerdings nur von 2 Hamsterfreunden, nämlich Fritz und Max, in Maskottchen-Kostüm begleitet, die sich mit ihm in den Liedern angeregt unterhielten oder ihm die Erzähler-Rolle überließen. Wie bei den gleichzeitig populär gewordenen Schlümpfen wurden elektronisch aufbereitete Hamster-Stimmen kreiert. Dem Goldhamster Fritz lieh Hugo Egon Balder seine Stimme. In dieser Besetzung erhielt Zander eine erste Goldene Schallplatte für die Single „Ja, wenn wir alle Englein wären“ (1981), die vier Wochen Nummer eins in Deutschland war. Das Lied ist eine Parodie auf den instrumentalen Sommerhit des Jahres, den Ententanz von den Electronica’s.

Danach war Zander noch mit zwei weiteren, schnell nachgelegten Coverversionen aktueller Super-Hits erfolgreich, 1982 mit „Da, da, da, ich weiß Bescheid, du weißt Bescheid“ (Original von Trio) und Anfang 1986 mit seiner Persiflage auf FalcosJeanny“. Im November 1989 brachte er unter dem obercoolen Image des Kurt die Single „Hier kommt Kurt“ heraus. Als Fernsehmoderator legt er zusammen mit Helga Feddersen zwischen 1977 und 1980 in der Plattenküche auf. Später arbeitete Zander mit verschiedenen Kollegen in ARD-Sendungen wie Bananas, Spaß am Dienstag, Känguru oder Frankobella. Im ZDF moderierte er die Musiksendung Vorsicht, Musik!.

Seit 1997 besingt Zander „ganz persönliche Geburtstags-CDs“ mit einem Geburtstagslied für einen bestimmten Vornamen. Diese CDs werden einzeln als CD-Rs von der Firma „Handgebrannt“ vertrieben. Das Konzept hierzu basiert auf den Geburtstags-Singles von der Firma Bob Burrows, die Frank Zander Mitte der 1980er Jahre einspielte.

Er sang auch das Themenlied der Fernsehserie Teenage Mutant Hero Turtles und des Films Ein Fall für TKKG: Drachenauge. Er synchronisierte Asterix in der Neusynchronisation von Asterix der Gallier und Asterix – Sieg über Cäsar und übernahm außerdem eine kleine Synchronisationsrolle als Schmetterling im Zeichentrickfilm Das letzte Einhorn. Seine CD „Rabenschwarz“ (2004) – beworben mit „Das Ende des Deutschen Schlagers“ – enthält Schlager, wie „17 Jahr, blondes Haar“ von Udo Jürgens, die im Stil von Rammstein gecovert wurden. Am 31. Oktober 2005 erschien die CD „Rabenschwarz Teil 2“, unter anderem mit einem Duett gemeinsam mit Nina Hagen. Neben Coverversionen sind auch Neuauflagen alter Zander-Songs wie „Hier kommt Kurt“ oder „Nachbar“ enthalten. Des Weiteren hat er mit dem Berliner Künstler Prinz Pi das Lied „Meene Stadt“ aufgenommen, das auf Prinz Pis Album „!Donnerwetter!“ erschienen ist. Im April 2007 erschien die neue Single „Hier kommt Knut“ für den Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo. In dem 2007 erschienenen deutschen Spielfilm Neues vom Wixxer spielte er eine kleine Rolle als Fred Fartwind. Ende 2008 arbeitete er noch einmal mit Rapper Prinz Pi zusammen. Gemeinsam mit dem Produzenten Biztram schufen sie den Track „Wo gehst du hin meine Schöne" über die Zerstörung der Erde und die Selbstausrottung der Menschheit, in dem Frank Zander sogar selbst rappt.

Für den Berliner Fußballclub Hertha BSC schrieb und sang Zander 1993[1] das Vereinslied „Nur Nach Hause (geh'n wir nicht)“, das vor und nach jedem Heimspiel von Hertha BSC gespielt wird.

[Bearbeiten] Trivia

Der Urgroßvater Frank Zanders war ein persönlicher Freund von Heinrich Zille. Einige Zeichnungen Zilles befinden sich in seinem Besitz.

Zander ließ seinen zweiten Vornamen Adolf in Kurt ändern.[2]

Zur Weihnachtszeit organisiert Zander seit 1995 ein Weihnachtsessen für Obdachlose in Berlin, für das er zahlreiche Firmen als Sponsoren gewinnen konnte.

[Bearbeiten] Diskografie

Hauptartikel: Frank Zander/Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

Jahr Titel Chartpositionen [3] Anmerkung
DE AT CH
1975 Wahnsinn 14
(24 Wo.)
2
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juli 1975
1977 Zander’s Zorn 4
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Januar 1977
1978 Frank’s beknackte Ideen 8
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. April 1978
1979 Donnerwetter 13
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 1979
1981 Ja, wenn wir alle Englein wären 20
(10 Wo.)
9
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 1981
1982 Die fröhliche Hamster-Parade 14
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. April 1982
1982 Frankie’s Zanda Da Da Erstveröffentlichung: 1982
1987 Stromstöße Erstveröffentlichung: 1987
1992 Einfach Zanders Erstveröffentlichung: 1992
1995 Garantiert Gänsehaut Erstveröffentlichung: 1995
2000 Weihnachten mit Fred Sonnenschein und seinen Freunden Erstveröffentlichung: 25. September 2000
2010 Kinder Schlager Party Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2010

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.welt.de/sport/fussball/article5564226/Frank-Zander-glaubt-an-Herthas-Klassenerhalt.html
  2. Aussage über Namensänderung auf Facebook, abgerufen am 26. Oktober 2011
  3. Chartquellen: DE AT CH
  4. ak: Frank Zander: Reibeisenstimme mit Herz für Obdachlose. In-Berlin-Brandenburg.com, 25. Februar 2008, abgerufen am 22. Dezember 2009.
  5. Verleihung der Ehrennadel Dezember 2007. berlin.de, abgerufen am 26. Februar 2010.

[Bearbeiten] Weblinks

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