Udo Jürgens

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Udo Jürgens (2010) Signature Udo Jürgens.svg

Udo Jürgens (* 30. September 1934 in Klagenfurt, Kärnten, Österreich; † 21. Dezember 2014 in Münsterlingen, Thurgau, Schweiz), bürgerlich Udo Jürgen Bockelmann, war ein österreichisch-schweizerischer Komponist, Pianist[1] und Sänger. Er besaß neben der österreichischen seit 2007 auch die schweizerische Staatsbürgerschaft.[2] Mit rund 100 Millionen verkauften Tonträgern war Udo Jürgens einer der kommerziell erfolgreichsten Unterhaltungsmusiker im deutschen Sprachraum. Seine aktive Karriere erstreckte sich über nahezu 60 Jahre.[3][4] Er ist stilistisch zwischen Schlager, Chanson und Popmusik einzuordnen und gewann als erster Österreicher 1966 den Grand Prix Eurovision de la Chanson (heute Eurovision Song Contest).

Leben[Bearbeiten]

Familie und Persönliches[Bearbeiten]

Udo Jürgens’ Mutter Käthe, geb. Arp, geboren am 9. August 1908, stammte aus Prasdorf in Schleswig-Holstein. Sein Vater Rudolf wurde als Sohn des deutschen Bankdirektors Heinrich Bockelmann am 14. Dezember 1904 in Moskau geboren und flüchtete nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit seinen Eltern in das damals neutrale Schweden. Nach dem Krieg ließen sich seine Eltern auf Gut Schloss Ottmanach in Kärnten nieder, das Jürgens’ Großvater seinen fünf Söhnen geschenkt hatte. Sein Vater war von 1938 bis 1945 sowie von 1954 bis 1958 Bürgermeister der Gemeinde Ottmanach.[5] Er verstarb am 2. April 1984. Jürgens’ Onkel mütterlicherseits war der Dadaist Hans Arp. Ein Onkel väterlicherseits, Werner Bockelmann (SPD), war von 1957 bis 1964 Oberbürgermeister von Frankfurt am Main. Ein weiterer Onkel, Gert Bockelmann, lebte auf Gut Barendorf bei Lüneburg, das heute eine Heimvolkshochschule beherbergt, und war dort zeitweise Bürgermeister.[6] Udo Jürgens’ Onkel Erwin Bockelmann und Jonny Bockelmann waren Mineralölindustrielle. Sein mit dem Lied Mein Bruder ist ein Maler bedachter Bruder Manfred Bockelmann ist ein bekannter Maler und Fotograf.[7]

Jürgens wuchs im elterlichen Schloss Ottmanach auf dem Magdalensberg in Kärnten zusammen mit seinen beiden Brüdern John (1931–2006) und Manfred auf. Das Klavierspielen brachte er sich selbst bei; systematischen Unterricht erhielt er erst später. Bei der Hitlerjugend erhielt er laut Aussage in seiner Biografie Der Mann mit dem Fagott von einem Gruppenführer eine heftige Ohrfeige, die ihm eine Verminderung seiner Hörfähigkeit auf einem Ohr eintrug.[8][9] Das Gymnasium verließ er ein Jahr vor der Matura. Später studierte er Musik am Mozarteum in Salzburg.

Von 1964 bis 1989 war Jürgens mit dem ehemaligen Fotomodell Erika Meier, genannt Panja, verheiratet. Der Ehe entstammen zwei gemeinsame Kinder, John (* 20. Februar 1964) und Jenny (* 22. Jänner 1967), ein Künstler und DJ bzw. Schauspielerin. Außerdem hat Udo Jürgens zwei nichteheliche Töchter, Sonja Jürgens (* 1966)[10] und Gloria Burda (* 1994)[11].

Im Juni 1977 zog Jürgens in eine Penthouse-Wohnung am Bellevue in Zürich[12], was ihm in diversen Medien als Steuerflucht ausgelegt wurde, da zu jener Zeit sowohl in Österreich als auch in Deutschland Steuerschulden bestanden, die Jürgens jedoch durch einen auf einem Münchner Sperrkonto deponierten „siebenstelligen Betrag“ abgedeckt sah.[13] Seit 17. November 1978 ist seine Firma Udo Jürgen Bockelmann & Co mit Sitz in Zürich im schweizerischen Handelsregister eingetragen.[14]

Am 4. Juli 1999 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin Corinna Reinhold (aus Mönchengladbach-Rheydt) in New York. Zusammen bezogen sie 1997[12] ein Haus in Zumikon in der Schweiz. 2006 ließen sie sich scheiden.[15] Im Februar 2007 erlangte Udo Jürgens die schweizerische Staatsbürgerschaft, am 8. Juni wurde ihm im Rahmen des Zumiker Dorffestes die Einbürgerungsurkunde übergeben.[2] Seine österreichische Staatsbürgerschaft durfte er behalten, so dass er anschließend Doppelbürger war.[16] Im Juli 2012 erwarb Jürgens eine Villa in der Gemeinde Meilen mit Blick auf den Zürichsee,[17] in die er 2013/2014 einzog.[18][19]

Udo Jürgens bezeichnete sich selbst in der Öffentlichkeit mehrfach als Atheist.[20][21]

Nach der im Februar 2014 mit knapper Mehrheit entschiedenen Eidgenössischen Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» wurde Jürgens nach einem Interview der Bild-Zeitung in den deutschsprachigen Medien zitiert mit „Das hat mich schockiert und tief enttäuscht. [...] Europa ist die beste Idee, die dieser Kontinent seit tausend Jahren hatte. Ich habe mich nach der Entscheidung für die Schweiz geschämt“[22] und dass er sich „nicht mehr willkommen gefühlt [habe] in der Schweiz“, was in der Folge zu kontroversen Reaktionen führte. In einem weiteren Interview mit Bluewin Entertainment relativierte er diese Aussagen als Missverständnis und stellte fest: „Diese Äusserung tut mir leid, das gebe ich ehrlich zu.“[23]

Die Geschichte seiner Familie und die Anfänge seiner Karriere beschreibt Jürgens in dem Roman Der Mann mit dem Fagott gemeinsam mit Michaela Moritz im Jahr 2004 (verfilmt im Jahr 2011), mit der er bis zu seinem Tod liiert war.[24][25]

Am 21. Dezember 2014 brach Udo Jürgens während eines Spaziergangs in Gottlieben im Kanton Thurgau bewusstlos zusammen und starb trotz eines Wiederbelebungsversuches[26] im Spital von Münsterlingen an Herzversagen im Alter von 80 Jahren.[27] Nur zwei Wochen zuvor hatte er in Zürich den ersten Teil seiner 25. Konzerttournee, die unter dem Motto „Mitten im Leben“ stand, beendet. Seinen letzten öffentlichen Auftritt absolvierte er am 11. und 12. Dezember 2014 im Berliner Velodrom in der Helene Fischer Show. Der Auftritt wurde kurz nach seinem Tod zu Weihnachten im Fernsehen ausgestrahlt.[28]

Seinem eigenen Wunsch entsprechend wurde sein Leichnam eingeäschert. Die Einäscherung wurde am 23. Dezember 2014, zwei Tage nach seinem Ableben, vorgenommen.[29] Am 15. Januar 2015 nahmen rund 200 Freunde und Weggefährten bei einer Gedenkfeier in Zürich Abschied von Udo Jürgens. Am 22. und 23. Januar wurde die Urne Jürgens’ in der Volkshalle des Wiener Rathauses aufgestellt, wo die Öffentlichkeit dem Musiker die letzte Ehre erweisen konnte. Amtsträger wie der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann trugen sich dort in die ausliegenden Kondolenzbücher ein. Bestattet wurde er am 09. Mai 2015 in einem Ehrengrab der Stadt Wien (Gruppe 33 G, Grab Nr. 85) auf dem Zentralfriedhof.[30][31][32] Der Grabstein, der einen in ein weißes Trauertuch gehüllten Marmorflügel zeigt, wurde von seinem Bruder Manfred entworfen.[33] Auf der Gedenktafel steht unter anderem eine seiner Textpassagen "Ihr seid das Notenblatt, das für mich alles war, ich lass' Euch alles - ich lass Euch alles da!"[34]

Karriere[Bearbeiten]

Im Jahr 1950 gewann Udo Jürgens bei einem Komponisten-Wettbewerb des Österreichischen Rundfunks unter 300 Einsendungen mit dem Lied Je t’aime als jüngster Teilnehmer den 1. Preis. Seine ersten Auftritte unter dem Künstlernamen Udo Bolán Band fanden während seiner Studienzeit in kleineren Lokalen statt. Erst später machte er aus seinen beiden Vornamen Udo und Jürgen den Künstlernamen „Udo Jürgens“.

1959 erzielte er einen ersten Achtungserfolg mit dem Lied Jenny; der Titel wurde 1961 von Lale Andersen mit einem von Jürgens neu geschriebenen Text (Jonny) interpretiert. 1960 komponierte er für Shirley Bassey den Welthit Reach for the Stars. Im selben Jahr gewann er zusammen mit Hannelore Auer, Heinz Sagner, Inge Brandenburg und Frank Forster das Songfestival von Knokke für Deutschland. Ab 1963 arbeitete er mit dem Münchener Medienmanager Hans Rudolf Beierlein zusammen, der ihn besonders als Komponist förderte. 1964 startete Udo Jürgens beim Grand Prix Eurovision für Österreich in Kopenhagen. Er erreichte mit Warum nur, warum? den 6. Platz. Matt Monro verkaufte mit der englischen Version Walk Away 1,5 Millionen Schallplatten, kam auf Platz 23 in den USA, Platz 4 in Großbritannien und belegte weitere Plätze in den Hitparaden rund um die Welt. Das deutschsprachige Original wurde in Frankreich ein Nummer-1-Hit. Jürgens komponierte für Frank Sinatra If I Never Sing Another Song. Sinatra trat diesen Titel wegen einer Karrierepause an seinen Freund Sammy Davis junior ab. 1965 hatte Jürgens Erfolg mit dem Hit 17 Jahr’ blondes Haar, so stand sie vor mir....

Udo Jürgens bei der Grand Gala du Disque Populaire 1968

1965 nahm Udo Jürgens wieder am Grand Prix Eurovision, diesmal in Neapel, teil und erreichte mit Sag ihr, ich laß sie grüßen Platz 4. Im nächsten Jahr folgte die dritte Teilnahme, und er erreichte am 5. März in Luxemburg mit Merci, Chérie den ersten Platz.[35] Dies verschaffte ihm den internationalen Durchbruch. Es folgten ausgedehnte Tourneen in alle Welt. In dieser Zeit nahm er Platten seiner Kompositionen in unterschiedlichen Sprachen auf.

Neben seiner musikalischen Karriere spielte Udo Jürgens in den 1950er und 1960er Jahren in mehreren deutschen Unterhaltungsfilmen.

1971 sang Udo Jürgens das Lied der ARD-Fernsehlotterie Zeig mir den Platz an der Sonne. Auch 1976 (Ein Lied für alle, die einsam sind) und 1980 (Ist das nichts?) sang er die Lieder der Fernsehlotterie. Griechischer Wein (1974) wurde ein großer Hit. Zu seiner Ehrung und als Ausdruck des Dankes, das Leben der griechischen Gastarbeiter in Deutschland derart emotional ausgedrückt zu haben, wurden Udo Jürgens und der Textschreiber Michael Kunze vom griechischen Ministerpräsidenten Konstantinos Karamanlis in Athen empfangen. Das Lied wurde unter dem Titel Phile kerna krassi ins Griechische übertragen und zu einer Art Volkslied. Bing Crosby nahm es mit dem Titel Come Share the Wine auf; später sang es Al Martino, der damit ebenfalls großen Erfolg hatte. Udo Jürgens bestritt Tourneen durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Griechenland, Polen, Japan und Australien.

1977 übernahm der Schweizer Freddy Burger das Management von Udo Jürgens. Die erfolgreiche Zusammenarbeit und Freundschaft hielt bis zu Jürgens’ Tod an. Erstmals ging Udo Jürgens 1982 mit dem Orchester von Pepe Lienhard auf Tournee.

Sein größter finanzieller Erfolg war Buenos días, Argentina mit der bundesdeutschen Fußballnationalelf. 1978 bekam er dafür nach fünf Wochen eine Goldene Schallplatte und nach zwei Monaten eine Platin-Schallplatte. Außerdem war dieser Schlager in einer Country-Musik-Fassung in Nordamerika sehr erfolgreich; Marty Robbins erreichte damit Platz 25 in den Country-Charts.

Seit Anfang der 1980er gelangen Udo Jürgens keine Top-10-Platzierungen in den bundesdeutschen Single-Charts mehr,[36] er veröffentlichte jedoch regelmäßig weiter Alben, die sich vor allem in Österreich gut verkauften. In Deutschland war sein kommerzieller Erfolg zu dieser Zeit eher mäßig.[37]

Als Nebendarsteller war er in den 1990er Jahren in den Fernsehserien Das Traumschiff und Ein Schloß am Wörthersee zu sehen.

Größere mediale Aufmerksamkeit erhielt Udo Jürgens wieder Ende der 2000er Jahre, nachdem das Musical Ich war noch niemals in New York seine Premiere hatte. So nahmen 2009 die Sportfreunde Stiller eine Cover-Version des Titelstückes auf ihrem Album MTV Unplugged in New York auf, bei dem auch Gesangsaufnahmen von Udo Jürgens verwendet wurden. Der Erfolg dieses Albums und der Single brachten dem Sänger nach 17 Jahren seine ersten Platzierungen in den deutschen Singlecharts ein.[38]

Mit dem Erfolg des Musicals stiegen auch wieder die Verkaufszahlen für Jürgens' Albumveröffentlichungen. Ab 2008 belegten diese regelmäßig Spitzenpositionen in den deutschen und österreichischen Charts.[37] Im Februar 2014 veröffentlichte er sein letztes Album, Mitten im Leben, und ging ab Ende Oktober 2014 auf die gleichnamige Tournee.[39]

Nach seinem Tod im Dezember 2014 stiegen die Verkaufszahlen sprunghaft an und blieben über Wochen auf einem hohen Niveau; dieser posthum-Effekt gipfelte im erneuten Erreichen der Nr. 1 in den österreichischen Charts Anfang April 2015.[40]

Bedeutung[Bearbeiten]

Udo Jürgens 1970 beim Sommerfest des deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt
Konzert im Jahr 2010

Udo Jürgens galt als einer der bedeutendesten Entertainer des 20. Jahrhunderts. Er komponierte mehr als 1000 Lieder, veröffentlichte über 50 Musikalben und verkaufte in seiner mehr als sechzig Jahre andauernden Karriere über 105 Millionen Tonträger.[41] Er zählt damit zu den erfolgreichsten männlichen Solokünstlern der Welt.

In den Anfangsjahren wurde er meist als Schlagersänger gesehen, später sprengte er mit seinem umfangreichen kompositorischen Werk die Grenzen des Schlagers. Seine Liedtexte, die von verschiedenen Textern und von ihm selbst stammen, sprechen häufig gesellschaftliche Themen an, z. B. Dekadenz (Café Größenwahn, 1993). Mit Ein ehrenwertes Haus (1975) karikierte er die spießbürgerliche Bigotterie in Bezug auf die damals vielfach noch als problematisch empfundene „wilde Ehe“ – die „Ehe ohne Trauschein“. Auch zur Umweltproblematik (5 Minuten vor 12, 1982), zum Wettrüsten (Traumtänzer, 1983) oder zur Drogenproblematik (Rot blüht der Mohn, 1984) nahm er Stellung.

Im Titel Gehet hin und vermehret Euch aus Das Blaue Album von 1988 schafft er eine Verbindung zwischen dem Papst und einem Bibelzitat. Das Radioprogramm des Bayerischen Rundfunks nahm das Lied deshalb auf den Index. Ebenfalls auf diesem Album ist das Lied Moskau – New York zu hören, in dem Jürgens ein Jahr vorher den Fall der Berliner Mauer besingt.

Sein breit gefächertes Schaffen umfasst auch symphonische Kompositionen, wie Wort und Die Krone der Schöpfung, die mit den Berliner Philharmonikern aufgenommen wurden. Am 2. Dezember 2007 fand die Premiere des Udo-Jürgens-Musicals Ich war noch niemals in New York am Operettenhaus in Hamburg statt. Seitdem wurde das Musical in Wien (ab 2010), Stuttgart (ab 2010), Tokio (ab 2011), Oberhausen und Zürich (ab 2012) aufgeführt; in Berlin begann die Spielzeit im Frühjahr 2015.

1992 spielte Udo Jürgens auf der Donauinsel in Wien vor rund 220.000 Zuschauern. Ein Markenzeichen seiner Live-Konzerte waren die Zugaben, die er stets in einem weißen Bademantel sang.

Generationen von Kindern sind sein Lied Vielen Dank für die Blumen als Titellied von Tom und Jerry sowie der Anfang seines Liedes Tausend Jahre sind ein Tag als Titelthema der Serie Es war einmal … der Mensch im deutschen Fernsehen bekannt. Jürgens komponierte 1990 den Soundtrack für zwei Folgen der Das-Traumschiff-Reihe sowie die offiziellen WM-Songs der deutschen Fußballnationalmannschaft zur WM 1978 (Buenos días, Argentinia) und zur WM 1990 (Sempre Roma). Für die österreichische Fußballnationalmannschaft schrieb er den Song Wunderknaben zur WM 1998.

Mit Alexandra und Reinhard Mey zusammen schrieb er Lieder, und mit Rainhard Fendrich gab es gemeinsame Auftritte. Seine Lieder wurden von Howard Carpendale, Sportfreunde Stiller und anderen gecovert.

Udo Jürgens hält mit 61 Platzierungen in den Alben-Charts den Rekord als am häufigsten vertretener deutschsprachiger Sänger und kann bis Ende 2014 insgesamt 616 Album-Platzierungen und 411 Single-Rankings vorweisen.[42]

Seit 2015 hält er den weltweiten Rekord als am längsten erfolgreicher Künstler in den Charts mit über 57 Jahren vom Ersteinstieg 1958 bis 2015 (Stand Mai 2015).[43]

Musical[Bearbeiten]

1972 schrieb Udo Jürgens ein Musical mit dem Titel Helden, Helden, das auf George Bernard Shaws Theaterstück Helden basierte. Es wurde, mit Michael Heltau und Gabriele Jacoby in den Hauptrollen, am 28. Oktober 1972 im Theater an der Wien uraufgeführt.[44] 1974 fand am Hamburger Operettenhaus die deutsche Erstaufführung statt.

Am 2. Dezember 2007 hatte das Musical Ich war noch niemals in New York im Operettenhaus Hamburg Weltpremiere. Alle Lieder stammen von Udo Jürgens und seinen Textschreibern. Selbst trat er nicht auf, die Lieder wurden von den Darstellern gesungen. Das Dialogbuch schrieben Gabriel Barylli und Christian Struppeck, choreografiert wurde das Musical von Kim Duddy.[45]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Udo Jürgens/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1965 Portrait in Musik 4
(80 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. September 1965
(mit Françoise Hardy)
1966 Françoise und Udo 9
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1966
(mit Françoise Hardy)
1967 Was ich dir sagen will 2
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. September 1967
Portrait in Musik II Erstveröffentlichung: 1967
International Erstveröffentlichung: 1967
Chansons Erstveröffentlichung: 1967
1968 Udo Jürgens Erstveröffentlichung: 1968
Mein Lied für dich 5
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 1968
Udo 2
(48 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. September 1968
1969 Portrait International Erstveröffentlichung: 1969
Udo ’70 2
(52 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 1969
1970 Udo ’71 4
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1970
1971 So weit die Züge geh’n 40
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Februar 1971
Jonny & Jenny Erstveröffentlichung: 1971
(mit James Krüss)
1972 Ich bin wieder da 34
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1972
1973 Es ist Zeit für die Liebe Erstveröffentlichung: 1973
International 2 Erstveröffentlichung: 1973
Jonny & Jenny – Alle Kinder dieser Welt Erstveröffentlichung: 1973
(mit James Krüss)
New World of Udo Jürgens Erstveröffentlichung: 1973
1974 Udo heute 39
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. August 1974
Meine Lieder 3
(48 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. November 1974
1975 Griechischer Wein – Seine neuen Lieder Erstveröffentlichung: 1975
Griechischer Wein Erstveröffentlichung: 1975
Udo ’75 – Ein neuer Morgen 12
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. September 1975
1976 Meine Lieder 2 21
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 1976
1977 Meine Lieder 77 28
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. März 1977
Lieder, die auf Reisen gehen 11
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1977
1978 Buenos dias, Argentina 1 Platin
(20 Wo.)
5
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 1978
Verkäufe: + 500.000
(mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft ’78)
Nur ein Lächeln 61
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1978
1979 Die Blumen blüh’n überall gleich Erstveröffentlichung: 1979
Udo ’80 10
(29 Wo.)
6
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Dezember 1979
1981 Willkommen in meinem Leben 29
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. April 1981
Leave a Little Love Erstveröffentlichung: 1981
1982 Silberstreifen 39
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. April 1982
1983 Traumtänzer 24
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 1983
1984 Hautnah 12 Gold
(26 Wo.)
7
(18 Wo.)
24
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 1984
Verkäufe: + 250.000
1985 Treibjagd 26
(12 Wo.)
17
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Oktober 1985
1986 Deinetwegen 33
(12 Wo.)
29
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 1986
1988 Das blaue Album 14
(14 Wo.)
11
(12 Wo.)
17
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Februar 1988
1989 Ohne Maske 27
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 1989
1990 Sempre Roma Erstveröffentlichung: 1990
(mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft ’90)
1991 Geradeaus! 60
(8 Wo.)
24
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 1991
1993 Café Größenwahn 23
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 1993
1995 Zärtlicher Chaot 91
(4 Wo.)
20
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. November 1995
1999 Ich werde da sein 17
(8 Wo.)
15
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. März 1999
2002 Es lebe das Laster 27
(10 Wo.)
8 Gold
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2002
Verkäufe: + 10.000
2005 Jetzt oder nie 14
(21 Wo.)
2
(11 Wo.)
47
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2005
2008 Einfach ich 5
(19 Wo.)
2 Gold
(13 Wo.)
34
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Januar 2008
Verkäufe: + 10.000
2011 Der ganz normale Wahnsinn 3 Gold
(15 Wo.)
2 Gold
(21 Wo.)
20
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. März 2011
Verkäufe: + 110.000
2014 Mitten im Leben 3 Gold
(38 Wo.)
2 Doppelplatin
(… Wo.)
8
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Februar 2014
Verkäufe: + 130.000

Filmografie[Bearbeiten]

Jürgens mit dem Filmteam von Der Mann mit dem Fagott (2012)

Filmmusik[Bearbeiten]

Tourneen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1967: Udo Jürgens singt seine Welterfolge (50 Konzerte mit 60.000 Besuchern)
  • 1968: Udo Jürgens singt seine Welterfolge (neues Programm) (75 Konzerte mit 100.000 Besuchern)
  • 1970: Udo 70 (266 Konzerte mit 510.000 Besuchern)
  • 1972/1973: Ich bin wieder da (59 Konzerte mit 120.000 Besuchern)
  • 1975: Udo 75 (63 Konzerte mit etwa 130.000 Besuchern)
  • 1977: Udo live 77 (68 Konzerte mit ca. 150.000 Besuchern)
  • 1978: Ein Mann und seine Lieder (44 Konzerte mit ungefähr 130.000 Besuchern)
  • 1980: Udo 80 – Das Jubiläumskonzert (110 Konzerte mit 340.000 Besuchern)
  • 1982/1983: Udo live (Lust am Leben) (123 Konzerte mit 400.000 Besuchern)
  • 1984/1985: Udo live & hautnah (130 Konzerte mit näherungsweise 450.000 Besuchern)
  • 1987: Deinetwegen (106 Konzerte mit 400.000 Besuchern)
  • 1989/1990: Udo Jürgens Konzert – Ohne Maske (107 Konzerte mit 410.000 Besuchern)
  • 1991/1992: Geradeaus und Open Air Symphony (87 Konzerte mit 720.000 Besuchern)
  • 1994/1995: 140 Tage Größenwahn (138 Konzerte mit ungefähr 500.000 Besuchern)
  • 1997: Gestern Heute Morgen – Tournee 1997 (111 Konzerte mit 400.000 Besuchern)
  • 2000/2001: Udo 2000 – Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an (107 Konzerte mit 440.000 Besuchern)
  • 2002: Ein Soloabend (13 Konzerte mit näherungsweise 60.000 Besuchern)
  • 2003/2004: Es lebe das Laster – Live (103 Konzerte mit 410.000 Besuchern)
  • 2005: Udo spielt Jürgens – Solokonzert (19 Konzerte mit etwa 100.000 Besuchern)
  • 2006: Jetzt oder nie – Tournee 2006 (78 Konzerte mit 320.000 Besuchern)
  • 2007: Ein Mann & sein Klavier (15 Konzerte mit 55.000 Besuchern)
  • 2009: Tournee 2009 – Einfach ich (63 Konzerte mit ungefähr 330.000 Besuchern)
  • 2010: Der Soloabend 2010 (12 Konzerte mit 49.000 Besuchern)
  • 2012: Der ganz normale Wahnsinn (51 Konzerte mit 270.000 Besuchern)
  • 2014: Mitten im Leben (26 Konzerte innerhalb von 44 Tagen mit ungefähr 170.000 Besuchern, für Februar/März 2015 waren weitere 23 Konzerte innerhalb von 37 Tagen geplant)

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Udo Jürgens bei der Romy-Verleihung 2011

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Udo Jürgens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Video auf www.youtube.com
  2. a b Einbürgerungsfeier für Udo Jürgens am Zumifäscht (Memento vom 9. Dezember 2008 im Internet Archive)
  3. Singles-Charthistorie auf chartsurfer.de, abgerufen am 8. Januar 2015
  4. First list of the Year auf germanchartblog am 2. Januar 2015, abgerufen am 8. Januar 2015
  5. Die Bürgermeister der Gemeinde Ottmanach (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  6. Barendorf.de: Politik in Barendorf
  7. Manfred Bockelmann auf wien.ORF.at.
  8. Biografie Udo Jürgens Munzinger-Archiv
  9. Udo Jürgens solo, Berliner Gendarmenmarkt, Juli 2005 (Memento vom 5. Oktober 2011 im Internet Archive)
  10. Udo Jürgens uneheliche Tochter spricht erstmals über Mutter in Berliner Morgenpost vom 2. Juli 2008
  11. Udo Jürgens Jetzt spricht seine jüngste Tochter! in Bunte vom 26. Januar 2015
  12. a b Yann Cherix: Udo Jürgens’ Heimat war Zürich. In: Tages-Anzeiger vom 21. Dezember 2014
  13. Udo Jürgens geht – bleiben die Schulden?. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 23. Juni 1977, S. 5, Spalte 5 Mitte.
  14. Udo Jürgen Bockelmann & Co, Handelsregister-Nummer CH-020.2.900.420-6, letzte Änderung 31. Dezember 2002. In: moneyhouse.ch, Handelsregister- und Wirtschaftsinformationen. Abgerufen am 12. September 2014.
  15. Geständnis zum 80. Geburtstag: Udo Jürgens verwechselte Sex mit Liebe, Focus, 30. Juni 2014
  16. Vgl. z. B. Biografie in Austria-Forum (siehe Weblinks).
  17. Udo Jürgens plant den Umzug nach Meilen. In: Zürichsee-Zeitung, 18. Juli 2012. Abgerufen am 12. September 2014.
  18. Vgl. z. B. Lebenstraum erfüllt: Udo Jürgens kauft sich neue Traumvilla am Zürichsee. In: Aargauer Zeitung/sda, 29. Juli 2012. Abgerufen am 12. September 2014.
  19. Kanton Zürich: Einwohner von Uitikon verdienen am meisten: „Auch Udo Jürgens ist kürzlich nach Meilen gezogen.“ In: 20 Minuten, 25. August 2014. Abgerufen am 12. September 2014.
  20. Schlager: Udo Jürgens träumt von Indien, Seite auf wz-newsline.de, abgerufen am 21. Dezember 2014.
  21. Merci und basta!, Seite auf augsburger-allgemeine.de, abgerufen am 21. Dezember 2014.
  22. Vgl. z. B. Udo Jürgens „schockiert“ über Schweizer Votum. In: Kleine Zeitung, 18. Februar 2014. Abgerufen am 12. September 2014.
  23. Udo Jürgens Schweiz-Kritik: «Ich bin missverstanden worden». In: Bluewin Entertainment, 27. Februar 2014. Abgerufen am 12. September 2014.
  24. Udo Jürgens' neue Partnerin will nur unter Künstlernamen auftreten, bluewin.ch, 26. Oktober 2014
  25. Warum versteckt Udo Jürgens seine Freundin?, Schweiz am Sonntag, 25. Oktober 2014
  26. Fahrer wollte Udo Jürgens mit Defibrillator retten t-online.de vom 22. Dezember 2014. Abgerufen am 22. Dezember 2014
  27. Udo Jürgens an Herzversagen verstorben. Aargauer Zeitung, 21. Dezember 2014, abgerufen am 21. Dezember 2014.
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