Gaby Köster

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Gaby Köster (2013)

Gabriele „Gaby“ Wilhelmine Köster (* 2. Dezember 1961 in Köln-Nippes) ist eine deutsche Schauspielerin und Komikerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Köster begann nach dem Besuch der Realschule eine Ausbildung zur Erzieherin, die sie drei Wochen vor Abschluss aufgab. Anschließend widmete sie sich der Musik und der Malerei, einige ihrer Bilder wurden auch in Ausstellungen gezeigt. Um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, jobbte sie nebenbei in einer Kneipe. Dort lernte sie 1987 den damals noch kaum bekannten Jürgen Becker kennen, der sie um einige Sketche für eine Radiosendung bat. Gaby Köster hielt den Gast für einen Verrückten, machte aber dennoch mit und schrieb einen Text. Sie zeigte sich überrascht, als dieser dann tatsächlich im WDR-Hörfunk in der Unterhaltung am Wochenende, einer samstags von 16 bis 18 Uhr ausgestrahlten Sendung, Verwendung fand.

Es folgten regelmäßige Radioauftritte und später eigene Sendungen. Bereits 1991 trat sie erstmals im Fernsehen auf – ebenfalls beim WDR. Von 1991 bis 1995 gehörte Köster zudem zum Ensemble der alternativen Kölner Karnevalssitzung Stunksitzung. Neben dem eher als derb zu bezeichnenden Humor lebt ihre Komik auch von ihrem kölschen Dialekt.

Einem breiteren Fernsehpublikum wurde Köster durch Gastauftritte bei RTL Samstag Nacht bekannt. Ab 1996 bis zur Einstellung der Sendung 2005 gehörte sie zum festen Ensemble der von Rudi Carrell produzierten Show 7 Tage, 7 Köpfe. Daneben spielte sie ab 1999 in der Comedy-Serie Ritas Welt die Titelrolle der Rita Kruse. Einen ihrer letzten Auftritte hatte sie im Dezember 2007 in der ProSieben-Show zum 20. Bühnenjubiläum von Michael Mittermeier.

Persönliches[Bearbeiten]

Anfang 2008 brach Köster ihre wenige Wochen zuvor gestartete Tournee Wer Sahne will, muss Kühe schütteln ab. Später wurden auch alle weiteren Auftrittstermine abgesagt.[1][2] Eine Nachrichtensperre verhinderte jegliche Information über Köster. Gegen Zeitungsberichte über eine angebliche Erkrankung ging ihr Management – erfolglos[3] – mit juristischen Schritten vor.[4]

Erst Anfang September 2011 wurde bekannt, dass Köster am 8. Januar 2008 einen Schlaganfall erlitten hatte, dessen Folgen sie noch heute körperlich beeinträchtigen. Am 7. September 2011 trat sie in der RTL-Sendung Stern TV erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf.[5] Über ihren Schlaganfall und die Zeit danach schrieb Köster zusammen mit Till Hoheneder das Buch Ein Schnupfen hätte auch gereicht – meine zweite Chance, das sie auch als Hörbuch einlas. Zu dieser Zeit durften nur stern und stern TV aktuelle Bilder von ihr zeigen.[6] (siehe auch Recht am eigenen Bild).

Gaby Köster lebt in Köln und hat einen Sohn aus ihrer geschiedenen Ehe mit dem Regisseur Thomas Köller.

Berufliches[Bearbeiten]

Fernsehen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1998–2003: Ritas Welt
  • 1996–2005: 7 Tage, 7 Köpfe
  • 2005: Die Bullenbraut – Ihr erster Fall
  • 2006: Die Bullenbraut 2 – Der Tod hat 17 Karat
  • 2007: Vollgas!

Bühne[Bearbeiten]

  • Die dümmste Praline der Welt (1999)
  • Gaby Köster Live! (2004)
  • Wer Sahne will, muss Kühe schütteln! (2007)

CDs[Bearbeiten]

  • Die dümmste Praline der Welt (1999)
  • Gaby Köster Live on Tour (2006)
  • Ein Schnupfen hätte auch gereicht – Meine zweite Chance (Hörbuch, 2011)

Bücher[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Drissdrecksdrisseliger Schlaganfall. Spiegel Online, 6. September 2011, abgerufen am 6. September 2011.
  2. Medienbericht: Gaby Köster tritt 2008 nicht mehr auf Focus Online, 16. Februar 2008, abgerufen am 11. Dezember 2008.
  3. BGH-Urteil vom 18.9.2012. Bundesgerichtshof, 18. September 2012, abgerufen am 16. Oktober 2012.
  4. Gaby Köster: Verschollen hinter einer Mauer des Schweigens Focus Online, 29. Januar 2009, abgerufen am 4. Januar 2011.
  5. Erster TV-Auftritt nach Schlaganfall Stern.tv, abgerufen am 8. September 2011.
  6. RP 7. September 2011