Katrin Bauerfeind

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Katrin Bauerfeind (2011)

Katrin Sibylle Bauerfeind (* 21. Juli 1982 in Aalen) ist eine deutsche Journalistin, Moderatorin und Buchautorin.[1] Sie studierte von Oktober 2003 bis Februar 2007 Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin und schloss ihr Studium mit Diplom ab.

Berufliches[Bearbeiten]

Bauerfeind wuchs in ihrer Geburtsstadt Aalen auf, wo sie auch ihr Abitur machte.[2] Während ihres Studiums setzte sie sich bei einem Casting im Oktober 2005 für die tägliche Internet-TV-Sendung Ehrensenf gegen etwa 20 weitere Bewerberinnen durch. Von November 2005 bis Juni 2007 moderierte sie Ehrensenf, das 2006 mit dem Lead Award in der Kategorie WebFeature des Jahres, dem Grimme Online Award in der Kategorie Kultur und Unterhaltung und dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.[3] Am 29. März 2007 erhielt sie in der Kategorie people den New Media Award.[4] Während ihrer Zeit bei Ehrensenf war sie außerdem für den Hörfunksender 1 Live tätig.

Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie im Februar 2007, als sie für 3sat das Berlinale-Journal, den täglichen Festivalbericht, moderierte. Auftritte in den Sendungen TV total und Harald Schmidt folgten.

Im Juni 2007 moderierte sie für den rbb eine Ausgabe des Kulturmagazins Stilbruch, am 25. August als „Ansagerin“ im Stil der 1960er Jahre den 3sat-Thementag Televisionen in Schwarz-Weiß. Vom 13. September 2007 bis zum 31. Januar 2008 vertrat sie Tita von Hardenberg als Moderatorin des Magazins Polylux im Ersten.[5]

Im Februar 2008 betraute sie das ZDF mit der Moderation der festlichen Gala zur Eröffnung der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin sowie der abschließenden Preisverleihung. Auch bei den 59. Internationalen Filmfestspielen Berlin moderierte sie die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung.

Im März 2008 war sie in der Reihe 1-2-3 Moskau bei 3sat zu sehen. Die Sendung dokumentierte ein Wettrennen zwischen ihr und Sänger Henning Wehland auf dem Weg von Berlin nach Moskau. Im Februar und März 2009 folgte die Fortsetzung 1-2-3 Istanbul in vier Folgen, von Ljubljana bis Istanbul.

Im April 2008 moderierte sie eine Sondersendung Kulturzeit, die Sendung Baustelle Kulturzeit. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 moderierte sie im ZDF die Sendungen Schweiz von A bis Z und Österreich von A bis Z, in denen die beiden Austragungsländer der EM auf humorvolle Weise vorgestellt wurden.[6] Am 2. Juni 2009 strahlte das ZDF anlässlich der Europawahl die Sendung EU von A-Z aus, in der die Moderatorin die Europäische Union präsentierte. Am 28. November 2010 folgte auf 3sat die Sendung Deutschland von A-Z, die für einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung nominiert war.[7][8]

Am 3. Oktober 2008 moderierte sie den Thementag ausGESCHLAFEN bei 3sat. Die Moderation war gleichzeitig ein Experiment, das zeigen sollte, wie sich Schlafmangel auf den Körper auswirkt. Zu Beginn der Aufzeichnung war Katrin Bauerfeind 24 Stunden wach und moderierte weitere 24 Stunden, die live im Internet gezeigt wurden.

Seit dem 4. Februar 2009 moderiert sie das nach ihr benannte Popkulturmagazin Bauerfeind auf 3sat.[9]

Seit September 2009 war sie Teil des Teams von Harald Schmidt in dessen Late-Night-Show.[10]

Im Mai 2011 sorgte sie mit ihrer Moderation bei der Verleihung des 7. Henri-Nannen-Preises im Schauspielhaus Hamburg für Schlagzeilen. Durch eine von Katrin Bauerfeind gestellte Frage auf der Bühne an den Gewinner in der Kategorie Reportage wurde diesem der Preis nachträglich aberkannt.[11][12]

In der Sendung 3 nach 9 vom 14. Mai 2010 wirkte sie als Co-Moderatorin mit.

Von März 2008 bis Dezember 2011 moderierte sie auf Radio Eins beim Rundfunk Berlin-Brandenburg im Wechsel mit Anja Goerz die Sendung Eine Stunde Zeit für die Wochenzeitung Die Zeit.

Am 10. Juli 2011 startete auf ZDFkultur die 14-tägliche Sendung Bauerfeind 28:30, mit einer Langversion der Interviews, die sie für ihr Magazin Bauerfeind führt. 28:30 steht für die Länge der Interviews und damit der Sendung.

Am 26. August 2013 moderierte sie mit Ingo Zamperoni die Politshow „Überzeugt uns! Der Politiker-Check“ im Ersten.[13]

Seit 5. April 2014 läuft auf 3sat eine neue Staffel Bauerfeind mit acht Folgen und einem Best-of.

Filmografie[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  •  Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern. 1. Auflage. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-19891-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katrin Bauerfeind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Katrin Bauerfeind im WDR 2 MonTalk: "Höhenverstellbare Augenbraue". WDR, abgerufen am 8. Mai 2013.
  2. Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag. Geschichten vom schönen Scheitern, S. 25.
  3. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/grimme-online-awards-preise-fuer-ehrensenf-und-spreeblick-1329437.html
  4. New Media Award 2007 – Pressemitteilung (PDF; 32 kB)
  5. Der Tagesspiegel: „Ich bin jetzt weise“
  6. Schweiz und Österreich „von A bis Z“. Katrin Bauerfeind erkundet im ZDF die EM-Ausrichterländer
  7. http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=38173&p3=
  8. http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1001
  9. DWDL.de: 3sat: Bauerfeind bekommt eigenes Popkulturmagazin
  10. Spiegel Online: Neue Harald-Schmidt-Show: Solo mit Dame
  11. „Skandal beim Henri-Nannen-Preis im Schauspielhaus“ in Hamburger Abendblatt vom 9. Mai 2011, abgerufen am 12. September 2012
  12. Süddeutsche.de: Die Jury legt nach
  13. Programmhinweis auf der Internetpräsenz der ARD (abgerufen am 27. August 2013)