Garnisonkirche

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Garnisonkirche St. Martin in Dresden, Garnisonkirche 1900–1945

Als Garnisonkirche wurde früher ein Kirchengebäude bezeichnet, das für das am Ort stationierte Militär errichtet oder mindestens zeitweise von diesem genutzt wurde. Zuweilen waren auch die Bezeichnungen Garnisonskirche, Militärkirche oder Standortkirche in Gebrauch.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in größeren Garnisonsstädten Deutschlands eigene Kirchen für die dort stationierten Truppen gebaut oder schon vorhandene Kirchen als solche genutzt. Die Kirchen waren oft Eigentum des Staates.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Garnisonkirchen, soweit sie den Bombenkrieg überstanden hatten, durch örtliche Kirchengemeinden weitergenutzt. Einen Eindruck der ehemaligen Bedeutung von Garnisonkirchen zeigt der Bericht über die Einweihung der Garnisonkirche St. Georg in Ulm.

Militärpfarrgemeinden[Bearbeiten]

Abgeleitet aus der Tradition der Landsknechte, deren Fähnlein eigene politische Gemeinden waren, bildeten die Angehörigen eines Regiments ab dem 18. Jahrhundert eigene Kirchengemeinden, deren Kirchenbücher von den Feldpredigern geführt wurden. Mit der Vergrößerung der Heere ab dem 19. Jahrhundert waren die Militärgeistlichen für größere Verbände oder einzelne Garnisonen zuständig.

Für das württembergische Ehren-Invaliden-Corps wurde sogar ein eigener Friedhof angelegt.

In der Bundeswehr bestehen eigene Militärpfarrgemeinden aus den Angehörigen der jeweiligen Garnisonen, die die Pfarrkirche der örtlichen Kirchengemeinde benützen.

Beispiele[Bearbeiten]

Franziskanerkirche (Ingolstadt), Garnisonkirche 1837–1945
St. Georg (Ulm), Garnisonkirche 1904–1920, Blick zum Chor
damaliger Blick in den Lübecker Dom

Deutschland[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

Polen[Bearbeiten]

Rumänien[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Garnisonkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien