Geeste (Fluss)
| Geeste | ||
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Geestemündung in die Weser |
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| Daten | ||
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| Lage | Elbe-Weser-Dreieck, Niedersachsen und Land Bremen, Deutschland | |
| Flusssystem | Weser | |
| Abfluss über | Weser → Nordsee | |
| Quelle | beim Hof Freitag, Gemeinde Hipstedt 53° 28′ 38″ N, 8° 59′ 36″ O53.4772818.993465 |
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| Mündung | in Bremerhaven in die Weser53.5358448.577318Koordinaten: 53° 32′ 9″ N, 8° 34′ 38″ O 53° 32′ 9″ N, 8° 34′ 38″ O53.5358448.577318 |
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| Linke Nebenflüsse | Frelsdorfer Mühlenbach, Grove, Seekanal (Sellstedter See) | |
| Rechte Nebenflüsse | Alfgraben, Scheidebach, Bederkesa-Geeste-Kanal, Lavener Sielgraben, Große Beek | |
| Schiffbar | 25 km | |
Die Geeste ist ein Fluss in Niedersachsen und dem Land Bremen, der in Bremerhaven als letzter Nebenfluss der Weser in diese mündet.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Die Geeste entspringt in Hipstedt (Samtgemeinde Geestequelle) im Landkreis Rotenburg (Wümme) zehn Kilometer westlich von Bremervörde und entwässert einen großen Teil des ehemaligen Landkreises Wesermünde (jetzt Landkreis Cuxhaven). Die Geeste ist Grenzfluss der entstehenden Stadt Geestland.
Die Geeste fließt im Oberlauf durch Geestland und somit kiesreichen Untergrund, sonst durch Marschland. Durch den Bau von Schleusen wurde der Gezeiteneinfluss im Mittellauf unterbunden und die Marschbildung stark eingeschränkt. Seit einigen Jahren wurden durch den Rückbau von Deichen wie im Polder Bramel (Biotopverbund mit Polder Glies und Sellstedter See) wieder dauerhafte Überflutungsbereiche geschaffen, die einen Lebensraum für viele seltene Arten, darunter den Seeadler, geschaffen haben.[1]
Die schiffbare Länge der Geeste wird mit 25 Kilometer angegeben und ist das Ende des Elbe-Weser-Schifffahrtsweges. Im unteren Flusslauf mäandert die Geeste stark; im Bereich der Stadt Bremerhaven sind von ehemals fünf Flussschleifen noch drei vorhanden.
Kurz vor der Mündung der Geeste befindet sich das Sturmflutsperrwerk unter der Kennedybrücke, welches 1961 fertiggestellt wurde; gerade noch rechtzeitig vor der Sturmflut 1962, bei der ansonsten ein Teil Bremerhavens über die niedrigeren Geestedeiche überflutet worden wäre. In einer Prognose des Überflutungsschadens bei Versagen des Geeste-Sperrwerks in Bremerhaven der EGA Essen, wird von 10.860 betroffenen Einwohnern mit einer voraussichtlichen Schadenssumme von ca. 247 Mio. Euro ausgegangen.
Bis zur Fusionierung zum Landkreis Wesermünde 1932 war die Geeste Grenzfluss zwischen den Kreisen Lehe und Geestemünde.
Natur an der Geeste[Bearbeiten]
Vom Unterlauf der Geeste in Bremerhaven kommend in Richtung Quelle verändert die Geeste stark ihr Gesicht. Im Quellbereich der Geeste, der nur 15 m ü. NN liegt windet sich der Fluss idyllisch als noch kleiner, teilweise plätschernder Bach durch die schmale Aue. In dem waldreichen Geestgebietes kommen Schwarzstorch, Kolkrabe und Kranich vor. Der Bereich ist als EU-FFH Gebiet Nr. 189 Niederung von Geeste und Grove sowie das angrenzenden Gebiet Nr. 197 Forst Malse unter Schutz gestellt.
Im Oberlauf hat die Geeste ursprünglich den Charakter eines von Kies geprägten Tieflandbaches, in dessen Kiessohlen zum Beispiel die Meerforelle benötigt. Diese Bereiche sind heute nur noch an ganz wenigen Stellen zu finden. Neben dem Gewässerbau hat vor allem die angrenzenden Landnutzung die Struktur und die Fließdynamik des Gewässerkörpers und damit auch die Lebensräume im und am Bach einschneidend verändert.
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Geeste in Heinschenwalde nahe der Quelle
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Geeste-Schleuse Bremerhaven
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ http://www.bund-bremen.net/themen_und_projekte/naturschutz/flusslandschaft_geeste/niederung_sellstedter_see/rueckdeichung_polder_bramel/, BUND Landesverband Bremen (abgerufen am 26. November 2011)