Groß Pankow (Prignitz)

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) in Brandenburg, ein Ortsteil der Gemeinde Siggelkow in Mecklenburg-Vorpommern heißt auch Groß Pankow.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz)
Groß Pankow (Prignitz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) hervorgehoben
53.11666666666712.0560Koordinaten: 53° 7′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 248,79 km²
Einwohner: 3991 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16928
Vorwahl: 033983
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 125
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Steindamm 21
16928 Groß Pankow
Webpräsenz: www.grosspankow.de
Bürgermeister: Thomas Brandt
Lage der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Groß Pankow (Prignitz) ist eine Gemeinde im nordwestlichen Teil von Brandenburg und liegt im Landkreis Prignitz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Kirche in Langnow
Kirche in Boddin
Kirche in Kreuzburg, 1900
Fachwerkbau in Kreuzburg, 1900

Die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) hat 18 Ortsteile mit insgesamt 39 Dörfern[2].

Ortsteil Dörfer Einwohner (Stand 1. Januar 2013[3])
Baek Baek 228
Strigleben 59
Boddin-Langnow Boddin 147
Heidelberg 35
Langnow 55
Groß Pankow Groß Pankow 539
Luggendorf 35
Groß Woltersdorf Brünkendorf 12
Groß Woltersdorf 70
Klein Woltersdorf 49
Gulow-Steinberg Gulow 94
Steinberg 51
Helle Groß Langerwisch 215
Helle 42
Neudorf 35
Kehrberg 263
Klein Gottschow Guhlsdorf 43
Klein Gottschow 91
Simonshagen 33
Kuhbier 192
Kuhsdorf Bullendorf 55
Kuhsdorf 133
Lindenberg 254
Retzin Klein Linde 52
Kreuzburg 33
Retzin 132
Rohlsdorf 71
Seddin 117
Tacken 95
Tangendorf-Hohenvier Hohenvier 37
Tangendorf 76
Tüchen Klenzenhof 31
Reckenthin 95
Tüchen 100
Vettin 93
Wolfshagen Dannhof 42
Hellburg 46
Horst 41
Wolfshagen 220

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand zum 31. Dezember 2002 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Baek, Groß Pankow, Groß Woltersdorf, Helle, Kehrberg, Klein Gottschow, Kuhbier, Kuhsdorf, Lindenberg, Retzin, Tüchen, Vettin und Wolfshagen des Amtes Groß Pankow/Prignitz sowie der Gemeinde Boddin-Langnow des Amtes Pritzwalk-Land[4]. Das Amt Groß Pankow/Prignitz wurde zum gleichen Zeitpunkt aufgelöst.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Baek 31. Dezember 2002
Boddin 1. April 1974 Zusammenschluss mit Langnow zu Boddin-Langnow
Boddin-Langnow 31. Dezember 2002
Groß Langerwisch 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Helle
Groß Woltersdorf 31. Dezember 2002
Guhlsdorf 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Klein Gottschow
Gulow 1. Februar 1974 Eingemeindung nach Baek
Helle 31. Dezember 2002
Hohenvier 1. Mai 1973 Eingemeindung nach Baek
Kehrberg 31. Dezember 2002
Klein Gottschow 31. Dezember 2002
Kreuzburg 1. Januar 1963 Eingemeindung nach Retzin
Kuhbier 31. Dezember 2002
Kuhsdorf 31. Dezember 2002
Langnow 1. April 1974 Zusammenschluss mit Boddin zu Boddin-Langnow
Lindenberg 31. Dezember 2002
Reckenthin 8. November 1962 Eingemeindung nach Tüchen
Retzin 31. Dezember 2002
Rohlsdorf 1. Januar 1963 Eingemeindung nach Retzin
Seddin 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Wolfshagen
Steinberg 7. Mai 1971 Eingemeindung nach Baek
Tacken 1. Februar 1974 Eingemeindung nach Wolfshagen
Tangendorf 1. Mai 1973 Eingemeindung nach Baek
Tüchen 31. Dezember 2002
Vettin 31. Dezember 2002
Wolfshagen 31. Dezember 2002

Geschichte[Bearbeiten]

Gutshaus Groß Pankow (Augenklinik)

Groß Pankow[Bearbeiten]

Das Rittergut in Groß-Pankow gehörte der Familie Gans zu Putlitz. Waldemar zu Putlitz kam am 2. Mai 1945 beim Einmarsch der Roten Armee ums Leben. Das Gut wurde im Herbst 1945 entschädigungslos enteignet. Ein Sohn von Waldemar zu Putlitz, Gisbert zu Putlitz, wurde in Westdeutschland ein bekannter Professor der Experimentalphysik. Bernhard von Barsewisch aus der Familie konnte nach der Wende das Gut mit Gutspark wieder erwerben, setzte es instand und betrieb dort seit 1993 eine Augen-Tagesklinik.

Tangendorf[Bearbeiten]

Das Dorf wurde 1492 erstmals als Tankendorf urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von dem Personennamen Tank ab. 1954 wurde die Kirche des Ortes errichtet. Es ist damit die einzige Kirche im Landkreis Prignitz welche nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Zusammen mit Hohenvier findet jährlich das Ernte- und das Backofenfest statt.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des heutigen Gebietes von Groß Pankow stagnierte vom Ende des 19.Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Dann brachten die Flüchtlinge aus den ehemaligen, deutschen Ostgebieten einen erheblichen Bevölkerungsschub. Seit den 1950er Jahren fällt die Bevölkerung kontinuierlich. Die Prognosen gehen von einem weiteren deutlichen Bevölkerungsrückgang aus. Dabei werden 2030 mehr Senioren in Groß Pankow leben als Einwohner im Erwerbsalter.[6]


Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen
Bevölkerungsentwicklung Groß Pankow.pdf
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Bevölkerungsprognosen Groß Pankow.pdf
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
Altersstrukturentwicklung Groß Pankow.pdf
Prognose der Altersstruktur


Jahr Einwohner
1875 6795
1890 6478
1925 6714
1933 6362
1939 6255
1946 10398
1950 10034
1964 7223
1971 7099
1981 5840
Jahr Einwohner
1985 5665
1989 5484
1990 5387
1991 5257
1992 5180
1993 5092
1994 5091
1995 5114
1996 5056
1997 5031
Jahr Einwohner
1998 5022
1999 4943
2000 4868
2001 4790
2002 4758
2003 4710
2004 4671
2005 4560
2006 4471
2007 4345
Jahr Einwohner
2008 4243
2009 4193
2010 4132
2011 4063
2012 3991

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 24 Ratsfrauen und Ratsherren, und dem hauptamtlichen Bürgermeister. (Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zum hauptamtlichen Bürgermeister wurde der Amtsdirektor für die restliche Dauer seiner Amtszeit durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 8. Januar 2003 gewählt. Thomas Brandt wurde am 27. April 2008 mit 76,8 % der gültigen Stimmen wiedergewählt. Die Amtszeit endet im August 2016.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 12. Mai 2004 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot auf einer silbernen Leiste eine auffliegende gold-bewehrte silberne Gans mit goldenem Halsring, darunter im von gestürzten silbernen Lindenblättern bestreuten Feld eine goldene Urne mit Deckel.“[2]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[2]

Dienstsiegel[Bearbeiten]

Die Gemeinde führt ein Dienstsiegel. Es zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift im oberen Teil „Gemeinde Groß Pankow (Prignitz)“ und im unteren Teil „Landkreis Prignitz“.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Groß Pankow (Prignitz) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler. Insbesondere sind das:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

In Groß Pankow finden sich folgende Schulen:[7]

  • Grundschule Juri Gagarin in Groß Pankow
  • Landweg- Freie Schule Baek Grundschule in Baek

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist über die B 189, die in Pritzwalk beginnt, mit Perleberg, Wittenberge und Magdeburg verbunden.

Des Weiteren verfügt die Gemeinde über mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte. Der Bahnhof Groß Pankow (Prignitz) an der Strecke Wittenberge–Wittstock wird von der Regional-Express-Linie RE6 – auch Prignitz-Express genannt – der DB Regio Nordost bedient und stellt so eine Direktverbindung nach Wittenberge in der einen und Berlin in der anderen Richtung her. Die Ortsteile Kuhbier und Groß Langerwisch verfügen darüber hinaus jeweils über einen Haltepunkt an der Strecke Pritzwalk–Putlitz. Diese werden von der Linie VGP70 der Eisenbahngesellschaft Potsdam nur im Schülerverkehr von Montag bis Freitag bedient.

Im südlichen Gemeindegebiet führt seit 2002 die als Museumsbahn betriebene Schmalspurbahn Pollo zwischen Mesendorf und dem Ortsteil Lindenberg mit Halt in den Ortsteilen Brünkendorf und Vettin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Groß Pankow (Prignitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d Hauptsatzung der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) vom 2. April 2009 PDF
  3. Einwohnerzahlen
  4. Bildung einer neuen amtsfreien Gemeinde Groß Pankow (Prignitz). Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 29. Mai 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 25, 19. Juni 2002, S.607 PDF.
  5. Märkische Oderzeitung, 8. Sept. 2006, S. 9
  6. Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons.
  7. Liste aller Schulen im Schulporträt Brandenburg