Plattenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Plattenburg
Plattenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Plattenburg hervorgehoben
52.96666666666712.03305555555632Koordinaten: 52° 58′ N, 12° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Höhe: 32 m ü. NN
Fläche: 200,76 km²
Einwohner:

3.712 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19339
Vorwahlen: 038796 (Viesecke), 033982 (Hoppenrade)
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 302
Webpräsenz: www.plattenburg.de
Bürgermeisterin: Gudrun Hoffmann
Lage der Gemeinde Plattenburg im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild
Plattenburg
Gutshaus Hoppenrade, um 1860

Plattenburg ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Prignitz (Brandenburg). Namengebend war die im Gemeindegebiet liegende Wasserburg Plattenburg. Die Gemeinde Plattenburg entstand 2001 durch den Zusammenschluss von acht Gemeinden, die vorher dem von 1992 bis 2001 existierenden Amt Plattenburg angehörten. Dieses Amt stand nicht in der Rechtsnachfolge des älteren kurfürstlich-brandenburgischen Amtes Plattenburg und hatte auch einen anderen territorialen Zuschnitt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Gemeinde Plattenburg grenzt im Norden an die Stadt Perleberg und die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), im Osten an die Gemeinde Gumtow, im Südosten an die Städte Kyritz und Neustadt (Dosse), im Süden an das Land Sachsen-Anhalt und im Westen an das Amt Bad Wilsnack/Weisen.

[Bearbeiten] Gliederung der Gemeinde

Die Gemeinde Plattenburg gliedert sich laut Hauptsatzung in acht Ortsteile mit 14 Gemeindeteilen[2]:

  • Bendelin mit dem Gemeindeteil Zichtow,
  • Glöwen mit den Gemeindeteilen Groß Leppin, Storbeckshof und Zernikow,
  • Hoppenrade mit dem Gemeindeteil Garz,
  • Kleinow mit den Gemeindeteilen Burghagen, Ponitz und Uenze,
  • Kletzke mit dem Gemeindeteil Plattenburg,
  • Krampfer mit dem Gemeindeteil Groß Gottschow,
  • Netzow mit den Gemeindeteilen Klein Leppin und Söllenthin,
  • Viesecke mit den Gemeindeteilen Groß Werzin und Rambow.

Dazu kommen noch die Wohnplätze: Ausbau Nord, Feuerherdshof, Friedrichswalde, Kahlhorst, Karlsruhe, Klein Welle, Kleinower Ziegelei, Neu Kleinow, Schwanensee und Stölkenplan[3].

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gemeinde Plattenburg entstand erst zum 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bendelin, Glöwen, Hoppenrade, Kleinow, Kletzke, Krampfer, Netzow und Viesecke. Diese Gemeinden waren vorher unter der Verwaltung des Amtes Plattenburg. Die Geschichte der Gemeinde ist somit die Geschichte der acht heutigen Ortsteile.

[Bearbeiten] Amt Plattenburg

Der Minister des Innern des Landes Brandenburg gab am 31. Juli 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Plattenburg. Zum Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 10. August 1992 festgelegt.[4] Das Amt hatte seinen Sitz in Kletzke und bestand aus den Gemeinden Bendelin, Glöwen, Kleinow, Kletzke, Krampfer, Netzow, Viesecke und Hoppenrade, die damals zu den Kreisen Perleberg und Pritzwalk gehörten. Amtsdirektorin wurde Gudrun Hoffmann, die nach der Auflösung des Amtes Bürgermeisterin der Gemeinde Plattenburg wurde.

Mit der freiwilligen Zusammenschluss der amtsangehörigen Gemeinden zur neuen Gemeinde Plattenburg zum 31. Dezember 2001 wurde das Amt Plattenburg aufgelöst.[5]

[Bearbeiten] Wappen

Das Gemeindewappen wurde am 28. Januar 2002 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein gemauerter roter Stufengiebel mit einem Kreuz bekrönt und von drei (1:2) offenen gotischen Fenstern durchbrochen.“[6]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Plattenburg stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

[Bearbeiten] Geschichtsdenkmale

Denkmal von 1947 in der Bahnhofstraße des Ortsteils Glöwen an 800 jüdische Frauen und Männer, die von August 1944 bis April 1945 in einem Außenlager des KZ Sachsenhausen in der Rüstungsproduktion der Dynamit AG (DAG) arbeiten mussten. Die jüdischen Häftlinge wurden besonders gequält. Nach jüngsten Recherchen starben fünf bis sieben Häftlinge.

[Bearbeiten] Baudenkmale

Die von vor 1319 stammende Plattenburg, Station auf dem Pilgerweg von Berlin nach Wilsnack, beherbergt heute unter anderem ein Museum, dient als Standesamt und bietet Räume für Seminare und Ausstellungen. Sie gilt als älteste Wasserburg Norddeutschlands.

Auf dem Gelände des 1803 vom Bistum Havelberg an privat verkauften, aus dem Jahr 1729 stammenden Vorwerks Hoppenrade entstand 1830 das klassizistische Guts- und Herrenhaus Hoppenrade und um 1847 ein dazugehörender Park. Ab 1900 als „Perle der Prignitz“ bekannt, wurde die Anlage in den 1920er Jahren umgestaltet und erweitert. Sie gehört seit 1995 der Gemeinde Plattenburg; der Landschaftspark wird seit dieser Zeit durch einen Förderverein betreut, um das 1998 als Gartendenkmal geschützte Gelände als Kulturgut und Erholungsraum für die Öffentlichkeit zu erhalten.

[Bearbeiten] Verkehr

Durch das Gemeindegebiet Plattenburg verlaufen in West-Ost-Richtung die Bundesstraße 5 HamburgBerlin und in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 107 PritzwalkGenthin. Plattenburg liegt im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Am Bahnhof Glöwen an der Berlin-Hamburger Bahn hält stündlich der Regionalexpress (Wismar–)WittenbergeBerlinLudwigsfelde der DB Regio AG. Außerdem ist Glöwen an den öffentlichen Personennahverkehr des benachbarten Landkreises Stendal in Sachsen-Anhalt angebunden. Es verkehren von den Haltestellen Glöwen/Bahnhof und Glöwen/Schule Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Siegfried von Saldern (1843–1913), Majoratsherr auf Plattenburg, Ritterschaftdirektor und Mitglied des Reichstags

[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Plattenburg vom 27. Oktober 2008 PDF
  3. Gemeinde Plattenburg auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  4. Bildung des Amtes Plattenburg. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 31. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 62, 25. August 1992, S.1054/5.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Plattenburg. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S.904 PDF
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Plattenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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