Bundesautobahn 24

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Bundesautobahn 24 in Deutschland
Bundesautobahn 24
 European Road 26 number DE.svg European Road 55 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 24
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Hamburg
(53° 34′ N, 10° 4′ O53.5591067110.07012576)
Straßenende: Kremmen
(52° 43′ N, 13° 0′ O52.7138270813.00684422)
Gesamtlänge: 237 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig
Bundesautobahn 24 bei Dechtow/Hakenberg
Bundesautobahn 24 bei Dechtow/Hakenberg

Die Bundesautobahn 24 (Abkürzung: BAB 24) – Kurzform: Autobahn 24 (Abkürzung: A 24) – verbindet Hamburg mit Berlin. Die Strecke zwischen dem Horner Kreisel im Osten Hamburgs und dem Autobahndreieck Havelland am Berliner Ring ist ein Teilstück der Europastraße 26 und hat eine Länge von 237 Kilometern.

Verlauf[Bearbeiten]

A 24 am Dreieck Schwerin

Die Autobahn beginnt in Hamburg am Horner Kreisel und verläuft durch die Stadtteile Marienthal und Jenfeld zum Autobahnkreuz Hamburg-Ost. Hier überquert die A 24 die Autobahn A 1 Lübeck–Hamburg–Bremen und führt dann weiter Richtung Osten durch den Sachsenwald, trifft an der Anschlussstelle Schwarzenbek/Grande auf die B 404, die – teilweise als A 21 ausgebaut – in Richtung Bad Segeberg und Kiel führt. Wenig östlich von Hornbek überquert die Autobahn den Elbe-Lübeck-Kanal, führt durch den Naturpark Lauenburgische Seen und erreicht zwischen Gudow und Zarrentin am Schaalsee unweit des Schaalsees die schleswig-holsteinische Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern.

Hier verläuft die Autobahn durch den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Am Autobahndreieck Schwerin zweigt die A 14 (vormals: A 241) als Verbindung zur A 20 (LübeckRostock) über Schwerin und nach Wismar ab. Schwerin ist ebenfalls über die Abfahrten Hagenow (B 321) und Wöbbelin (B 106) zu erreichen. Nahe Suckow wird die Landesgrenze nach Brandenburg überschritten, hier werden auf mehreren Kilometern Ausläufer der Ruhner Berge durchfahren.

In Brandenburg führt die Strecke durch die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel. Am Autobahndreieck Wittstock/Dosse wird die Autobahn mit der A 19 aus Richtung Rostock verflochten. Von hier an verläuft die Autobahn auch als Teil der Europastraße 55 weiter bis zum Autobahndreieck Havelland am Berliner Ring.

Geschichte[Bearbeiten]

1930 bis Kriegsende[Bearbeiten]

Anfang der A 24 (vor 1974: A 1) in Hamburg-Horn, ursprünglich lautete der Text auf der Mauer: „Reichsautobahn“
Ungenutzte Autobahnbrücke bei Hagenow aus der ehemaligen Trassenplanung der 1930er Jahre

Der Bau der Reichsautobahn RAB 44 (Hamburg–Berlin) begann schon in den 1930er Jahren. Im Jahre 1937 wurde die Strecke vom Horner Kreisel, dem hamburgseitigen Ende der Autobahn, bis zum Kreuz Hamburg Ost (damals "Berliner Abzweig" genannt) für den Verkehr freigegeben. Die Autobahn führte damals ohne Abfahrmöglichkeit auf die Lübecker Strecke der heutigen A 1. Das Kreuz Hamburg-Ost war damals nur in Fragmenten vorhanden. Erst um 1960 wurde das Ostkreuz teilweise fertiggestellt, um zumindest im Jahre 1961 die "Südliche Umgehung" Richtung Hannover/Bremen einbinden zu können. Allerdings gab es damals noch nicht die Möglichkeit, aus Richtung Horn auf diese neue Strecke überwechseln zu können, das wurde erst um 1980 möglich, als entsprechende Verbindungsrampen gebaut wurden. 1976 erfolgte der Bau der Anschlussstelle Hamburg-Jenfeld, die es vorher nicht gab. Die Brücken waren damals auf diesem Streckenabschnitt (wie auch auf der Lübecker Strecke) in Sichtbeton sehr schlicht gehalten. Eine Ausnahme bildete die mittlerweile abgerissene und durch einen Neubau ersetzte Brücke der Rennbahnstraße bei km 0,5: Die Widerlager dieser Brücke waren mit roten Ziegeln verblendet. Von Berlin aus sichtbar, war neben der Durchfahrt an der Wand ein aus gebrannten Fliesen bestehendes Hamburger Wappen angebracht. Am Horner Kreisel gibt es noch heute in Fahrtrichtung Berlin auf dem Mittelstreifen einen Betonblock mit der Aufschrift "BUNDESAUTOBAHN" (siehe Bild). Vor dem Krieg lautete die Aufschrift "REICHSAUTOBAHN", wobei man "Reichs" recht bald nach Kriegsende entfernte. Erst um 1980 wurde der Schriftzug im heutigen Sinne komplettiert.

Ab 1937 wurde an dem vom heutigen Autobahnkreuz „Hamburg-Ost“ in Richtung Berlin führenden Abschnitt gebaut. Der Niederdeutsche Beobachter berichtete am 23. September 1937, dass die Bauarbeiten in den nächsten Tagen beginnen werden, und gab als voraussichtlichen Fertigstellungstermin das Jahr 1940 an. Die Autobahn sollte nach Angaben des Blattes eine Gesamtbreite von 26,5 Meter und Fahrstreifen von je 7,5 Meter Breite haben. Auch war erstmals für Reichsautobahnen ein Grünstreifen für parkende Fahrzeuge vorgesehen. Eine Raststätte sollte nahe Valluhn entstehen. Im Arbeitsamt Schwerin rechnete man im Februar 1938 damit, dass der Bedarf an Arbeitskräften nach dem Winter, in dem der Bau ruhte, in der Region nicht zu decken sei, und erwog die Anwerbung von Arbeitern aus Westdeutschland und Schlesien. In Mecklenburg, wo die Arbeiten im Februar begannen, wurden Aufträge für die Fertigung von Teilabschnitten mit Längen von sechs bis zehn Kilometern an private Unternehmen vergeben. In Wittenburg und Ludwigslust ansässige Bauleitungen unterstanden der Obersten Bauleitung in Hamburg-Altona. Bei Grabungen unter Einbeziehung von Robert Beltz wurde bei Kogel ein Gräberfeld aus der Bronzezeit entdeckt, was auch die Aufmerksamkeit des Gauleiters Friedrich Hildebrandt, der sich für die germanische Frühbesiedlung interessierte, erregte. Eine Delegation unter Staatsminister Scharf ließ sich die Fundstelle am 18. Juni 1938 erklären. Daraufhin sollte diese unter Schutz gestellt und in ihrer Nachbarschaft ein Rastplatz errichtet werden. Durch die Ausgrabungen verzögerten sich die Arbeiten am Autobahnabschnitt um etwa zehn Wochen.

Zwischen Hamburg und dem Sachsenwald sowie im Raum Hagenow entstanden zahlreiche Brücken, auch waren die Fahrbahnen schon planiert und die Randstreifen teilweise verlegt. Im Februar 1939 meldete die Bauabteilung Ludwigslust, dass sie dem Zeitplan hinterher hinke. Durch den Kriegsbeginn verzögerte sich der Bau durch den Abzug von Kräften, beispielsweise für den Kriegsdienst oder den Autobahnbau in der Ostmark, weiter. Nachdem Anfang 1939 die Wittenburger Bauabteilung aufgelöst worden war, kamen die Arbeiten an der Autobahn nach Schließung der Pritzwalker Abteilung fast vollständig zum Erliegen. Noch am 1. Februar 1940 gab es Planungen zur Festlegung des Kreuzungsbereichs der Strecken Hamburg–Berlin und einer Nord-Süd-Verbindung, zu deren Ausführung es jedoch nicht mehr kam. Im April 1940 dienten die Rodungen zumindest noch dem Zweck, aus den verbliebenen Baumstümpfen Heizmaterial zu gewinnen, nachdem der Ludwigsluster Landrat dies aufgrund der Knappheit an Feuerungsmaterial bei der verbliebenen Ludwigsluster Bauabteilung beantragte. Als wenig später der Hagenower Landrat einen ähnlichen Antrag stellte, sah sich die Bauabteilung aufgrund des Arbeitskräftemangels dazu nicht mehr in der Lage. Ob Kriegsgefangene diese Aufgabe erledigten, ist nicht überliefert. Der Autobahnbau wurde 1941 offiziell unterbrochen.[1]

Brücke und unfertige Trasse bei Hamburg, 1960
Die Grenzübergangsstelle vor Zarrentin, 12. November 1989

Der in den Kriegsjahren schon existierende, aber noch nicht in Betrieb genommene Tunnel im Autobahnkreuz Hamburg-Ost diente als vor Bombenangriffen sicheres Ausweichquartier für die Herstellung von Flugzeugteilen. Zu diesem Zweck wurden die Einfahrten zugemauert sowie der Innenraum in drei Räume unterteilt. Später nutzten britische Pioniere das Bauwerk.[2]

Bei Hagenow ist heute noch auf Satellitenfotos der Verlauf der ursprünglich geplanten Trasse, z. B. anhand von Baumreihen zu erkennen. An der Kreisstraße zwischen Viez und Bakendorf sind Reste einer Autobahnbrücke ohne Funktion aus jener Zeit zu sehen. Außerdem gab es nördlich von Rastow (bei Pulverhof) noch eine fertiggestellte, später aber wieder abgerissene Brücke über die Eisenbahnstrecke Schwerin–Ludwigslust.

Am Kilometer 14,0 befindet sich eine aus zwei Segmentbögen bestehende Brücke aus der Zeit vor dem Krieg über die A 24. Sie verbindet die Ortschaften Büchsenschinken und Kronshorst, ist mit Ziegeln verblendet und noch vollständig erhalten. Eine weitere Brücke in ähnlicher Bauart befindet sich bei Kilometer 9,5. Im Unterschied zur Erstgenannten verfügt diese über nur einen Segmentbogen über beide Fahrbahnen. Bei Kilometer 48,7 waren die südlichen und nördlichen Widerlager sowie der Mittelpfeiler einer ehemaligen Brücke erhalten. Diese Brücke wies die Besonderheit auf, dass sie über einen auf der nördlichen Seite befindlichen eigenen Durchlass für einen Feldweg verfügte. Sie wurde mittlerweile durch einen Neubau ersetzt.

1950–1989[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg verhinderte die Teilung Deutschlands den Weiterbau. Erst 1978 übergab man das Autobahnkreuz Hamburg-Ost mit dem Tunnel Barsbüttel sowie eine Teilstrecke dem Verkehr. Sie reichte bis zu einer Hilfsabfahrt in Höhe Stemwarde/Neuschönningstedt. Im gleichen Jahr wurde der endgültige Bau der Autobahn für den Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vereinbart. Auf ostdeutscher Seite wurde in den 1970er Jahren das Teilstück zwischen Wittstock und dem Dreieck Havelland, das Bestandteil der Autobahn von Berlin nach Rostock ist, fertiggestellt. Den Bau des restlichen 1,2 Milliarden Mark (heute: rund 1.147.713.000 Euro) teuren Streckenabschnitts durch die DDR, der bis 1982 von Kombinaten durchgeführt wurde, bezahlte die Bundesrepublik. Die vor dem Krieg fertiggestellten Brücken wurden größtenteils wieder abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. Wegen eines in der Zwischenzeit entstandenen Schießplatzes der sowjetischen Truppen weicht die heutige Trasse bei Hagenow von der ursprünglichen Planung ab. Entlang der Autobahn entstanden durch Kiesförderung für den Bau einige Baggerseen, unter anderem nahe Kraak und Neu Zachun.

Die Transitautobahn wurde schließlich am 20. November 1982 dem Verkehr übergeben. Bereits ab 1981 wurde der Transitverkehr vom Dreieck Havelland (damals "Abzweig Rostock" genannt) bis zur Abfahrt Putlitz über die neue Autobahn geführt, später sogar bis Neustadt-Glewe.

Nahe der Abfahrt Putlitz gab es beidseitig einen Parkplatz, der nur von Reisebussen im Transit benutzt werden durfte: Auf der Südseite (erreichbar von der Nordseite mittels einer Fußgängerbrücke) gab es ein Rasthaus mit angeschlossenem Intershop. Für Bedienstete entstanden neben dem Rasthaus zwei Flachdach-Wohnhäuser, die noch heute existieren. Das Rasthaus hingegen wurde zwischenzeitlich abgerissen.

Wittenburg war aus Richtung Berlin die letzte öffentliche Abfahrt auf DDR-Seite. Schilderbrücken wiesen Fahrer von „DDR-Kfz“ unmissverständlich darauf hin, dass sie hier die Autobahn zu verlassen haben. Nur der „Grenzüberscheitende Verkehr“ und Fahrer im „Transit–BRD“ durften weiterfahren. Die Abfahrt Zarrentin gab es damals noch nicht, da sie im Grenzgebiet gelegen hätte.

Exakt bei der heutigen Abfahrt Zarrentin gab es einen Kontrollposten, den man als Transitreisender mit 20 km/h durchfahren durfte. Alle anderen Verkehrsteilnehmer hatten zu halten und sich auszuweisen, bevor sie zur eigentlichen Grenzübergangsstelle weiterfahren durften. Hier begann das Grenzgebiet der DDR im Sinne der 5-km-Sperrzone. Nach zwei Kilometern passierte man einen (heute gesperrten) Parkplatz. Dort gab es (mittels Fußgängerbrücke erreichbar) auf der Südseite ein Rasthaus mit Gaststätte, Intershop und einer Filiale der Staatsbank der DDR. Dort hatten DDR-Reisende die Möglichkeit, im Rahmen des Zwangsumtausches, Westgeld in Mark der DDR zu wechseln.

Der Grenzübergang selbst lag südlich der Autobahn auf dem Gelände des heutigen Gewerbeparks Valluhn/Gallin. Die durchgehende Autobahn war dem LKW-Verkehr vorbehalten. PKW- oder Busfahrer mussten über Abfahrten und Brücken die Autobahn verlassen bzw. überqueren, um das Gelände der Kontrollstelle zu erreichen. Im Vergleich zu den anderen DDR-Grenzübergängen machte dieser Grenzübergang einen sehr großzügigen Eindruck. Innerhalb der Kontrollstelle gab es gesonderte Spuren für grenzüberschreitenden Verkehr, für den Transitverkehr und für Busse. Damit es keine Missverständnisse gab, wurde man bereits an der Zufahrt zur Anlage angehalten und auf die zu benutzende Fahrspur hingewiesen. Nach Verlassen der Kontrollstelle hatte man noch ein etwa 1,5 km langes Stück auf DDR-Gebiet zurückzulegen.

Die Reste der Abfertigungsanlagen wurden um 1993 abgerissen.

Auf bundesdeutscher Seite befand sich unmittelbar an der Grenze die Raststätte Gudow. Auf beiden Seiten gab es damals schon Rasthäuser mit Restaurantbetrieben. Vor allem das auf der Nordseite gelegene Rasthaus fiel durch seine räumliche Großzügigkeit auf und bildete damit damals einen sehr deutlichen Kontrast zu den Rastanlagen in der DDR. Die Zollabfertigunganlagen befanden sich für PKW auf der Autobahn, für LKW hingegen auf den Rastanlagen. Auf der Nordseite gab es darüber hinaus ein größeres Verwaltungsgebäude vom Bundeszoll. Bis um 1990 gab es die Möglichkeit, mit Hilfe einer Brücke über die Autobahn hinweg legal die Fahrtrichtung zu wechseln. Hierzu wurden Straßen angelegt, die entsprechend ausgeschildert waren. Zwar gibt es die Straßen noch heute, aber sie sind nur noch für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Vor allem der Bundesgrenzschutz hat im Rahmen seiner Patrouillenfahrten diese Fahrtmöglichkeit genutzt. Für Besucher gab es nahe der Brücke einen kleinen Parkplatz, von dem man direkt an die Grenzlinie gehen konnte. Dort gab es, wie so oft an der innerdeutschen Grenze, Informationstafeln über den Aufbau der Grenzanlagen.

Bei Kilometer 45,0 fällt eine Autobahnanschlussstelle auf, die gar keine ist: Bereits mit den Bauarbeiten um 1940 ist diese Auffahrt trassentechnisch entstanden und sollte eigentlich Gudow heißen. Dennoch wurde sie bei Eröffnung der Autobahn 1982 nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Sie diente nur den Angehörigen der Autobahndienststellen und Raststätten als Zufahrtsmöglichkeit. Die Auffahrt ist noch heute erhalten, wobei die Benutzung nach wie vor nicht gestattet ist. Sie bietet ohnehin von der L 205 nur eine Auf- und Abfahrmöglichkeit aus und in Richtung Berlin.

1990 bis heute[Bearbeiten]

Um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen Rechnung zu tragen, wurde seit 2001 am Autobahnkreuz Hamburg-Ost umfangreich gearbeitet. Die Sanierung des Tunnels sowie die Fahrbahnerneuerung zwischen Reinbek und dem Kreuz mit der A 1 machten bis Anfang November 2006 eine über dreimonatige Vollsperrung der Fahrtrichtung Hamburg nötig. Die Arbeiten am 27 Millionen Euro teuren Großprojekt wurden im November 2007 abgeschlossen.

Zwischen der Anschlussstelle Reinbek und der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern befindet sich der einzige nicht sanierte Abschnitt der A 24. Er ist überwiegend in Beton ausgeführt, wobei die schadhaften Stellen punktuell ausgebessert worden sind (Stand: 28. Februar 2009).

Unmittelbar nach der Grenzöffnung wurde bei Zarrentin eine Behelfsabfahrt für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Sie diente zuvor nur den Grenztruppen und sonstigen Berechtigten als Zufahrt zur Autobahn. In späteren Jahren wurde die ursprünglich sehr enge Abfahrt komplett umgebaut.

Am 1. Januar 2003 wurde für den stark befahrenen, staugefährdeten und überdurchschnittlich unfallträchtigen Abschnitt zwischen dem Dreieck Wittstock/Dosse und dem AD Havelland ein Tempolimit von 130 km/h festgelegt. Seit der Einführung sind die Unfallzahlen, insbesondere der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer, enorm zurückgegangen.

Zur Anbindung des größten nach der Wende entstandenen Gewerbeparks Mecklenburg-Vorpommerns (Valluhn/Gallin), in dem sich unter anderem viele Logistikfirmen niedergelassen haben, wurde bis zum Februar 2008 bzw. September 2013 die nur aus und in Richtung Hamburg nutzbare Abfahrt Gallin eingerichtet.[3][4]

Bundesautobahn 24 – Raststätte Linumer Bruch Nord

Ausbau[Bearbeiten]

Im Juli 2011 wurde der Planfeststellungsbeschluss für den sechsstreifigen Ausbau von der Anschlussstelle Neuruppin (A 24) bis zur Anschlussstelle Oberkrämer (A 10) einschließlich des Umbaus des Dreiecks Havelland veröffentlicht.[5]

Im Zuge des Lückenschlusses der A 14 zwischen Schwerin und Magdeburg wird ein Ausbau des Dreiecks Schwerin zum Autobahnkreuz notwendig. Der Baustart erfolgte am 1. November 2012. Bis zum Jahr 2015 soll das Autobahndreieck zum Autobahnkreuz Schwerin umgebaut sein. Da eine künftige A 14-Anschlussstelle den Namen Ludwigslust erhält, wurde im April 2013 die A 24-Anschlussstelle Ludwigslust an der Bundesstraße 106 in Wöbbelin umbenannt.[6]

Nahe Fehrbellin und Herzsprung werden die neuen Rüttelstreifen getestet, die den Fahrer bei gefährlichen Schlenkern auf die drohende Gefahr aufmerksam machen sollen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 24 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die unvollendete Autobahn – Mecklenburgmagazin der Schweriner Volkszeitung und des Nordkuriers vom 14. März 2008
  2. Michael Grube: U-Verlagerung „Kolibri“, Barsbüttel bei geschichtsspuren.de
  3. MVInvest – Größter Gewerbepark des Landes mit direkter Anbindung an die A 24
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFreigabe der Teilanschlussstelle 2. BA an der A 24. 2. September 2013, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPlanfeststellungsbeschluss für den 6-streifigen Ausbau der Bundesautobahn (BAB) 24 und der BAB 10. Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 26. Juli 2011, abgerufen am 6. April 2012.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAnschlussstellen auf Autobahn 14 und 24 bei Ludwigslust werden umbenannt. Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, 25. April 2013, abgerufen am 25. April 2013.