Großvargula

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großvargula
Großvargula
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großvargula hervorgehoben
51.11666666666710.783055555556166Koordinaten: 51° 7′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Erfüllende Gemeinde: Herbsleben
Höhe: 166 m ü. NHN
Fläche: 15,19 km²
Einwohner: 744 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99958
Vorwahl: 036042
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 019
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 52
99955 Herbsleben
Webpräsenz: www.grossvargula.de
Bürgermeister: Marko Wartmann
Lage der Gemeinde Großvargula im Unstrut-Hainich-Kreis
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Das Schloss Großvargula

Großvargula ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Großvargula ist die Gemeinde Herbsleben.

Geografie[Bearbeiten]

Großvargula liegt beidseitig der oberen Unstrut.

Geschichte[Bearbeiten]

785 wurde der Ort erstmals als Varila erwähnt. Weitere Ortsnamen waren Vergelaha, Varela, Großen Vargel bis zum heutigen Großvargula. Die in der Unstrutschleife von Wassergräben umgebende Burg Großvargula wurde 1281 urkundlich genannt. 1727 wurde das Schloss erbaut. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren die Gebäude des Nachfolgebaus gut erhalten. Das mittelalterliche Tor existiert heute noch.[2][3]

Nach dem Ort und der Burg benannten sich auch die Schenken von Vargula. Ihre Stammlinie starb Mitte des 14. Jahrhunderts aus. 1323 verkauften ihre Nachfolger Großvargula an das Kloster Fulda und dieses den Ort im Jahr 1340 an den Deutschen Ritterorden. Der Ritterorden verkaufte bereits 1385 Großvargula an die Stadt Erfurt, welche 1403 einen Amtmann für den Ort einsetzte. Zum Erfurtischen "Amt Vargula", welches eine Exklave war, gehörte nur Großvargula. Der Ort war sächsisches Lehen[4] und unterstand teilweise auch dem kursächsischen Amt Langensalza.[5] Nachdem die Stadt Erfurt im Jahr 1664 ihre Selbstständigkeit verlor, gehörte Großvargula als Teil ihres Territoriums zum Erfurter Staat des Erzbistums Mainz.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurden das geistliche Gebiet des Erfurter Staats aufgelöst und Preußen angegliedert. 1806 wurde Großvargula französisch besetzt und dem Fürstentum Erfurt angegliedert. Nach dessen Auflösung kam der Ort 1814 wieder zu Preußen und wurde 1816 dessen Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen angegliedert, zu dem er bis 1944 gehörte.[6]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Großvargula besteht aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • WG VS 3 Sitze
  • WG BSV 2 Sitze
  • WG FFW 2 Sitze
  • WG SKG 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Marko Wartmann wurde am 6. Juni 2010 gewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Der Wappenschild zeigt ein achtspeichiges schwarzes Rad im silbernen Felde und ist mit einem offenen Helm gekrönt. Auf demselben befindet sich ein in Silber und Schwarz gewundener Wulst mit einem geteilten offenen Flug, oben silber, unten schwarz. Das Wappen vereinigt demnach in sich das Erfurter Rad, die Farbe des deutschen Ritterordens und den offenen Flug der Schenken von Vargula.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Th. Köhler Mittelalterliche Burgen in Thüringen Wartberg Verlag 2000 S. 306 ISBN 3-86134-631-1
  3. Burg
  4. Geschichtliche Darstellung des Gebiets der Stadt Erfurt, S.26
  5. Das Amt Langensalza im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt
  6. Ortsgeschichte auf der Homepage von Großvargula
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großvargula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien