Hamburg Zwei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von HAMBURG ZWEI)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hamburg Zwei
aktuelles Logo
Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch, Kabel, Satellit, Webradio
Sendegebiet HamburgHamburg Hamburg
Eigentümer Betriebsgesellschaft Radio 95.0 mbH
Geschäftsführer Christian Gilly
Sendestart 15. Juli 2014
Rechtsform Privatrechtlich
Programmtyp Oldieradio
Homepage hamburg-zwei.de
Liste der Hörfunksender

Hamburg Zwei (Eigenschreibweise HAMBURG ZWEI) ist ein privater Hamburger Rundfunksender, der seit 1. März 1988 unter verschiedenen Namen auf Sendung ist. Am 15. Juli 2014 erfolgte die Umbenennung von Oldie 95.[1] Zuvor hieß der Sender unter anderem fun fun radio, Mix 95.0 oder OK Radio. Es ist ein musikorientiertes Programm, in dem zunächst nur Oldies der 1970er, 1980er, 1990er und auch selten 2000er gespielt werden. Gesendet wird auf UKW 95,0 MHz aus dem Funkhaus Spitalerstraße, in dem auch Radio Hamburg untergebracht ist.

Gesellschafter und Vermarktung[Bearbeiten]

Als Gesellschafter sind die Frank Otto Medienbeteiligungs GmbH zu 51 %, Radio Hamburg zu 16,4 %, Regiocast zu 16,3 % und Radio ffn zu 16,3 % beteiligt. Die Vermarktung der regionalen Werbezeiten erfolgt über die More GmbH, Hamburg, an der Hamburg Zwei mit 16 % beteiligt ist. Der nationale Verkauf wird von der RMS Radio Marketing Service GmbH, Hamburg, abgewickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Sender startete unter dem Namen OK Radio am 1. März 1988 als dritter Privatsender in Hamburg (nach Radio Hamburg und Radio 107) auf der Frequenz 95,0 MHz. Die Sendeleistung betrug 100 Watt. Namensgeber und Initiator des Projektes war Klaus Schulz (Herausgeber des ersten Hamburger Stadtmagazins Oxmox), der eine akustische Alternative zu Radio Hamburg mit dem Schwerpunkt Rock/Blues etablieren wollte. Finanzpartner war Frank Otto (Sohn von Werner Otto, dem Gründer des Otto-Versands). Nach internen Unstimmigkeiten über die kommerzielle Ausrichtung des Senders trennten sich die Wege der Betreiber und Frank Otto übernahm als Alleingesellschafter die Geschäfte.

1990 wurde der Rock-Sender in ein Hit-Radio umgewandelt, das sich speziell an jüngere Leute richtete. Es war das erste, kommerzielle Jugendradio Norddeutschlands. Abends und am Wochenende gab es viele Musik-Spezialsendungen. OK Radio erreichte bis zu 15 % Marktanteil (in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen sogar bis zu 60 %).

1994 startete der NDR mit N-Joy Radio einen werbefreien Jugendsender auf der Frequenz 94,2 MHz. OK Radio klagte zwar gegen den Sendestart, ein Sendeverbot per Eilverfahren wurde aber aufgehoben. Das Verwaltungsgericht Hamburg stellte erst 1998 fest, dass die Ausstrahlung von N-Joy Radio auf 94,2 in Hamburg rechtswidrig war.

Am 1. August 1995 wurde der Name auf OK Magic 95 sowie das Musikformat geändert. Spätere Namen lauteten Magic FM, Mix 95.0, Fun Fun Radio, Fun Fun 95.0 und Oldie 95. In der Regel waren die Namensänderungen auch mit einer Änderung des Musikformats verbunden. Seit dem 15. Juli 2014 ist der Name des Senders Hamburg Zwei.

Senderlogos[Bearbeiten]

Kurioses[Bearbeiten]

Im Juli 1999 erlangte der Sender unter dem Namen Mix 95.0 bundesweites Aufsehen, als sich der Moderator Oliver Bennet in einer angeblichen Protestaktion gegen das „zunehmende Radioeinerlei“ nach offiziellen Angaben morgens früh im Sendestudio einschloss und etwa vier Stunden lang lediglich zwei Lieder spielte - Dancing Queen von ABBA und No Milk Today von Herman’s Hermits, bis das Studio schließlich über den Lastenaufzug geentert und der Moderator „überwältigt“ werden konnte. Nach außen wurde kommuniziert, dass Bennet nach einer zeitweiligen Beurlaubung wieder für den Sender arbeiten dürfe. Tatsächlich dürfte es sich nach Ansicht von Branchenkennern bei diesem Vorgang um eine geplante Promotion-Aktion des Senders gehandelt haben. Als Begründung für diese Vermutung wurde genannt, dass bei fast jedem Sender das Sendestudio relativ leicht abgeschaltet und ein Reservestudio aufgeschaltet werden kann, dass zudem eine zielgruppenorientierte Botschaft vermittelt wurde („Wir setzen uns für mehr Abwechslung in der Musik ein“) und dass zuletzt eine Weiterbeschäftigung bei einem solch gravierenden Einfluss in den Programmablauf, sollte er ohne Absprache stattgefunden haben, unrealistisch gewesen wäre.[2]

Als Oldie 95 erreichte der Sender erneut überregionale Bekanntheit durch die Aktion „Ein Beatles-Platz für Hamburg“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. "No Milk Today" in der Endlosschleife Spiegel Online, 26. September 2012