HIM

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HIM
Him-logo.svg
HIM während eines Auftritts (2006)
HIM während eines Auftritts (2006)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dark Rock
(bis 2000)
Alternative Rock (2000 - 2010)
Pop-Rock (seit 2010)
Gründung 1995
Website http://www.heartagram.com/
Gründungsmitglieder
Ville Valo
Gitarre
Mikko Viljami Lindström
Mikko Heinrik Julius Paananen
Juhana Rantala (bis 1999)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Ville Valo
Gitarre
Mikko Viljami Lindström
Bass
Mikko Heinrik Julius Paananen
Jani Purttinen (1995, seit 2000)
Schlagzeug
Mika Kristian Karppinen (seit 1999)
Ehemalige Mitglieder
Keyboard
Antto Melasniemi (1996–1999)
Keyboard
Juska Salminen (1998–2000)
Schlagzeug
Juhana Rantala (1996-1999)
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HIM (Abkürzung für: His Infernal Majesty) ist eine Musikgruppe aus Helsinki (Finnland), die dem Dark-Rock-Genre zugeschrieben wird. Die Gruppe selbst bezeichnet ihre Musik als „Love Metal“.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band entstand im Sommer 1995. Gründungsmitglieder sind Ville Valo (Gesang), Mikko Viljami „Lily Lazer“ Lindström (Gitarre), Juhana „Petkä“ Rantala (Schlagzeug) und Mikko Heinrik Julius „Migé Amour“ Paananen, (E-Bass). Nachdem Janne Johannes „Emerson Burton“ Purttinen bis zur Veröffentlichung der ersten EP im Jahr 1996 am Keyboard eingesprungen war, wurde er durch Antto Melasniemi ersetzt, dem zwei Jahre später Jussi-Miko „Zoltan Pluto“ Salminen folgte. 1999 schied Drummer Rantala zugunsten von Mika Kristian „Gas Lipstick“ Karppinen aus. Ende 2000 trat Emerson Burton, der ursprüngliche Keyboarder, als nun festes Bandmitglied an die Stelle Salminens.

Die erste EP 666 Ways to Love wurde noch nicht unter der Abkürzung HIM sondern unter „His Infernal Majesty“ veröffentlicht. Für spätere Veröffentlichungen erwog man das kurze H.I.M, bis man sich letztlich für die griffige Kurzform HIM entschied. Valo begründet dies damit, dass der ursprüngliche Name leicht zu vergessen war. Von der kanadischen Thrash-Metal-Band Infernäl Mäjesty habe HIM nichts gewusst.[1] In den USA verwendete die Gruppe zunächst den Bandnamen HER (His Evil Royality), da es dort bereits eine andere Band namens HIM gab. Die Gruppe erwarb die Rechte des Namens und darf sich seitdem auch in den USA HIM nennen.

Ville Valo (2007)

1998 erschienen die Single Wicked Game und das dazugehörige Debütalbum Greatest Lovesongs Vol. 666 in Deutschland. Das Debüt wurde über 120.000 Mal verkauft – eine Zahl, die bereits zwei Jahre später überboten werden sollte: Die Ballade Join Me (In Death) (zudem Titelsong des Kinofilms The 13th Floor – Bist du was du denkst?) hielt sich in Deutschland wochenlang auf Platz 1 der Singlecharts und wurde mit Gold ausgezeichnet. Das dazugehörige Album Razorblade Romance stieg auf Platz 1 in die deutschen Charts ein, verkaufte sich über 750.000 Mal und wurde mit drei goldenen und einer Platinschallplatte ausgezeichnet. Zudem konnten sich zwei weitere Songs (Gone with the Sin und Right Here in My Arms) in den Top 20 platzieren. Verschiedene Auszeichnungen (darunter die von VIVA und VIVA Zwei vergebenen „Zuschauer-Cometen“) und eine rege Tour-Aktivität folgten. Dafür wurden die Musiker im Jahr 2001 mit dem VIVA-Comet als „Beste Band“ ausgezeichnet.

Konsequenterweise entstand das folgende Werk Deep Shadows and Brilliant Highlights quasi „auf Achse“. Bereits die erste Singleauskopplung Pretending erreichte die Top 10 und verhalf dem Album erneut zu großer Popularität: Deep Shadows & Brilliant Highlights erreichte Platz 2 der deutschen Charts, erhielt eine Goldauszeichnung und wurde letztlich über 250.000 Mal verkauft. Darüber hinaus konnte auch das nächste Lied namens In Joy and Sorrow in die Top 20 kommen.

HIM live (2007)

Die Band entschloss sich Anfang 2002 eine einjährige Schaffenspause einzulegen. Zumindest die Bühnenpräsenz sollte ein wenig zurückgefahren werden, nicht zuletzt, um wieder mehr Zeit für die kreativen Prozesse zu gewinnen. Zur Überbrückung der Veröffentlichungspause wurden die bisherigen Singles in einem Box-Set veröffentlicht. 2003 wurde das Album Love Metal der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Album erreichte Platz 1 der deutschen Hitparade. Die erste Single-Auskopplung The Funeral of Hearts gelangte bis auf Platz 3 der deutschen Singlecharts. The Sacrament und Buried Alive by Love gingen beide in die Top 30.

Das Greatest-Hits-Album And Love Said No komprimierte 2004 mit 14 bekannten und zwei neuen Titeln die bisherige Karriere der Band auf einer CD.

Anfang 2005 wechselte die Band zu Warner Music. Sie trennte sich von ihrem alten Label GUN/Supersonic, nachdem der über fünf Alben abgeschlossene Vertrag mit And Love Said No erfüllt war.

Im April 2005 erschien Love Metal Archives Vol. 1; eine DVD mit annähernd allen Musikvideos, die HIM seit Beginn ihrer Karriere produziert haben. Außerdem befinden sich diverse Live-Aufnahmen auf der Scheibe. Auf einer zusätzlichen DVD der limitierten Fassung ist der Film HIM vs. BAM enthalten. Weiterhin enthalten sind Making-ofs der Videos zu The Sacrament, Buried Alive by Love, Solitary Man und And Love Said No.

Im September 2005 veröffentlichten HIM ihr fünftes Studio-Album Dark Light. Erstmals wurde dieses Album zeitgleich auch außerhalb Europas, in den USA, Kanada und Japan veröffentlicht. Für dieses Album erhielten sie zur Vermarktung Unterstützung von Bam Margera und Jimmy Pop (Frontmann der Band Bloodhound Gang). Sie wollten den Finnen gemeinsam zum Chart-Erfolg in den USA verhelfen. Die Band erreichte mit Dark Light immerhin Platz 18 der US-Mainstream-Rock-Charts.

Im Herbst 2006 sagten HIM ihre Amerika-Tour ab, um stattdessen an einem neuen Album zu arbeiten. Am 14. September 2007 erschien schließlich mit Venus Doom das nunmehr sechste Studioalbum der Band. Nach dem zwar erfolgreichen, musikalisch jedoch umstrittenen Vorgängeralbum wollte die Band hierbei wieder zu ihren rockigen Wurzeln zurückfinden und eine deutlich härtere und kompromisslosere Gangart einlegen. Neben einem dezenteren Einsatz des Keyboards bietet Venus Doom daher auch deutliche Doom-Metal- und Progressive-Rock-Elemente, ohne jedoch den typischen HIM-Klang außer Acht zu lassen.

HIM live, im Hintergrund das Heartagram (2005)

Am 29. April 2008 wurde die Live-DVD und Live-CD Digital Versatile Doom - Live at Orpheum Theatre veröffentlicht. Diese stellt einen Mitschnitt der Konzerte vom 14. und 15. November 2007 in Los Angeles dar.[2]

HIM veröffentlichten ihr siebtes Studioalbum namens Screamworks: Love In Theory And Practice am 12. Februar 2010 in Deutschland.[3] Die erste Single Heartkiller erschien in Deutschland am 5. Februar und erreichte in Finnland bereits Platz 5 der Charts. Die zweite Single ist Scared to Death, diese erschien am 7. Mai, das Video wurde bereits zuvor veröffentlicht.[4]

Am 7. Dezember 2010 wurde das Album SWRMXS - The Official Screamworks Remix Album veröffentlicht, auf dem die Songs des Originals in Remix-Versionen unter anderem von Tiesto, Morgan Page und Gavin Russom zu finden sind.[5][6]

Nachdem sich HIM am 28. März 2011 von ihrem Label Sire/Warner trennten, wurde es still um die Band. Erst mit einem Interview des englischen Rock Magazins Kerrang am 15. Februar 2012 brach Frontman Ville Valo das Schweigen und erklärte, dass die Band derzeit an einem neuen Album arbeitete, der Schaffensprozess jedoch durch eine seltene Erkrankung von Drummer Gas' Armen behindert werde. Am 16. August 2012 verkündete Produzent Tim Palmer via Twitter, dass er im November mit HIM in London arbeiten werde, um das neue Album Tears on Tape fertigzustellen. Zuvor werde die Band jedoch im September 2012 die Single Strange World, ein Cover des Künstlers Ké, und im Oktober die Compilation XX - Two Decades of Love Metal veröffentlichen. Das Album erschien am 6. November 2012. Das angekündigte achte Studioalbum soll am 26. bzw. 29. April 2013 erscheinen und wird den Namen Tears On Tape tragen. In Deutschland erscheint als Single der gleichnamige Song am 12. April 2013.

Love Metal und Heartagram[Bearbeiten]

Der Kontrast zwischen den melancholischen Liebestexten und der meist harten Musik formte die Bezeichnung „Love Metal“, die die Band auch für ihr 2003 erschienenes viertes Album benutzte.

Das Heartagram ist das Bandlogo von HIM. Das Symbol setzt sich aus einem Herzen und einem invertierten Pentagramm zusammen. Das Bandlogo weist in Fankreisen eine entsprechende Popularität auf, beispielsweise als Tätowierungsmotiv[1] oder auf Bekleidung. Auch Prominente wie Bam Margera und Kelly Osbourne haben sich das Symbol tätowieren lassen.

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten]

Ville Valo live (2006)

Anfangs verwandte die Band satanische Symbolik, nahm diese Elemente jedoch aufgrund der auf die norwegische Black-Metal-Szene zurückgehenden Kirchenbrandstiftungen zurück. Mittlerweile halten okkulte Symbolik und Anton-Szandor-LaVey-Bezüge wieder Einzug. Sänger Ville Valo hat sich nach eigenen Angaben ausgiebig mit Aleister Crowley beschäftigt.[1] Ihr erstes Album Greatest Lovesongs Vol. 666 (1997) ließ das Gerücht aufkommen, Valo sei Satanist. Dies wurde aber von ihm verneint, da er meinte, dass HIM weder etwas mit Gott noch mit dem Teufel am Hut hätten. Derartige Zeichen, wie die Zahl 666 benutzen sie nur, da sie bekannt sind und quasi nur als Symbole gelten sollen.

Von der Underground-Rock-Band entwickelten sie sich stetig seit Veröffentlichung ihres Welterfolges Razorblade Romance (2000) zu Idolen v. a. junger Frauen, nicht zuletzt aufgrund der Person des Sängers Ville Valo. 2001 erschien das Studioalbum Deep Shadows and Brilliant Highlights. Bei thematischer Kontinuität in den Texten, die sich weiterhin mit dem Tod und verflossenen Lieben beschäftigen, kehrten HIM mit dem Album Love Metal zu ihren musikalisch „härteren“ Wurzeln zurück. Dark Light, das erste Album, das komplett in den USA aufgenommen und produziert wurde, wird von vielen Fans als das bisher enttäuschendste Album von HIM angesehen. Das tat dem Erfolg der Band aber keinen Abbruch, erzielten sie doch in Deutschland und Finnland wieder gute Platzierungen in den Albumcharts. Im September 2007 erschien das nunmehr sechste Studioalbum Venus Doom. In einem Interview meinte Ville Valo, dass jene Fans, die Dark Light lieben würden, das neue Album hassen werden. Venus Doom schlägt wieder eine härtere Richtung ein.

Erfolgstitel[Bearbeiten]

Join Me in Death, vermarktungstechnisch als Join Me veröffentlicht, wurde im Jahre 1999 auf dem Album Razorblade Romance veröffentlicht, und gilt als das bekannteste Lied der Band in Europa. Obwohl es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits einige Jahre alt war, und das Lied selbst nicht zu den Favoriten der Band zählt, machte es HIM einen Namen in Europa, nachdem es im Film The 13th Floor gespielt wurde. Join Me in Death ist außerdem auf dem Soundtrack von Resident Evil: Apocalypse enthalten.

Es existieren zwei Versionen des Join-Me-Musikvideos: Eine, von The 13th Floor inspirierte, die andere als vage Andeutung des Romeo-und-Julia-Stoffs. Das Lied wird von vielen mit dem Suizidmotiv gedeutet, sei aber von Ville Valo als moderne Version von Romeo und Julia geschrieben worden. Dazu meinte er: „Ich finde, es ist eines der schwächeren Lieder auf dem Album. Das Klavier ist nett, aber wahrscheinlich bedeutet mir das Lied nichts, weil es nicht über das wirkliche Leben ist. Das ist ein altes Lied − das erste Demo war Januar ’98 fertig − und ich bin dessen schon überdrüssig, weil es nur dieselbe einfache Sache immer und immer wieder ist.“

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: HIM/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Comet

  • 2000: in der Kategorie „Zuschauer Comet von Viva 2“
  • 2000: in der Kategorie „McClip Des Jahres“ (Join Me)
  • 2001: in der Kategorie „Zuschauer Comet von Viva 2“

Bravo Otto

  • 2000: Silber in der Kategorie „Band Rock“

Echo

  • 2001: in der Kategorie „Gruppe des Jahres international“ (Nominiert)

Grammy Award

  • 2007: Best Boxed/Special Limited Edition: Venus Doom (Nominiert)

Zeitstrahl der Bandmitglieder[Bearbeiten]

Nebenprojekte der Bandmitglieder[Bearbeiten]

Die Engagements Ville Valos neben der Arbeit mit HIM sind in dem Artikel über ihn aufgelistet.

  • 2001: Thulsa Doom (HIM als Thulsa Doom, Warm-Up Band für The 69 Eyes im Tavastia Klubi)
  • 2001: The King Of Rock'n Roll (Lily Lazer als Daniel Lioneye; Migé: Bass, Valo: Drums)
  • 2002: Pitkäsoitto (Lily als Gitarrist im Song Loiste bei Ihmepoika)
  • 2002: Waiting For The Dawn (Gas als Drummer bei Timo Kotipelto)
  • 2002: Hedonist Hellcats (Migé, Valo und Lily als Backgroundsänger bei The Skreppers)
  • 2002: Support Band von The Skreppers (Lux Airam/Ville, Miguelo/Migé & D. Lioneye/Lily)
  • 2004: For Those About To Rot (Gas als Pus Sypope bei To Separate The Flesh From The Bones)
  • 2005: Roll Over! Play Dead! (Sideproject Bendover von Gas Lipstick)
  • 2007: Faith (Gas als Drummer bei Eyes of Eden)
  • 2007: M. Lindström ist Gitarrist bei seiner Ex-Lebensgefährtin 'Manna' - Debut-album: Sister

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HIM – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Catherine Morris: Interview: Ville Valo of HIM talks Hallowe’en and Satanism. Thrash Hits, 7. November 2013, abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
  2. Sonic Seducer, Ausgabe 03/08, Seite 8
  3. laut.de: ALBUM-VORSCHAU 2010: Gold Cobras und Teufelstattoos (Version vom 7. Januar 2010 im Internet Archive) Abgerufen am 6. Januar 2010. (HTML, deutsch)
  4. allaccess.com: Future Releases Abgerufen am 6. Januar 2010. (HTML, englisch)
  5. Offizielle Homepage
  6. SWRMXS - The Official Screamworks Remix Album (englisch) heartagram.com. 1. November 2010. Archiviert vom Original am 3. November 2010. Abgerufen am 12. Januar 2014.