Hadmersleben
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Börde | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Oschersleben (Bode) | |
| Höhe: | 83 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,39 km² | |
| Einwohner: | 1845 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 79 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39398 | |
| Vorwahl: | 039408 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BK | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 83 260 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Markt 1 39387 Oschersleben (Bode) |
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| Bürgermeister: | Hans-Ulrich Göllner | |
| Lage der Stadt Hadmersleben im Landkreis Börde | ||
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Hadmersleben ist eine Stadt der Verwaltungsgemeinschaft Oschersleben (Bode) im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Kleinstadt Hadmersleben nahe der Stadt Oschersleben (Bode) liegt in der westlichen Magdeburger Börde, ca. 2km von der Bode entfernt – großräumiger gesehen zwischen Magdeburg und dem Harz. Das fruchtbare, flachwellige Gebiet um Hadmersleben wird landwirtschaftlich intensiv genutzt.
[Bearbeiten] Geschichte
Trichterbecherstämme errichten 3'000 v.Chr. ein Hügelgrab mit Beigaben (Kußhoch). Schnurkeramiker-Sippen lassen sich 2'000 v.Chr. am "Steilen Ufer" (Ostendorf) nieder. Die Angeln und Warnen siedeln im 5. Jahrhundert v. Chr. in Hathumareslew, sie bauen eine Fluchtburg (Amt). Klostergründung im Jahr 961 durch Bischof Bernhard, Antipode Otto des Großen. Erste Erwähnung 1144 eines Burgherren (Gardolf) als Zeugen Albrecht des Bären. Erzbischof Wilbrand besetzt 1238 im Streit mit den Brandenburgern die Burg. Otto I., der "Teufel von Hadmersleben", erobert 1250 Egeln und baut ein Kloster. Die Nonne Ernegard Bars ist im Jahr 1318 im Kloster als Schulmeisterin tätig. Johannes, der letzte Graf von Hadmersleben, fällt 1367 in der Schlacht von Dinklar. Hadmersleben gilt 1399 als Civitas (Ort mit Stadt und Marktrecht). Curd v. d. Asseburg gründet 1470 im Dorf ein Hospital für arme Leute und Lahme. Verkauf des Schlosses 1498 an den erzbischöflichen Hofmeister Christoph von Hagen. Zum Kloster mit einem Konvent von 78 Benediktinerinnen gehören im Jahr 1517 drei Güter. Schlossherr Adolf von Hagen verteidigt 1525 das Kloster am 7. Mai gegen die Bauern. Forderung der Stadt, das Kloster zu reformieren, wird 1561 vom Konvent abgelehnt. Verkauf des Schlosses im Jahr 1574 an das Magdeburger Domkapitel (siehe 14 Wappen). Die Nonnen fliehen 1631 vor der schwedischen Soldateska nach Hildesheim. Soldaten des Obersten Rogge brennen 1632 34 von 84 Wohnhäusern der Stadt ab. Neubau des Ritterhofes 1649, nach 1664 des Rathauses, nach 1679 im Kloster. Seit 1680 gehört die Stadt zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg und lag im damaligen Holzkreis. Heinrich, Vater des Komponisten Georg Philipp Telemann, wird 1668 Stadtschuldirektor. Gertrud Gröninger schnitzt 1694 als Frau - in der Kunsthistorie einmalig - 17 Altarfiguren. Johann Joachim Winckelmann, Begründer des Klassizismus, lebt 1742/43 als Lehrer auf dem Amt. Verkauf des Klosters 1809 durch Jérôme Bonaparte, König Westfalens und Bruder Napoléons. Amt 1812 als größter Besitz des Domkapitels Magdeburg durch Jérôme verkauft. Ab 1842 Anschluss an die erste Eisenbahnstrecke Magdeburg - Halberstadt.
Bau von Zucker- und Malzfabrik, Brennerei, Brauerei, Kalischacht I und II Zwischen 1889 und 1920: Ferdinand Heine begründet den Weltruhm der Hadmersleber Getreidezucht. 1944 Errichtung eines Außenlagers des KZ Buchenwald für die Produktion von Flugzeugteilen in den Steinsalz- und Kalischächten I und II vor der Stadt. Insgesamt durchliefen 2.000-2.500 Häftlinge unter katastrophalen Lebensbedingungen das Lager, bei der Räumung im Jahr 1945 hatte das Lager 1.421 Häftlinge. Diese wurden auf einen Todesmarsch getrieben, bei dem zahlreiche Häftlinge von den SS-Mannschaften erschossen wurden. Kloster und Amt werden 1945 Saatzuchtbetriebe in Rechtsträgerschaft des Volkes. Das Kloster wird 1966 Institut für Getreideforschung sowie Lehr- und Versuchsgut. In den Jahren 1981 bis 1998 wird das Klostergebäude restauriert und Schaffung einer Gemäldegalerie. Zwischen 1991 und 1992 findet die Auflösung vom Institut für Getreideforschung, Volkseigenem Gut Pflanzenproduktion, Gemüsezuchtstation, Brauerei, Zuckerfabrik, Nährmittelwerk/Rösterei, Mischfutterwerk etc. Ab 1993 findet der Baubeginn im Altersheim statt, Neugestaltung der Straßen und des "Winkels". 1995: U. v. Neumann richtet im Kloster einen Handwerkerhof ein, entwickelt die Landwirtschaft und stellt einem Privatgymnasium Räumlichkeiten zur Verfügung.
Quelle zu den geschichtlichen Angaben: Kulturhistorisches Museum Kloster Hadmersleben
[Bearbeiten] Politik
Der siebenköpfige Stadtrat setzt sich aus 5 Ratsmitgliedern der CDU, einem der SPD und einem Parteilosen zusammen.
[Bearbeiten] Wappen
Genehmigung am 24.Januar 1996
Blasonierung: „Geteilt von Rot und Silber, unten ein aufgerichteter schwarzer Doppelhaken.“
[Bearbeiten] Flagge
Die Stadt Hadmersleben führt eine Flagge in Rot - Silber (Weiß) mit aufgelegtem Gemeindewappen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Kloster Hadmersleben
- Evangelische Kirche Unserer Lieben Frauen (15. und 17. Jahrhundert, zweischiffig)
- Burg der Grafen von Hadmersleben
- ehemalige Klosterbrauerei
- Rathaus (nach einem Brand 1664 errichtet), mit Heimatstube
- KZ-Gedenkstätte von 1975: von März 1944 bis April 1945 befand sich in Hadmersleben ein Außenlager des KZ Buchenwald, die Häftlinge montierten Flugzeugteile der Me 262.
[Bearbeiten] Sport
Der Sportverein TSV Hadmersleben (1925 gegründet) bietet in den Sektionen Fußball, Volleyball, Leichtathletik, Tischtennis und Gymnastik Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung. Hadmersleben verfügt weiterhin über einen Reit- und Ausbildungsstall.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In der Stadt Hadmersleben sind einige Handwerks- Landwirtschafts- und Dienstleistungsfirmen tätig (unter anderem Getreide-Züchtung, Baubetriebe, Natursteinfertigung, Gartenbaubetriebe, Reit- und Ausbildungsstall).
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Von Hadmersleben führen Straßen in die umliegenden Städte Halberstadt, Gröningen, Wanzleben, Kroppenstedt und Oschersleben (Bode). Der Bahnhof Hadmersleben am Nordufer der Bode liegt an der Bahnlinie Magdeburg–Halberstadt).
[Bearbeiten] Bildung
Hadmersleben ist Grund- und Sekundarschul-Standort. In den Gebäuden des ehemaligen Klosters ist eine private, nicht konfessionsgebundene Internatsschule, die Internatsschule Hadmersleben, untergebracht (Realschule und Gymnasium).
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