Straße der Romanik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo
Kennzeichnungsschild in Gernrode

Die Straße der Romanik verläuft als Ferienstraße durch Sachsen-Anhalt in Deutschland. Die Straße der Romanik ist Teil der Transromanica, zu der Stationen in Deutschland (Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen), Italien (Provinzen Modena, Parma und Ferrara), Österreich (Land Kärnten) und Slowenien gehören. Im Jahr 2006 wurde die Transromanica vom Europarat zur Europäischen Kulturstraße ernannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Die Idee zur Schaffung der Straße entstand 1991 und wurde 1993 umgesetzt. Anlass dazu bot die Vielzahl an Bauwerken aus der Zeit des Mittelalters in Sachsen-Anhalt mit seiner zentralen Lage in Deutschland. Laut den Initiatoren besuchen jährlich eine Million Menschen Einrichtungen an der Straße der Romanik.

Verlauf [Bearbeiten]

Die Straße der Romanik verläuft in Form einer Acht, wobei sich im Zentrum die Landeshauptstadt Magdeburg befindet. Die Straße verbindet die Dome, Burgen, Klöster und Kirchen, die in der Zeit vom 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden sind und somit ein Zeichen der Christianisierung darstellen. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt rund 1200 Kilometer. An ihr liegen 80 romanische Objekte in 65 Orten.

Nordroute [Bearbeiten]

Dorfkirche in Schönhausen (Elbe)
St. Thomas in Pretzien
Benediktinerkloster in Groß Ammensleben
Ort Sehenswürdigkeit
Magdeburg Ostteile des Doms (13. Jh.)
Kloster Unser Lieben Frauen (11. Jh.)
St.-Petri-Kirche (1150)
St.-Sebastian-Kirche (11. Jh.)
Groß Ammensleben Benediktinerkloster (1129)
Hillersleben Benediktiner-Nonnenkloster (10. Jh.)
Hundisburg Ruine Nordhusen (12. Jh.)
Bebertal Friedhofskapelle (10. Jh.)
Walbeck Ruine der Stiftskirche St. Marien (10. Jh.)
Sarkophag Graf Lothars II. (10. Jh.) in der Dorfkirche
Wiepke Dorfkirche (12. Jh.)
Engersen Dorfkirche (13. Jh.)
Rohrberg Dorfkirche (12. Jh.)
Diesdorf Augustiner-Chorherren- und Nonnenklosterkirche (1161)
Salzwedel Lorenzkirche (13. Jh.)
Arendsee (Altmark) Benediktiner-Nonnenkloster (1184)
Beuster[1] Stiftskirche St. Nikolaus (Backstein, 12. Jh.)
Havelberg Dom St. Marien (1150)
Sandau (Elbe) Pfarrkirche St. Nicolaus/St. Laurentius (1200)
Schönhausen (Elbe) Dorfkirche (1212)
Wust Dorfkirche (12. Jh.)

Melkow

Dorfkirche (12. Jh.)
Dorfkirche Grosswulkow (um 1170)
Jerichow Prämonstratenserstift (12. Jh.)
Stadtkirche (13. Jh.)
Redekin Dorfkirche (12. Jh.)
Altenplathow Figurengrabstein (1170) in der Dorfkirche Altenplathow

Burg

Oberkirche Unser Lieben Frauen (13. Jh.)
Unterkirche St. Nicolai (1196)
Loburg Kirchenruine Unser Lieben Frauen (1190)

Leitzkau

Dorfkirche St. Petri (12. Jh.)
Klosterkirche St. Maria (Weihe 1155)
Pretzien Dorfkirche St. Thomas (1140)

Südroute [Bearbeiten]

Kloster Huysburg
Dorfkirche Böllberg (Halle)
Ort Sehenswürdigkeit
Wanzleben[1] Burg Wanzleben (896)
Seehausen (Börde) Kirche St. Peter und Paul (frühes 12. Jh.)
Hadmersleben Benediktinerinnenkloster St. Peter und Paul (10. bis 12. Jh.)
Gröningen Klosterkirche St. Vitus (10. Jh.)
Hamersleben Stiftskirche St. Pankratius (um 1110)
Dedeleben Wasserschloss Westerburg
Huysburg Kloster Huysburg, Benediktiner-Priorat St. Marien (1121)
Halberstadt Dom und Domschatz
Liebfrauenkirche (Anfang 11. Jh.)
Osterwieck Stadtkirche St. Stephani
Ilsenburg Benediktinerkloster St. Peter und Paul (11. Jh.)
Drübeck Benediktinerinnenkloster St. Vitus (11./12. Jh.)
Blankenburg Zisterzienserkloster Michaelstein (Mitte 12. Jh.)
Quedlinburg Stiftskirche St. Servatius
Basilika St. Wiperti (um 950)
Gernrode Stiftskirche St. Cyriakus (Anfang 10. Jh.)
Ballenstedt Benediktinerkloster St. Pankratius und Abandus
Falkenstein/Harz Burg Falkenstein (1120)
Frose Stiftskirche St. Cyriakus (um 1170)
Ermsleben Konradsburg bzw. Klosterkirche St. Sixtus (11. Jh.)
Klostermansfeld Benediktinerkloster Mariae Himmelfahrt (um 1140)
Lutherstadt Eisleben[1] Zistersienserinnen-Kloster St. Marien zu Helfta (13. Jh.)
Seeburg[1] Schloss Seeburg (Burg und Schlosskapelle 11./12. Jh.)
Sangerhausen Evangelische Pfarrkirche St. Ulrici (um 1100)
Tilleda (Kyffhäuser) Königspfalz (10. Jh.)
Allstedt Burg und Schloss Allstedt
Querfurt Burg Querfurt (10./11. Jh.)
Memleben Ruine des Benediktinerklosters St. Marien
Eckartsberga Eckartsburg (um 1190)
Bad Kösen Romanisches Haus (um 1040)
Burg Saaleck und Rudelsburg
Schulpforte Zisterzienserkloster Sanctae Mariae ad Portam
Naumburg (Saale) Dom St. Peter und Paul (Krypta 11. Jh.)
Ägidienkurie (13. Jh.)
Goseck[1] Schloss Goseck (Klosterkirche, Chor und Krypta 11. Jh.)
Zeitz Dom St. Peter und Paul (11. Jh.)
Freyburg Schloss Neuenburg (um 1090)
Stadtkirche St. Marien (13. Jh.)
Merseburg Dom St. Johannes und Laurentius (1015–1021)
Neumarktkirche St. Thomas Cantuariensis (12. Jh.)
Halle Burg Giebichenstein (10. Jh.)
Dorfkirche Böllberg (12. Jh.)
Landsberg Doppelkapelle St. Crucis
Petersberg Augustinerstiftskirche St. Petrus (11. Jh.)
Bernburg (Saale) Ortsteil Waldau, Kirche St. Stephani (12. Jh.)
Bergfried des Schlosses Bernburg (Eulenspiegelturm, 12. Jh.)
Nienburg Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian (975) des Klosters Nienburg
Hecklingen Benediktinerinnen-Klosterkirche St. Georg und Pancratius (um 1150)

Mit dem jährlich verliehenen und mit 10.000 Euro dotierten Romanikpreis wird besonderes Engagement zur Belebung und wirtschaftlichen Stärkung der „Straße der Romanik“ im Land Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.[2]

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Elena Matheis: Straße der Romanik. Eine Reise ins Mittelalter. Grebennikov Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-941784-32-1

Weblinks [Bearbeiten]

Fußnoten [Bearbeiten]

  1. a b c d e Neues von der Straße der Romanik: Acht neue Stationen und Sterne für besonders Sehenswertes. anhaltweb.de, 16. August 2007, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Verleihung des Romanikpreises 2007 in Havelberg. anhaltweb.de, 11. Mai 2008, abgerufen am 2. Mai 2009.