Hans Paasche

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Hans Paasche (* 3. April 1881 in Rostock; † 21. Mai 1920 auf Gut Waldfrieden, Netzekreis, Verwaltungsbezirk Grenzmark Westpreußen-Posen) war ein deutscher Marineoffizier, Pazifist und Schriftsteller. Er beteiligte sich vor dem Ersten Weltkrieg an den Diskussionen der bürgerlichen Lebensreformbewegung und hatte einen gewissen Einfluss auf den politisierten und gesellschaftskritischen Teil der Wandervogelbewegung. In seinem bekanntesten Werk Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland, ursprünglich 1912/13 in Fortsetzungen erschienen, gießt er Hohn und Spott über die anmaßende und groteske Lebensführung der „zivilisierten“ Menschheit. 1918 gehörte er für einige Wochen dem Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin an. Im Mai 1920 wurde er, erst 39 Jahre alt, unter nicht völlig geklärten Umständen von Angehörigen des Reichswehr-Schutzregimentes 4 aus Deutsch Krone auf seinem abgelegenen Gut erschossen.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Hans Paasche wurde in eine konservative, großbürgerliche Familie geboren. Sein Vater, Hermann Paasche, war Wirtschaftswissenschaftler, später Reichstags-Vizepräsident sowie Mitglied der Nationalliberalen Partei. Paasche besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin und schlug anschließend (1900) die Laufbahn des aktiven Marineoffiziers ein, er wollte die Welt kennenlernen. 1904 im Range eines Oberleutnants zur See zur Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika versetzt, bekämpfte er den Maji-Maji-Aufstand. Es kam jedoch zu Konflikten mit seinen Vorgesetzten, weil er Gefechtsverluste – auf beiden Seiten – zu vermeiden versuchte. Das bedeutete für seine karrierebewussten Kameraden: Weniger Siegesmeldungen an die Heimat und weniger Orden. Paasche, der viel las und auch Geige spielte, hatte eigens Kisuaheli erlernt, um sich besser mit den Einheimischen verständigen zu können. Er übte Kritik an der brutalen Kolonialpolitik des Deutschen Reiches und forderte eine menschliche Behandlung der angeblichen Schützlinge. Eine Malariaerkrankung beendete seinen Dienst in Afrika. Den dienstlichen Verpflichtungen oblag er fortan bewusst nachlässig und erhielt Anfang 1909 den erhofften Abschied.

1909 heiratete Paasche Ellen Witting, Tochter des Bankiers Richard Witting und Nichte des Publizisten Maximilian Harden. Die Hochzeitsreise führte beide ins östliche Afrika und an die Quellen des Weißen Nils. Ellen Paasche war die erste Europäerin, die dorthin gelangte. 1909/1910 lebte das Paar am Viktoriasee. Beide schrieben über diese Reise das umfangreiche Manuskript Die Hochzeitsreise zu den Quellen des Nils, das vollständig verloren ging.

Ein Immigrant namens Lukanga[Bearbeiten]

Um 1912 rief Hans Paasche gemeinsam mit Hermann Popert (1871–1932) den reformerischen und abstinenten Deutschen Vortruppbund und dessen Zeitschrift Der Vortrupp. Halbmonatsschrift für das Deutschtum unserer Zeit ins Leben. Dort veröffentlichte er 1912/13, nach dem Vorbild der Lettres Persanes von Montesquieu, den fiktiven, kulturkritischen Reisebericht Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland. Die Briefe fanden ein starkes Echo. 1921 – somit erst nach Paasches Tod – in Buchform herausgekommen, wurden sie zum Bestseller.[1] Anlass und Namensgeber für den Reisebericht war ein junger, von Missionaren unterrichteter Afrikaner, den Paasche und seine Frau am Victoriasee kennengelernt hatten. Paasche lässt ihn kurzerhand nach Deutschland reisen, um seine Kritik an Gesellschaft, Umweltverschmutzung und Kolonialismus in Lukangas unverblümter Sprache äußern zu können. Paasches Kritik am quasi-religiösen (Mengen-)Wachstumswahn westlicher Industriegesellschaften war damals noch durchaus neu und sorgte für entsprechendes Aufsehen.

In Vorträgen versuchte Hans Paasche Verständnis für Afrika und seine Menschen zu wecken. Schon seit 1910/11 hatte er (als Reserveoffizier) öffentlich für den Pazifismus geworben, was ihm 1913 ein militärisches Ehrengerichtsverfahren eintrug.[2] Er befürwortete das Frauenstimmrecht, den Tierschutz und unterstützte die vegetarische Bewegung. Im Jahr 1913 war er einer der Wortführer beim Ersten Freideutschen Jugendtag, einem Treffen der Jugendbewegung auf dem Hohen Meißner in Nordhessen. Er gehörte auch zu dem von Friedrich Muck-Lamberty initiierten Kreis der Freunde um den Naturpropheten Gusto Gräser.

Die Siegessäule wankt[Bearbeiten]

Nach Kriegsbeginn wurde Paasche im August 1914 als Kapitänleutnant reaktiviert, zunächst als Nachrichtenoffizier auf dem Leuchtturm Roter Sand „kaltgestellt“ und im Juni 1915 zu einer Torpedobootflottille nach Wilhelmshaven versetzt. In dieser Phase entwickelte er sich zum kompromisslosen Antimilitaristen. Die bei der Marine besonders ausgeprägte, von der Führung gewünschte und kultivierte Distanz zwischen Offizieren und Mannschaften wurde von Paasche demonstrativ unterlaufen. Er bemühte sich um eine bessere Verpflegung seiner Untergebenen, versuchte, ihnen neben dem Dienst eine Art kulturelles Leben zu ermöglichen und vertrat bei Vorgesetzten ihre Interessen. Als Paasche es ablehnte, das ihm übertragene Richteramt im Prozess gegen einen wegen „aufreizender Redensarten“ angeklagten Matrosen zu übernehmen und dies mit „Befangenheit zugunsten des Angeklagten“ begründete, wurde er im Januar 1916 aus dem Militärdienst entlassen.[3] Er trat dem Bund Neues Vaterland bei, zog sich, inzwischen auch Vater, auf sein Gut Waldfrieden zurück und schrieb weiter, im Rahmen der Zensur, gegen den Krieg.

Das wenig ertragreiche kleine Gut lag östlich der Oder beim Dorf Hochzeit im damaligen Kreis Filehne. Mit den französischen Kriegsgefangenen, die Paasche zugeteilt worden waren, feierte er am 14. Juli 1917 den Jahrestag des Sturmes auf die Bastille und hisste auf dem Gutshaus die Trikolore. Im Verein mit seiner regen antimilitaristischen Propagandaarbeit führten solche Vorkommnisse im Herbst 1917 zu Paasches Verhaftung. Vor dem Untersuchungsrichter gab er zu Protokoll, was er später unter dem Titel Meine Mitschuld am Weltkriege veröffentlichte. Um einen Prozess mit dem redegewandten Ex-Offizier zu vermeiden, ließ man ihn in eine Berliner Nervenklinik einweisen. Möglicherweise hatte dabei auch Richard Witting seine Hände im Spiel, entging dessen Schwiegersohn damit doch immerhin der drohenden Anklage wegen Hochverrats und der Verhängung der Todesstrafe.[4] Dort befreiten Paasche am 9. November 1918 revolutionäre Matrosen und fuhren ihn direkt in den Reichstag, wo er in den Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte gewählt wurde. Paasche stand damals der USPD nahe. Er plädierte für eine radikaldemokratische, sozialistische Politik, deren vorrangiges Ziel nach seinen Vorstellungen zunächst eine Zerschlagung des Großgrundbesitzes im Rahmen einer Bodenreform zu sein hatte. Um ein Zeichen des Bruchs mit der Vergangenheit zu setzen, schlug er den Abriss der Siegesallee samt Siegessäule vor. Am 26. November ließ Paasche in der Absicht, die Kriegsverbrechen des Jahres 1914 und die deutsche Besatzungspolitik untersuchen zu lassen, zwei Waggons mit Geheimakten aus dem Archiv des ehemaligen Generalgouvernements Belgien beschlagnahmen.[5] Eines von Paasches zentralen Anliegen war die Festnahme und Aburteilung der für die Auslösung des Krieges verantwortlichen Personen.

Für diese Pläne und Maßnahmen fand Paasche kaum Unterstützung. Inzwischen setzten die Kräfte um Ebert, Scheidemann und Noske auch schon alles daran, die Masseninitiative abzuwürgen und die Arbeiter- und Soldatenräte zu entmachten. Im 25. Januar 1919 saß Paasche auf dem ersten Wagen des Trauerzuges für die an diesem Tag beigesetzten Opfer des Januaraufstandes, darunter auch der ermordete Karl Liebknecht.[6] Mit seiner maßlosen Enttäuschung über den Verrat der revolutionären Bestrebungen verband sich der Gram über den jähen Tod seiner erst 29 Jahre alten Frau Ellen, die am 8. Dezember 1918 der Spanischen Grippe erlegen war. Sie hatte inzwischen ihr viertes Kind geboren. Aus diesen Gründen zog sich Paasche an der Jahreswende erneut auf sein Gut zurück. Er gab die Kinder teils in Obhut von Verwandten, kümmerte sich um ökologisches Wirtschaften, verfasste aber auch weiterhin politische Schriften. Vom unablässigen Kleinkrieg mit seinen in der Nachbarschaft wohnenden Eltern einmal abgesehen, genoss er unter den Einheimischen einen hohen Ruf. Er unterstützte streikende Landarbeiter und stand kurz davor, mit überwältigender Mehrheit in den Gemeinderat gewählt zu werden. Im Frühjahr 1920 fand er in Hertha Geisler, die seit längerem zu seinem Freundeskreis zählte, zudem eine neue Partnerin.[7]

„Auf der Flucht erschossen“[Bearbeiten]

In Paasches 1919 entstandener Schrift Das verlorene Afrika, die u.a. von Kurt Tucholsky in der Weltbühne hervorgehoben wurde[8], finden sich die Worte:

Dein feldgrauer, animalischer Gehorsam hat das Elend, die Trauer und Kraftlosigkeit dieser Zeit hervorgebracht. Und du sprichst nur von deutschen Interessen, bevor du einmal die Tränen der Verzweiflung mitgeweint hast, die die ganze Menschheit weinen muß beim Anblick der Landstriche, in denen wir Siegfried- oder Hindenburgstellung spielten. Die Welt steht dir nicht offen, bevor du Mensch wirst.[9]

Paasche soll sich 1919 der KPD angeschlossen haben. Im Frühjahr 1920 forderte er die Landarbeiter seines Gutes und jene benachbarter Güter auf, bei der bevorstehenden Reichstagswahl für die Partei zu stimmen.[10] Daraufhin wurde er bei den Behörden mehrfach als „Umstürzler“ denunziert, der auf seinem Gut ein Waffenlager unterhalte – wahrscheinlich sogar von seinem eigenen Vater.[11] Unabhängig davon war Paasche von Freunden vor einem geplanten Anschlag Rechtsradikaler gewarnt worden und hatte auch selbst bemerkt, dass Unbekannte das Gut per Fernglas beobachteten.[12] Zwei Verfolgern entkam er, indem er sich in der Hütte eines Waldarbeiters verbarg. Eine Übersiedlung nach Berlin lehnte Paasche dennoch ab. Am 21. Mai erschienen zwei Offiziere mit etwa fünfzig Soldaten auf zwei mit Maschinengewehren bestückten Lastkraftwagen auf Gut Waldfrieden. Paasche hielt sich gerade mit seinen Kindern an einem nahegelegenen See auf. Er wurde herbeigerufen und beim Näherkommen durch einen Schuss ins Herz getötet. Er war bekleidet mit Badehose und Jacke und trug Sandalen. Die angeblich im Gut gehorteten Waffen erwiesen sich als Hirngespinste. Die Durchsuchung des Anwesens förderte lediglich einige Exemplare der Freiheit und der Roten Fahne zutage, die als „Beweismittel“ beschlagnahmt wurden. Der (namentlich bekannte) Schütze und die Befehlshaber, die angaben, Paasche sei „auf der Flucht erschossen“ worden, wurden nie belangt.[13] – Der Diplomat und Publizist Harry Graf Kessler hielt in seinem Tagebuch 1920 dazu fest (Zitat):

„Man erfährt, daß in den Pfingsttagen der Pazifist Paasche von Reichswehrsoldaten auf seinem Gute ermordet worden ist. Natürlich ›auf der Flucht‹ (…) Die Sicherheit für politisch Mißliebige ist gegenwärtig in Deutschland geringer als in den verrufensten südamerikanischen Republiken oder im Rom der Borgia.“

Harry Graf Kessler (Hamburg. 25. Mai 1920. Dienstag) [14]

Kurt Tucholsky veröffentliche in der Weltbühne Anfang Juni 1920 das Gedicht Paasche:

Wieder Einer./Das ist nun im Reich/Gewohnheit schon. Es gilt ihnen gleich./So geht das alle, alle Tage./Hierzuland löst die soziale Frage/ein Leutnant, zehn Mann. Pazifist ist der Hund?/Schießt ihm nicht erst die Knochen wund!/Die Kugel ins Herz!/Und die Dienststellen logen:/Er hat sich seiner Verhaftung entzogen./Leitartikel. Dementi. Geschrei./Und in vierzehn Tagen ist alles vorbei./-Wieder Einer. Ein müder Mann,/der müde über die Deutschen sann./Den preußischen Geist – er kannte ihn/aus dem Heer und aus den Kolonien,/aus der großen Zeit – er mochte nicht mehr./Er hasste dieses höllische Heer./Er liebte die Menschen. Er hasste Sergeanten/(das taten alle, die beide kannten)./Saß still auf dem Lande und angelte Fische./Las ein paar harmlose Zeitungswische…/-Spitzelmeldung. Da rücken heran/zwei Offiziere und sechzig Mann./(Tapfer sind sie immer gewesen,/das kann man schon bei Herrn Schäfer lesen.)/Das Opfer im Badeanzug… Schuss. In den Dreck./Wieder son Bolschewiste weg –!/Verbeugung. Kommandos, hart und knapp./Dann rückt die Heldengarde ab./Ein toter Mann. Ein Stiller. Ein Reiner./Wieder Einer. Wieder Einer.[15]

Gerhart Hauptmann gestaltete den Mord an Paasche im Dritten Abenteuer seines Till Eulenspiegel. Dort lässt er Till klagen: „Hör es, Sonne! Und höre es, Wald! Auch du, Erde, vernimm es! / Hört und rächt es, ihr Tiere und Geister des Feldes! Sie haben / meinen Bruder, den Evangelisten des Herrn erschlagen!“[16]

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Burg Ludwigstein[Bearbeiten]

Auf der nordhessischen (Jugend-) Burg Ludwigstein, die das Archiv der deutschen Jugendbewegung beherbergt, wurde von trauernden Mitgliedern der Jugendbewegung 1920 eine Linde zur Paasche-Linde erklärt.[17] Auch Paasches Grabstein von Gut Waldfrieden ist dort zu sehen, den seine Tochter Helga Paasche 1985 mit Genehmigung des polnischen Ministeriums für Kultur an diese jugendbewegte Stätte verlagerte, wo er Bestandteil einer Dauerausstellung über Hans Paasche ist. Die ursprüngliche Paasche-Linde fiel 2002 im Sturm und wurde 2007 von einer polnischen Schülergruppe aus Krzyż Wielkopolski durch eine im Gut Waldfrieden ausgegrabene junge Linde ersetzt, die unter Beteiligung eines aus Kanada angereisten Paasche-Enkels während eines Festaktes gepflanzt wurde.[18]

Gut Waldfrieden[Bearbeiten]

Grabstätte auf Gut Waldfrieden in Polen (2012)

Das westlich der Verbindungsstraße zwischen Przesieki (Wiesental) und Kuźnica Zelichowska (Selchowhammer) gelegene Gut Waldfrieden (polnisch: Zacisze) wurde 1912 von Hans Paasche und seiner Frau Ellen erworben und bestand zu der Zeit aus 800 Morgen Wald und 200 Morgen Wiesen und Felder sowie dem Tiefsee (polnisch: Jezioro Głębokie). Nach Paasches Ermordung wurde er im Beisein Hunderter Bauern, Land- und Forstarbeiter aus der Umgebung nahe einem Weiher auf seinem Gut beerdigt. 1923 wurde das Anwesen verkauft und 1945 die inzwischen verfallenen Gebäude abgetragen. Heute wird das Gelände von der Oberförsterei in Krzyż Wielkopolski verwaltet.

Nachdem der Stettiner Neurologe und Naturforscher Jerzy Giergielewicz 2003 Paasches Werke der polnischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte, bildete sich in Krzyż Wielkopolski eine Schülerinitiative, die eine Patenschaft zur Pflege des Grabes von Hans Paasche übernahm. 2004 wurde auf Beschluss des Krzyżer Stadtrates das Grab zur Gedenkstätte hergerichtet. Dazu wurde die zugewucherte Grabstätte freigelegt und eingefriedet. Grüne Pfeile an Bäumen weisen den Weg von der verbliebenen Treppe des Gutsgebäudes zur Grabstelle. An Paasches 85. Todestag (2005) wurde Gut Waldfrieden als Gedenkstätte der europäischen Verständigung der Öffentlichkeit übergeben. Der dazu aus Toronto angereiste Gottlieb Paasche, ein Enkel Hans Paasches, bekundete seine Dankbarkeit und seine Freude darüber, dass das Vermächtnis seines Großvaters mit dieser großartigen und mutigen Geste entgegengenommen werde, und bezweifelte, dass dergleichen in Deutschland möglich sei.[19] Zwei Tafeln in polnischer und deutscher Sprache weisen am Fuß der Treppe auf die Geschichte des Guts und seiner Bewohner hin. Da der Weg zur Gedenkstätte nicht beschildert ist, muss man sich anhand der Geo-Koordinaten (N 52° 59,805', E 015° 58,785') orientieren.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Nicht berücksichtigt sind u.a. zahlreiche Artikel Paasches, die in Periodika erschienen, voran im Vortrupp

Literatur[Bearbeiten]

  • Magnus Schwantje: Hans Paasche. Sein Leben und Wirken, Berlin 1921
  • Otto Wanderer (d.i. Otto Buchinger): Paasche-Buch, Hamburg 1921
  • Helmut Donat und Wilfried Knauer (Hrsg.): „Auf der Flucht“ erschossen …, Schriften und Beiträge von und über Hans Paasche, Bremen 1981
  • Reinhold Lütgemeier-Davin: Hans Paasche (1881-1920), Lebensreformer, Anti-Preuße, Revolutionär, in: Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung, Band 13, Burg Ludwigstein 1981
  • Peter Morris-Keitel: Umwertung aller Werte. Hans Paasches „Lukanga Mukara" neu gelesen, in: Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung, Band 17, Burg Ludwigstein 1988-1992
  • Peter Morris-Keitel: Paradiesische Zustände. Zu Hans Paasches Weltnaturschutzkonzept, in: Jost Hermand (Hrsg): Mit den Bäumen sterben die Menschen. Zur Kulturgeschichte der Ökologie, Köln 1993
  • Karl H. Solbach: Hans Paasche - Offizier, Reformer, Revolutionär, in: Cornelius Neutsch, Karl H. Solbach (Hrsg): Reise in die Kaiserzeit. Ein deutsches Kaleidoskop, Leipzig 1994
  • P. Werner Lange: Hans Paasches Forschungsreise ins innerste Deutschland. Eine Biographie, mit einem Geleitwort von Helga Paasche und Bibliographie, Bremen 1995
  • Winfried Mogge: Paasche, Hans Albert Ferdinand. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 735 f. (Digitalisat).
  • Gottfried Paasche und Joaquin Kuhn (Hrsg u. Übers): The Strange Story of the Shooting of Captain Hans Paasche. The Writings and Actions of a Peace Martyr, Toronto 2001
  • Ingrid Laurin: Hans Paasche im Morgenlicht, in: Acta Germanica, Jahrbuch des südafrikanischen Germanistenverbandes, Band 30/31, Frankfurt am Main/Bern/New York 2002/2003
  • Werner Lange und David Koblick (Übers): Hans Paasche. Militant Pacifist in Imperial Germany, Victoria 2005
  • Alan Nothnagle: „Wer zählt die Tränen, die das kostete?" Hans Paasches Weg vom Kolonialoffizier zum Pazifisten, in: Hans-Martin Hinz, Hans-Joachim Niesei, Almut Nothnagle (Hrsg): Mit Zauberwasser gegen Gewehrkugeln. Der Maji-Maji-Aufstand im ehemaligen Deutsch-Ostafrika vor 100 Jahren, Frankfurt a. M. 2006
  • Helmut Donat: Hans Paasche, Offizier, Pazifist, in: Ossietzky 12/2010[22]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laut Werner Lange (Bremen 1995, Seite 125) ist die Gesamtauflage kaum zu ermitteln, da auch mehrere Raubdrucke angefertigt wurden. Die jüngste Auflage erschien in Bremen 2010, abgerufen am 7. Mai 2012.
  2. Magnus Schwantje 1921, Seite 11
  3. Siehe Wieland, Lothar, Vom kaiserlichen Offizier zum deutschen Revolutionär – Stationen der Wandlung des Kapitänleutnants Hans Paasche (1881-1920), in: Wette, Wolfram (Hrsg.), Pazifistische Offiziere in Deutschland 1871-1933, Bremen 1999, S. 169-179, S. 175.
  4. Werner Lange, Bremen 1995, Seite 197.
  5. Siehe Engel, Gerhard, Holtz, Bärbel, Materna, Ingo, Groß-Berliner Arbeiter und Soldatenräte in der Revolution 1918/19. Dokumente der Vollversammlungen und des Vollzugsrates. Vom Ausbruch der Revolution bis zum 1. Reichsrätekongress, Berlin 1993, S. 359 sowie Wieland, Stationen der Wandlung, S. 178.
  6. Werner Lange, Bremen 1995, Seite 209
  7. Werner Lange, Bremen 1995, Seite 219
  8. Ein weißer Rabe, in: Nr. 50, 4. Dezember 1919
  9. Zitiert nach Werner Lange, Bremen 1995, Seite 217
  10. Siehe dazu Naumann, Horst, Pazifist-Revolutionär-Kommunist. Hans Paasche, in: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Jg. 32 (1990), S. 250-260.
  11. Siehe Wieland, Stationen der Wandlung, S. 170f.
  12. Siehe Lange, Werner, Hans Paasche. Militant Pacifist in Imperial Germany, Victoria 2005, S. 246.
  13. Werner Lange, Bremen 1995, Seite 225
  14. Vgl. Harry Graf Kessler, Tagebücher 1918-1937 - Kapitel 3 (1967).
  15. Vollständig in Die Weltbühne, Jg. 16, Nummer 23 (3. Juni 1920), S. 659-660.
  16. Gerhart Hauptmann: Till Eulenspiegel, in: Das erzählerische Werk, Propyläen-Verlag, Frankfurt/Main und Berlin 1964, Band 4, Seite178
  17. Burg Ludwigstein, abgerufen am 7. Mai 2012
  18. Ludwigsteiner Blätter, Heft 236, Seite 33f (PDF; 2,2 MB), abgerufen am 25. Oktober 2012
  19. Die Treppe zum Himmel (von Werner Lange), abgerufen am 25. Oktober 2012
  20. Laut Werner Lange (Bremen 1995, Seite 163) kam dieses Buch in zwei Jahren auf 250.000 Exemplare sowie mehrere Übersetzungen
  21. Dieser Sammelband enthält bis auf ganz wenige Zeitungsbeiträge alle Veröffentlichungen Paasches, die einen Bezug zu Afrika haben – also nicht nur seine gleichnamige Arbeit von 1919 – in der Originallänge
  22. hier online, abgerufen am 7. Mai 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Hans Paasche – Quellen und Volltexte
 Commons: Hans Paasche – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Monuments and memorials to Hans Paasche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien