Internationales Institut für angewandte Systemanalyse

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Schloss Laxenburg, Sitz des IIASA

Das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) ist ein internationales Forschungsinstitut mit Sitz in Laxenburg in der Nähe von Wien. Das IIASA betreibt interdisziplinäre wissenschaftliche Forschung auf Gebieten wie Umwelt, Wirtschaft, Technologie und Bevölkerung im Hinblick auf die menschliche Dimension der globalen Veränderung. Es ist die Aufgabe des IIASA, mit Hilfe der angewandten Systemanalyse Lösungen für globale und universelle Probleme zum Wohl der Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt zu finden, und die daraus resultierenden Erkenntnisse und Richtlinien den politischen Entscheidungsträgern weltweit zur Verfügung zu stellen. Der Sitz der IIASA ist im Schloss Laxenburg.

Mitarbeiter[Bearbeiten]

Etwa 200 Mathematiker, Geisteswissenschaftler, Naturwissenschaftler, Wirtschafter und Technologen aus mehr als 35 Ländern forschen am IIASA in Laxenburg. Hier arbeiten sowohl weltbekannte Wissenschaftler wie auch junge Wissenschaftler am Anfang ihrer Karriere. Außerdem bezieht das IIASA aus dem weltweiten Netz seiner Forschungskontakte lokale und regionale Daten, die in seine hochentwickelten wissenschaftlichen Modelle integriert werden. Durch diese wissenschaftliche Zusammenarbeit stellt das IIASA auch Verbindungen zwischen den einzelnen Ländern her.

Das IIASA wird von Mitgliedsorganisationen in 22 Ländern in Afrika, Asien, Europa, sowie Nord- und Südamerika finanziert. Der derzeitige Direktor des IIASA ist Pavel Kabat (Stand: Juli 2014).[1]

Die Forschung des IIASA[Bearbeiten]

Das IIASA erforscht globale Probleme. Es bietet praktische und unabhängige Antworten auf die dringendsten globalen Fragen unserer Zeit in Bezug auf Umwelt, Gesellschaft und Technologie. Das Institut leistete in den letzten 30 Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung von Methodologien und Entscheidungshilfesystemen, die bei der Auswertung von Daten und bei der Analyse von globalen Datenbanken angewandt werden. Die Forschungstätigkeit des Instituts umfasst drei wesentliche Themenkreise: Energie und Klimawandel; Ernährung und Wasserversorgung; und Armut und Verteilungsgerechtigkeit.

Geschichtlicher Überblick[Bearbeiten]

Das IIASA wurde auf Initiative der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion während des Kalten Krieges als Brücke zwischen Wissenschaftlern aus Ost und West gegründet. Im Oktober 1972 wurde die Charta des IIASA in London von zwölf nationalen Mitgliedsorganisationen unterzeichnet. 1994 wurde das Mandat des Instituts, unabhängige wissenschaftliche Forschung aus einer globalen Perspektive zu betreiben, von einer Ministerkonferenz erneuert; seit damals traten dem IIASA auch asiatische und afrikanische Länder bei. 2009 wurde vom IIASA Council, dem Aufsichtsrat des IIASA, ein neuer Forschungsplan für die nächsten zehn Jahre verabschiedet, dessen Forschungsschwerpunkt auf dem globalen Wandel unserer Zeit liegt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mexiko neues MItglied auf ORF vom 16. Juli 2014

48.06816116.358208Koordinaten: 48° 4′ 5″ N, 16° 21′ 30″ O