Luftverschmutzung

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Luftverschmutzung durch ein Kohlekraftwerk in New Mexico
Brand der Abraumhalde des Ölschieferbergwerks Grube Messel (ca. 1955)

Die Luftverschmutzung (Luftverunreinigung) ist der auf die Luft bezogene Teil der Umweltverschmutzung. Gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG),[1] ist Luftverschmutzung (dort als Luftverunreinigung bezeichnet) eine Veränderung der natürlichen Zusammensetzung der Luft, insbesondere durch Rauch, Ruß, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe oder Geruchsstoffe. Diese Stoffe werden auch als luftfremde Stoffe bezeichnet.

In den meisten Industrieländern ist die lokale Luftverschmutzung in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Trotzdem beträgt der direkt durch Luftverschmutzung verursachte Schaden für Mensch und Umwelt EU-weit immer noch 23 Milliarden pro Jahr. Die indirekten Kosten werden auf etwa 330 bis 940 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.[2] So ist in der EU die Zahl der Todesopfer (400.000 im Jahr 2010)[3] durch Luftverschmutzung höher als die der Unfalltoten durch den Straßenverkehr.[4] Weltweit sind nach Angaben der WHO jährlich ca. sieben Mio. Todesfälle auf die Folgen von Luftverschmutzung zurückzuführen, davon etwa 3,7 Mio. auf Smog.[5] In den Ländern der Dritten Welt, in Russland, in der Volksrepublik China und anderen Schwellenländern ist die lokale und regionale Luftverschmutzung stärker als in den Industrieländern.

Eine Beseitigung der Luftverschmutzung und damit eine Verbesserung der Luftreinheit korreliert mit einer längeren Lebenserwartung für die betroffene Bevölkerung.[6]

Geschichte der Luftverschmutzung[Bearbeiten]

Messwagen für Luftverschmutzung des VEB Synthesewerk Schwarzheide, 1978

Mit der gezielten Anwendung des Feuers durch den Menschen begann die Verschmutzung der Luft mit luftfremden Stoffen. An Torfablagerungen wurde nachgewiesen, dass der Abbau und die Verarbeitung von Blei durch menschliche Kulturen seit 6000 Jahren zu erhöhten Blei-Emissionen in der Luft führte, die sich weltweit auswirkten. Erst in den letzten Jahrzehnten sanken diese Emissionswerte durch die Verwendung bleifreien Benzins und Auflagen für die Industrie.[7] Bereits um 1800 v. Chr. soll der Rauch eines Lagerfeuers zusammen mit Sandstaub zu einer Lungenschädigung geführt haben [Mendocino County]. Im alten Rom und später auch in anderen europäischen Städten des Mittelalters finden sich dokumentierte Beschwerden über Luftverschmutzungen. In diesen Beschwerden ging es in der Regel zunächst nur um die Belästigung durch Geruch und Schmutz. Eine mögliche Gesundheitsgefahr war zunächst nicht bekannt. Der Rauch aus den Öfen von Glasmachern im alten Rom um 150 n. Christus war so störend, dass die Glasmacher gezwungen wurden, ihre Werkstätten in die Vororte von Rom zu verlegen.

Im England des 13. Jahrhunderts gab es viele Beschwerden und Probleme durch die Verbrennung stark schwefelhaltiger Kohle. 1257 musste Königin Eleanor von England Nottingham wegen des Rauchs verlassen. 1272 verbot König Edward I. den Gebrauch der schwefelhaltigen Kohle bei Androhung der Todesstrafe.

In der Stadt Köln wurde 1464 einem Kupfer- und Bleischmelzer aufgrund von Nachbarschaftsbeschwerden per Ratsbeschluss der Weiterbetrieb seines Handwerks in der Stadt untersagt. In der Stadt Augsburg wurde 1623 eine Schmelzhütte wegen Nachbarschaftsbeschwerden über ungesunden Rauch und Dampf abgerissen und die Wiederinbetriebnahme außerhalb der Stadt genehmigt.

Im Dezember 1952 wurde die Stadt London von einer schweren Smog-Katastrophe heimgesucht, die bis zu 12.000 Einwohnern das Leben kostete, weshalb dieses Ereignis auch den Namen The Great Smog trägt.

Arten der Luftverschmutzung[Bearbeiten]

Luftverschmutzung über Indonesien und dem indischen Ozean im Oktober 1997: Weiß zeigt von Feuern stammendende Aerosole (Rauch) in den unteren Luftschichten; grün, gelb und rot markiert darüberliegenden Smog in der Troposphäre

Das Problem der Luftverschmutzung kann hinsichtlich

  • seiner Ursachen (stoffbezogen, wie es das BImSchG macht)
  • seiner Auswirkung (flächenbezogen) oder aber auch
  • seiner Folgen (wirkungsbezogen)

betrachtet werden.

Quellen[Bearbeiten]

Unser heutiger Lebensstandard ist gekennzeichnet unter anderem durch einen hohen Energiebedarf, viele industriell hergestellte Produkte aus einer Vielzahl von Rohstoffen sowie ein hohes (teils weiterhin zunehmendes) Verkehrsaufkommen. Die Energieerzeugung, die Produktionsprozesse (Industrie, landwirtschaftliche Tierhaltung) sowie der Verkehr sind die wichtigsten Ursachen für die anthropogene (vom Menschen verursachte) Luftverschmutzung. Wichtige Schadstoffe aus den drei Bereichen (Emittentengruppen) sowie daraus resultierende Probleme sind nachfolgend zusammengefasst.

Tabelle 1: Wichtige Emittentengruppen, deren wichtigsten Schadstoffemissionen und die möglichen Folgen für die Umwelt
Bereich Schadstoff(e) Mögliche Auswirkungen Bemerkungen
Energieerzeugung (CO2) Klimaerwärmung Verringerung der CO2-Emissionen weltweit durch Kyoto-Protokoll angestrebt, auch durch neuartige Motoren, wie Wasserstoff- oder Brennstoffzellenmotoren
Energieerzeugung (SO2) Saurer Regen, neuartige Waldschäden Verringerung der SO2-Emissionen im Wesentlichen durch Rauchgasentschwefelungsanlagen
Straßenverkehr (NOx) Saurer Regen, Eutrophierung, neuartige Waldschäden, Ozon-Bildung Verringerung der NOx-Emissionen im Wesentlichen durch Abgasnormen und damit durch den Einbau von Drei-Wege-Katalysatoren
Tierhaltung (NH3) Saurer Regen, Eutrophierung Verringerung der NH3-Emissionen u.a. durch Genfer Luftreinhalteabkommen
Lösemittelverwendung NMVOC Ozon-Bildung Verringerung der NMVOC-Emissionen u.a. durch Genfer Luftreinhalteabkommen
Schiffsverkehr[8][9][10][11] (NOx), (SO2), Feinstaub
Luftverschmutzung durch Fahrzeuge, hier LKW auf einer südafrikanischen Autobahn

Heute stellt der Straßenverkehr eine der wichtigsten Quellen für die Luftverschmutzung in Städten dar. Die Abgase der Kraftfahrzeuge belasten die Umgebungsluft primär mit Stickoxiden, flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC), Ruß und andere Partikel. Die Emissionen von Kraftfahrzeugen wurden sukzessive durch immer strengere Abgasnormen verringert; der Kraftfahrzeugbestand nahm zu. Extrem starke lokale Luftverschmutzungen finden sich heute weltweit in vielen der sogenannten Megastädte („Mega-City“), zum Beispiel in Peking.

Die Emissionen des weltweiten Schiffsverkehrs sind nicht unbeträchtlich. Seeschiffe betreiben den Hauptmotor i.d.R. mit minderwertigem und schadstoffreichem Schweröl (engl. Heavy Fuel Oil (HFO)), das bei der Erdölverarbeitung als Rückstandsöl anfällt, und haben so gut wie nie eine Abgasfilterung. So lagen die 2003 geschätzten Emissionen[12] für

  • Stickstoffoxide, NOx, zwischen 3 und 7 Mio. t (berechnet als Stickstoff, N)
  • Schwefeloxide, SOx, zwischen 4 und 6,5 Mio. t (berechnet als Schwefel, S)
  • Kohlenstoffdioxid, CO2, zwischen 120 und 250 Mio. t (berechnet als Kohlenstoff, C)
  • Kohlenwasserstoffe, CxHy zwischen 0,3 und 0,8 Mio. t (berechnet als Methan, CH4)
  • Partikel, PM10, zwischen 0,9 und 1,6 Mio. t (berechnet als PM10)

Die MARPOL#Anlage VI soll die Situation verbessern. Seit 2008 hat der Schadstoffausstoß dank hoher Kraftstoffkosten und des deshalb oft praktizierten Slow steamings (bewusstes Langsamfahren) tendenziell abgenommen.

Luftqualität in Metropolen[Bearbeiten]

Grafik zur Luftbelastung mit Schwefeldioxid in Leipzig (DDR), November 1989

Megastädte sind Städte, in denen mehr als 10 Millionen Menschen wohnen. Sie sind die größten Städte der Welt. Bekannte Megastädte sind z.B.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) messen im Rahmen eines weltweiten Monitoring-Programms auch die Luftqualität in Mega-Cities. Größtes Problem der Mega-Cities hinsichtlich der Luftverschmutzung sind Partikel und Ozon. Mexiko-Stadt, eine der Städte mit den weltweit meisten Einwohnern, weist auch die größte Luftverschmutzung aller Mega Cities auf: Bei den Parametern Schwefeldioxid, Partikel, Kohlenstoffmonoxid und Ozon wurden bei einer Messung 1992 die Werte der Gesundheitsschutzrichtlinien der WHO um mehr als das doppelte überschritten.

Überregionale (globale) Luftverschmutzung[Bearbeiten]

Reduktion von Schwefeldioxid in Deutschland infolge des Helsinki-Protokolls 1987
Industrielle Schwefeldioxid-Emissionen in Ostchina 2004

Dass Luftschadstoffe nicht an nationalen Grenzen stoppen, ist spätestens seit dem Auftreten von stark sauren Niederschlägen in den skandinavischen Ländern bekannt,[13] deren wesentliche Ursache Schwefeldioxid-Emissionen in den mitteleuropäischen Ländern waren. Dieses leicht wasserlösliche Gas ist entlang feuchten Luftströmungen in Wolken mehrere hundert bis maximal 1500 km stabil.

Tabelle 2: Transport von oxidiertem Schwefel von und nach Deutschland 1998 (Quelle: Farbfoliensatz Umweltdaten Deutschland 2001, Umweltbundesamt Berlin)

Land Export (von Deutschland) Import (nach Deutschland) Differenz (Import – Export)
Polen 73,1 kt 31,5 kt −41,6 kt
Tschechische Republik 35,2 kt 44,2 kt 9,0 kt
Frankreich 18,4 kt 35,3 kt 16,9 kt
Großbritannien 0,7 kt 19,7 kt 19 kt
Belgien 0,4 kt 15,1 kt 14,7 kt
Niederlande 0,64 kt 0,74 kt 0,1 kt

Laut Umweltbundesamt wurden 1998 in Deutschland 983 kt Schwefeldioxid emittiert. Diese Menge erhöht sich gemäß Tab. 2 um ca. 9 kt Schwefeldioxid aus angrenzenden Staaten (Vergleich von Import 153,2 kt mit Export 144,1 kt).

In den USA wurden die Schwefeldioxid-Emissionen gesenkt von 23,5 Mio. t (1980), 21,5 Mio. t (1990), 16,6 Mio. t (2000) auf 12 Mio. t Schwefeldioxid in 2010.

China verursacht heute die weltweit höchsten Schwefeldioxid-Emissionen. Die Menge stieg von 2000 bis 2005 auf 25,5 Mio. t (+27 %) an; dies entspricht dem USA-Niveau von ca. 1980. Die Tabelle zeigt auch, dass das Ziel der Verringerung der Luftverschmutzung keine nationale, sondern eine länderübergreifende Aufgabe darstellt (s.u.: Internationale Maßnahmen).

Ausbreitung von Schadstoffen[Bearbeiten]

Verteilungsweg von Fabrikabgasen

Luftschadstoffe können sowohl in der näheren Umgebung ihres Entstehungsortes als auch weit entfernt davon nachgewiesen werden. Die wesentlichen Einflussfaktoren dieser Ausbreitung bilden Wind und Schichtungszustand der Erdatmosphäre. Als besonders gefährlich erweisen sich dabei Fumigation-Lagen wie im Bild rechts. Sie treten insbesondere bei Stadtklimaten und im Bereich von großen Industrieanlagen auf. Durch die Anreicherung der Schadstoffe, die bis zu einem Smog führen kann, werden dann erhöhte Konzentrationen an Luftschadstoffen nachgewiesen. Dies war in Mitteleuropa und speziell London noch bis in die siebziger Jahre der Fall, tritt aber heute vor allem in ostasiatischen Metropolen wie Peking oder Shanghai auf. Um die Ausbreitung von Luftschadstoffen vorhersagen zu können, wurden daher Methoden zur Ausbreitungsrechnung entwickelt.

Prinzip der Luftschadstoffverdünnung[Bearbeiten]

Lange galt gegenüber den meisten Abgasen das „Prinzip der hohen Schornsteine“. Durch Emission in Höhen bis zu 300 m sollten die Abgase in höhere Luftschichten gebracht werden, um sie weiträumiger und damit in geringeren Konzentrationen zu verteilen. In Tallagen führte man sogar die Rauchkanäle auf eine Anhöhe und ließ sie dort in einen Schornstein münden, beispielsweise in der am Mittelrhein gelegenen Blei- und Silberhütte in Braubach.

Wirkung[Bearbeiten]

Die Luftverschmutzung kann sowohl direkt den Menschen als auch der Umwelt (und ggfs. so indirekt wiederum den Menschen) schaden. Dabei kann ein und derselbe Luftschadstoff in mehrfacher Weise schädigend wirken.

Anfang der 1980er Jahre erregte das Waldsterben große Sorgen in der Bevölkerung. Es wurde vermutet, dass Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide und der saure Regen für diese Entwicklung verantwortlich waren.

Schematische Darstellung von verschiedenen Ursachen und Auswirkungen der Luftverschmutzung: (1) Treibhauseffekt, (2) Feinstaubbelastung, (3) Erhöhte UV-Strahlung, (4) Saurer Regen, (5) Ozonbelastung, (6) Belastung mit Stickoxiden
Quellen und Multieffekte von Luftschadstoffen: Ein Schadstoff kann zu mehreren Umweltproblemen beitragen

Auf den Menschen[Bearbeiten]

Die Schadstoffe in der Luft können je nach Art des Stoffes und der vorherrschenden Konzentration(en) die menschliche Gesundheit beeinträchtigen (hauptsächlich Erkrankungen der Atemwege und des Kreislaufsystems) oder im schlimmsten Fall zum Tode führen. Wegen Luftverschmutzung sterben laut WHO jährlich mehr als 2 Mio. Menschen vorzeitig an Atemwegserkrankungen.[14]

Luftverschmutzung verursacht Lungenkrebs und erhöht das Risiko auf Blasenkrebs. Im Jahr 2010 sind mehr als 220.000 Lungenkrebstote weltweit auf die Verschmutzung der Luft zurückzuführen, das entspricht ca. 15 Prozent aller Lungenkrebstoten dieses Jahres. Am 17. Oktober 2013 wurde Luftverschmutzung von der WHO offiziell als Krebsursache eingestuft.[15]

Die Zunahme von Erkrankungen beziehungsweise die Erhöhung der Sterblichkeit während solcher Smog-Episoden wird heute vor allem auf die zu diesen Zeiten erhöhten Konzentrationen von fünf Stoffen zurückgeführt:

Die Wirkung dieser Stoffe auf den Menschen lässt sich aber nicht isoliert betrachten, sondern wird auch durch Faktoren wie z.B. die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Zu unterscheiden ist ferner zwischen akuten Gesundheitsfolgen und längerfristigen chronischen Krebserkrankungen, etwa durch Feinstaub.[16]

Zahl der Toten durch Luftverschmutzung im Jahre 2004, Länderstatistik aufgrund von Daten der WHO

Auf die Umwelt[Bearbeiten]

Luftverschmutzungen können zu zahlreichen Umweltproblemen führen:

Auf Kulturgüter[Bearbeiten]

Die aufgrund von Luftverschmutzung in Verbindung mit Wasser entstehenden Säuren greifen auch Kulturgüter an und führen z.B. zu Steinfraß, beschädigen Glasmalerei oder zerstören, wenn sie mit dem Regen in den Boden eindringen, in hohem Maß archäologisches Kulturgut, insbesondere Nicht-Edelmetalle wie Eisen.

Maßnahmen zur Luftreinhaltung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Luftreinhaltung

In Deutschland gibt es eine Reihe von Bundes-Immissionsschutzverordnungen (BImSchV) auf Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG), die z.B. auf die europäische Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG vom 21. Mai 2008 zurückgehen.

EU-Bürger haben seit dem 26. Mai 2011 die Möglichkeit, genau zu sehen, wer in ihrer Umgebung Luft verschmutzt: Europäische Kommission und Europäische Umweltagentur haben im Rahmen des Europäischen Schadstoffemissionsregisters neue Karten veröffentlicht,[17] die auf einer Skala von 5×5 km zeigen, wo Emissionsquellen wie Straßen- und Luftverkehr für die Freisetzung u.a. von Feinstaub verantwortlich sind. Bisher waren solche Werte nur punktuell, z.B. bei einzelnen Industrieanlagen einsehbar.[18]

Das Umweltbundesamt und Bundesländer veröffentlichen seit Jahren aktuelle Messwerte (zum Beispiel Feinstaub, Ozon) von etwa 450 Messstationen in Deutschland im Internet.[19]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte im September 2011 eine Studie mit Daten aus 1100 Städten aus 91 Ländern. Einige der verwendeten Daten waren allerdings mehrere Jahre alt;[20] die Aussage „Dresden Feinstaub-Hauptstadt Deutschlands“ – basierend auf Messwerten aus 2008 – erwies sich als nicht haltbar.[21]

Die UNO hat festgelegt, dass der Schwefelgehalt in Schweröl reduziert werden muss (Näheres siehe MARPOL#Anlage_VI).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Detlef Schulze, Otto Ludwig Lange: Die Wirkungen von Luftverunreinigungen auf Waldökosysteme. Chemie in unserer Zeit 24(3), S. 117–130 (1990), ISSN 009-2851
  • D. Möller: Luftverschmutzung und ihre Ursachen: Vergangenheit und Zukunft. VDI Berichte 1575, S. 119–138 (2000), ISSN 0083-5560
  • Michael Stolberg: Ein Recht auf saubere Luft? Umweltkonflikte am Beginn des Industriezeitalters. Erlangen 1994, ISBN 3-89131-112-5

Luftreinhaltung und Abgasreinigung

  • Joachim Alexander: Luftreinhaltung in Deutschland: Emissions- und Immissionsentwicklung seit 1970. Berichte zur Deutschen Landeskunde 73, S. 365–379 (1999), ISSN 0005-9099
  • Jürgen Assmann, Katharina Knierim, Jörg Friedrich: Die Luftreinhalteplanung im Bundes-Immissionsschutzgesetz. Natur und Recht 26(11), S. 695–701 (2004), ISSN 0172-1631
  • Walter Kaminsky: Verfahren zur Entschwefelung von Rauchgas. Chemie Ingenieur Technik 55(9), S. 667–683 (1983), ISSN 0009-286X
  • Manfred Koebel, Martin Elsener: Entstickung von Abgasen nach dem SNCR-Verfahren: Ammoniak oder Harnstoff als Reduktionsmittel? Chemie Ingenieur Technik 64(10), S. 934–937 (1992), ISSN 0009-286X
  • Entscheidung der Kommission vom 17. Juli 2000 über den Aufbau eines Europäischen Schadstoffemissionsregisters (EPER) gemäß Artikel 15 der Richtlinie 96/61/EG des Rates über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IPPC). Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften L192, S. 36–43 (28. Juli 2000), ISSN 0376-9461
  • Dieter Maas: EPER – European Pollutant Emission Register: Entwicklung und Status. KA – Abwasser, Abfall 52(2), S. 138–140 (2005), ISSN 1616-430X

Gesundheitliche Aspekte

  • Anonymus: Luftverschmutzung – ein ernstes Gesundheitsrisiko in einigen Metropolen der Welt. Bundesgesundheitsblatt 36(5), S. 202 ff. (1993), ISSN 0007-5914
  • Ursula Ackermann-Liebrich: Epidemiologische Ansätze zur Klärung der Zusammenhänge von Luftverschmutzung und Gesundheit. Umweltmedizin in Forschung und Praxis 4(1), S. 25–27 (1999), ISSN 1430-8681
  • D. Nowack: Effekte der Luftverschmutzung auf Risikopatienten. Atemwegs- und Lungenkrankheiten 25(6), S. 294 ff. (1999), ISSN 0341-3055
  • Nino Künzli, Reinhard Kaiser, Rita Seethaler: Luftverschmutzung und Gesundheit: Quantitative Risikoabschätzung. Umweltmedizin in Forschung und Praxis 6(4), S. 202–212 (2001), ISSN 1430-8681
  • Annette Peters, Joachim Heinrich, Erich H. Wichmann: Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub – Epidemiologie der Kurzzeiteffekte. Umweltmedizin in Forschung und Praxis 7(2) S. 101–115 (2002), ISSN 1430-8681

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Luftverschmutzung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Luftverschmutzung – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten]

  1. BImSchG: Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz – BImSchG) vom 26. Sept. 2002, Bundesgesetzblatt I, S. 3830
  2. Europäische Kommission: Pressemitteilung, Brüssel, den 18. Dezember 2013: Umwelt: Neues Maßnahmenpaket für saubere Luft in Europa
  3. Impact Analysis, European Commission, SWD(2013) 532 final
  4. Europäische Kommission: Pressemitteilung, Brüssel, den 18. Dezember 2013: Umwelt: Neues Maßnahmenpaket für saubere Luft in Europa
  5. 7 Millionen Tote pro Jahr infolge von Luftverschmutzung . In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2014. Abgerufen am 25. März 2014.
  6. Kravchenko J, Akushevich I, Abernethy AP, Holman S, Ross Jr WG, Lyerly HK: Long-term dynamics of death rates of emphysema, asthma, and pneumonia and improving air quality. In: International Journal of Chronic Obstructive Pulmonary Disease, June 2014 Volume 2014:9 Pages 613–627.
  7. http://idw-online.de/pages/de/news6393
  8. Dicke Luft am Kai, Focus.de, 7. April 2007
  9. Studie: Enormer Schadstoffausstoß durch die Schifffahrt, 2003, zugegriffen: 10. Juni 2012
  10. Kann man Klimaziele mit 100'000 PS verfolgen?, MAN climate, zugegriffen: 10. Juni 2012
  11. Schwefel ahoi!, zeit.de, 24. August 2006
  12. James J. Corbett, Horst W. Köhler: Updated emissions from ocean shipping. Journal of Geophysical Research 108(D20), S. 4650 (2003), ISSN 0148-0227
  13. Günter Fellenberg: Chemie der Umweltbelastung, 3. Aufl., Verlag B. G. Teubner, Stuttgart 1997, S. 63 ff, ISBN 3-519-23510-2
  14. Environmental Science and Technology, Bd. 44, S. 7736, 2010, zitiert nach SZ, Schadstoffe im Sinkflug, 30. September 2010, S. 16
  15. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/who-luftverschmutzung-offiziell-als-krebsursache-eingestuft-a-928471.html
  16. P. Straehl: Kanzerogene Luftschadstoffe in der Schweiz, 2003
  17. The European Pollutant Release and Transfer Register
  18. Presseportal Europa vor Ort Umwelt: Neue Karten zu Luftverschmutzung. Meldung vom 26. Mai 2011.
  19. Aktuelle Immissionsdaten und Ozonvorhersage
  20. Dicke Luft bringt Millionen Menschen den Tod
  21. Eine kurze Gegenrecherche für die Sächsische Zeitung (Version vom 1. Oktober 2011 im Internet Archive)

Noch zuzuordnende Quellen:

  • C. Bach: Mittheilungen über die internationale Ausstellung von Apparaten und Einrichtungen zur Vermeidung des Rauches (International exhibition of smoke preventing appliances) in London 1881. Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure 26(1), S. 40–47 (1882)
  • H. Bottenbruch, K. Kämmer: Luftreinhaltung durch Schornsteine. Chemie-Technik 9(1), S. 17–26 (1980), ISSN 0340-9961