Irschenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Irschenberg
Irschenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Irschenberg hervorgehoben
47.83333333333311.916666666667731Koordinaten: 47° 50′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Miesbach
Höhe: 731 m ü. NHN
Fläche: 53,94 km²
Einwohner: 3192 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83737
Vorwahlen: 08062, 08025 , 08064, 08020
Kfz-Kennzeichen: MB
Gemeindeschlüssel: 09 1 82 123
Gemeindegliederung: 144 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 2
83737 Irschenberg
Webpräsenz: www.irschenberg.de
Bürgermeister: Hans Schönauer
Lage der Gemeinde Irschenberg im Landkreis Miesbach
Österreich Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis München Rosenheim Landkreis Rosenheim Bad Wiessee Bayrischzell Fischbachau Gmund am Tegernsee Hausham Holzkirchen (Oberbayern) Irschenberg Kreuth Miesbach Otterfing Rottach-Egern Schliersee (Gemeinde) Tegernsee (Stadt) Valley Waakirchen Warngau WeyarnKarte
Über dieses Bild

Irschenberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach und umfasst 144 Ortsteile, davon 130 Einöden und Weiler. Sie wurde 2005 mit dem Qualitätspreis des Bayerischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnet. Die Geländeerhebung im Gemeindegebiet wird ebenfalls Irschenberg genannt, und davon abgeleitet der Anstieg der A 8 mit bis zu 7 % Steigung und Gefälle.

Geographie[Bearbeiten]

Irschenberg liegt auf einem Höhenrücken (730 m) am Alpenrand und über dem Tal der Mangfall. Die Bundesautobahn 8 führt durch das Gemeindegebiet. Nach Bad Aibling sind es 10 km, nach Rosenheim 20 km, nach Salzburg 95 km, nach Kufstein 43 km, nach Miesbach 8 km und in die Landeshauptstadt München 46 km.

Im Norden grenzt Irschenberg an die Gemeinde Weyarn sowie an den zu dieser Gemeinde gehörenden Seehamer See.

Geologie[Bearbeiten]

Der Irschenberg ist das Ergebnis von Schuttströmen der oberen Süßwassermolasse, die vor etwa 10 - 15 Millionen Jahren - als die Alpen aufstiegen - aus Süden kamen. Diese groben Schuttkegel bilden heute charakteristische Berge vor den Ausgängen der ehemaligen tertiären Alpenflüsse (Tischberg, Hoher Peißenberg, Taubenberg u.a.). Durch das Eis sind sie später als Härtlinge gegenüber ihrer weicheren Umgebung aus Feinsand herauspräpariert worden und haben wie Eisbrecher den Eisstrom in einzelne Gletscherzungen (Loben) geteilt (z.B. Tischberg).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname, früher „Ursenperig“, ist vermutlich von lateinisch ursus (Bär) abgeleitet.[2]

Im Jahr 657 ließen sich der irische Bischof Marinus und sein Diakon Anian im jetzigen Gemeindegebiet in Wilparting und Alb nieder. Laut der Überlieferung haben die beiden Missionare 697 den Märtyrertod erlitten, woran die Wallfahrtskirche Wilparting erinnert, die man von der Autobahn aus sehen kann und die ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Im Jahre 1315 wurde „Ursenperig“ erstmals als Pfarrei erwähnt.

1934 begann der Bau der Autobahn München-Salzburg. 1950/51 erfolgte der Bau des Autobahnrasthauses Irschenberg mit einem Motel. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurden die Gemeinden Reichersdorf am 1. Juli 1972[3] und sowie Teile der ehemaligen Gemeinden Niklasreuth und Parsberg am 1. Mai 1978 eingemeindet.[4]


siehe auch Liste der Baudenkmäler in Irschenberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf K. Meyer, Hermann Schmidt-Kaler: Auf den Spuren der Eiszeit südlich von München - östlicher Teil, Wanderungen in die Erdgeschichte, Band 8, ISBN 978-3931516093
  • Geologische Karte von Bayern mit Erläuterungen (1:500.000). Bayerisches Geologisches Landesamt, 1998.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geschichte, Gemeinde Irschenberg, abgerufen 4. Februar 2010
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 522.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 581.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Irschenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien