Jockel Fuchs

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Jockel Fuchs (1986)

Jakob „Jockel“ Fuchs (* 11. Dezember 1919 in Hargesheim bei Bad Kreuznach; † 6. März 2002 in Mainz) war Oberbürgermeister von Mainz (SPD).

Leben[Bearbeiten]

Das Mainzer Rathaus, wurde in seiner Amtszeit gebaut und auch als Fuchsbau bezeichnet. Der Platz davor trägt heute seinen Namen.

Sein Abitur machte Jockel Fuchs 1938. Als er 1947 aus der französischen Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, begann er 1948 ein Volontariat bei der sozialdemokratischen Zeitung Freiheit, deren Chefredakteur er schließlich auch wurde. Von 1955 bis 1975 war er Mitglied der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, deren Fraktionsvorsitzender er in den Jahren 1970 und 1971 war. Von 1966 bis 1970 war er auch Vorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz. 1962 wurde er Mitglied des ZDF-Fernsehrates, und ab 1976 bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1992 war er auch dessen Vorsitzender. Im Mai 1965 wurde Fuchs zum Oberbürgermeister von Mainz gewählt. Dieses Amt hatte er bis Mai 1987 inne.

Bedeutung[Bearbeiten]

In seiner Amtszeit als Oberbürgermeister erlangte der volkstümlich eingestellte Jockel Fuchs überaus große Beliebtheit, seine unkonventionelle Amtsführung und sein guter Draht zu den Bürgern der Stadt trugen ihm einen legendären Ruf ein. Es wurde ihm nachgesagt, „populärster Mainzer seit Gutenberg[1] zu sein.

Der Aufstieg der Stadt Mainz zu einer modernen Großstadt in den 1960ern und 1970ern ist maßgeblich mit dem Namen von Fuchs verbunden. Dazu gehörten vor allem die Ansiedlung von ZDF[2][3] (auf dem Lerchenberg) und IBM. Am 23. Mai 1978 konnte er die britische Königin Elisabeth II. und Prinz Philip zu einem Staatsbesuch in Mainz empfangen.[4]

Zitate[Bearbeiten]

„And now we go nunner, in die Druckerwerkstatt.“

Jockel Fuchs: beim Besuch von Queen Elisabeth am 23. Mai 1978, nachdem das englische Manuskript verschwunden war.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jockel-Fuchs-Platz mit dem unscheinbaren Haupteingang zum Mainzer Rathaus.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Der populärste Mainzer seit Gutenberg“ Sonderseite der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 7. März 2002
  2. Gestorben: Jockel Fuchs. Der Spiegel vom 11. März 2002.
  3. Politiker und Journalist: Jakob „Jockel“ Fuchs – Mainzer Oberbürgermeister zum Anfassen – Schon zu Lebzeiten eine Legende auf swr.de (mit weiteren Daten zum Lebenslauf) vom 14. August 2007
  4. Foto: Jockel Fuchs trifft die Queen, SWR, abgerufen am 28. Oktober 2013.
  5. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jockel Fuchs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien