Kernkraftwerk Unterweser
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| Kernkraftwerk Unterweser | ||
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Kernkraftwerk Unterweser |
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| Lage | ||
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| Koordinaten | 53° 25′ 39,7″ N, 8° 28′ 48,7″ O53.42778.4801972222222Koordinaten: 53° 25′ 39,7″ N, 8° 28′ 48,7″ O | |
| Land: | Deutschland | |
| Daten | ||
| Eigentümer: | E.ON | |
| Betreiber: | E.ON | |
| Projektbeginn: | 1971 | |
| Kommerzieller Betrieb: | 6. September 1979 | |
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Aktive Reaktoren (Brutto): |
1 (1410 MW) | |
| Eingespeiste Energie im Jahre 2005: | 8891 GWh | |
| Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: | 264.888 GWh | |
| Website: | Seite des Betreibers | |
| Stand: | 21. März 2007 | |
| Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation. | ||
Das Kernkraftwerk Unterweser (KKU – auch bekannt als KKW Esenshamm und KKW Kleinensiel) befindet sich zwischen der Stadt Nordenham und dem Ort Rodenkirchen, Gemeinde Stadland im Landkreis Wesermarsch, Niedersachsen. Das Kernkraftwerk ist das Partnerkraftwerk des russischen Kernkraftwerks Smolensk.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Entstehung
Das Kraftwerk wurde in den 1970er Jahren von Siemens/KWU gebaut und ging am 29. September 1978 ans Netz. Der Reaktor wurde erstmals am 16. September 1978 kritisch. Bei der Inbetriebnahme war das KKU das größte Kernkraftwerk der Welt. Betreiber des KKU war damals NWK, später PreussenElektra. Es besitzt einen Druckwasserreaktor. Im Reaktor des Kernkraftwerks befinden sich 193 Brennelemente. Das Kernkraftwerk Unterweser hat eine elektrische Leistung von 1410 MW. Es wird von der E.ON Kernkraft GmbH betrieben. Die endgültige Abschaltung des Kernkraftwerks Unterweser ist auf die Einspeisung der 311 Milliardensten Kilowattstunde festgelegt. Das entspricht näherungsweise 2011 (laut E.ON 2012).
[Bearbeiten] Technische Probleme
Am 22. Juli 2007 wurde festgestellt, dass eine Armatur in einem der vier Stränge des Not- und Nachkühlsystems nicht korrekt eingestellt war. Ursache war eine fehlerhafte Justierung der elektronischen Stellungsanzeige an der Armatur während der Revision im Jahr 2006. Dies wurde bis zur Überprüfung 2007 nicht bemerkt. Im Falle eines Störfalls hätte der Strang nicht die geforderte Kühlleistung erbringen können.[1]
[Bearbeiten] Radioaktivität
Die für das Jahr 2004 gemessene, mit der Luft abgegebene Radioaktivität beträgt für die Gesamtheit der Radionuklide 3,8 TBq/a und mit dem Wasser 14 TBq/a (die Menge des abgegebenen radioaktiven Stoffes wird dabei durch seine Aktivität angegeben). Die daraus berechnete Strahlenexposition durch die Ableitung der radioaktiven Elemente mit der Luft betrug im ungünstigsten Fall für einen erwachsenen Menschen 0,2 µSv, für Kleinkinder 0,3 µSv (ebenso die Schilddrüsendosis).
Durch das Abwasser wurden sowohl Erwachsene als auch Kleinkinder im Jahr 2004 maximal mit einer Äquivalentdosis von 0,1 µSv belastet.[2] Zum Vergleich: die durchschnittliche natürliche, jährliche Strahlenexposition im Bundesgebiet beträgt etwa 2400 µSv.
[Bearbeiten] Zwischenlager
Ein Zwischenlager für abgebrannte Kernbrennelemente ist nach fast dreijähriger Baudauer am 18. Juni 2007 am Kernkraftwerk Unterweser als bundesweit letztes Standort-Zwischenlager in Betrieb genommen worden. Das Zwischenlager ist für maximal 80 Behälterstellplätze ausgelegt. Es kann abgebrannte Brennelemente mit einem Schwermetallgewicht von 800 Tonnen aufnehmen.[3] Die Genehmigung wurde auf 40 Jahre befristet, beginnend mit der ersten Einlagerung.
[Bearbeiten] Protestaktion
Am 22. Juni 2009 wurde das KKW Unterweser gegen 03:00 Uhr von ca. 50 Greenpeace-Aktivisten besetzt.[4] Die Demonstranten malten auf der großen Kuppel des Kraftwerks ein stilisiertes Atomsymbol mit einem Totenkopf. Durch diese Aktion wollte Greenpeace auf die kritische Sicherheitslage von Kernkraftwerken hinweisen. Laut dem Betreiber E.ON ist das Eindringen der Aktivisten auf dem Gelände erkannt worden; da aber die Eindringlinge eindeutig als Umweltaktivisten identifiziert worden seien, habe das Unternehmen das Vordringen in sicherheitstechnisch relevante Bereiche verhindert, auf eine Räumung der Kuppel jedoch verzichtet.[5]
[Bearbeiten] Sicherheit
Frau Almut Gilcher der E.ON Public Relation Abteilung des Standortes Unterweser gibt an das Die Kuppel des Kraftwerkes aus 80 cm dicken Stahlbeton besteht. Die Kuppel ist ausgelegt auf den Absturz eines Starfighters. Dies war das Referenz-Szenario für die Stärke der Betonkuppel in den 70-er-Jahren. [6]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Liste der Kernreaktoren in Deutschland
- Liste der Kernkraftanlagen
- Liste der Kernkraftwerke
- Liste der produktivsten Kernreaktoren
- Liste der leistungsstärksten Kernreaktoren
[Bearbeiten] Referenzen
- ↑ SpiegelOnline: KKW Unterweser meldet Störung
- ↑ Jahresbericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung“ 2004 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
- ↑ Deutsches Atomforum e. V.: Kernenergie - Aktuell 2007, Kapitel Zwischenlager/Transporte. Berlin, September 2007.
- ↑ Greenpeace: Protest auf dem Atomkraftwerk Unterweser
- ↑ vgl. Kernkraftwerk Unterweser: Greenpeace besetzt Reaktorkuppel bei welt.de, 22. Juni 2009
- ↑ Kernkraftwerk Unterweser “Die Kuppel ist ausgelegt auf den Absturz eines Starfighters” bei nachgeblogt.com, 17. Juli 2009
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage des Betreibers: KKU
- Chronik AKW Unterweser
- Risikostudie der niedersächsischen Grünen zum KKU (PDF, 583 KiB)
- Sachstandsinformation KKU
- Standort-Zwischenlager Unterweser
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