Kernkraftwerk Philippsburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

f1

Kernkraftwerk Philippsburg
Philippsburg2.jpg
Lage
Kernkraftwerk Philippsburg (Baden-Württemberg)
Kernkraftwerk Philippsburg
Koordinaten 49° 15′ 9,8″ N, 8° 26′ 11,2″ O49.2527222222228.4364361111111Koordinaten: 49° 15′ 9,8″ N, 8° 26′ 11,2″ O
Land: Deutschland
Daten
Eigentümer: EnBW Kernkraft GmbH
Betreiber: EnBW Kernkraft GmbH
Projektbeginn: 1970
Kommerzieller Betrieb: 26. März 1980
Stilllegung: von Block 1: 2011 [1]

Aktive Reaktoren (Brutto):

1  (1468 MW)

Stillgelegte Reaktoren (Brutto):

1  (926 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2012: 10.227,82 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 478.259,89 GWh
Website: Seite bei EnBW
Stand: 31. Dezember 2012
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Philippsburg (KKP) befindet sich nahe Philippsburg im Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg.

Der erste Block (KKP 1), ein Siedewasserreaktor, wurde 1970 begonnen und ging am 7. Mai 1979 ans Netz. Er ist nahezu baugleich mit den drei anderen deutschen Siedewasserreaktoren der Baulinie 69, nämlich dem Kernkraftwerk Krümmel, dem Kernkraftwerk Brunsbüttel (beide in Schleswig-Holstein) und dem Kernkraftwerk Isar Block 1.

Der zweite Block (KKP 2) besitzt einen Druckwasserreaktor der 3. Generation (Vor-Konvoi-Anlage) und ging am 17. Dezember 1984 in Betrieb. Die nominelle elektrische Leistung des KKP 1 beträgt 926 MW, die des KKP 2 1468 MW. Das KKP wird von der EnBW Kernkraft GmbH betrieben.

Gemäß Atomausstiegsbeschluss von 2002 war die endgültige Abschaltung des KKP 1 für 2011/2012 vorgesehen, die des KKP 2 für 2016/2017.[2] Nach der erneuten Novellierung des Atomgesetzes 2010 („Laufzeitverlängerung“) war die endgültige Abschaltung von KKP 1 für 2026 und von KKP 2 für 2032 vorgesehen.[3]

KKP 1 wurde am Morgen des 17. März 2011 für das von der Bundesregierung beschlossene dreimonatige Atom-Moratorium heruntergefahren.[4] Ende Mai 2011 wurde von den Umweltministern der Länder und des Bundes beschlossen, den Block 1 dauerhaft stillzulegen.[5]

Geschichte der Anlage[Bearbeiten]

Die Kühlwasseraußenpumpen
Der Kühlwasserablass

Im Jahre 1969 plante die damalige Kernkraftwerk-Baden-Württemberg-Planungsgesellschaft mbH (KBWP) den Bau von vier baugleichen Siedewasser-Reaktorblöcken der Baulinie 69 auf der Gemarkung der benachbarten Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen. Nachdem diese Pläne dort abgelehnt wurden, entschloss man sich, das Kraftwerk auf der Rheinschanzinsel der Gemeinde Philippsburg zu errichten. 1971 ging aus der KBWP die Kernkraftwerk Philippsburg GmbH (KKP) hervor.[6] Die Planungen wurden danach überarbeitet, man reduzierte die Zahl der Blöcke von vier auf zwei. Im Jahre 1977 wurde dann – aufgrund des in der Zukunft erwarteten höheren Energieverbrauches – beschlossen, Block 2 als Druckwasserreaktor zu errichten.[7]

Im Jahre 2001 ließ der damalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Zuge der Auswertung der meldepflichtigen Ereignisse 06/2001 und 07/2001 das KKP 2 Anfang Oktober vom Netz nehmen und stellte die Zuverlässigkeit des Betreibers in Frage.[8][9] Nach personellen Konsequenzen und technischen und organisatorischen Änderungen ging die Anlage mit Zustimmung Trittins unter Auflagen im Dezember 2001 wieder in Betrieb.[10]

Aufgrund der meldepflichtigen Ereignisse 06/2001 und 07/2001 wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auch die IAEO hinzugezogen. In einer mehrwöchigen Untersuchung stellten die Experten der IAEO fest, dass das KKP 2, gemessen an den internationalen Standards, eine sehr gute Anlage ist. Sie lobten die Motivation und Teamfähigkeit des Personals, die Sicherheitskultur, die Instandhaltung und das Alterungsmanagement sowie die Ordnung und die Sauberkeit in der Anlage. Verbesserungspotenziale wurden beim internationalen Erfahrungsaustausch, bei der Nutzung von Performance-Indikatoren und bei der Häufigkeit von Anlagenbegehungen durch Führungskräfte ausgemacht.[11] Eine Folgeuntersuchung 2006 bestätigte die Erstuntersuchung. Die Empfehlungen waren dabei nach Angabe der IAEO zu 70 Prozent umgesetzt.[12]

KKP 1[Bearbeiten]

links KKP 1 mit Maschinenhaus, rechts KKP 2

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bauantrag für KKP 1 wurde im Oktober 1969 gestellt, bereits ein Jahr später, nach Erteilung der ersten Teilerrichtungsgenehmigung am 9. Oktober 1970, begann man mit dem Bau. Nach der Fertigstellung im Jahr 1979 lief die Anlage fast ein Jahr im Probebetrieb und wurde am 18. Februar 1980 bei 100 Prozent Leistung übernommen. 2011 wurde KKP 1 im Zuge des Moratoriums zum Atomausstieg des Bundeskabinetts Merkel II nach 32 Betriebsjahren endgültig stillgelegt.

Daten[Bearbeiten]

Der Siedewasserreaktor in Block 1 besteht aus 592 Brennelementen mit je 96 Brennstäben (das entspricht 102 Tonnen Uran) und 145 Steuerstäben, die bei einer Länge von 3,64 m eine Einfahrzeit von 120 Sekunden und eine Schnellabschaltzeit von 2,6 Sekunden aufweisen. Der Reaktor erzeugt unter Volllast eine thermische Leistung von 2.575 MW und daraus eine elektrische Nettoleistung von 890 MW; dies entspricht einem Nettowirkungsgrad von 34,5 %. Im Reaktordruckbehälter wälzen neun Zwangsumwälzpumpen (ZUP) pro Stunde max. 51.480 Kubikmeter Wasser um, das als Dampf-Wasser-Gemisch aus dem Kern austritt. Der Hochdruckteil der Dampfturbine wird pro Stunde mit 4.982 Tonnen gesättigten Dampfes mit einer Temperatur von 287 Grad und einem Druck von 69 Bar gespeist. Der Dampf verlässt den Hochdruckteil der Turbine mit 10,3 Bar und 185 Grad, wird über je zwei Wasserabscheider geleitet, in Zwischen-Überhitzern mittels 400 t/h Anzapfdampf im Gegenstromprinzip getrocknet und um rund 50 Grad überhitzt. Danach speist der Dampf zwei Niederdruckturbinen, ehe er in je einem Kondensator durch Kühlung mit Rheinwasser niedergeschlagen und als Kondensat in den Kreislauf zurückgeführt wird. Die Anlage hat einen Naturzug-Nasskühlturm von 152 m Höhe, der im Ablaufbetrieb oder im Rückkühlbetrieb einsetzbar ist.[13] (siehe Kühlung durch Trocknung und Verdunstung)

KKP 2[Bearbeiten]

Kühlturm KKP 2
Eine Niederdruckturbine von KKP-2, eingesetzt 1984, ausgebaut 1995, ausgestellt im Technik-Museum Speyer

Daten[Bearbeiten]

Der Druckwasserreaktor in Block 2 besteht aus 193 Brennelementen (das entspricht rund 103 Tonnen Uran) und 61 Steuerstäbe, die bei einer Länge von 3,72 m eine Einfahrzeit von 375 Sekunden und eine Schnellabschaltzeit von 1,7 Sekunden aufzuweisen haben. Im Primärkreislauf des Reaktors wälzen vier Kühlmittelpumpen etwa 68.000 Tonnen Wasser pro Stunde um. Das Wasser tritt mit einer Temperatur von 326 Grad und einem Druck von 158 bar in vier Dampferzeuger ein, wo in je 4.000 U-Rohren der Speisedampf des Sekundärkreislaufs erzeugt wird. Der Speisedampf treibt mit rund 65 bar die Turbine mit einer Nennleistung von 1468 MW, nach Abzug des Eigenverbrauchs bleibt eine elektrische Nettoleistung von 1402 MW, das einem Nettowirkungsgrad von 35,3 % entspricht, ausgehend von einer thermischen Reaktorleistung von 3.950 MW.[14] Die Anlage ist mit einem Naturzug-Nasskühlturm ausgestattet, der sowohl im Ablaufbetrieb wie auch im Rückkühlbetrieb einsetzbar ist. Der Netzanschluss erfolgt auf der 380-kV-Höchstspannungsebene in das Stromnetz des Übertragungsnetzbetreibers Transnet BW.[15]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bauantrag für KKP 2 wurde im Juni 1975 beim damaligen Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr in Stuttgart gestellt, Baubeginn war am 20. Juli 1977. Aus politischen Gründen wurde der Block nicht wie ursprünglich vorgesehen als Siedewasserreaktor, sondern als Druckwasserreaktor der Vor-Konvoi-Generation ausgeführt. Nach der Fertigstellung des Rohbaus Ende 1981 wurden bis Ende 1983 die technischen Komponenten eingebaut. Der Warmprobebetrieb mit Brennelementen begann im Oktober 1984, angefahren wurde der Reaktor erstmals am 13. Dezember 1984. am 17. Dezember wurde der Generator erstmals mit dem Netz synchronisiert, am 6. Februar 1985 lief KKP erstmals unter Vollast. Der im Vertrag vorgesehene vierwöchige Probebetrieb bei voller Leistung endete am 13. April 1985, am 17. April 1985 wurde die Anlage vom Hersteller an den Betreiber übergeben.

Da in der Zwischenzeit der Bau des Kernkraftwerks Wyhl unterbrochen (und später ganz gestoppt) wurde, wurden die für Wyhl-1 bereits bestellten und produzierten Großkomponenten (unter anderem das Reaktordruckgefäß und Dampferzeuger) für KKP 2 verwendet. Dies war ohne Probleme möglich, da dieser Block nahezu zeichnungs- und baugleich mit dem geplanten Block 1 in Wyhl war. Jedoch wurde KKP-2 inzwischen sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Betriebsstörungen und Störfälle[Bearbeiten]

Meldepflichtiges Ereignis 06/2001: Zu geringe Borsäurekonzentration in den Flutbehältern[Bearbeiten]

Am 25. August 2001 stellte man in einem von vier Behältern des Not- und Nachkühlsystems des am 12. August nach der Jahresrevision wieder hochgefahrenen Druckwasserreaktors eine Unterschreitung der vorgeschriebenen Konzentration an Borsäure fest.[16] Obwohl man hätte unterstellen können, dass auch in den drei anderen Tanks eine unzureichende Borsäurekonzentration vorliegt, wurden diese nicht geprüft. Erst am Montag, dem 27. August, als der Vorfall der Atomaufsichtsbehörde gemeldet wurde, stellte man fest, dass auch in zwei weiteren Tanks die Borsäurekonzentration unter den vorgeschriebenen 2200 ppm lag. Das Betriebshandbuch der Anlage wies für diesen Fall eine Anweisung zum Herunterfahren der Anlage auf, wenn mehr als 3 Sicherheitsteileinrichtungen gestört sind, zwischenzeitlich war jedoch der eine Behälter wieder aufboriert, der Betreiber nahm die Anlage deshalb nicht vom Netz. Hätte man am 25. August die Unterborierung festgestellt, hätte man die Anlage sofort vom Netz nehmen müssen. Nach der Meldung des Ereignisses an die Aufsichtsbehörde wurde der Kraftwerksblock „bis zur Klärung der Ursache für diesen sicherheitsrelevanten Fehler“ auf Drängen des damaligen Umweltministers Trittin vom Netz genommen.[17] Das Ereignis wurde vom Betreiber als Stufe 0 der INES-Skala behandelt. Später wurde es vom INES-Officer als INES 2 bewertet.[18] Um solch sicherheitsrelevante Fehler, die auf menschliches Versagen zurückzuführen waren, zukünftig zu verhindern, wurden umfangreiche Verbesserungen vorgenommen, unter anderem das Betriebshandbuch weiter präzisiert und ein Sicherheitsmanagementsystem eingeführt. Umfangreiche Nachprüfungen ergaben, dass von dem Ereignis keine Gefährdung der Öffentlichkeit ausging, weil selbst mit dem geringeren Borgehalt eine ausreichende Notkühlung möglich war, selbst dann, wenn zwei Teilsysteme ausgefallen wären. Dies war jedoch zum Zeitpunkt des Ereignisses nicht bekannt.

Meldepflichtiges Ereignis 07/2001: Zu niedrige Füllstände in den Flutbehältern[Bearbeiten]

Im Rahmen der Prüfungen des Ereignisses 06/2001 wurde festgestellt, dass über Jahre hinweg nach Revisionen und anderen Abschaltungen der Reaktor unterkritisch heiß gefahren wurde, ohne dass alle Flutbehälter des Not- und Nachkühlsystems den notwendigen Füllstand hatten, sodass während des Hochfahrens im unterkritischen Zustand keine dem Betriebshandbuch entsprechende Notkühlung gegeben war.[16] Dies stellt einen groben Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen dar, der bereits bei den Revisionen der Vorjahre Usus und auch Praxis in anderen Anlagen war. In der Folge der Untersuchungen musste das Betriebshandbuch präzisiert werden. Ebenso, wie beim Ereignis vom Juni 2001 wurde auch dieses Ereignis vom Betreiber mit der Stufe N (Normalmeldung) gemeldet. Diese Meldung als Ereignis der Stufe N war vorschriftswidrig. Korrekt wäre die Stufe S (Sofortmeldung) gewesen.[18] Vom INES-Offizier wurde das Ereignis als Stufe 2 bewertet. Diese Diskrepanz zog einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss nach sich.[19] Umfangreiche Nachprüfungen ergaben, dass von dem Ereignis keine Gefährdung der Öffentlichkeit ausging, weil selbst mit dem geringeren Füllstand eine ausreichende Notkühlung möglich war, selbst dann, wenn zwei Teilsysteme ausgefallen wären. Dies war jedoch zum Zeitpunkt des Ereignisses nicht bekannt.

Weitere Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • In Block 1 führten Lecks in etwa 20 Brennelementen am 1. Juli 1983 zu erhöhter Radioaktivität im Kühlwasser. Außerdem gelangte radioaktives 131Iod in die Umwelt.[20]
  • Am 24. September 2002 kam es zu einer Kontamination innerhalb des Überwachungsbereichs (KKP-1)[21]
  • Am 25. April 2004 kam es zur Freisetzung von kontaminiertem Wasser in die Umgebung (KKP-1)[21]
  • Am 28. Dezember 2005 kam es in KKP 2 zu einer TUSA (Turbinenschnellabschaltung) aufgrund der Überfüllung des Generator-Primärwasserbehälters.[22]
  • Im März 2006 verschwand ein Schlüsselbund, der unter anderem Schlüssel zu den Sicherheitsredundanzen von Block 1 enthält, spurlos, woraufhin die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde. Einige hundert entsprechende Schlösser wurden ausgetauscht.[23] Ob die Schlüssel entwendet oder verlegt wurden, konnte bis heute nicht festgestellt werden. – Die Landesregierung erachtete den Vorfall für nicht meldepflichtig im Sinne der atomrechtlichen Meldeverordnung (AtSMV), deren entsprechende Änderung aber nach einer Auffassung aus der Landtagsopposition erforderlich wäre.[24]
  • Vom 18. bis zum 22. November 2006 musste der Block 2 heruntergefahren werden, aufgrund einer Leckage im Primärwassersammelrohr (Teil der Generatorkühlung).[25]
  • Am 7. Mai 2007 kam es in Block 1 zu einem weiteren meldepflichtigen Ereignis: das Schließen zweier Kleinarmaturen an der Personenschleuse des Sicherheitsbehälters wurde beim Anfahren vergessen und es trat beim Inertisieren Stickstoff aus. Dieses Ereignis wurde der Kategorie E (Eilmeldung) INES 1 zugeordnet.[26]
  • Zu einem Wasserverlust von 280 000 Litern aus dem Brennelementbecken (BE-Becken) kam es am 17. Juni 2010, es fehlten nur noch 6 cm, bis ein Strang des BE-Beckenkühlsystems ausgefallen wäre. Dies wurde der Aufsichtsbehörde nicht gemäß AtSMV gemeldet. Der Umstand wurde durch einen Insider am 15. März 2011 bekannt gegeben.[27] Eine Meldepflicht nach AtSMV ist bis heute umstritten.
  • Am 12. November 2011 wurde Philipsburg 2 für Reparaturarbeiten an einer defekten Dichtung abgeschaltet.[28]

Sonstiges[Bearbeiten]

Auf dem Gelände befindet sich ein Standortzwischenlager für abgebrannte Kernbrennelemente mit einem Schwermetallgewicht von 1.600 Tonnen. Es hat 152 Stellplätze für Castoren und ging 2007 in Betrieb.[29] Das Kernkraftwerk Philippsburg steht in Partnerschaft mit den Kernkraftwerken Tomari in Japan, Uljin in Südkorea und Chmelnyzkyj in der Ukraine.

Neben der Schaltanlage steht ein 120 Meter hoher, als freistehende Stahlfachwerkkonstruktion ausgeführter Richtfunkturm für den innerbetrieblichen Richtfunk der EnBW.

Am 23. Februar 2000 kletterten 40 Aktivisten von Greenpeace auf einen der Kühltürme und entfalteten in etwa 150 Metern Höhe Transparente, nachdem sie um etwa 6 Uhr unbemerkt auf das äußere Kraftwerksgelände gelangt waren.[30]

Daten der Reaktorblöcke[Bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Philippsburg hat insgesamt zwei Blöcke:

Reaktorblock[31] Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Abschal-
tung
Philippsburg-1 (KKP 1) Siedewasserreaktor 890 MW 926 MW 1. Oktober 1970 5. Mai 1979 26. März 1980 17. März 2011
Philippsburg-2 (KKP 2) Druckwasserreaktor 1402 MW 1468 MW 7. Juli 1977 17. Dezember 1984 18. April 1985 31. Dezember 2019 (oder vorher entsprechend Reststrommenge)[32]
Panorama des Kraftwerks

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Philippsburg nuclear power plant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tagesschau.de: Spitzentreffen der Koalition zum Atomausstieg
  2. http://www.nabu.de/m07/m07_05/04634.html
  3. WNA – Nuclear Power in Germany (englisch)
  4. Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 vom Netz
  5. Badische Zeitung:Länder wollen das Aus für 7 Atomkraftwerke
  6. 25 Jahre Kernkraftwerk Philippsburg GmbH, Seite 4/5. Herausgeber: Kernkraftwerk Philippsburg GmbH, Philippsburg 1996.
  7. 25 Jahre Kernkraftwerk Philippsburg. Herausgeber: Kernkraftwerk Philippsburg GmbH, Philippsburg 1996.
  8. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Bundesumweltministerium geht meldepflichtigem Ereignis im AKW Philippsburg nach“
  9. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Bundesumweltministerium geht weiterem meldepflichtigen Ereignis im AKW Philippsburg nach“
  10. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: „Bundesumweltministerium erhebt keine Einwände gegen das Wiederanfahren von Philippsburg II“
  11. IAEO: „OSART Mission to the Philippsburg-2 NPP Germany“ (PDF; 901 kB)
  12. EnBW: „OSART-Mission im Kernkraftwerk Philippsburg endet mit sehr gutem Ergebnis“
  13. Herausgeber: EnBW Kernkraft GmbH Kernkraftwerk Philippsburg. Redaktion: Michael Maurer. Druck: Kraft Druck und Verlag GmbH, Ettlingen-Oberweier. 2007 Seite 14-15
  14. Herausgeber: EnBW Kernkraft GmbH Kernkraftwerk Philippsburg. Redaktion: Michael Maurer. Druck: Kraft Druck und Verlag GmbH, Ettlingen-Oberweier. 2007 Seite 16-17
  15. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012. Abgerufen am 21. Juli 2012 (Microsoft-Excel-Datei, 1,6 MiB).
  16. a b Abschlussbericht der Stuttgarter Aufsichtsbehörde, 2003
  17. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Jürgen Trittin: „Einstweilige Stilllegung des AKW Philippsburg notwendige Entscheidung von EnBW“
  18. a b Abschlussbericht des Ministeriums für Umwelt und Verkehr zu den meldepflichtigen Ereignissen 06/2001, 07/2001, und 08/2001 im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2.
  19. Bericht und Beschlussempfehlung des Untersuchungsausschusses „Fehler der Atomaufsicht in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit den meldepflichtigen Ereignissen und dem Fehlverhalten im Kernkraftwerk Philippsburg Werk 2 und die daraus zu ziehenden Konsequenzen“
  20. Greenpeace-Magazin: „Todesurteil auf Raten“
  21. a b http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/erhoehte_aktivitaetsabgaben.pdf
  22. Kernenergie in Deutschland; Jahresbericht 2005 – Herausgeber: Deutsches Atomforum e. V. Seite 36/37 Kernkraftwerk Philippsburg 2; Informationskreis KernEnergie; Druck: UbiaDruckKöln; ISSN 1611-9592
  23. Der Spiegel: „Philippsburg: Schlüssel für Atomkraftwerk verschwunden“
  24. Landtagsdrucksache 13/5223, PDF-Datei, 104 KB.
  25. Kernenergie in Deutschland; Jahresbericht 2006 – Herausgeber: Deutsches Atomforum e. V. Seite 30/31 Kernkraftwerk Philippsburg 1; Informationskreis KernEnergie; Druck: UbiaDruckKöln; ISSN 1611-9592
  26. Umweltministerium Baden-Württemberg: Leckage des Sicherheitsbehälters über eine Druckausgleichsleitung der Personenschleuse.
  27. Frontal 21
  28. http://www.n24.de/news/newsitem_7414512.html
  29. Deutsches Atomforum e. V.: Kernenergie – Aktuell 2007, Kapitel Zwischenlager/Transporte. Berlin, September 2007.
  30. Greenpeace-Aktivisten besetzten Kühlturm
  31. Power Reactor Information System der IAEO: „Germany, Federal Republic of: Nuclear Power Reactors“ (englisch)
  32. 13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes (PDF; 218 kB)