Kernkraftwerk Krümmel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

f1

Kernkraftwerk Krümmel
Kernkraftwerk Krümmel
Kernkraftwerk Krümmel
Lage
Kernkraftwerk Krümmel (Schleswig-Holstein)
Kernkraftwerk Krümmel
Koordinaten 53° 24′ 36″ N, 10° 24′ 32″ O53.4110.408888888889Koordinaten: 53° 24′ 36″ N, 10° 24′ 32″ O
Land: Deutschland
Daten
Eigentümer: 50 % E.ON
50 % Vattenfall
Betreiber: Kernkraftwerk Krümmel GmbH & Co. oHG
Projektbeginn: 1972
Kommerzieller Betrieb: 28. März 1984
Stilllegung: 2011[1]

Aktive Reaktoren (Brutto):

0  (0[2] MW)

Stillgelegte Reaktoren (Brutto):

1  (1402 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2009: 334,96 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 201.712,09 GWh
Website: Seite bei Vattenfall
Stand: 31. Dezember 2009
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.
Eingangsbereich
Luftbild 2009

Das Kernkraftwerk Krümmel (Abk.: KKK, KKW Krümmel oder AKW Krümmel) war von 1984 bis 2011 als Kernkraftwerk mit einem Siedewasserreaktor in Betrieb. Es liegt südöstlich von Hamburg an der Elbe, direkt am Geesthachter Ortsteil Krümmel. Betreiber ist die Kernkraftwerk Krümmel GmbH & Co. oHG, die je zur Hälfte E.ON Kernkraft und Vattenfall Europe Nuclear Energy gehört. Die Betriebsführerschaft liegt bei Vattenfall.[3]

Das KKK gehört der Baulinie 69 der Kraftwerk Union (KWU) an, ebenso wie die deutschen Kernkraftwerke Brunsbüttel, Philippsburg (Block 1) und Isar (Block 1) sowie das österreichische Kernkraftwerk Zwentendorf, das aber nach einer Volksabstimmung nie in Betrieb ging.[4]

Das KKK wurde am 28. März 1984 erstmals an das Stromnetz angeschlossen. Aufgrund eines Transformatorenbrands am 28. Juni 2007 befand es sich bis zum 19. Juni 2009 nicht im Leistungsbetrieb. Nach weiteren Zwischenfällen innerhalb von zwei Wochen nach Wiederanfahren kam es am 4. Juli 2009 zu einer Reaktorschnellabschaltung aufgrund einer Störung in einem Maschinentransformator. Seither befand sich das Kernkraftwerk Krümmel im Stillstandsbetrieb;[5] es wurde während des nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima am 15. März 2011 von der amtierenden deutschen Bundesregierung verhängten dreimonatigen Atommoratoriums nicht wieder angefahren.

Ende März 2011 sprachen sich im Landtag Schleswig-Holstein alle sechs Parteien für die endgültige Stilllegung von Krümmel aus; am 30. Mai 2011 gab die Bundesregierung bekannt, dass das Kernkraftwerk Krümmel nicht wieder ans Netz gehen solle;[6] dies wurde durch den Beschluss des deutschen Bundestages zum Atomausstieg vom 30. Juni 2011 legitimiert.

Vattenfall sprach im Januar 2011 mit E.ON über „eine mögliche Übertragung der Betriebsführung“ dieses Kernkraftwerks (und Brunsbüttel) auf E.ON.[7][8]

Geschichte[Bearbeiten]

Baustelle des Kraftwerks 1973

Das Kraftwerk wurde am 14. September 1983 durch die Eigentümer HEW und PreussenElektra in Betrieb genommen und befand sich von 1984 bis 2007 im Leistungsbetrieb (geplante Laufzeit siehe Artikel Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke).

Am 22. Mai 1986 wurde das Kernkraftwerk wegen eines Defektes abgeschaltet. Am 21. November 1986 lehnte es die Landesregierung von Schleswig-Holstein (Kabinett Barschel II, CDU) ab, eine Studie über die Sicherheit des Kernkraftwerks Krümmel zu veröffentlichen. Die zuvor bekannt gewordene Information, bei einer möglichen Kernschmelze werde nach nur 3 bis 21 Stunden das Containment brechen und Radioaktivität freigesetzt, wurde bestätigt.

Im Jahr 2005 wurden zwei Niederdruckturbinen sowie die Hochdruckturbine gegen neue ausgetauscht. In der Revision beginnend ab August 2006 wurde die dritte und letzte Turbine ausgetauscht. Mit der Erneuerung der Turbinenanlage wurde der Wirkungsgrad verbessert. Durch das geänderte Turbinendesign wuchs (bei unveränderter Reaktorleistung) die elektrische Leistung des Kraftwerks um 72 Megawatt (MW). Dieses Projekt kostete rund 50 Millionen Euro.

Neben dem Kernkraftwerk wurde im Jahre 2006 ein Zwischenlager fertiggestellt. Es dient der Lagerung von 80 Castor-Behältern mit 800 Tonnen Schwermetallgewicht[9] für etwa 40 Jahre.

Im Jahr 2010 sollte zur Verbesserung des Images eine Frau die Leitung des Kraftwerkes übernehmen. Da die Kandidatin Ulrike Welte bei einem simulierten Störfall nicht wie vorgesehen den Reaktor nach 30 - 60 Minuten unter Kontrolle hatte, sondern auch nach zwei Stunden der Reaktor noch nicht in einem sicheren Zustand war, lehnte die schleswig-holsteinische Atomaufsicht sie als Leiterin ab.[10]

Durchschnittlich wurden bisher pro Betriebszyklus 9,5 Milliarden Kilowattstunden erzeugt. Insgesamt hat das Kraftwerk über 200 Milliarden Kilowattstunden erbracht.

Anlage[Bearbeiten]

Technische Daten[11] Reaktor Krümmel
Kernbrennstoff UO2
Anreicherung an U235 bis zu 4,02 %
Kernbrennstoffmenge 156 t
Anzahl der Brennelemente 840
Anzahl der Brennstäbe je Brennelement 9x9QA-72
Brennstablänge 4,17 m
Brennstabdurchmesser 12,5 mm
Anzahl der Steuerstäbe 205
Absorbermaterial Borcarbid
Kühlmittel und Moderator H2O (Leichtes Wasser)
thermische Reaktorleistung 3690 MW
Nettowirkungsgrad 36,5 %
mittlere Leistungsdichte im Reaktorkern 51,6 kW/dm³
Entlade-Abbrand (Gleichgewichtskern) ca. 55000 MWd/t U
Wärmeübertragungsfläche im Reaktorkern 7710 m²
Kondensatorkühlfläche 3 x 18475 m²
Der Sicherheitszaun

Das Kernkraftwerk Krümmel ist, gemessen an seiner elektrischen Leistung, das weltweit größte Kernkraftwerk mit Siedewasserreaktor.

Leistung[Bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Krümmel hat eine elektrische Gesamtleistung (brutto) von 1402 MWel, von der es eine elektrische Netto-Leistung von 1346 MWel in das 380-kV-Höchstspannungsnetz einspeist. Diese elektrische Leistung kann das Kernkraftwerk für etwa 11 Monate eines Kalenderjahres konstant zur Verfügung stellen, wenn es störungs- und unfallfrei läuft. Die Nachladung von Brennelementen sowie durchzuführende Instandhaltungsarbeiten erfordern einen planbaren, jährlichen Stillstand von zirka einem Monat.

Legt man den 11 Betriebsmonaten einen Zeitraum von 48 Wochen zugrunde, ergibt sich hieraus eine jährliche Betriebsdauer von etwa 8000 Stunden. Die Multiplikation der jährlich zu erwartenden Betriebsstunden mit der elektrischen Nettoleistung (1346 MWel) ergibt eine elektrische Energie von 10.848 GWh.

Leistungsreduzierung aufgrund hoher Elbwassertemperaturen[Bearbeiten]

Auslaufbauwerk des KKW Krümmel zur Rückführung des Kühlwassers in die Elbe

Thermische Kraftwerke, wie Kohle- oder Kernkraftwerke, müssen den aus der Turbine austretenden Dampf kondensieren. Die bei der Kondensation des Dampfes freiwerdende Wärme muss an die Umgebung des Kraftwerks abgeführt werden.

Die Abgabe dieser Kondensationswärme an die Umgebung geschieht bei thermischen Kraftwerken entweder über einen Kühlturm oder durch direkte Kühlung des Turbinenkondensators mittels Flusswasser oder Meerwasser. Bei Kraftwerken mit Kühlturmkühlung wird das Wasser, welches den Kondensator kühlt, in einem Kühlturm entgegen der aufsteigenden Luft verrieselt. Durch den Prozess der teilweisen Verdunstung des Kühlwassers wird diesem Wärme entzogen, welche durch die in der gesättigten Luft enthaltene latente Wärme abgeführt wird. Das Wasser wird kontinuierlich einem angrenzenden Gewässer entnommen; angewärmtes Wasser wird am Fuße des Kühlturms gesammelt und etwas flussabwärts dem Fluss zugeführt. Bei direkter Kühlung wird das Kühlwasser dem Gewässer entnommen und durch den Turbinenkondensator gepumpt. Diesen kühlt es; dabei erwärmt es sich. Mit höherer Temperatur wird das Wasser etwas flussabwärts dem Fluss zugeführt.

Thermische Kraftwerke in der Bundesrepublik Deutschland benötigen eine wasserrechtliche Genehmigung zur Entnahme wie auch zur Aufheizung von Flusswasser. Das Kernkraftwerk Krümmel darf das von der Elbe entnommene Flusswasser maximal um 10 K erwärmen. Zusätzlich unterliegt die Wasserentnahme der Einschränkung, dass die höchste zulässige Mischtemperatur des wiedereingeleiteten Wassers zirka 100 Meter unterhalb des Einleitbauwerks nicht höher als 30 °C sein darf. Bei hohen Flusswassertemperaturen um 27 °C, wie sie beispielsweise in den Sommern 2003 und 2006 erreicht wurden, reicht die Aufheizspanne von 3 K nicht aus, um den bei Nennleistung aus der Turbine austretenden Dampf vollständig zu kondensieren. Hierdurch bedingt muss das Kernkraftwerk Krümmel bei erhöhten Elbwassertemperaturen die Leistung so weit absenken, dass die Mischtemperatur den Wert von 30 °C nicht überschreitet.[12] Diese wetterbedingte Minderleistung der durchlaufgekühlten Kraftwerke wird durch im Osten von Deutschland vorhandene kühlturmgekühlte Braunkohlekraftwerke oder durch Windenergie ausgeglichen.

Reaktor[Bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Krümmel hat einen Siedewasserreaktor zur Erzeugung thermischer Energie. Siedewasserreaktoren und Druckwasserreaktoren gehören zur Familie der Leichtwasserreaktoren. Das Kernkraftwerk Krümmel ist der jüngste von vier Siedewasserreaktoren der 'Baulinie 69', die von der AEG und deren Nachfolgerin Kraftwerk Union in den 1970er Jahren errichtet wurden (siehe Einleitung). „69“ steht für 1969 - in diesem Jahr wurde die Baulinie konzipiert.

Die lichte Höhe des Reaktordruckbehälters beträgt 22,38 Meter, der Innendurchmesser 6,78 Meter, die Wandstärke 17,1 Zentimeter und das Leergewicht 790 Tonnen. Der Sicherheitsbehälter hat einen Innendurchmesser von 29,6 Metern. Dieser Reaktordruckbehälter des Kernkraftwerks ist der größte der Welt. [13]

Das Abklingbecken, in dem die verbrauchten Brennstäbe bis zu fünf Jahre lagern, befindet sind außerhalb des Sicherheitsbehälters (Containment).[14] Dieses konstruktionsbedingte Sicherheitsdefizit rückte durch die Nuklearunfälle in Fukushima in Japan in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Zwischenlager[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Wie viele Castoren stehen hier im Moment?

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Ferner ist ein Zwischenlager für bis zu 80 CASTOR-Behälter eingerichtet.

Man geht davon aus, dass 25 Castor-Behälter vom Typ „V/52“ nötig sind, um sämtliche Brennstäbe, die im beladenen Reaktorkern und im Lagerbecken liegen, zu sammeln.[15] Zugleich wird vor einem Lieferproblem bei Castoren gewarnt, der den Rückbau erschwere.[16]

Radioaktivität[Bearbeiten]

Betriebsbedingt setzen Kernkraftwerke planmäßig über Abluft und Abwasser (in vergleichsweise geringen Mengen) radioaktive Stoffe frei (Emission). Das Atomgesetz verpflichtet die Aufsichtsbehörden unter anderem dazu, den Betrieb hinsichtlich der zugelassenen Grenzwerte zu überwachen. Eine Übersicht mit aktuellen Messwerten auch für das KKK findet sich auf einer Webseite der Landesregierung Schleswig-Holstein.[17] Im Jahr 2002 wurde bekannt, dass an der sekundären Aerosol-Probeentnahmeleitung „ein Schwebstofffilter des Betreibers steckte, an dem sich ein Großteil der Aerosolpartikel abschied.“[18] Ob hier eine Absicht bestand, Messwerte zu fälschen, oder welche Erklärung für das Vorhandensein des Schwebstoffilters in Frage kommt, geht aus dem genannten Bericht des BfS nicht hervor.

Kritik und Widerstand gegen den Bau und Betrieb[Bearbeiten]

Proteste gegen das KKW
Demonstration vor dem Kernkraftwerk Krümmel anlässlich des 23. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl

Aktionen und Gerichtsverfahren[Bearbeiten]

Mitte der 1970er Jahre gründete sich eine Bürgerinitiative gegen das Kernkraftwerk Krümmel: der eingetragene Verein „Bürgerinitiative Umweltschutz Oberelbe“ (kurz BUO, Amtsgericht Lübeck VR 163 GE), und daraus hervorgegangen der „Verein zur Förderung juristischer Schritte gegen das Kernkraftwerk Krümmel“ (Amtsgericht Lübeck, VR 166 GE). Ihre Mitglieder Thomas Wüppesahl und Jens Mulzer, Zahnarzt aus Schwarzenbek, klagten, vertreten durch den Hamburger Rechtsanwalt Winfried Günnemann, unter anderem gegen das Sozialministerium in Kiel, das die Atomaufsicht in Schleswig-Holstein ausübte, gegen die Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW, erworben von Vattenfall) und gegen PreussenElektra gegen den Bau, die Inbetriebnahme und verschiedene Teilerrichtungsgenehmigungsbescheide vor dem Verwaltungsgericht Schleswig und in zweiter Instanz dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg; die Klagen wurden teilweise bis vor das Bundesverwaltungsgericht getragen. Die eigentlichen Prozessziele konnte nicht erreicht werden, doch wurden aufgrund der Gerichtsentscheidungen Nachrüstungen für die Betreiber erforderlich, um mehr Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.[19][20]

1996 veröffentlichte Robin Wood eine detaillierte Liste, die 20 Werkstoff-, Material-, Fertigungs- und Konstruktionsfehler des Reaktordruckbehälters aufzählt.[21]

Am 4. November 1999 wies das Oberverwaltungsgericht Schleswig die Klage zweier Ärzte ab, die das Kernkraftwerk für die Erkrankung von zehn Kindern und einem Jugendlichen an Leukämie verantwortlich gemacht hatten.[22]

Am 24. April 2010 demonstrierte die Aktions- und Menschenkette von Krümmel nach Brunsbüttel mit über 100.000 Teilnehmern auf 120 Kilometern zwischen den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel gegen Kernkraft.[23] Am 26. Juni 2010 demonstrierten Atomkraftgegner aus Anlass des dritten Jahrestages des Brandes im Kernkraftwerk gegen den Antrag, das KKW Anfang 2011 wieder ans Netz gehen zu lassen. Dabei ließen sie 13.000 schwarze und gelbe gasgefüllte Ballons in den Himmel steigen.[24][25]

Wolfgang Kromp, Werkstoffphysiker an der Universität Wien, sieht in der gesamten Baulinie 69 eine Fehlkonstruktion, da der Reaktordruckbehälter zu schwach ausgelegt sei.[26]

Am 10. April 2011 fand eine Lesung auf dem Gelände des Betreibers Vattenfall u.a. mit Günter Grass statt.[27]

Leukämiehäufung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Leukämiecluster Elbmarsch

Seit Frühjahr 1986 gab es in der unmittelbaren Umgebung des Kraftwerks eine signifikante Häufung von Leukämieerkrankungen: In den Jahren 1990 bis April 2009 sind 19 Leukämie-Neuerkrankungen bei Kindern aufgetreten, das Dreifache dessen, was statistisch zu erwarten gewesen wäre.

Das Kraftwerk wurde als eine der möglichen Ursachen für diesen sogenannten Leukämiecluster Elbmarsch in Betracht gezogen. Ein wissenschaftlich schlüssiger Nachweis konnte indessen dafür bisher nicht erbracht werden. Im Rahmen der Überwachung nach dem Atomgesetz durch Behörden und Gutachter sind keine Ereignisse ermittelt worden, bei denen Radioaktivität freigeworden wäre. Später wurde auch das nahegelegene GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht in Betracht gezogen.

Allerdings kommt auch die aktuelle KiKK-Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz zum Ergebnis, dass die Zahl der Krebserkrankungen bei Kindern signifikant zunimmt, je näher der jeweilige Wohnort beim KKW liegt. Die Studie sagt aber, dass die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte Strahlung für die Leukämiehäufung aufgrund des aktuellen Wissens nicht als Ursache interpretiert werden kann. Mögliche andere Gründe für den festgestellten Abstandstrend konnte die Studie nicht finden.[28]

Risikostudien[Bearbeiten]

Die für Krümmel durchgeführten Sicherheitsstudien gelangen zum Schluss, dass das Risiko eines Unfalls mit katastrophalen Auswirkungen zwar gering, aber nicht völlig vernachlässigbar ist. So ist etwa bei einem gezielten Flugzeugabsturz auf das Reaktorgebäude mit einer „schweren bis katastrophalen Freisetzung radioaktiver Stoffe zu rechnen“.[29]

Für die Auswirkungen außerhalb der Anlage müsse in Erwägung gezogen werden, dass der Standort nur etwa 15 Kilometer vom nächstgelegenen Stadtteil Hamburgs liegt. Im Auftrag von Hamburgs Umweltbehörde hat das Öko-Institut Darmstadt 1995 eine Studie zu den Konsequenzen eines schweren Unfalles mit früher und großer Freisetzung von Radioaktivität erstellt. Dabei wurde eine Windrichtung in Richtung Hamburg angenommen, dies allerdings ohne die Berücksichtigung von Niederschlägen (Regen oder Schnee), welche die Dosis-Auswirkungen (durch Washout) noch wesentlich verschärfen. Das Ergebnis der Studie: Man müsse mit 45.000 bis 107.000 mittel- bis langfristigen Krebs-Todesfällen auf Hamburger Gebiet rechnen und zudem mit Tausenden weiteren in anderen Kommunen.[30]

Auf die Wirkung eines gezielten Beschusses mit Panzerfaust oder Lenkwaffe (Drohne) wird dort nicht eingegangen.

Meldepflichtige Ereignisse[Bearbeiten]

Im Kernkraftwerk Krümmel gab es seit der Inbetriebnahme insgesamt 313 meldepflichtige Ereignisse und damit etwa 12,5 Ereignisse pro Jahr (Stand: 31. Dezember 2008).[31] Störfälle oder Unfälle (Stufe 2 oder höher auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse) traten bislang nicht auf. Im Folgenden werden die wichtigsten meldepflichtigen Ereignisse der letzten Jahre aufgezählt.

16. März 2005: Reaktorschnellabschaltung[Bearbeiten]

Am 16. März 2005 kam es zu einer Reaktorschnellabschaltung wegen fehlerhafter Simulierung des Kondensatorfüllstands bei einer Prüfung des Reaktorschutzsystems.[32]

28. Juni 2007: Brand auf dem Gelände des KKW[Bearbeiten]

Am 28. Juni 2007 führte ein Kurzschluss in einem der beiden Leistungstransformatoren zu einem Ölbrand, in dessen Folge es zu einer nicht vorgesehenen Reaktorschnellabschaltung (RESA) und zu einem nicht vorgesehenen Ausfall der Hauptspeisepumpen kam. Diese beiden Systemfehler führten zu einer Einstufung als meldepflichtig (INES 0). Die Notkühlsysteme funktionierten auslegungsgemäß, jedoch zeigten sich im Verlauf weitere Schwächen in Organisation und Technik (Missverständnis in der Schaltwarte, Eindringen von Brandrauch, Ausfall eines Archivierungssystems). In den Medien wurde ausführlich über das Ereignis berichtet; die Informationspolitik des Betreibers wurde zum Teil heftig kritisiert.

4. Februar 2008: Schwelbrand in Lüftungsanlage[Bearbeiten]

Am 4. Februar 2008 ereignete sich ein Schwelbrand in einer Lüftungsanlage. Binnen einer Stunde konnte das Feuer durch die Werkfeuerwehr gelöscht werden, externe Hilfe war nicht notwendig. Die Atomaufsichtsbehörde entsandte einen Sachverständigen, Radioaktivität sei zu keiner Zeit ausgetreten. Dieser Vorfall (INES 0) wurde von zahlreichen Umwelt- und Klimaschutzorganisationen zum Anlass genommen, die Sicherheit des Kernkraftwerks Krümmel und der Kernenergie anzuzweifeln.[33]

18. August 2008: defekte Schalter[Bearbeiten]

Während einer routinemäßig wiederkehrenden Prüfung traten am 18. August 2008 zwei meldepflichtige Ereignisse auf. Wegen eines defekten Schalters ließ sich eine der vier Pumpen eines Nebenkühlwassersystems nicht einschalten. Zudem ließ sich wegen eines defekten Generatorschalters eines von sechs Notstrom-Dieselaggregaten nicht mit dem Eigenbedarfsnetz synchronisieren. Beide Schalter wurden ausgetauscht (zweimal INES 0).[34]

20. März 2009: Abschaltung eines Notstromtransformators[Bearbeiten]

Eine interne Überwachungseinrichtung schaltete am 20. März 2009 automatisch einen fehlerhaften Notstromtransformator ab. Damit standen nur vier der sechs Notstrom-Versorgungsstränge zur Verfügung, einer mehr als zum Betrieb erforderlich (INES 0).[35][36]

23. Juni 2009: Ausfall einer elektronischen Baugruppe zum Reaktorschutz[Bearbeiten]

Die Atomaufsicht hatte am 19. Juni 2009 das Wiederanfahren des Reaktors genehmigt. Vier Tage danach, am 23. Juni 2009, kam es zum nächsten meldepflichtigen Ereignis: Eine elektronische Baugruppe (von dreien insgesamt) zum zeitverzögerten Auslösen einer Reaktorschutzmaßnahme war ausgefallen. Die defekte Baugruppe steuerte eine Auswahlschaltung an, die bei Ausfall der Stromeigenversorgung im Anforderungsfall ein Reaktoreinspeisesystem startet (INES 0). Dieser Ausfall der Baugruppe wurde während einer wiederkehrenden Prüfung am 23. Juni 2009 festgestellt. Die Betreiber des Kernkraftwerks meldeten den Vorfall fristgerecht am 29. Juni 2009 dem zuständigen Ministerium in Kiel.[37]

Am 1. Juli 2009 kam es zu einem nicht meldepflichtigen Zwischenfall: Die Turbine der Anlage schaltete sich automatisch ab (TUSA), nachdem ein Eigenbedarftransformator ausgefallen war. Infolge dieser Störung kam es zu einer weiteren Anomalie. Statt einer automatischen Regelung des Füllstands im Reaktor wurde dieser von Hand geschaltet. Zur Klärung der Ursachen und des weiteren Vorgehens wurden von der Atomaufsicht Sachverständige hinzugezogen.[38] Das Kraftwerk ging nach vier Stunden wieder ans Netz und lief mit verminderter Leistung weiter.[39]

4. Juli 2009: Reaktorschnellabschaltung[Bearbeiten]

Installation der neuen Maschinentransformatoren im AKW Krümmel

Am Samstag, den 4. Juli 2009 kam es kurz nach 12 Uhr mittags zu einer Reaktorschnellabschaltung. Ursache war eine Störung in einem der beiden Maschinentransformatoren, wodurch es zu einer Unterspannung an zwei der vier Eigenbedarfsschienen des Kernkraftwerks kam. Zusätzlich gab es Kühlprobleme bei der Reaktorwasserreinigung sowie (bei der zusätzlichen Fixierung eines Steuerstabes) Hinweise auf ein defektes Brennelement (INES 0).[40] Die Polizei informierte die Atomaufsicht 20 Minuten früher als Vattenfall, da der Betriebsleiter des Kraftwerks vor seinem Anruf beim Kieler Ministerium für Soziales und Gesundheit zuerst zum Kraftwerk fuhr, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.[41]

Die Schnellabschaltung verursachte in Hamburg massive Einschränkungen im Stromnetz. Dabei fielen 1500 der insgesamt 1711 Ampelanlagen der Stadt teilweise über mehrere Stunden aus und Einkaufszentren waren ohne Licht.[42] Weiterhin fielen durch die Störung mehrere Wasserpumpen aus, und es kam bei der Wiederinbetriebnahme der Pumpen aufgrund von Druckstößen zu elf Wasserrohrbrüchen, wodurch Tausende Hamburger zeitweise ohne Wasserversorgung waren.[43]

Die für die Atomaufsicht zuständige Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Gitta Trauernicht ordnete daraufhin eine erneute Zuverlässigkeitsprüfung des Betreibers Vattenfall an.[44] Außerdem gab das Unternehmen drei Tage nach der Notabschaltung bekannt, dass ein vorgeschriebenes Überwachungsgerät am betroffenen Transformator, ein sogenanntes Teilentladungsmessgerät, nicht installiert worden war. Aufgrund der Vorkommnisse wurde der bisherige Kraftwerkschef von Vattenfall entlassen.[45] Das Kernkraftwerk selbst sollte nach Angaben des Energiekonzerns bis mindestens April 2010 abgeschaltet bleiben, damit die beiden Transformatoren gegen neue ausgetauscht werden können.[46][47] Kurz darauf räumte ein Sprecher von Vattenfall ein, dass es wahrscheinlich auch zu einem Brennstab-Schaden innerhalb des Reaktors gekommen sei. Einige wenige der 80.000 Brennstäbe wiesen demnach einen Defekt auf. Für weitere Untersuchungen soll der Druckbehälter des Reaktors geöffnet werden.[48]

Am 19. Juni 2009 hatte die zuständige Aufsichtsbehörde „kontinuierliche Audioaufzeichnungen auf der Hauptwarte“ des Kernkraftwerks Krümmel – ähnlich wie eine Blackbox in einem Flugzeug – angeordnet; Vattenfall hatte dagegen geklagt. Beim Ereignis vom 4. Juli war die Blackbox nicht eingeschaltet.[49]

Ausfall eines Notstromaggregates[Bearbeiten]

Am 6. Dezember 2013 kam es zu einem Ausfall eines Notstromaggregates.[50]

Daten des Reaktorblockes[Bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Krümmel hat einen Kraftwerksblock:

Reaktorblock[51] Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Abschal-
tung
Krümmel (KKK) Siedewasserreaktor 1346 MW 1402 MW 05.04.1974 28.09.1983 28.03.1984 06.08.2011

Zukunft[Bearbeiten]

Der Betriebsrat des Kraftwerks fordert, nach der Stilllegung des Kernkraftwerks am selben Standort ein Gaskraftwerk zu errichten und so die Arbeitsplätze zu erhalten.[52]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kernkraftwerk Krümmel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tagesschau.de: Spitzentreffen der Koalition zum Atomausstieg
  2. Vattenfall Europe: Beschreibung des KKK (Vattenfall-Werbebroschüre) (PDF) gesehen 30. März 2011.
  3. Vattenfall Europe Nuclear Energy: VENE Kernkraftwerke. (PDF) gesehen 24. April 2010
  4. ARD-Magazin „kontraste“ vom 15. Juli 2010: Atomkraft – Laufzeitverlängerung trotz Sicherheitsdefiziten, taz 19. Mai 2010
  5. NDR: [http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/kruemmel138.html ''Atomkraft: Krümmel-Pannen: Atomkraftwerk vor dem Aus?''] (Link nicht abrufbar) vom 6. Juli 2009.
  6. http://www.lueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-77/169_read-38003/ vom 30. Mai 2011
  7. taz.de vom 15. April 2011
  8. vattenfall.de Pressemitteilung vom 6. April 2011
  9. Deutsches Atomforum e. V.: Kernenergie – Aktuell 2007, Kapitel Zwischenlager/Transporte. Berlin, September 2007.
  10. Reimar Paul: Ich mag Krümmel. In: Der Tagesspiegel, 9. Dezember 2010
  11. Martin Volkmer: Kernenergie Basiswissen. Informationskreis KernEnergie, Berlin Juni 2007, ISBN 3-926956-44-5. Seite 45
  12. Kernenergie in Deutschland – Jahresbericht 2006 (PDF) Deutsches Atomforum e. V.
  13. Martin Volkmer: Kernenergie Basiswissen. Informationskreis KernEnergie, Berlin Juni 2007, ISBN 3-926956-44-5. Seite 57
  14. Abklingbecken deutscher Meiler Spiegel online 16. März 2011
  15. http://www.bergedorfer-zeitung.de/geesthacht/article114665/Lieferprobleme_bei_Castor_Behaeltern_Rueckbau_verzoegert_sich.html
  16. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/trotz-moratorium-castor-mangel-erschwert-akw-rueckbau/6324252.html
  17. Kernkraftwerksfernüberwachung Schleswig-Holstein: Messwerte
  18. vgl. z.B. Bundesamt für Strahlenschutz: Jahresbericht 2002, S. 53 online unter Weitere Arbeitsschwerpunkte des BfS, Bundesamt für Strahlenschutz, 2003
  19. Jürgen Schröder: Kernkraftwerk Krümmel. Materialien zur Analyse von Opposition. Stand 29. Mai 2011 (online)
  20. Bestand S Umweltschutz: Sammlung Umweltschutz Wilhelm Knobloch. Nr. 247. AKW Krümmel (KKK) und Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt Geesthacht (GKSS). Generallandesarchiv Karlsruhe (online)
  21. robinwood.de 19. Dezember 1996
  22. IPPNW Hamburg. Ippnw-hamburg.de. Abgerufen am 27. Juni 2010.
  23. Die hohen Ziele weit übertroffen. In: taz, 24. April 2010
  24. Atomkraftgegner lassen 13.000 Luftballons fliegen. In: Hamburger Morgenpost, 26. Juni 2010 (online)
  25. Drei Jahre Stillstand: Geht Krümmel wieder ans Netz?. In: Lübecker Nachrichten, 27. Juni 2010 (online)
  26. Atomkraft – Laufzeitverlängerung trotz Sicherheitsdefiziten. ARD-Magazin Kontraste. 15. Juni 2010. Abgerufen am 22. September 2010.
  27. Protestlesung in Krümmel. Günter Grass poltert gegen Lobbyisten, Spiegel Online, zuletzt abgerufen am 12. April 2011
  28. Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken, Bundesamt für Strahlenschutz, 2007. Abgerufen am 19. Mai 2011.
  29. Internationale Länderkommission Kerntechnik (PDF) Vertraulich: ILK-Gutachten vom November 2002 bei Frontal21
  30. Bürgerinitiative Umweltschutz e. V. Arbeitskreis Atom: Atomkraftwerke: Unsicher und grundrechtswidrig: Ein Bericht über Kernschmelzgefahr und Grundrechtsbeeinträchtigungen vom August 1998, gesehen 24. April 2010.
  31. Kernkraftwerke in der Bundesrepublik Deutschland, Bundesamt für Strahlenschutz.
  32. Kernenergie in Deutschland; Jahresbericht 2005 – Herausgeber: Deutsches Atomforum e. V. Seite 20/21 Kernkraftwerk Krümmel; Informationskreis KernEnergie; Druck: UbiaDruckKöln; ISSN:1611-9592
  33. Schwelbrand in Lüftung des Atomkraftwerks Krümmel. In: Tagesspiegel, 5. Februar 2008
  34. Nachrichten-Café: Erneut zwei meldepflichtige Ereignisse im Kernkraftwerk Krümmel
  35. [http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=20704800 Abschaltung eines Notstromtransformators in Krümmel] (Link nicht abrufbar), Die Welt online vom 20. März 2009.
  36. [http://www.news-adhoc.com/notstromtransformator-nach-panne-im-akw-kruemmel-abgeschaltet-idna2009032023109/ ''Notstromtransformator nach Panne im AKW Krümmel abgeschaltet''] (Link nicht abrufbar) (Link nicht mehr abrufbar), News adhoc vom 20. März 2009.
  37. [http://www.schleswig-holstein.de/MSGF/DE/Service/Presse/PI/2009/090629__msgf__mekkk.html Reaktorsicherheitsbehörde in Kiel: ''Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Krümmel''] (Link nicht abrufbar) (Link nicht mehr abrufbar)
  38. Kernkraftwerk Krümmel heruntergefahren
  39. [http://www.schleswig-holstein.de/MSGF/DE/Service/Presse/PI/2009/090702__msgf__kkk.html ''Untersuchungen im Kernkraftwerk Krümmel''] (Link nicht mehr abrufbar)
  40. Pressemitteilung Vattenfall vom 5. Juli 2009. Vattenfall.de. 19. November 2008. Abgerufen am 27. Juni 2010.
  41. Was im Atomkraftwerk Krümmel wirklich passierte. Welt.de. Abgerufen am 27. Juni 2010.
  42. Störfall im AKW Krümmel sorgt in Hamburg für Chaos, Hamburger Mopo vom 5. Juli 2009
  43. Tausende Hamburger zeitweise ohne Wasser. In: Welt online, 5. Juli 2009
  44. [http://www.schleswig-holstein.de/MSGF/DE/Service/Presse/PI/PDF/2009/090704__msgf__TrauernichtKruemmel,templateId=raw,property=publicationFile.pdf ''Ministerin Trauernicht zur Reaktorschnellabschaltung im Kernkraft Krümmel''] (PDF; Link nicht mehr abrufbar), Medieninformation des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren vom 4. Juli 2009
  45. Vattenfall räumt Versäumnisse in Krümmel ein bei Spiegel Online, 7. Juli 2009
  46. Vattenfall: AKW Krümmel bleibt mehrere Monate abgeschaltet bei reuters.com, 7. Juli 2009
  47. Vattenfall trennt sich von Krümmel-Werksleiter. In: Hamburger Abendblatt, 8. Juli 2009
  48. [http://www.tagesschau.de/inland/vattenfall122.html ''Vattenfall vermutet Brennstab-Schaden in Krümmel''] (Link nicht abrufbar) bei tagesschau.de, 9. Juli 2009
  49. Blackbox im AKW Krümmel war außer Betrieb. In: Welt online, 5. Juli 2010
  50. Börse online: Meldepflichtiges Ereignis im Atomkraftwerk Krümmel, vom 6. Dezember 2013, abgerufen am 9. Dezember 2013.
  51. Power Reactor Information System der IAEA: „Germany, Federal Republic of: Nuclear Power Reactors“ (englisch)
  52. Redaktion Stromsparer.de: Vattenfall: Baut der Stromanbieter jetzt ein Gaskraftwerk in Krümmel? Abgerufen am 12. Juli 2011.