Kirrberg (Homburg)

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49.3002787.369444243Koordinaten: 49° 18′ 1″ N, 7° 22′ 10″ O

Kirrberg
Stadt Homburg
Wappen der ehemaligen Gemeinde Kirrberg
Höhe: 243 m
Einwohner: 3060 (1. Jan. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66424
Vorwahl: 06841
Kirrberg (Saarland)
Kirrberg

Lage von Kirrberg in Saarland

Blick auf den Ortskern von Kirrberg

Blick auf den Ortskern von Kirrberg

Kirrberg ist ein Stadtteil der saarländischen Kreisstadt Homburg im Saarpfalz-Kreis. Bis Ende 1973 war Kirrberg eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Homburg, die heute den Status eines Gemeindebezirks mit eigenem Ortsvorsteher und Ortsräten besitzt, die allerdings den Stadtrat nur beratend unterstützen. Im örtlichen Dialekt wird der Ortsname Kerrbrich ausgesprochen.

Lage[Bearbeiten]

Kirrberg liegt am östlichen Rand des Saarlands an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Größere Städte in der Umgebung sind neben Homburg (5 km) noch Zweibrücken (7 km) sowie Saarbrücken und Kaiserslautern (beide ca. 35 km). Kirrberg wird von Ost nach West vom Lambsbach durchzogen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits in der Steinzeit führte eine Durchzug- und Handelsstraße durch das Lambsbachtal, wie Depotfunde belegen. Die nach Norden gelegenen Erhöhungen zeigen heute noch Spuren von frühkeltischen (1000–800 v. Chr.) Höhenbefestigungen. Die salische Merburg scheint nach dem Streit zwischen Kaiser Barbarossa und Simon von Saarbrücken ihre Bedeutung verloren zu haben, da die wichtige Salzstraße von da an einer anderen Route folgte und nicht mehr durch das Lambsbachtal führte. Noch heute nimmt jedoch die Nordroute der Pfälzer Jakobswege diesen Weg und verläuft von Speyer her kommend durch Kirrberg – wohl auch wegen der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt – weiter nach Hornbach.[1]

Kirrberg wurde, nachdem es nach dem Ersten Weltkrieg ebenso wie Bruchhof-Sanddorf bei Deutschland blieb, am 23. April 1949 dem Saarland angegliedert. Der Ort ist somit einer der jüngsten Teile des Saarlands[2]

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde am 1. Januar 1974 die bis dahin eigenständige Gemeinde Kirrberg der Kreisstadt Homburg zugeordnet und ist seitdem ein Stadtteil.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Als Sehenswürdigkeiten gelten die Überreste der Merburg aus dem 11. Jahrhundert sowie die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Die Kirche wurde erstmals 1290 in einer Urkunde als „Capella in Kirchperch“ urkundlich erwähnt. Es wird vermutet, dass sich davon der heutige Namen von Kirrberg ableitet. Die Urkunde ist heute im Bayerischen Staatsarchiv hinterlegt.

Um Kirrberg gibt es ein breites Angebot an Wandermöglichkeiten wie beispielsweise den Kirrberger Rundwanderweg mit der Merburgruine.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Joseph Maria Ruthig (1874–1958), Minoritenpater, Feldgeistlicher in der Türkei, 1923-1929 Provinzial (Oberhaupt) des süddeutschen Ordenszweiges der Franziskaner-Minoriten.

Sport[Bearbeiten]

SV Kirrberg[Bearbeiten]

Der SV Kirrberg wurde 1945 von Max Sonntag, Fritz Bach und Otto Hemmer unter dem Namen Turn und Sportverein 06 gegründet. Da die Militärregierung den Namen Turnverein verbot, nahm der Verein seinen heutigen Namen SV Kirrberg an. Fritz Bach wurde 1946 zum ersten Vorsitzenden des SV Kirrberg gekürt.

1955 wurde der Sportpark Lerchenhübel für rund 3.500.000 Frs (französische Franken) auf dem Lerchenhübel erbaut. Im Jahre 1958 wurde die 1. Silberne Ehrennadel an Erich Didion verliehen. Vier Jahre später begann der SV Kirrberg mit dem Bau des Sportheimes. 1995 gab es ein Fest am 2. und 3. September 1995 anlässlich des 50-jährigen Bestehens. 1996 wurde der heutige Sportpark Lerchenhübel erneuert.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Übersichtskarte über die Pfälzer Jakobswege
  2. Eingliederung der Gemeinde Kirrberg ins Saarland, S. 377 (PDF; 132 kB)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 803.