Korablino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Korablino
Кораблино
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Rjasan
Rajon Korablino
Erste Erwähnung 1676
Stadt seit 1965
Fläche 12 km²
Bevölkerung 12.658 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1055 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 135 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 491432
Postleitzahl 391200
Kfz-Kennzeichen 62
OKATO 61 212 501
Geographische Lage
Koordinaten 53° 55′ N, 40° 1′ O53.91666666666740.016666666667135Koordinaten: 53° 55′ 0″ N, 40° 1′ 0″ O
Korablino (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Korablino (Oblast Rjasan)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Rjasan
Liste der Städte in Russland

Korablino (russisch Кораблино) ist eine Stadt in der Oblast Rjasan (Russland) mit 12.658 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Norden der Oka-Don-Ebene etwa 90 km südlich der Oblasthauptstadt Rjasan unweit des Flusses Pronja, eines rechten Nebenflusses der in die Wolga mündenden Oka.

Korablino ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1676 als Dorf urkundlich erwähnt. Nach einer Version wurde der Ortsname vom russischen Wort korabl für Schiff abgeleitet, weil das Holz der umliegenden Eichenwälder für den Bau von Schiffen auf dem Don verwendet worden sein soll. Nach anderen Angaben hieß der Ort anfänglich Korabjino nach seinen Besitzern, der Bojarenfamilie Korobjin, während die heutige Form erst ab Ende des 18. Jahrhunderts in Gebrauch kam.

Nach der Eröffnung der damaligen Rjasan-Koslower Eisenbahn 1866 entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Getreidelager- und -handelszentrum des Gouvernements.

In den 1950er Jahren entstand eine Fabrik für Seidenstoffe. Außerdem wurden, da der Ort am Ostrand des Moskauer Braunkohlebeckens liegt, mehrere Kohleschächte abgeteuft, die jedoch wegen mangelnder Rentabilität bald wieder geschlossen wurden.

1965 wurde das Stadtrecht verliehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 5.265
1970 13.131
1979 14.789
1989 15.349
2002 14.690
2010 12.658

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Korablino steht die Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche (Покровская церковь/Pokrowskaja zerkow) aus dem 19. Jahrhundert. Die Stadt besitzt ein Heimatmuseum.

Im Rajon liegt der denkmalgeschützte, in der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte dendrologische Park Jerlinski mit über 150 Baum- und Straucharten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Korablino

In Korablino gibt es ein Werk für Seidenstoffe (Kortex) sowie Betriebe der Bauwirtschaft und der Lebensmittelindustrie.

Die Stadt liegt an der 1871 durchgängig eröffneten Eisenbahnstrecke Moskau–Rjasan–Woronesch bzw. –TambowSaratow (Streckenkilometer 287).

Durch Korablino führt die Regionalstraße R127, welche die einige Kilometer östlich verlaufende R126 Rjasan–DankowJefremow mit der Fernstraße M6 Moskau–Tambow–WolgogradAstrachan bei Skopin (knapp 40 Kilometer westlich) verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]