Kruja

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Dieser Artikel behandelt die albanische Stadt Kruja, der Politiker findet sich unter Mustafa Kruja.
Krujë
Kruja
Kruja (Albanien)
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41.51388888888919.791944444444520Koordinaten: 41° 31′ N, 19° 48′ O

Basisdaten
Staat: Albanien
Qark: Durrës
Kreis: Kruja
Höhe: 520 m ü. A.
Fläche: 40 km²
Einwohner: 16.051 (2009)
Bevölkerungsdichte: 401 Einwohner je km²
Zeitzone: MEZ (UTC+1)
Telefonvorwahl: (+355) 0511
Postleitzahl: 1501
Kfz-Kennzeichen: KR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Bashkia
Bürgermeister: Shkëlzen Hoxha (PD)
Stadtzentrum von der Burg gesehen
Historischer Basar mit Basar-Moschee
Skanderbeg-Museum auf der Burg

Kruja (albanisch auch Krujë, italienisch Croia, türkisch Akçahisar) ist eine Kleinstadt in Nordalbanien. Sie ist Amtssitz des gleichnamigen Kreises. Kruja hat über 16.000 Einwohner (2009),[1] bei der Volkszählung 2011 wurden jedoch nur 11.642 Einwohner erfasst.[2] Sie liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tirana am Abhang der Skanderbeg-Berge hoch über der Küstenebene.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Der Ort war bereits im 9. Jahrhundert Bischofssitz, 1190 begründete Progon das Fürstentum Arbanon mit der Burg Kruja als Herrschaftszentrum. Es war das erste von einem albanischen Adligen beherrschte Fürstentum. 1415 wurde Kruja durch die von Sultan Mehmed I. geführten osmanischen Truppen erobert.[3] In der Mitte des 15. Jahrhunderts eroberte Skanderbeg die Stadt zurück und verteidigte von der Festung aus Albanien mehrere Jahrzehnte gegen die vordringenden Osmanen. Diese griffen die Burg danach wiederholt an, so zum Beispiel bei der monatelangen, aber erfolglosen Ersten Belagerung im Jahr 1450. Erst nach dem Tod von Skanderbeg konnten die Türken 1478 Kruja und ganz Albanien vollständig besetzen und mehr als 400 Jahre beherrschen. 1617 wurde das mittlelalterliche Kruja durch ein starkes Erdbeben verwüstet.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Die Festung Kruja ist für das albanische Volk ein nationales Heiligtum. Das Skanderbeg-Museum innerhalb der Festungsmauer, in dem an den Kampf der Albaner unter Skanderbeg erinnert wird, wurde von der Architektin Pranvera Hoxha, der Tochter von Enver Hoxha, konzipiert und soll den Anschein einer mittelalterlichen Trutzburg erwecken. Innerhalb der Festungsmauern befindet sich weiterhin eine kleine Tekke der Bektashi, ein Ethnologisches Museum und ein türkisches Bad. Im unteren Teil der Festung befinden sich zahlreiche kleine Wohnhäuser, in denen noch immer Familien leben. Am Fuße des Burghügels liegt eine restaurierte Basarstraße, deren Gebäude aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Für Touristen, die die Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen, gibt es einige Cafés und zahlreiche Souvenirstände wie sonst kaum in Albanien. Es fehlt aber an Unterkünften, da die meisten Besucher nur für ein paar Stunden aus Tirana oder Durrës anreisen oder kurz auf der Durchreise Halt machen.

Auf dem Berg oberhalb der Stadt liegt in einer Höhle eine der mutmaßlichen Grabstätten Sari Saltiks, eines Heiligen des Bektashi-Ordens. Eine Bergkette weiter östlich findet sich der Nationalpark Qafë Shtama. Am Fuss des Berges unweit von Fushë-Kruja befinden sich die Ruinen des illyrischen Städtchen Zgërdhesh.

Wirtschaft und Gesellschaft [Bearbeiten]

In Kruja gibt es eine Textil- und Nahrungsmittelindustrie.

Der lokale Fußballklub KS Kastrioti Kruja spielt in der Saison 2009/10 in der höchsten Liga.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Kruja – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Qarku Durrës – Statistika. Abgerufen am 2. Januar 2012.
  2.  Instat (Hrsg.): Population and Housing Census in Albania 2011: Preliminary Results. Tirana Dezember 2011 (Online-Version (PDF; 6,0 MB)).
  3.  Miranda Vickers: Shqiptarët - Një histori moderne. Bota Shqiptare, 2008 (Originaltitel: The Albanians - A Modern History, übersetzt von Xhevdet Shehu), ISBN 978-99956-11-68-2, Mbërritja e osmanëve, S. 19.