Landtagswahl in Niedersachsen 1955

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landtagswahl 1955
(in %)
 %
40
30
20
10
0
35,2
26,6
12,4
11,0
7,9
3,8
1,3
1,1
2,0
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1951
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+1,5
+2,9
+12,4
-3,9
-0,4
+1,6
-0,5
-2,2
-9,9
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b 1951: zusammen mit der DP
        
Von 159 Sitzen entfallen auf:

Die Wahl zum 3. Niedersächsischen Landtag fand am 24. April 1955 statt. Die Wahlbeteiligung betrug 77,5 % und war damit etwas höher als bei der vorherigen Landtagswahl 1951. Es ergab sich folgendes Ergebnis:

Wahlberechtigte: 4400635

Wähler: 3410330 (Wahlbeteiligung: 77,50 %)

Gültige Stimmen: 3357778

Partei Stimmen Anteil
in %
Direkt-
man-
date
Sitze
SPD 1181963 35,20 59 59
CDU 894018 26,63 20 43
DP 415183 12,36 15 19
GB/BHE 370407 11,03 17
FDP 264841 7,89 1 12
DRP 126692 3,77 6
KPD 44788 1,33 2
Zentrum 37563 1,12 1
DHP 10823 0,32
BdD 8600 0,26
LP 2768 0,08
Einzelbewerber 132 0,00
Total 3357778 95 159

Die SPD erhielt fünf Überhangmandate, die übrigen Parteien erhielten fünf Ausgleichsmandate (CDU drei, GB/BHE und DRP je eins). Dadurch vergrößerte sich der Landtag von 149 auf 159 Abgeordnete.

Da bei dieser Wahl die Fünf-Prozent-Hürde noch nicht angewandt wurde, erhielten drei Parteien mit weniger als fünf Prozent Stimmanteil Sitze im Landtag. Dies gilt auch für die KPD, die ihre Sitze allerdings nach ihrem Verbot im August 1956 durch das Bundesverfassungsgericht wieder verlor.

Nach der Landtagswahl bildeten die CDU, die DP, die FDP und der GB/BHE eine Koalitionsregierung unter Heinrich Hellwege, das Kabinett Hellwege I. Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Bundeslandes eine Regierung gegen die SPD unter Hinrich Wilhelm Kopf gebildet, der seit Gründung des Landes 1946 Ministerpräsident gewesen war. Im November 1957 wurde eine neue Koalitionsregierung unter Beteiligung von DP, CDU und SPD gebildet, Ministerpräsident blieb Heinrich Hellwege (Kabinett Hellwege II).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Claus A. Fischer (Hrsg.): Wahlhandbuch für die Bundesrepublik Deutschland. Daten zu Bundestags-, Landtags- und Europawahlen in der Bundesrepublik Deutschland, in den Ländern und in den Kreisen 1946–1989, 2. Halbband, Paderborn 1990.

Weblinks[Bearbeiten]

Wahlen in Deutschland