Landtagswahl in Niedersachsen 1990

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Landtagswahl 1990
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Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1986
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+2,1
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-1,6
+1,5
+0,3
Sonst.
    
Von 155 Sitzen entfallen auf:

Die Wahl zum 12. Niedersächsischen Landtag fand am 13. Mai 1990 parallel zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen statt. Erstmals bei einer niedersächsischen Landtagswahl gab es Erst- und Zweitstimme wie bei Bundestagswahlen.

Ausgangssituation[Bearbeiten]

Bei der Landtagswahl 1986 hatte die CDU unter Ministerpräsident Ernst Albrecht ihre absolute Mehrheit verloren und konnte nur mit der FDP eine knappe Regierungsmehrheit bilden.

Demgegenüber hatte die SPD unter Führung von Gerhard Schröder ihren Stimmenanteil deutlich steigern können. Jedoch scheiterte Schröder mit dem Ziel, Albrecht ablösen zu können und wurde daraufhin Oppositionsführer im Landtag.

Ergebnis[Bearbeiten]

Die Stimmenanteile verschoben sich insgesamt zwar nur geringfügig, reichten jedoch aus, dass die SPD stärkste Fraktion wurde und zusammen mit den Grünen die Regierung Albrechts ablösen konnte.

Wahlberechtigte: 5.712.613

Wähler: 4263215 (Wahlbeteiligung: 74,63 %)

Gültige Erststimmen: 4.204.232

Gültige Zweitstimmen: 4.216.296

Partei Erststimmen Zweitstimmen
Anzahl Anteil
in %
Direkt-
man-
date
Anzahl Anteil
in %
Sitze
SPD 1.943.278 46,22 61 1.865.267 44,24 71
CDU 1.811.352 43,08 39 1.771.974 42,03 67
FDP 213.425 5,08 252.615 5,99 9
GRÜNE 213.114 5,07 229.846 5,45 8
REP 6.022 0,14 62.054 1,47
NPD 9.396 0,22 8.255 0,20
Familie 531 0,01 4.529 0,11
PBC 3.858 0,09
Öko-Union 3.682 0,09
ÖDP 577 0,01 3.603 0,09
Die Unabhängigen 5.737 0,14 2.739 0,06
DRD 2.705 0,06
CM 90 0,00 1.367 0,03
DDD 1.126 0,03
Patrioten 421 0,01 650 0,02
Bewußtsein 632 0,01
DP 560 0,01
DS 525 0,01
FVP 309 0,01
FBPD 81 0,00
Einzelbewerber 208 0,00
Total 4.204.232 100 4.216.296 155

Schröder wurde am 21. Juni 1990 zum Ministerpräsidenten gewählt und bildete ein Kabinett, dem unter anderem zwei grüne Minister angehörten (darunter Jürgen Trittin, der später während Schröders Kanzlerschaft von 1998 bis 2005 Bundesumweltminister wurde).

Bundespolitische Aspekte[Bearbeiten]

Mit diesem Wahlergebnis erlangten die SPD-regierten Länder die Mehrheit im Bundesrat. Nach den Landtagswahlen in den neuen Bundesländern konnten die unionsgeführten Länder die Mehrheit jedoch wieder zurückerobern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

election.de