Langdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Regen | |
| Höhe: | 645 m ü. NN | |
| Fläche: | 34,38 km² | |
| Einwohner: |
1979 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 58 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94264 | |
| Vorwahlen: | 09921, 09922 (Reisachmühle) | |
| Kfz-Kennzeichen: | REG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 76 129 | |
| Gemeindegliederung: | 15 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstr. 8 94264 Langdorf |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Otto Probst (CSU / Unabhängige) | |
| Lage der Gemeinde Langdorf im Landkreis Regen | ||
Langdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen und staatlich anerkannter Erholungsort.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Das Straßendorf Langdorf liegt sowohl in der Arber-Region als auch im Zwieseler Winkel inmitten des Bayerischen Waldes am Schnittpunkt der Straßen zwischen Bodenmais (7 km), Zwiesel (7 km) und Regen (6 km). Höchster Punkt von Langdorf ist der 984 m hohe Kronberg. Die Gemeinde besitzt auch eine Bahnstation der Bahnstrecke Zwiesel–Bodenmais, die im Stundentakt von Zügen der Waldbahn der Relation Zwiesel–Bodenmais befahren wird.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Langdorf hat 15 amtlich benannte Ortsteile[2]:
|
Es gibt die Gemarkungen Schöneck, Brandten und Langdorf.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort entstand um das Jahr 1300. 1324 wurde er mit den Dörfern Schöneck, Klaffermühle und Schwarzach von den Wittelsbachern an die Herren von Degenberg verpfändet. Diese residierten auf Burg Weißenstein und ließen sich in Langdorf von einem Amtmann vertreten. Am 5. August 1468 forderte Herzog Albrecht IV. nach vorausgegangenen Spannungen mit den Degenbergern die vier Orte wieder zurück. Die Weigerung der Degenberger bildete den Anlass zum Ausbruch des Böcklerkrieges. Nach der Zerstörung der Burg wurden erst 1478 die alten Verhältnisse wiederhergestellt.
Langdorf gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Weißenstein des Kurfürstentums Bayern. Die Kirche wurde 1674 bis 1677 erbaut. 1806 entstand die Pfarrei Langdorf durch Abtrennung von der Pfarrei Regen. In diesem Jahr erhob man die bereits vorhandene Schule zu einer Normalschule. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die Pfarrkirche St. Maria Magdalena erhielt 1922 im Rahmen eines Umbaus eine Vergrößerung.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Brandten eingegliedert.[3]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1961: 1.636 Einwohner
- 1970: 1.719 Einwohner
- 1987: 1.779 Einwohner
- 2000: 2.015 Einwohner
- 2011: 1.979 Einwohner
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:
- CSU: 8 Sitze (52,0 % der Stimmen)
- SPD: 4 Sitze (29,4 % der Stimmen)
- GFW: 2 Sitze (19,6 % der Stimmen)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Otto Probst (CSU).
Finanzen [Bearbeiten]
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 577.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 40.000 €.
Wappen [Bearbeiten]
Beschreibung: Gespalten von Silber und Blau, vorne ein schräggestellter fünfblättriger roter Lindenzweig, hinten ein aufrechtes, auswärts gekehrtes silbernes Rodungsbeil.
Gemeindepartnerschaften [Bearbeiten]
Langdorf unterhält Partnerschaften mit dem französischen Saint Crépin-Ibouvillers und dem österreichischen Nebelberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Langdorf
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 67 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 43 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 634. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 705 ha, davon waren 19 ha Ackerfläche und 686 ha Dauergrünfläche.
Bildung [Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen und 56 Kindern
- Volksschule mit 6 Lehrern und 110 Schülern
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111211/155721&attr=OBJ&val=782
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 622.
Weblinks [Bearbeiten]
Achslach | Arnbruck | Bayerisch Eisenstein | Bischofsmais | Böbrach | Bodenmais | Drachselsried | Frauenau | Geiersthal | Gotteszell | Kirchberg i.Wald | Kirchdorf i.Wald | Kollnburg | Langdorf | Lindberg | Patersdorf | Prackenbach | Regen | Rinchnach | Ruhmannsfelden | Teisnach | Viechtach | Zachenberg | Zwiesel
