Leoni AG

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LEONI AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005408884
Sitz Nürnberg, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 61.591 (Dezember 2013)[1]
Umsatz 3.917,89 Mio. (2013)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.leoni.com
Stand: 31. Dezember 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Die LEONI AG mit Sitz in Nürnberg ist ein führender Hersteller in den Produktgruppen Drähte, Kabel und Bordnetz-Systeme. Diese Warengruppen sind in zwei Unternehmensbereiche aufgegliedert „Division Wire & Cable Solutions“ (früher „Draht & Kabel“) sowie „Division Wiring Systems“ (früher „Bordnetz-Systeme“). Die Wurzeln von Leoni reichen bis ins Jahr 1569 zurück als Anthoni Fournier eine Werkstatt in Nürnberg eröffnet, welche Leonische Waren herstellte.

Die Aktien der Leoni AG sind Bestandteil des Börsenindex MDAX und befinden sich zu hundert Prozent im Streubesitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1569 gründete Anthoni Fournier in Nürnberg eine Werkstatt zur Herstellung Leonischer Waren. 1621 eröffneten Fourniers Söhne südlich von Nürnberg weitere Werkstätten zur Herstellung Leonischer Waren. Daraus gingen die Firmen Johann Balthasar Stieber & Sohn, Nürnberg, Johann Philipp Stieber, Roth und die Vereinigte Leonische Fabriken, Nürnberg hervor.

1917 schließen sich diesen Firmen zusammen und gründen die Leonische Werke Roth-Nürnberg AG. 1931 folgt die Umfirmierung in Leonische Drahtwerke AG mit Sitz in Nürnberg. 1999 schließlich die Umfirmierung in LEONI AG und Wandlung zur Dachgesellschaft sowie Aufteilung in drei Gesellschaften: LEONI Draht GmbH & Co. KG, LEONI Kabel GmbH & Co. KG und LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co. KG.

2006 übernahm Leoni die Unternehmen Kerpen GmbH & Co. KG und Studer Cables AG (Schweiz). Im Mai 2007 kaufte Leoni 80 % Anteile am Silikonspezialisten Silitherm. 2012 konnte Leoni einen Umsatz von 3,809 (2011: 3,701, 2010: 2,956) Milliarden Euro und ein EBIT von 235,8 (2011: 237,14, 2010: 130,72) Millionen Euro vermelden. Der Konzernüberschuss betrug 156,02 (2011: 155,96, 2010: 67,25) Millionen Euro.[2][3]

Zum 31. Dezember 2013 beschäftige das Unternehmen 60.510 Mitarbeiter (Vorjahr: 61.461) und erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von 3,917 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss betrug 2013 105,9 Millionen Euro.[1]

Akquisitionen/Joint Venture[Bearbeiten]

  • 1. Oktober 1999: vier Siemens-Tochterunternehmen:
    • Leitungswerk Friesoythe GmbH & Co. KG
    • Special Cables & Wires GmbH & Co. KG
    • Siemens Automobiltechnik Leitungen GmbH & Co. KG
    • Siemens Automobiltechnik Komponenten GmbH & Co. KG
  • 3. Februar 2000: Lucas Rists Wiring Systems von der amerikanischen TRW-Gruppe
  • 1. September 2004: Klink + Oechsle GmbH
  • 1. Juli 2005: neumatic Elektronik + Kabeltechnik GmbH & Co. KG
  • 4. Oktober 2005: Gemeinschaftsunternehmen mit dem Schweizer Kabelhersteller Studer für die Verkabelung von Schienenfahrzeugen gegründet. An dem Joint Venture L & S Transportation Systems hält Leoni 70 Prozent und Studer 30 Prozent
  • 16. Oktober 2007: Akquisition des Bordnetzgeschäftes von Valeo (Valeo Connectivity Systems)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c LEONI AG: Geschäftsbericht 2013. Abgerufen am 14. Mai 2014 (PDF).
  2. Geschäftsbericht 2012
  3. LEONI AG: Geschäftsbericht 2011. Abgerufen am 5. Mai 2012 (PDF).