Valeo

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Valeo
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Rechtsform S.A.
ISIN FR0000130339
Gründung 1923/1980
Sitz Paris FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Jacques Aschenbroich
Mitarbeiter 73.300 (2013)
Umsatz 11,759 Mrd. Euro (2013)
Branche Automobilzulieferer
Website www.valeo.com

Valeo ist ein börsennotiertes französisches Unternehmen der Automobilzuliefererindustrie mit Sitz in Paris, das weltweit als Erstausrüster der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie tätig ist. Valeo ist an der Pariser Börse (ISIN-Nr. FR0000130339) notiert und erwirtschaftete 2013 einen Jahresumsatz von 11,8 Mrd. Euro. Es arbeiten 73.300 Mitarbeiter in 28 Ländern der Welt an 123 Produktionsstandorten, 55 Forschungs- und Entwicklungszentren sowie 12 Vertriebsstützpunkten für Valeo. Die Gruppe wird seit März 2009 von Jacques Aschenbroich geleitet.

Geschichte[Bearbeiten]

Valeo ging aus der französischen Aktiengesellschaft Ferodo (Société Anonyme Française du Ferodo, SAFF) hervor, die im Jahre 1923 in Saint-Ouen (Seine-Saint-Denis) in der Nähe von Paris gegründet wurde. Unter Eugène Boisson vertrieb das Unternehmen Bremsbeläge und Kupplungsbeläge der englischen Gesellschaft Ferodo (Ferodo UK), später entstand in Saint-Ouen auch eine Fertigung unter Lizenz von Ferodo (UK). Ab 1932 wurde Ferodo an der Pariser Börse gehandelt. Ab den 1960er Jahren wurde das Geschäft auf angrenzende Produktfelder ausgedehnt: Bremssysteme (1961), thermische Systeme (1962), elektronische Komponenten und Systeme (1963) Beleuchtung (1970), elektrische Systeme (1978), internationale Niederlassungen entstanden in Spanien (1963), Italien (1964) und Brasilien (1974).

Um alle Firmen unter einem Markennamen zusammenzufassen, beschloss die Aktionärshauptversammlunge am 28. Mai 1980, der Gesellschaft den Namen Valeo (lateinisch für: „Mir geht es gut“) zu geben, seinerzeit der Name der italienischen Tochter der Ferodo-Gruppe. Seit Beginn der 1980er Jahre wächst Valeo durch vermehrte Firmenzukäufe und gehört zum Kreis der international wichtigsten Zulieferer der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Die Valeo-Gruppe setzt sich aus 12 Tochtergesellschaften zusammen, die sich überwiegend aus Firmenaufkäufen ergeben haben. 1998 wurde die deutsche Spezialwerkzeugfabrik Feuerbach übernommen.[1] Der letzte große Firmenaufkauf war im Januar 2005 die Übernahme der Division Motorsteuerung des amerikanischen Automobilzulieferers Johnson Controls.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Die Gruppe ist in vier Business Groups und 9 Produktfamilien gegliedert:

  • Comfort and Driving Assistance Systems: mit Interior Controls, und Sicherheitssysteme
  • Powertrain Systems mit Motormanagement und Elektrische Systeme, und Transmissions
  • Thermal Systems mit Klimasysteme, Motorkühlsysteme, und Kompressoren
  • Visibility Systems mit Wischersysteme und Beleuchtungssysteme

Der Bereich Valeo Services beliefert den Nachrüstungsmarkt, die Kfz-Vertragshändler, freien Werkstätten und Ersatzteilhändler in über 100 Ländern mit den Produkten der Valeo-Gruppe.

Niederlassungen in Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland ist Valeo mit ca. 4.500 Mitarbeitern an 5 Produktionsstandorten sowie mit 6 F&E-Zentren vertreten. An 4 Tech-Centern finden kundenorientierte Aktivitäten statt.

Börsenangaben[Bearbeiten]

Valeo wird an der Börse von Paris gehandelt (ISIN-Code: FR0000130338).

  • Marktkapitalisierung (März 2013): 2,99 Milliarden Euro
  • Anzahl der Aktien (März 2013): 79.462.540
  • Hauptaktionäre zum 29. März 2013:
    • 86,08 %: Andere
    • 3,03 %: Caisse de Dépots et Consignations (CDC)
    • 5,81 %: Fonds Stratégique d´Investissement (FSI)
    • 5,08 %: Lazard AM

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Unternehmen ist früher stark an der Herstellung von asbesthaltigen Komponenten beteiligt gewesen (überwiegend in Kupplungssystemen und Bremsbelägen) u.a. an seinem Standort in Condé-sur-Noireau in Frankreich. Nach fast 100 Jahren Asbestverschmutzungen und nach Gerichtsverfahren, die mehr als zehn Jahre dauerten, wurden Valeo, mehrere Manager sowie der zuständige Betriebsarzt im Jahr 2006 und 2007 wegen Totschlags, Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung in Condé-sur-Noireau verurteilt. Valeo hat seither strenge Vorschriften zur Vermeidung und Behebung von Asbestrisiken für Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter eingeführt; diese wurden auch am 10. April 2009 in einer Vereinbarung mit dem französischen Umweltministerium ratifiziert.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Valeo:SWF
  2. Amiante. Chronologie d'un scandale à Condé-sur-Noireau. Ouest-France, 28. Februar 2013, abgerufen am 4. November 2013.