Marco Büchel (Skirennläufer)

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Marco Büchel Ski Alpin
Marco Büchel im Dezember 2006
Nation LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
Geburtstag 4. November 1971
Geburtsort Walenstadt
Größe 186 cm
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G,
Riesenslalom, Kombination
Verein SC Balzers
Status zurückgetreten
Karriereende 11. März 2010
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Silber Vail/ Beaver Creek 1999 Riesenslalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 3. Dezember 1994
 Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 7. (2006/07)
 Abfahrtsweltcup 2. (2006/07)
 Super-G-Weltcup 2. (2002/03)
 Riesenslalomweltcup 6. (1999/2000, 2000/01)
 Kombinationsweltcup 14. (1999/2000, 2002/03)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 2 3 3
 Super-G 2 1 2
 Riesenslalom 0 2 3
 

Marco Büchel (* 4. November 1971 in Walenstadt) ist ein ehemaliger Liechtensteiner Skirennläufer.

Karriere[Bearbeiten]

Büchel bestritt im Januar 1991 sein erstes Rennen im Weltcup. Es dauerte sechs Jahre, bis er sich erstmals unter den besten Zehn eines Rennens platzieren konnte. In den Jahren darauf wurde seine Leistung konstanter und er belegte mehrfach zweite und dritte Plätze.

Den größten Erfolg seiner Karriere landete er bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1999 in Vail-Beaver Creek, als er im Riesenslalom hinter dem Norweger Lasse Kjus Vizeweltmeister wurde. Er gewann vier Weltcuprennen. In der Saison 2002/03 erreichte Büchel den zweiten Platz im Super-G-Weltcup. 2006/07 wurde er Zweiter im Abfahrts-Weltcup und erreichte als Siebter sein bestes Ergebnis im Gesamtweltcup.

An Olympischen Winterspielen nahm Büchel bislang sechsmal teil. Seine besten Platzierungen erreichte er 2006 in Turin, als er im Super-G auf Platz sechs und in der Abfahrt auf Platz sieben fuhr. Am 25. November 2006 löste er mit seinem Sieg bei der Abfahrt in Lake Louise Stephan Eberharter als bisher ältesten Sieger eines Weltcup-Rennens ab. Nach seinem Sieg am 18. Januar 2008 in Kitzbühel lag der Rekord bei 36 Jahren und 75 Tagen. Dieser Rekord hielt bis zum 22. Januar 2011, als Didier Cuche die Abfahrt in Kitzbühel gewann.

Am 11. März 2010 fuhr Büchel sein letztes Weltcuprennen. Seit der Saison 2010/2011 ist er beim ZDF als Rennanalyst tätig.[1] Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi analysierte er in Zusammenarbeit mit dem Moderator Norbert König die alpinen Skiwettbewerbe. [2]. Büchel ist auch über eigentliche Sportübertragungen hinaus als Radio- und Fernsehmoderator tätig.

Der in Balzers aufgewachsene Büchel wurde insgesamt achtmal zum Liechtensteiner Sportler des Jahres gewählt. Er lebt mit seiner Frau Doris in Triesenberg und ist Athletenbotschafter der Entwicklungshilfeorganisation Right to Play. Neben der liechtensteinischen besitzt er auch die schweizerische Staatsbürgerschaft.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten]

Wertungen:

  • Saison 1998/98: 9. Riesenslalom
  • Saison 1999/00: 6. Riesenslalom
  • Saison 2000/01: 6. Riesenslalom
  • Saison 2002/03: 2. Super-G
  • Saison 2004/05: 8. Super-G, 10. Abfahrt
  • Saison 2005/06: 10. Gesamtwertung, 4. Abfahrt
  • Saison 2006/07: 7. Gesamtwertung, 2. Abfahrt, 8. Super-G
  • Saison 2007/08: 7. Super-G
  • Saison 2009/10: 9. Abfahrt

Siege:

Datum Ort Land Disziplin
23. Februar 2003 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Super-G
17. Dezember 2005 Gröden Italien Abfahrt
25. November 2006 Lake Louise Kanada Abfahrt
18. Januar 2008 Kitzbühel Österreich Super-G

Europacup[Bearbeiten]

  • 6 Podestplätze, davon 4 Siege

Weitere Sportarten[Bearbeiten]

Marco Büchel ist Gelegenheits-B.A.S.E. Jumper.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marco Büchel: Skirennfahrer Marco Büchel / aus Leidenschaft zum Leben Sportler. Zürcher Druck + Verlag, Rotkreuz 2007, ISBN 978-3-909287-36-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marco Büchel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alpin-Urgestein Büchel sagt im Anzug Ade, Süddeutsche Zeitung, 11. März 2010
  2. Büxi für das ZDF Sportfernsehen: ARD und ZDF feiern einen Rekord in Sotschi
  3. Basejumper - Adrenalin-Junkies ohne Regeln. Sportlounge, SFDRS, 26. Oktober 2009.