Margit L. McCorkle

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Margit L. (Emily) McCorkle, geb. Lundstrom (* 28. März 1942 in Madison (Tennessee)) ist eine US-amerikanische Musikwissenschaftlerin und Pianistin, die sich insbesondere mit Werkverzeichnissen von Robert Schumann und Johannes Brahms große Verdienste erwarb.

Leben[Bearbeiten]

Margit L. McCorkle studierte Musik und Germanistik am Columbia Union College in Takoma Park (Maryland) (Bachelor of Arts) sowie von 1961 bis 1965 Musikwissenschaft und Bibliographik an der University of Maryland (Master of Music; Ph. D. studies). Ferner bildete sie sich in New York (bei Igor Kipnis) sowie in Wien (bei Isolde Ahlgrimm) und in Dänemark (bei Hans Hammer) im Klavier- und Cembalospiel aus, unterrichtete selbst in diesen Fächern und konzertierte auf beiden Instrumenten.

1968 heiratete sie den Musikwissenschaftler Donald McCorkle (1929–1978), mit dem sie 1972 nach Kanada übersiedelte, nachdem McCorkle eine Berufung an das Music Departement der University of British Columbia erhalten hatte. Mit ihm zusammen begann sie, ein Brahms-Werkverzeichnis zu erstellen, das sie nach dem Tode ihres Mannes allein vollendete und 1984 veröffentlichte. Anschließend erarbeitete sie ein Schumann-Werksverzeichnis, das als Meilenstein der Schumann-Forschung gilt und 2003 in den renommierten Verlagen Schott in Mainz und Henle in München erschien.

McCorkle lebt in Vancouver.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • Johannes Brahms. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München: Henle 1984, ISBN 3-87328-041-8
  • Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München: Henle, Mainz: Schott, 2003, ISBN 3-87328-110-4

Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten]

  • mit Donald McCorkle, Five Fundamental Obstacles in Brahms Source Research, in: Acta Musicologica, Band 48 (1976), S. 253ff.
  • Die erhaltenen Quellen der Werke von Johannes Brahms. Autographe – Abschriften – Korrekturabzüge, in: Musik, Edition, Interpretation. Gedenkschrift Günter Henle, hrsg. von Martin Bente, München: Henle 1980, S. 338–354, ISBN 3-87328-032-9
  • Die „Hanslick“-Walzer Opus 39, in: Kongressbericht, Brahms-Kongress Wien 1983, hrsg. von Susanne Antonicek und Otto Biba, Tutzing: Schneider 1988, S. 379–386
  • The Role of Trial Performances for Brahms's Orchestral and Large Choral Works: Sources and Circumstances, in: Brahms Studies I, hrsg. von George S. Bozarth, Oxford 1990, S. 295–330
  • Von Brahms zu Schumann oder Reflexionen über das Erstellen von Werkverzeichnissen, in: Robert Schumann und die französische Romantik. Bericht über das 5. Internationale Schumann-Symposium der Robert-Schumann-Gesellschaft am 9. und 10. Juli 1994 in Düsseldorf, hrsg. von Ute Bär, Mainz: Schott 1997, S. 265–274, ISBN 3-7957-0335-2
  • When Did Schumann Find Time to Compose? – Some Biographical Observations from a Bibliographical Project, in: Schumanniana nova. Festschrift Gerd Nauhaus zum 60. Geburtstag, Sinzig: Studio-Verlag 2002, S. 487–498

Weblinks[Bearbeiten]