Mateusz Bartel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mateusz Bartel 2013.jpg
Mateusz Bartel (2013)
Land PolenPolen Polen
Geboren 3. Januar 1985
Warschau
Titel Internationaler Meister (2001)
Großmeister (2005)
Aktuelle Elo-Zahl 2640 (August 2014)
Beste Elo-Zahl 2677 (Mai 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Mateusz Bartel (* 3. Januar 1985 in Warschau) ist ein polnischer Schachmeister.

Leben[Bearbeiten]

Dreimal gewann Bartel den Titel eines polnischen Jugendmeisters: 1995 in der Kategorie U10, 1997 in der Kategorie U12 und 2005 bei den U18. In den Jahren 2002 und 2003 wurde er Jugendvizeeuropameister und Jugendeuropameister U18. 2001 nahm er erstmals an der polnischen Erwachsenenmeisterschaft teil. Nach weiteren Teilnahmen errang er 2006 den Landesmeistertitel vor Bartosz Soćko und Radosław Wojtaszek. 2007 wurde er Dritter, 2008 Zweiter. 2010, 2011 und 2012 (nach Stichkampf gegen Bartłomiej Macieja) konnte er den Titel erneut gewinnen.

Sein erstes Großmeisterresultat erzielte er 2003 beim Aeroflot Open in Moskau. Im selben Jahr gewann er in Balatonlelle Mannschaftssilber bei der Jugendeuropameisterschaft. 2004 wurde er bei einem sehr starken Teilnehmerfeld Fünfter im Open von Nova Gorica und nahm im gleichen Jahr in Tripolis an der Schachweltmeisterschaft nach K.-o.-System teil (er unterlag in der 1. Runde dem Weltklassespieler Teymur Rəcəbov). Im nächsten Jahr verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel. 2005 gewann er in Drammen und wurde bei der erstmals ausgerichteten EU-Meisterschaft in Cork Zweiter. 2007 gewann er in Illes Medes und in Port Erin auf der Isle of Man. 2012 belegte er beim Aeroflot Open in Moskau aufgrund der besseren Feinwertung (mehr Partien mit Schwarz) den ersten Platz. Er studiert Informatik und Ökonometrie an der Landwirtschaftlichen Universität Warschau.

Mannschaftsschach[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Bartel ist seit 2006 Mitglied der polnischen Nationalmannschaft und hat seitdem an jeweils vier Schacholympiaden[1] und Mannschaftseuropameisterschaften[2] teilgenommen. Bei der Schacholympiade 2010 in Chanty-Mansijsk war er bester Reservespieler, bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2013 in Warschau erreichte er das beste Einzelergebnis am vierten Brett.

Vereine[Bearbeiten]

Bartel spielte in der Schachbundesliga von 2006 bis 2014 für den SV Wattenscheid, zur Saison 2014/15 wechselte er zum USV TU Dresden[3]. In Polen spielte er bis 2007 für KSz Polonia Warschau, mit dem er 2006 polnischer Mannschaftsmeister wurde und von 2008 bis 2012 für KS Polonia Votum Breslau[4], in Frankreich von 2008 bis 2010 für Marseille Echecs, in Portugal für die Associação Académica de Coimbra und in Österreich von 2010 bis 2012 für den SK Advisory Invest Baden, mit dem er 2012 österreichischer Mannschaftsmeister wurde. In der tschechischen Extraliga spielt Bartel seit der Saison 2009/10 für den 1. Novoborský ŠK und wurde mit diesem 2010 bis 2014 jeweils tschechischer Mannschaftsmeister.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mateusz Bartels Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  2. Mateusz Bartels Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  3. Saisonvorschau des USV TU Dresden auf schachbundesliga.de
  4. Mateusz Bartels Ergebnisse bei polnischen Mannschaftmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. Mateusz Bartels Ergebnisse bei tschechischen Mannschaftmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)